29. Dezember 2008 · Quelle: fmt.blogsport.de

Homophober Übergriff auf Institution in Potsdam

Jir­ka Witschak, Grün­der des LaLe­an­ders: “Ich bin fas­sungs­los. So etwas Hat
unser Haus in den ver­gan­genen elf Jahren noch nicht erlebt!”

Am gestri­gen Son­ntag kam es gegen 22.50 im Café Lean­der in Pots­dam zu einem
homo­phoben Zwis­chen­fall: Zwei männliche Gäste betrat­en das Lean­der, in dem
eine größere Gruppe nach dem “Musikalis­chen Son­ntagsrät­sel” noch in
gesel­liger Atmo­sphäre zusam­men saß. Der eine Gast erbrach sich sofort am
Tre­sen ohne ersichtlichen Grund. Er wurde von Gästen aufge­fordert, sich nach
draußen zu begeben.
Daraufhin protestierte sein Begleit­er laut­stark und beschimpfte die Gäste.
Anschließend wur­den bei­de vom Per­son­al aufge­fordert, das Lokal zu ver­lassen.
Beim Hin­aus­ge­hen schlug der schon vorher pöbel­nde Aggres­sor der anwe­senden
KoRa van Tastisch gegen die Brust und brüllte “Scheiß-Schwule!”. Daraufhin
drängten die anderen Gäste die bei­den Stör­er aus dem Lean­der. Auf der Straße
schlug der Pöbler dann unver­mit­telt auf einen Gast mit Fäusten ein. Die
anwe­senden Gäste ver­sucht­en umge­hend, den Schläger festzuhal­ten und von
weit­eren Attack­en abzubrin­gen. Nach­dem der attack­ierte Gast von dem Schläger
getren­nt wurde, zogen sich die Gäste in das Lean­der zurück und schlossen die
Tür. Daraufhin schlug der Täter mit der bloßen Faust die Scheiben der Türen
und die Scheiben auf der Benkert­straße ein und schrie “Schwule Fotzen, ihr
schwulen Säue!” Der Täter und sein Begleit­er ent­fer­n­ten sich in Rich­tung
Mit­tel­straße. Dabei wur­den sie von Gästen mit Sicher­heitsab­stand ver­fol­gt.

In der Mit­tel­straße machte die mit­tler­weile alarmierte Polizei die bei­den
Stör­er dingfest. Sie wur­den durch die Gäste sofort zweifels­frei
iden­ti­fiziert. Gegen die bei­den wur­den Anzeigen wegen Belei­di­gung,
Kör­per­ver­let­zung und Sachbeschädi­gung und Wider­stand gegen die Staats­ge­walt
gestellt. Der attack­ierte Gast musste sich mit Ver­let­zun­gen am Kopf in
ärztliche Behand­lung begeben.

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