3. März 2009 · Quelle:

Jüdische Gedenktafel beschmiert

Pren­zlau — In den Nach­mit­tagsstun­den des ver­gan­genen Son­ntages beschmierten unbekan­nte Täter die jüdis­che Gedenk­tafel an der Wasserp­forte mit einem schwarzen Stift. Die Polizei ermit­telt wegen des Ver­wen­dens von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen, berichtet der Press­esprech­er der Polizei des Schutzbere­ich­es Uck­er­mark, Ingo Heese.

In der Zeit von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr wur­den frem­den­feindliche Parolen mit einem Edding auf die Tafel geschrieben. Die Umge­hende Besei­t­i­gung der Schmier­ereien wurde über das Ord­nungsamt ver­an­lasst. Die Gedenk­tafel soll an die ein­stige jüdis­che Gemeinde in Pren­zlau erin­nern.

Zu dieser Straftat sucht die Krim­i­nalpolizei nach Zeu­gen. Pas­san­ten, die zur fraglichen Zeit Beobach­tun­gen im Bere­ich der Wasserp­forte gemacht haben, wer­den gebeten sich umge­hend bei der Polizei Pren­zlau unter der Tele­fon­num­mer 03984/350 zu melden.

Unge­fragte Dis­tanzierung

Auf der Web­site des NPD Kreisver­ban­des Barn­im-Uck­er­mark (BUM) äußert sich Kreis­chef-BUM­ler Mar­co Rohde zu den Schmier­ereien. Er zieht eine Verbindung zur Grün­dung des NPD Ortsvere­ins Pren­zlau vor ein­er Woche und sieht Linksradikale am Werk, die so etwas tun, um seine Partei in Ver­ruf zu brin­gen und sich noch etwas Geld für “Gegenrede und Atirecht­spro­jek­te” zu organ­isieren. Anson­sten dis­tanziert sich Rohde von der bemahlung der wie er es nen­nt “Judentafel”.

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