5. April 2004 · Quelle: Berliner Zeitung / MAZ

Jugendliche misshandelten Obdachlosen

Beschuldigte ges­tanden Tat

(Berlin­er Zeitung) BRANDENBURG/HAVEL. Fünf Jugendliche aus Brandenburg/Havel haben am
Fre­itagabend einen 22-jähri­gen Obdachlosen mis­shan­delt und aus­ger­aubt. Wie
die Polizei am Son­ntag mit­teilte, tranken die 16 und 17 Jahre alten
mut­maßlichen Täter auf ein­er Park­bank mit dem Opfer Bier. “Gegen 21.30 Uhr
fin­gen die Jugendlichen an, den Mann zu schla­gen. Bish­er ist unbekannt,
warum es zu der Gewalt­tat kam”, sagte ein Polizeis­precherin. Der 22-Jährige
sei zunächst von einem der jun­gen Män­ner in den Schwitzkas­ten genommen
wor­den, die anderen hät­ten dem Mann abwech­sel­nd ins Gesicht geschlagen.
Nach­dem der Geschädigte blu­tend zu Boden ging, trat­en die Jugendlichen
weit­er auf ihn ein. Da sie bei dem 22-Jähri­gen kein Geld fan­den, raubten sie
ihm die Arm­ban­duhr. Erst ein Zeuge been­dete die Gewal­torgie. Bei der
sofor­ti­gen Fah­n­dung kon­nte die Polizei vier der Tatverdächti­gen festnehmen.
Der Fün­fte wurde kurz darauf ermit­telt. Die Jugendlichen ges­tanden die Tat.
Sie wur­den an ihre Eltern übergeben. Das 22-jährige Opfer erlitt Prellungen
und eine Rip­pen­frak­tur. Es wurde nach Behand­lung im Kranken­haus auf eigenen
Wun­sch aus der Klinik ent­lassen. Gegen die Jugendlichen wird nun wegen
Kör­per­ver­let­zung ermittelt. 

Brandenburg/Havel: Obdachlos­er zusammengeschlagen

(MAZ) Fünf Bran­den­burg­er Jugendliche trafen sich am späten Fre­itagabend auf einem Spielplatz in Brandenburg/Nord. Hier saß auf ein­er Park­bank ein 22-jähriger Obdachlos­er aus der Stadt. Dieser war den Jugendlichen bekan­nt, so dass die
16–17-Jährigen sich auf ein Bier zu ihm gesell­ten. Einige Zeit später kam jemand aus der Gruppe der Jugendlichen darauf, den Obdachlosen zu schla­gen. Dieser wurde dann durch einen Täter in den Schwitzkas­ten genom­men, die
Anderen schlu­gen ihm abwech­sel­nd mit den Fäusten ins Gesicht. Nach­dem der Geschädigte, von den Schlä­gen benom­men und blu­tend, zu Boden ging, wurde auf ihn einge­treten. Zu guter let­zt reifte die Idee, dem am Boden liegen­den das
Geld abzunehmen. Da nichts zu find­en war, nahm man ihm kurz­er Hand die Arm­ban­duhr weg. Erst ein hinzuk­om­mender Zeuge been­dete die Gewal­torgie. Im Rah­men der sofor­ti­gen Fah­n­dung kon­nten vier der fünf Tatverdächtigen
festgenom­men wer­den, der Fün­fte wurde später ermit­telt. Nach­dem alle ges­tanden haben wur­den die gar nicht oder nur wegen kleiner­er Delik­te polizeibekan­nten Jugendlichen auf Weisung der Staat­san­waltschaft an die
Eltern übergeben. Der Geschädigte wurde auf Grund von diversen Prel­lun­gen im Gesicht sowie ein­er Rip­pen­frak­tur im Klinikum behan­delt und auf eige­nen Wun­sch ent­lassen. Die Jugendlichen wer­den sich später vor einem Gericht ver­ant­worten müssen.

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