28. März 2004 · Quelle: MAZ

Imbiss-Feuer schnell gelöscht

(MAZ, 27.03., Kristin Hinze, Jan Stern­berg) FALKENSEE Das dumpfe Klatschen klang alles andere als gut. Das Geräusch
hallte weit durch die Nacht. Um halb eins ist die Falken­hagen­er Straße meist men­schen­leer ‑in der Nacht zu gestern glück­licher­weise nicht ganz: Ein Pas­sant hörte das Geräusch, das vom Dön­er­stand an der Ecke Mar­witzer Straße
herüber­schallte. Auf das Dach des “Grill-Imbiss Falkensee” war etwas geflo­gen — ver­mut­lich ein Molo­tow-Cock­tail. Ein Mask­iert­er ran­nte Rich­tung Bre­dow­er Straße davon.

Der nächtliche Pas­sant tat das einzig Richtige: Er zück­te sein Handy, alarmierte Polizei und Feuer­wehr. Die Feuerwache liegt fast nebe­nan, mit zwei Löschfahrzeu­gen und 16 Mann war die Frei­willige Feuer­wehr Falkensee
sofort am Imbiss. Der Brand­satz hat­te inzwis­chen das Werbeschild und den Rest des Daches in Flam­men aufge­hen lassen. Das Feuer kon­nte schnell unter Kon­trolle gebracht wer­den, nach ein­er Stunde zogen die Löschfahrzeuge ab.
Ver­let­zt wurde nie­mand, die Schä­den am Imbiss-Stand hiel­ten sich in Gren­zen.

Die Kripo-Beamten befragten in der Nacht und am näch­sten Mor­gen den
Pas­san­ten und Feuer­wehrleute. Die Unter­suchun­gen hat die Krim­i­nalpolizei des
Polizeiprä­sid­i­ums Pots­dam über­nom­men.

“Wir ermit­teln in alle Rich­tun­gen”, mehr als diesen Stan­dard­satz teilte eine
Sprecherin gestern zu möglichen Tätern nicht mit. Der gestrige Bran­dan­schlag
ist bere­its der zweite auf den Dön­er­stand inner­halb von drei Monat­en. Am 28.
Dezem­ber ver­gan­genen Jahres hat­te jemand Müll auf der Rück­seite des Standes
angezün­det. Auch dieser Brand war schnell bemerkt wor­den, die Brand­s­tifter
kon­nten bis heute nicht gefasst wer­den.

Der Besitzer des Imbiss hat die Nachricht gefasst aufgenom­men: “Als er heute
mor­gen bei mir Kaf­fee trinken war, sagte er nichts davon, dass sein Imbiss
in der Nacht gebran­nt hat­te”, berichtete die Emp­fangs­dame des benach­barten
Son­nen­stu­dios.

Die Krim­i­nalpolizei sucht weit­ere Zeu­gen: Wer sich in der Nacht zu gestern
gegen 0.30 Uhr in der Nähe des Standes aufge­hal­ten oder in der Umge­bung eine
mask­ierte Per­son bemerkt hat, möge sich ans Bürg­ertele­fon 0700/33 33 03 31,
im Inter­net an www.internetwache.brandenburg.de oder jede andere
Polizei­di­en­st­stelle wen­den.

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