18. Mai 2008 · Quelle: Antifaschistisches Bündnis Teltow

Kämpferische Antifaschistische Demonstration in Teltow


Kämpferische Antifaschis­tis­che Demon­stra­tion in Tel­tow Rechte Szene ver­suchte zu stören, kann jedoch keine Erfolge ver­buchen

Am gestri­gen 17. Mai demon­stri­erten mehr als 350 Men­schen entschlossen und kraftvoll gegen recht­sex­treme Struk­turen und Neon­azi­ak­tiv­itäten in der Stadt Tel­tow (Pots­dam-Mit­tel­mark). Ver­schiedene linke Grup­pierun­gen hat­ten dazu aufgerufen und sich an dem Protestzug beteiligt.

Ein Sprech­er des Vor­bere­itungs­bünd­niss­es, Thomas Stein erk­lärt dazu: “Mit der Teil­nehmerzahl und dem Ablauf sind wir zufrieden. Wir freuen uns vor allem über die bre­ite Zus­tim­mung der Anwohner/innen gegenüber unsere Demon­stra­tion und sehen uns in unserem Anliegen bestätigt.” Fern­er kündigte er an, das dem Bünd­nis daran gele­gen sei, dasProb­lem der recht­en Szene in der Stadt auch weit­er­hin zu the­ma­tisieren und die Antifaschist/innen bestrebt sind, die Neon­azis in Tel­tow nach­haltig zu schwächen. Im Vor­feld gab es einen Anschlag auf ein recht­es Bek­lei­dungs­geschäft.

Die zuvor ange­dro­ht­en Störver­suche aus dem recht­en Lager hat­ten nicht die angekündigte Qual­ität, zeigten aber, wie richtig und notwendig die antifaschis­tis­che Demon­stra­tion in der Stadt war: So ver­sucht­en knapp 30 Recht­sex­trem­is­ten gegen Mit­tag in der Innen­stadt spon­tan aufzu­marschieren, wur­den jedoch von der Polizei daran gehin­dert und kon­nten so lediglich rechte Pro­pa­gan­da verteilen.
Anreisende Teilnehmer/innen wur­den neben dem Net­to-Super­markt am Bahn­hof von acht Neon­azis u.A. mit Flaschen­wür­fen attack­iert. Die Polizei ver­hin­derte ein Zusam­men­tr­e­f­fen bei­der Grup­pierun­gen und nahm die recht­en Angreifer fest.

Während der rechte Szeneladen “Nordic Thun­der” als Folge des Anschlages kom­plett mit Bret­tern zuge­nagelt und somit geschlossen war, sam­melte sich recht­es Klien­tel, aus­ges­tat­tet mit mehreren Kam­eras im bekan­nten Naz­itr­e­ff­punkt “Red Berry”. Dort filmten sie die Teilnehmer/innen der antifaschis­tis­chen Demon­stra­tion ab, mit dem Ziel, diese mit weit­eren pri­vat­en Dat­en im Sinne der soge­nan­nten “Anti-Antifa-Arbeit” zu sam­meln.

Es wurde ein klares Zeichen gegen Recht­sex­trem­is­mus in der Stadt Tel­tow geset­zt. Ein Erfolg auf dem sich auf­bauen lässt.” so Stein abschließend.

Bilder zur Demo gibt es bei Indy­media, bei der Antifa Bernau und bei Ak Antifa Pots­dam

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