1. November 2006 · Quelle: Antifaschistische Gruppen im Westhavelland

Ist Fußball unpolitisch?

Das gestrige Fußball­spiel im Achtel­fi­nale um den Bran­den­burg­er Lan­despokal zwis­chen dem Lan­desklas­sev­ere­in TSV Chemie Prem­nitz und dem Ver­band­sligis­ten FC Vic­to­ria Frankfurt/Oder nutzen neon­azis­tis­che Frank­furter “Fans” um mit ras­sis­tis­chen und nazis­tis­chen Has­sti­raden geg­ner­ische Zuschauer zu diskred­i­tieren. Lau­thals wurde u.a. skandiert “Zick Zack Zige­uner­pack” und “Arbeit macht frei”. Des weit­eren hat­ten die Frank­furter “Fans” das ganze Spiel über ein Ban­ner mit der Auf­schrift “FCV gegen Links” aus­ge­bre­it­et, das von Kel­tenkreuzen flankiert wurde.

Zu Auss­chre­itun­gen und Ran­dale im Bere­ich des Sta­dions kam es jedoch, ent­ge­gen den Darstel­lun­gen der Märkischen All­ge­meinen Zeitung vom 1. Novem­ber, nicht. Lediglich die Polizei nutzte nach Abp­fiff der Par­tie äußerst unsan­fte Meth­o­d­en um die am Ver­hal­ten der Frank­furter “Fans” Anstoß nehmenden Heim­fans des TSV Chemie Prem­nitz aus ihrem Sta­dion zu drän­gen. Ein “schnelles Ein­greifen”, wie hier, wäre auch beim vor­ma­li­gen skandieren der Parolen aus dem Frank­furter Block nötig gewe­sen.

Das Neon­azis Fußball­spiele für ras­sis­tis­che und nazis­tis­che Pro­voka­tio­nen nutzen, hat sich offen­bar jet­zt auch im Raum Rathenow / Prem­nitz etabliert. Erst am ver­gan­genen Sam­stag beim Fußbal­l­lokalder­by BSC Rathenow gegen Chemie Prem­nitz hat­ten sich 14 Neon­azis der “Anti Antifa Rathenow” und der “Nationalen Sozial­is­ten Prem­nitz” in ein­er neu­tralen Sta­dionkurve einge­fun­den um mit entsprechen­den Gesän­gen und einem Ban­ner mit der Auf­schrift “Good Night Left Side” linke Fußball­fans aus Prem­nitz zu provozieren.

Nazis raus aus den Fußball­sta­di­en!

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