27. September 2005 · Quelle: Opferperspektive

Justizministerium fördert Verein Opferperspektive

Das Min­is­teri­um der Jus­tiz hat der Opfer­per­spek­tive am 19. Sep­tem­ber eine Förderung von 29.000 Euro bewil­ligt. Damit kann der Vere­in bis Jahre­sende Opfer rechter Gewalt betreuen. Die Lan­desregierung hat­te der Beratungsstelle, die sich lan­desweit um Opfer rechter Gewalt küm­mert, zunächst die För­der­mit­tel für 2005 gestrichen. Aber zivilge­sellschaftliche Ini­tia­tiv­en und Bünd­nisse sowie Poli­tik­er der SPD, der PDS und von B90/Die Grü­nen hat­ten sich für eine Weit­er­fi­nanzierung eingesetzt.Der Pots­damer Vere­in braucht den Zuschuss des Lan­des, um För­der­mit­tel des Bun­de­spro­gramms CIVITAS zu erhal­ten, das 86 Prozent der Kosten trägt.

Judith Porath vom Vere­in Opfer­per­spek­tive ist erle­ichtert, dass die Beratungsstelle weit­er arbeit­en kann: Angesichts der anhal­tend hohen Zahl recht­sex­tremer Gewalt­tat­en ist es ein wichtiges Sig­nal, dass sich der Staat nicht aus der Hil­fe für Opfer rechter Gewalt zurückzieht. Zugle­ich kri­tisiert die Geschäfts­führerin, dass der Pots­damer Vere­in weniger För­der­mit­tel erhält als im ver­gan­genen Jahr. Kürzun­gen im Kampf gegen Recht­sex­trem­is­mus sind bei Lage der Dinge nicht akzept­abel, wed­er bei der Opfer­per­spek­tive noch in der Jugendarbeit.

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