16. August 2002 · Quelle: JD/JL

JD/JL tourt durch Brandenburg

21.8.2002 / 17.00 Uhr / CLUB 01 / Hoher Weg 56 / Werder 

Film mir ins Arschloch, Baby

 

Leben mit Kon­trolle und Überwachung …zum Beispiel Brandenburg…

2002: Es war ein­mal ein Schön­bohm und seine Polizei im Lande Brandenburg,
der rühmte sich für die Eindäm­mung der Straftat­en durch die Videokam­eras der
Pilot­pro­jek­te in Erkn­er, Bernau, Rathenow und Potsdam.
2002: Es waren ein­mal Asyl­be­wer­berin­nen und Asyl­be­wer­ber im Lande
Bran­den­burg, die lagen in Cot­tbus auf kam­er­aüberwacht­en DEA-Tankstellen, in
Rathenow auf öffentlichen Mark­t­plätzen oder gle­ich direkt vor ihren sauberen
deutschen, zum Teil kam­er­aüberwacht­en Sam­melun­terkün­ften in den Wäldern
Bran­den­burgs zusam­mengeschla­gen bis schw­er verletzt. 

 

Was wollen diese Kam­eras eigentlich wirk­lich? Welche Art von “Krim­inellen”
fan­gen die Instru­men­tarien der neuen Sicher­heit wie Rasterfahndung,
erken­nungs­di­en­stliche Behand­lung ohne Ver­dacht, Platzver­weise etc. pp.?
Bedeutet Sicher­heit einen Überwachungsstaat, sind alle kriminell? 

 

Deutsch­land als eines der Län­der, die sich als Ver­fechter der Men­schen- und
Grun­drechte in der Welt präsen­tieren, kann selb­st mit nicht unwesentlichen
eige­nen Men­schen- und Grun­drechtsver­let­zun­gen aufwarten. Nicht zulet­zt für
die Änderun­gen der Telekom­mu­nika­tions- und Überwachungsverord­nung, die
Änderun­gen im Asyl- und Aus­län­der­recht und durch die Sicher­heitspakete nach
dem 11. Sep­tem­ber 2001 müssten sich mehrere deutsche Regierungen
verantworten.
Alles, was im Namen der Erhöhung von Sicher­heit in den let­zten Jahrzehnten
von Staat­en und Pri­vatun­ternehmen an geset­zlichen und tech­nis­chen Neuerungen
auf den Weg gebracht wurde, schützt mächtige staatliche Insti­tu­tio­nen oder
Unternehmen, nicht das ohn­mächtige Indi­vidu­um. Umfassende Chipkartensysteme,
Kam­er­aüberwachung, bio­metrische Erfas­sun­gen und die Ver­net­zung behördlicher
Datenbestände sind längst Realitäten.
Doch der Satz “Ich bin doch nicht krim­inell, mich trifft das doch nicht.”
ist die Stan­dard­ab­wehr viel­er Men­schen. Stirbt Frei­heit also defin­i­tiv mit
Sicherheit?
Die Schat­ten­seit­en der großen Sicher­heit sollen in der AG gezeigt werden,
eben­so wie die Frage nach Chan­cen für den Schutz von Per­so­n­en und
Pri­vat­sphäre vor Überwachun­gen disku­tiert wer­den. Damit wir uns nicht morgen
mit der elek­tro­n­is­chen Fußfes­sel und dem Biochip im Arm wiederbegegnen
werden! 

 

22.8. / 17.00 Uhr / Jugend­club Saft­laden / Falken­hagen­er Strasse 10 / 14612
Falkenhagen

Sex is dumb, bor­ing hippiestuff
Sex­u­al­ität ist ein­er der weni­gen Bere­iche in unserem Leben, der eigentlich
völ­lig in unseren “Pri­vat­en Bere­ich” gehört, also unange­tastet ist vom
gesellschaftlichen Zusammenleben.
Das stimmt aber nur insoweit, als das wir Sex­u­al­ität meist nur im Privaten
ausleben. Wie Sex­u­al­ität aussieht bes­tim­men wir dabei keineswegs allein .
Wir sind stark bee­in­flusst von gesellschaftlich geprägten Rol­len­bildern, wie
Män­ner und Frauen sich ver­hal­ten sollen, wie wir Men­schen umwer­ben, die wir
inter­es­sant find­en usw.
Das Rol­len­bilder kon­stru­iert sein kön­nten ist meist nicht mitbedacht.
Wie eine Beziehung auszuse­hen hat, in der wir mit einem geliebten Menschen
leben, ein­er Zweier­beziehung , ist auch von vie­len gesellschaftlichen
Bildern vorgegeben! Monogamie spielt dabei eine wichtige Rolle, sind zwei
Men­schen sich nicht treu stimmt mit der Liebe wohl irgend etwas nicht.
Davon , dass zwis­chen­men­schliche Beziehun­gen etwas sind, das die
ver­schieden­sten For­men haben kann, haben viele noch nichts gehört, die
gesellschaftliche Norm ist vielfach unhinterfragt!
In diese The­matik spielt auch mit hinein, dass es nur zwei Geschlechter
gibt. “Zwis­chengeschlechter” wie bei Zwit­tern wer­den gesellschaftlich nicht
zuge­lassen oder schlicht ein­fach nicht erwähnt.
Dabei ist es ger­ade anhand dieses Beispiels inter­es­sant genormte Sexualität
zu hinterfragen.
Um dieses The­ma soll es im groben gehen, in welche Rich­tung wir genau
disku­tieren wer­den hängt von euch ab. Wir wer­den anhand von Tex­ten zu
ver­schiede­nen Bere­ichen arbeit­en, oder/und über eigene Erfahrun­gen von
Sex­u­al­ität im gesellschaftlichen Kon­text diskutieren.
Vorken­nt­nisse sind erwün­scht aber nicht notwendig. 

 

23.8. Jüter­bog / Full House / Goethestr.8 / Jüter­bog / 16.30 Uhr

Sex is dumb bor­ing hippiestuff!

wie 22.8.2002

 

25.8. Luck­en­walde / KLAB / Beel­itzer Tor 10 / Luck­en­walde / 16.30 Uhr

Gern spricht der Ras­sist von Inte­gra­tion.… Kri­tik an der Inte­gra­tions­de­bat­te in Deutschland.

(Ankündi­gung­s­text liegt noch nicht vor) 

 

26.8.2002 Fürsten­walde / 18.00 / Club im Park / Wil­helm Külz Strasse 10a / 15517 Fürstenwalde

Ille­gal hin­term Schrankregal.

 

Schätzun­gen besagen, dass in Deutsch­land zwis­chen 500.000 und 1 Million
Men­schen ohne gültige Aufen­thaltspa­piere leben. Manche entschei­den sich ganz
bewusst für ein Leben in der Ille­gal­ität, weil ihr Asy­lantrag sowieso
schlechte Chan­cen hat, andere müssen hier durch Schwarzarbeit das Geld für
ihre Fam­i­lien ver­di­enen. Doch der Preis ist hoch: Sie führen ein Leben in
ständi­ger Angst vor Ent­deck­ung und in völ­liger Rechtlosigkeit.

Wie wird man “ille­gal”? Wie lebt man als “Ille­galer”? Welche Funk­tion kann
die Ille­gal­isierung von Men­schen haben? Und wie sehen die
Wider­standsper­spek­tiv­en dage­gen aus? 

Für die Legal­isierung aller Illegalisierten!

Kein Men­sch ist illegal! 

 

27.8.2002 / Eber­swalde / Exil / Am Bahn­hof Eisenspal­terei / 16227 Eber­swalde / 18:00

Ein­mal Glatzenpflege, bitte!

 

Wenn die Glatze an der Tanke ste­ht, stört das solange nie­man­den, bis die
Stiefel­nazis den Ruf der Stadt runieren. Plöt­zlich sind alle schnell dabei,
sich aufgeregte Maß­nah­men ein­fall­en zu lassen, um die Nazis unsicht­bar zu
machen und poten­tielle Inve­storen nicht abzuschrecken. 

 

“Akzep­tierende Jugen­dar­beit” ist ein Konzept, um die Nazis von der Strasse
zu holen. In schein­bar unpoli­tis­chen Jugend­clubs wer­den StiefelfaschistInnen
sozialpäd­a­gogisch betreut und ihre rechte Ide­olo­gie als Folge von
Arbeit­slosigkeit oder Schu­la­b­bruch ver­harm­lost. Vielerorts wer­den den
Recht­en so Tre­ff­punk­te und Möglichkeit­en der Rekru­tierung von Nachwuchs
geschaffen. 

 

Was ist eigentlich akzep­tierende Jugen­dar­beit genau? Wie ent­stand sie und
warum ist sie in ihren Wirkun­gen gefährlich? Diese Fra­gen wollen wir heute
abend klären und anschliessend darüber disku­tieren, warum gegen
FaschistIn­nen nicht Sozialpäd­a­gogik, son­dern linke Poli­tik hilft. 

 

Schluss mit der Finanzierung von recht­en Struk­turen über schein­bar unpoli­tis­che Jugend­clubs! Keine Akzep­tanz von recht­en Ide­olo­gien! Keinen
Fuss­bre­it den FaschistInnen! 

 

28.8.2002 / Zehdenick / Zehdenick­er Jugendw­erk, Bumerang / Lieben­werder Aus­bau 15 / 16792 Zehdenick

Ille­gal hin­term Schrankre­gal. (s. oben)

 


JungdemokratIn­nen / Junge Linke Brandenburg

‑radikaldemokratisch-emanzi­pa­torisch-parteiun­ab­hängig-

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