19. Juni 2002 · Quelle: berliner zeitung

Info-Mobil der LesbiSchwulen Tour beschmiert

POTSDAM. “Geht ster­ben ihr Schwulen” und Hak­enkreuze haben Unbekan­nte am Mon­tagabend an das Info-Mobil des Vere­ins Ander­sAR­TIG vor einem Luck­auer Jugend­klub geschmiert. Dort fand zur Eröff­nung der “Les­biS­chwulen Tour 2002” durch Bran­den­burg anlässlich des Christo­pher Street Days ein Aufk­lärungsabend statt. Der Vere­in will Anzeige gegen unbekan­nt erstat­ten. Es ist nicht der erste Anschlag auf die Tour. Vor zwei Jahren hat­ten Rechte in Königs Wuster­hausen einige Mit­glieder des Vere­ins tätlich ange­grif­f­en. 2002 führt die Tour noch nach Fin­ster­walde, Forst und Sprem­berg.

“Wir wollen leise und vor­sichtig um Akzep­tanz wer­ben, den Betrof­fe­nen den Rück­en stärken”, sagte Vere­inssprecherin Gabriele Kern­topf am Dien­stag. Schwul oder les­bisch zu sein gelte längst nicht als nor­mal. In Großstädten helfe die Anonymität, auf dem flachen Land aber gebe es große Vorurteile. “Wir wollen erre­ichen, dass auch für Les­ben und Schwule das Leben in Bran­den­burg leb­bar ist”, sagte sie.

Nach ein­er Studie geht in der Gesellschaft die Akzep­tanz für abwe­ichende sex­uelle Ori­en­tierung auch bei Jugendlichen zurück. So waren 61 Prozent der befragten 17-Jähri­gen dage­gen. “Die Vorurteile resul­tieren jedoch meist aus Unken­nt­nis”, sagte Kern­topf. Man­gel­nde Tol­er­anz zeige sich auch in der Hal­tung einiger Kom­mu­nalver­wal­tun­gen. So werde nach Pots­dam am Mon­tag nur noch in Sprem­berg am Fre­itag die Regen­bo­gen­fahne in Anwe­sen­heit des Bürg­er­meis­ters gehisst. Fin­ster­waldes Bürg­er­meis­ter dage­gen hat­te dieses Ansin­nen mit den Worten “Nur über meine Leiche” abgelehnt.

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