19. Dezember 2005 · Quelle: Exil

Jüdisches Leben in Eberswalde und Berlin gestern und heute

Eine Präsen­ta­tion am 21.Dezember ab 16 Uhr im Bürg­erzen­trum im Bran­den­bur­gis­chen Vier­tel, Schorfhei­der­straße 13

Seit dem Som­mer 2005 läuft ein von der Stiftung Demokratis­che Jugend im Bun­de­spro­gramm Civ­i­tas-aktiv gegen Recht­sex­trem­is­mus gefördertes Pro­jekt zum jüdis­chen Leben während des NS in Eber­swalde ver­bun­den mit der Rekon­struk­tion ein­er seit Jahren unbe­nutzten Fotoausstel­lung „Aus Nach­barn wur­den Juden“.
Unser­er Ver­anstal­tung am 21. Dezem­ber dient der Zusam­men­fas­sung der bish­er gemacht­en Erfahrun­gen und des erre­icht­en Standes der Arbeit.

Der Ablauf unterteilt sich in drei Abschnitte.

Zum einen soll dargestellt wer­den, welchen Auf­bau und welch­es Ausse­hen die Ausstel­lung „Aus Nach­barn wur­den Juden“ nach der Rekon­struk­tion erhal­ten soll. Zunächst wird das neue Gesamtkonzept von Bild und Text vorgestellt. Zum besseren Ver­ständ­nis soll der alte Teile der Ausstel­lung bere­its über­ar­beit­eten Ele­menten gegenübergestellt, erläutert und mit dem Pub­likum disku­tiert wer­den.
Ein weit­eres The­ma wird das Inter­net­fo­rum sein, auf dem die neue Ausstel­lung virtuell präsen­tiert und zum Auslei­hen ange­boten wird, also wieder in einen Ausstel­lungskreis­lauf inte­gri­ert wird.

In der ver­gan­genen Woche fand ein erstes Tre­f­fen mit der Ausstel­lungs­macherin Hazel Rosen­strauch statt. Frau Rosen­strauch berichtete über die Entste­hung und Konzep­tion der alten Ausstel­lung Ende der 80er Jahre. Briefe und Doku­mente ihrer Ver­wandten bilde­ten neben den Fotografien Abra­ham Pis­areks die Grund­lage für die Ausstel­lung und Begleit­pub­lika­tion.

Zum zweit­en ist vorge­se­hen, die Pro­jek­tar­beit zum jüdis­chen Leben in Eber­swalde zwis­chen 1933 und 1945, an der sich zehn Schüler/innen der Albert Ein­stein Ober­schule beteili­gen, vorzustellen. Der Stand der Recherchen soll in Form eines virtuellen his­torischen Stadtrundgangs durch die Alt­stadt Eber­swaldes ver­an­schaulicht und zur kri­tis­chen Befra­gung durch das Pub­likum gestellt wer­den. Für eine Zusam­me­nar­beit haben wir Ellen Behring gewin­nen kön­nen, die seit eini­gen Jahren anhand der Rekon­struk­tion von Biogra­phien ver­sucht, unser Bewusst­sein und Wis­sen über die Exis­tenz und Geschichte der jüdis­chen Gemeinde in Eber­swalde zu erweit­ern.

Um den Bogen in die Gegen­wart zu schla­gen, sind Stu­den­ten aus Berlin ein­ge­laden, die in Zusam­me­nar­beit mit der Zen­tralen Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutsch­land e. V. Sem­i­nare für Schüler/innen anbi­eten, um über ihr Leben in der heuti­gen Bun­desre­pub­lik zu bericht­en sowie über die Entwick­lung und Wand­lung der jüdis­chen Gemein­schaft in Deutsch­land seit 1945 zu referieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Barn­im – Am 10.10.2019 wur­den in ein­er koor­dinierten Aktion Geflüchtete aus ver­schiede­nen Orten in Bran­den­burg von der Polizei abge­holt und zwangsweise in die Botschaft des Tschad nach Berlin gebracht.
Barn­im – Schul­ter­schluss mit NPD und das Ausleben von Law and Order Phan­tasien – Hans Link ist Box­train­er, Chef ein­er Secu­ri­ty Fir­ma unter dessen Deck­man­tel er Anti-Antifa Recherche betreibt.
Bernau – Das Net­zw­erk für Weltof­fen­heit lädt zum Erzählcafé am 01.11.2019 um 19.00 Uhr in der Galerie Bernau. Der Abend dient zum Aus­tausch von erlebten Geschichte(n) zu 1989 aus unter­schiedlichen per­sön­lichen Per­spek­tiv­en.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot