22. Dezember 2004 · Quelle: MAZ

Jeder bekommt sein Geld”

Alle Hartz-IV-Empfänger, die ihren Antrag auf Arbeit­slosen­geld II bis 23. Dezem­ber in der Agen­tur abgegeben haben, erhal­ten pünk­tlich im Jan­u­ar ihr Geld”, ver­sicherte gestern die Lei­t­erin der Arbeit­sagen­tur Her­ma Paul. 

In den let­zten Wochen bear­beit­eten etwa 30 Mitar­beit­er der Königs-Wuster­hausen­er Agen­tur in Schicht- und Woch­enen­dar­beit alle vor­liegen­den rund 4900 Anträge. Etwa 300 Betrof­fene ver­säumten es aber bis heute, ihren Antrag auf Arbeit­slosen­geld II abzugeben und dies trotz mehrfach­er per­sön­lich­er Ein­ladun­gen. Paul zufolge ist für diese Betrof­fe­nen höch­ste Eile geboten. Gegen­wär­tig geben in Königs Wuster­hausen pro Tag noch etwa 20 Frauen und Män­ner ihren Antrag ab. 

Gle­ichzeit­ig wer­den täglich zwis­chen fünf und zehn Wider­sprüche gegen den Bescheid reg­istri­ert. Die meis­ten beziehen sich auf die Kosten für die Unterkun­ft ins­beson­dere die Betrieb­skosten. “Bei eini­gen Wider­sprüchen liegen auch keine konkreten Bean­stan­dun­gen vor. Hier stellen die Betrof­fe­nen lediglich fest, dass sie von dem jet­zt errech­neten Betrag ein­fach nicht leben kön­nen”, sagte Paul. 

Die Mehrheit der Wider­sprüche wird allerd­ings erst im Jan­u­ar bear­beit­et, wenn die für Hartz IV zuständi­ge Arbeits­ge­mein­schaft (Arge) offiziell ihre Arbeit aufnimmt. 

Ob es zu Ungereimtheit­en bezüglich einiger so genan­nter Bedarf­s­ge­mein­schaften gekom­men sei, wo Part­ner seit Jahren zusam­men­leben, sich nach Hartz IV aber plöt­zlich tren­nen, kon­nte Paul gestern nicht sagen. Sie ver­wies lediglich darauf, dass bei Ver­dacht auf Sozialmiss­brauch unverzüglich der Zoll eingeschal­tet wird. Das sei beispiel­sweise gegeben, wenn Unter­mi­eter-Verträge offen­sichtlich rück­wirk­end abgeschlossen wor­den seien oder Hin­weise auf Schwarzarbeit bestünden. 

Hartz-IV-Behörde ist startbereit 

“Pünk­tlich am 3. Jan­u­ar kön­nen die Tore der Arbeits­ge­mein­schaft (Arge) geöffnet wer­den. Wir sind startk­lar”, stellte gestern der neue Hartz-IV-Behör­denchef Wolf-Rüdi­ger Kuhn fest. 

Die Unter­bringung der an ver­schiede­nen Stan­dorten täti­gen ins­ge­samt 114 Mitar­beit­er im Land­kreis ist gesichert. Im Unter­schied zu vie­len anderen Kreisen ste­ht auch das Per­son­alkonzept. Danach wer­den in der Arge 55 Beschäftigte der Arbeit­sagen­turen, 30 aus den bish­eri­gen Sozialämtern der Gemein­den und 22 aus dem Land­kreis tätig sein plus sieben Mitar­beit­er der Geschäftsführung. 

Der Pub­likumsverkehr für alle von Hartz IV-Betrof­fe­nen find­et im Nord­kreis auss­chließlich in der Arbeit­sagen­tur im Weg am Kreis­gericht statt. Hier eben­so wie im Gebäude des Lan­drat­samtes in der Brück­en­straße wer­den vorüberge­hend bis 1. Feb­ru­ar auch die 40 Sach­bear­beit­er der Leis­tungsabteilung unterge­bracht. Danach ziehen sie eben­so wie die Arge-Geschäfts­führung nach Wildau in den Ver­wal­tungstrakt der ein­sti­gen Kurbel­welle (Haus 3). “Dort bleiben wir”, so Kuhn, “voraus­sichtlich zwei Jahre, bis die Stadt Königs Wuster­hausen das Gebäude in der Karl-Marx-Straße 23 ertüchtigt hat. Gelingt der Stadt dies nicht, so wird das gle­ich­falls verkehrs­gün­stig gele­gene Schw­er­maschi­nen­bau-Gelände unser ständi­ger Sitz. Dafür haben wir uns eine Option gesichert.” Zumal es gegen­wär­tig noch an ein­er defin­i­tiv­en Aus­sage der Stadt Königs Wuster­hausen fehle. 

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