17. Februar 2003 · Quelle: MOZ

Schüsse auf Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen

(15.02) Oranien­burg (ddp-lbg). Auf dem Gelände der Gedenkstätte des ehe­ma­li­gen KZ Sach­sen­hausen bei Oranien­burg ist am Fre­itag mit ein­er Schreckschusspis­tole
geschossen wor­den. Die Polizei nahm nur kurze Zeit später einen 41-jähri­gen Berlin­er fest, wie ein Sprech­er in Oranien­burg mit­teilte. Der Mann, der der
Polizei bere­its bekan­nt ist, ges­tand die ihm zur Last gelegte Tat. Zum Motiv äußerte er sich allerd­ings bis­lang nicht. Der Mann ste­ht zudem in Ver­dacht, in unmit­tel­bar­er Nähe des Ein­gangs zur Gedenkstätte den «Hit­ler­gruß» gezeigt
zu haben. Zu einem zweit­en Zwis­chen­fall in der Gedenkstätte war es am Fre­itag­mit­tag gekom­men. Im Muse­um in der jüdis­chen «Baracke 38» ent­deck­te eine Mitar­bei­t­erin an der Wand für Besucherkom­mentare und für jed­er­mann sicht­bar
einen Zettel mit volksver­het­zen­dem Inhalt. Der oder die Täter sind der Polizei noch unbekan­nt.

 

Zwis­chen 1936 und 1945 waren im KZ Sach­sen­hausen mehr als 200 000 Men­schen inhaftiert. Zehn­tausende star­ben durch Hunger, Krankheit­en, Zwangsar­beit und Mis­shand­lun­gen oder wur­den Opfer von Massen­tö­tungsak­tio­nen sowie
medi­zinis­chen Ver­suchen.

 

Schütze von Sach­sen­hausen ins Kranken­haus eingewiesen
 

(17.02) Oranien­burg (ddp-lbg). Der 41-jährige Mann, der auf dem Gelände der
Gedenkstätte des ehe­ma­li­gen KZ Sach­sen­hausen bei Oranien­burg mit ein­er
Schreckschusspis­tole geschossen hat­te, ist in ein Kranken­haus eingewiesen
wor­den. Die Polizei hat­te den Berlin­er am Fre­itag kurze Zeit nach der Tat
festgenom­men. Am Sam­stag sei er wegen seines derzeit labilen psy­chis­chen
Zus­tandes einem Arzt vorgestellt und vor­läu­fig sta­tionär aufgenom­men wor­den,
sagte ein Sprech­er am Son­ntag in Pots­dam. Der Mann ste­ht zudem in Ver­dacht,
in unmit­tel­bar­er Nähe des Ein­gangs zur Gedenkstätte den «Hit­ler­gruß» gezeigt
zu haben.

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