27. September 2011 · Quelle:

Info- und Diskussions-Veranstaltung zur Kampagne « STOP TRANS*-PATHOLOGIZATION 2012 »

Gegen die Pathologisierung von Trans*Menschen

Die weltweite Kam­pagne „Stop Trans- Pathol­o­gisierung 2012“ zielt auf die Ent­pathol­o­gisierung von Trans*Identitäten (Trans­sex­uelle und Trans­gen­der) und deren Stre­ichung aus den inter­na­tionalen Krankheits-Kat­a­lo­gen (DSM der Amer­i­can Psy­chi­atri­c­As­so­ca­tion und ICD der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion).
Die über­ar­beit­eten Ver­sio­nen der Kat­a­loge sollen 2013 (DSM) bzw. 2015 (ICD) her­auskom­men. Das Ziel der Kam­pagne ist, dass im nach­fol­gen­den ICD11 Trans* Men­schen nicht mehr als psy­chisch krank denun­ziert wer­den sollen. Die Haupt­forderung der Kam­pagne lautet daher : „STREICHUNG DER DIAGNOSE GESCHLECHTSIDENTITÄTSSTÖRUNG AUS DEN KRANKHEITSKATALOGEN!“
Derzeit wird Tran­si­d­en­tität als psy­chis­che Krankheit („Geschlecht­si­den­titätsstörung“) ange­se­hen. Die Abwe­ichung von der star­ren Zwei-Geschlechter-Ord­nung wird als abnor­mal und krank dargestellt. Sie gibt zudem der Medi­zin und dem Staat die Kon­trolle über unsere Geschlecht­si­den­tität und unsere Kör­p­er. In diesem Sys­tem haben wir nur dann ein Recht auf medi­zinis­che und rechtliche Schritte der “Geschlecht­san­gle­ichung”, wenn wir uns als psy­chisch gestört definieren lassen. Die Pathol­o­gisierung von Trans- Iden­titäten ist eine der Grund­la­gen ein­er weltweit ver­bre­it­eten Trans­pho­bie, die mit ein­er steigen­den Anzahl von Gewal­tak­ten und Haß­mor­den gegen Trans*Menschen ein­herge­ht. Gegen die geplante Ausweitung der Pathol­o­gisierung in den inter­na­tionalen Krankheit­skat­a­lo­gen pla­nen wir in 61 Städten weltweit einen zeit­gle­ichen Aktion­stag am Sam­stag, 22.Oktober 2011.
Am 10.Oktober wollen wir euch in Pots­dam über die Hin­ter­gründe und Ziele der Kam­pagne informieren und diese mit euch disku­tieren.

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