22. September 2003 · Quelle: LR

Juden auf der Suche nach Heimat

In diesem Jahr richt­en RAA Lübbe­nau und Kul­turhof e. V. das Augen­merk auf das Juden­tum, die Reli­gion des Volkes Israel. In einem bre­it gefächerten Pro­gramm geht es in dieser Woche um die Ver­mit­tlung von fundierten Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum The­ma.

Bei aller objek­tiv­er Betra­ch­tung his­torisch­er Hin­ter­gründe soll dabei auch der Blick für die Gegen­wart nicht ver­loren gehen. Ver­ständ­nis soll gefördert, Wis­sen ver­mit­telt wer­den, um sich einen Stand­punkt bilden zu kön­nen.

«Schalom Israel» ist eine Fotoausstel­lung, die sich aus pri­vat­en Auf­nah­men
von Johan­na Funke und Gun­ther Kischlat zusam­menset­zt. Sie wird heute um 18 Uhr im Kul­turhof an der Güter­bahn­hof­s­traße der Spree­wald­stadt eröffnet. In ein­er darauf fol­gen­den Buch­le­sung lernt der Leser ein gelebtes Leben mit all
seinen Wider­sprüchen ken­nen, das am Ende der Lek­türe in der Tat als das eines «deutschen Juden» erscheint. «Mein Weg als deutsch­er Jude» — das ist die Auto­bi­ogra­phie von dem Pots­damer His­torik­er Prof. Dr. Julius H. Schoeps,
der an diesem Abend sein Werk selb­st vorstellen wird.

In der «Woche des aus­ländis­chen Mit­bürg­ers» geht der Blick auf Israel, der Blick nach Nahost. Gibt es Chan­cen für einen Frieden? Der in Tel Aviv geborene Jour­nal­ist Igal Avi­dan wird am Dien­stag, den 23. Sep­tem­ber, im
Kul­turhof ab 19 Uhr, in einem Vor­trag Infor­ma­tio­nen über die aktuelle poli­tis­che Sit­u­a­tion geben und in ein­er Gespräch­srunde als kom­pe­ten­ter Part­ner zur Ver­fü­gung ste­hen.

Nicht nur eine genre-untyp­is­che Instru­mentenbe­set­zung, son­dern auch, dass es Frauen sind, die diese Instru­mente spie­len, gibt der Musik der Leipziger Band RADAsyn­er­gi­ca eine eigene Note. Und das gewisse Etwas. Am Fre­itag, den
26. Sep­tem­ber, kommt die dreiköp­fige Frauen­truppe um 20 Uhr mit Klezmer und Zige­uner­musik, heit­er-iro­nis­chen jüdis­chen Liedern, mitreißen­den ost€päischen Rhyth­men und herzzer­reißen­den Melo­di­en in den Kul­turhof.

Darüber hin­aus ist am Dien­stag, 30. Sep­tem­ber, Film­tag für Jugend­grup­pen.

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