18. Mai 2020 · Quelle: Volksverpetzer

Kalbitz und Holocaustleugner

Rechtsextreme Vergangenheiten der AfD Teil 2 : Andreas Kalbitz neonazistische Biographie (Frank Rennicke, GfP, Guthmannshausen und NPD Kader)

Wir wid­men diese Recherche und Analyse den ermorde­ten Juden des Auf­s­tandes im Warschauer Ghet­to von der Jüdis­chen Kamp­for­gan­i­sa­tion “Żydows­ka Orga­ni­za­c­ja Bojowa” (ZOB), die sich am 19. April 1943 dazu entschlossen haben, gegen die Fort­set­zung der Depor­ta­tio­nen von Juden in Ver­nich­tungslager durch die deutschen Besatzer in Polen aufzulehnen und zu kämpfen.

Im Rah­men der “Aktion Rein­hardt” began­nen die Nation­al­sozial­is­ten mit der Auflö­sung der jüdis­chen Ghet­tos in pol­nis­chen Städten. Auch die Auflö­sung des Warschauer Ghet­tos und Aus­löschung sein­er sämtlichen jüdis­chen Bewohn­er gehen auf diese Aktion zurück. Der Jour­nal­ist und Schrift­steller Ernst Klee sieht in der “Ehren­beze­ich­nung” die Darstel­lung eines Vergel­tungsanspruchs. Rein­hard Hey­drich wurde mit der “Endlö­sung der Juden­frage” betraut und leit­ete die “Wannsee-Kon­ferenz” im Jan­u­ar 1942. Am 27. Mai 1942 wurde er bei einem Atten­tat in Prag schw­er ver­let­zt und starb acht Tage später. Es war der einzige erfol­gre­iche direk­te Anschlag auf ein Mit­glied der NS-Führungss­chicht in der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus und in dessen Herrschafts­bere­ich.

Wir wid­men diese Recherche und Analyse den muti­gen jüdis­chen Wider­stand­skämpfern, die nur unzure­ichend bewaffnet und durch Hunger und Krankheit am Ende ihrer kör­per­lichen Kräfte mit ihrem Wider­stand es ermöglicht haben, dass 20.000 Juden dem Warschauer Ghet­to ent­fliehen kon­nten. Allen Holo­caust-Leugn­ern zum Trotz!

Aber es gibt seit min­destens zwanzig Jahren keinen Kon­takt zu Her­rn Richter.”

Als wir am Dien­stag, 14. April 2020, von der Mel­dung erfuhren, dass Karl Richter aus der NPD aus­ge­treten sei, klin­gelte es natür­lich bei der Per­son­alie Karl Richter, hat­ten wir doch erst vor einem hal­ben Jahr uns die einzel­nen recht­sex­tremen “Bezüge”, wie Andreas Kalb­itz zu sein­er Biogra­phie sagte, genauer unter die Lupe genom­men. Karl Richter ist da ein wenig zu kurz gekom­men.

Karl Richter 2017: „In Wahrheit ist der ‚Flügel‘ bis auf den Bran­den­burg­er Frak­tion­schef Andreas Kalb­itz, mit dem mich eine langjährige poli­tis­che Fre­und­schaft verbindet, im neuen Bun­desvor­stand prak­tisch nicht mehr präsent“, heißt es weit­er.”

Das woll­ten wir nach­holen – und stießen dabei auf ein inter­es­santes Detail.

Nein, das Detail ist jet­zt nicht, dass Andreas Kalb­itz mit­tler­weile auch beim Ver­fas­sungss­chutz als recht­sex­trem gilt. Das Detail ist jet­zt auch nicht, dass Kalb­itz gemein­sam mit Karl Richter als Vor­stand im braunen revi­sion­is­tis­chen Vere­in “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.” saß – offen­bar von 2010 bis 2015.

Das wußten wir bere­its. Und das Detail ist auch nicht, dass von 2014/2015 bis 2018 keine “min­destens 20 Jahre” liegen, in denen es mit Karl Richter keinen Kon­takt gegeben haben soll, wie 2018 im Tagesspiegel zu lesen war.
Das wirk­lich inter­es­sante Detail fan­den wir bei Recherchen über Kalb­itz und Richter aus dem Jahr 2014. Arn­stadt im Dezem­ber 2014. Eine Mit­gliederver­samm­lung des braunen und revi­sion­is­tis­chen Vere­ins “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.”.
Es ist das Jahr, in dem Andreas Kalb­itz den recht­sex­tremen Hans-Ulrich Kopp im Dezem­ber als 1. Vor­sitzen­den ablösen wird. Kalb­itz leit­et die Ver­samm­lung im Dezem­ber 2014 . Hat als Gast den NPD-Mann und als Naz­ibarde bekan­nten recht­sex­tremen Lie­der­ma­ch­er Frank Ren­nicke ein­ge­laden.
Worüber man da so redet?
Darüber, ob man nicht das von SS-Mann Klaus-Christoph Mar­loh über Jahre hin­weg aufge­baute “Archiv der Zeit” in den Räu­men der Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen unter­brin­gen wolle:

Wie eine Anwe­sen­heit­sliste der Mit­gliederver­samm­lung [des Vere­ins “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.”] aus dem ver­gan­genen Jahr zeigt, war auch der NPD-Barde Frank Ren­nicke als Gast bei der von Kalb­itz geleit­eten Ver­anstal­tung im thüringis­chen Arn­stadt zuge­gen. Und Kalb­itz’ Vere­in pflegt Kon­tak­te zu ein­er anderen recht­sex­tremen Organ­i­sa­tion: Sein Archiv will der „Kul­turvere­in“ in den Räu­men der „Gedächt­nis­stätte“ im thüringis­chen Guth­mannshausen unter­brin­gen.

[Quelle: Julian Feld­mann in Blick nach Rechts: “AfD-Frak­tionsvize leit­et recht­sex­tremen Vere­in” vom 19.10.2015]

Andreas Kalb­itz im Umfeld von NPD und Holo­caust-Leugn­ern, und das 2014. Da war er schon über ein Jahr Mit­glied bei der AfD.

Wir wer­den in dieser Recherche aufzeigen, welche immer wiederkehren­den Akteure der Alten und Neuen Recht­en sich die Klinken in die Hand geben. Welche Akteure im Umfeld von Geschicht­sre­vi­sion­is­ten und Holo­caust-Leugn­ern immer wieder auf­tauchen, und das im Zusam­men­hang mit Guth­mannshausen. Und mit Kalb­itz.

2017 war im Ver­fas­sungss­chutzbericht Thürin­gen über die Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen zu lesen:

Unter dem Deck­man­tel des Gedenkens an die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkriegs agi­tiert der recht­sex­trem­istis­che Vere­in gegen den demokratis­chen Ver­fas­sungsstaat und ver­sucht, geschicht­sre­vi­sion­is­tis­ches Gedankengut in demokratis­che Bevölkerungskreise zu trans­portieren.”

Ein knappes halbes Jahr vor der Mit­gliederver­samm­lung des Vere­ins “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.” in Arn­stadt, fand im 70 km ent­fer­n­ten Guth­mannshausen die Ein­wei­hung der Gedächt­nis­stätte am 2. August 2014 statt.
Die Verbindung ‑Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit- (aus dem Umfeld der GfP) Vor­stand Kalb­itz 2010 und 2014–2015 zur GfP und Guthmannshausen/Gedächtnisstätte – Druck­sache 6/4034

Die Grün­derin des Vere­ins Gedächt­nis­stätte e.V. Ursu­la-Haver­beck-Wet­zel hielt eine Rede auf der Ein­wei­hungs­feier der Gedächt­nis­stätte in Guth­mannshausen vor Kam­er­aden aus der NPD, der Partei “Die Rechte”, vor eini­gen noch leben­den “Zeitzeu­gen” der sog. “Erleb­nis­gen­er­a­tion”. Und dort sollte das “Archiv der Zeit” kün­ftig in den Räu­men von Guth­mannshausen unterge­bracht wer­den.
Quelle: HMA-Archiv/VVN-BdA NRW

Als die Aktiv­itäten von Andreas Kalb­itz in diesem Vere­in bekan­nt wur­den, trat er vom Vor­stand­sposten zurück. Weit­ere Kon­se­quen­zen aus der Nähe zu Holo­caustleugn­ern und Revi­sion­is­ten hat­te es für ihn nicht – obwohl er 2014 näm­lich schon AfD-Mit­glied war. Er trat 2013 mit der Mit­glied­snum­mer 567 in die AfD ein.

Doris von Sayn-Wittgen­stein sollte ihre Nähe zum Gedächt­nisvere­in Guth­mannshausen jedoch zum Ver­häng­nis wer­den. Als her­auskam, dass sie nicht nur für den Vere­in warb, son­dern wohl auch Mit­glied war, wurde sie aus der Partei raus­ge­wor­fen.

Nun ja, quod licet Iovi non licet bovi. Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt, lautet ein lateinis­ches Sprich­wort aus dem Mit­te­lal­ter.

Und nun fra­gen wir uns: Wieso wird Doris von Sayn-Wittgen­stein, eben­falls (ehe­ma­lige) Lan­deschefin der AfD in Schleswig-Hol­stein, aus der Partei gewor­fen, Kalb­itz aber (immer noch) nicht?

Wir wer­den zu den einzel­nen “Bezü­gen” von Kalb­itz im fol­gen­den erläutern, wer diese Per­so­n­en sind, mit denen er gemein­sam im Vor­stand eines Vere­ines gemein­same Ziele ver­fol­gte und umset­zte. Ein deutsches Sprich­wort sagt: “Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist”.

Kalb­itz im Umfeld von NPD und Holo­caustleugn­ern

In dieser Ergänzung zum Teil 1 geht es um Kalb­itz’ Kon­tak­te zur NPD und dem NPD-Lie­der­ma­ch­er Frank Ren­nicke, durch den tief braunen Vere­in “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.”, den Kalb­itz zwis­chen 2014–2015 als Vor­standsvor­sitzen­der leit­ete.

Erläuterun­gen zum Chart

Der Vere­in “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.”
Vere­in­szweck und Ziele
Grün­der Walde­mar Schütz
Klaus-Christoph Mar­loh
Wolf­gang Huber
Hans-Ulrich Kopp
Andreas Kalb­itz wird 1. Vor­sitzen­der
Karl Richter
Man­fred Aen­gen­voort
Hart­mut Höschen
Hans-Jochen Voß
Rolf Kosiek
Der Vere­in Gedächt­nis­stätte e.V. und die Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen
Ursu­la Haver­beck-Wet­zel
Wol­fram Schiede­witz
Paul Latussek
Rigolf Hen­nig
Red­ner auf Tagun­gen und Ver­anstal­tun­gen
Pierre Krebs
Udo Voigt
Horst Mahler
Niko­lai Ner­ling
Dr. Björn Clemens
Wol­fram Narath
Ein­schätzung des Ver­fas­sungss­chutzes
Die Unvere­in­barkeit­sliste der AfD
Parteiauss­chluss von Doris von Sayn-Wittgen­stein
Arn­stadt
Kul­mi­na­tion­spunkt der extremen Recht­en in Thürin­gen
Thürin­gen­t­age der Nationalen Jugend
Die Lan­desparteitage der AfD Thürin­gen
Die Wiege der “Erfurter Res­o­lu­tion” und des recht­sex­tremen Flügels der AfD
Gesellschaft für Freie Pub­lizis­tik

Erläuterun­gen zum Chart 1. Der Vere­in “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.” 1.1. Vere­in­szweck und Ziele

Der Vere­in wurde 1985 in Rosen­heim von Walde­mar Schütz, Wolf­gang Huber, Hans Ertl und Klaus Chris­toh Mar­loh gegrün­det. Erk­lärtes Ziel war die „Sicherung eines wahren deutschen Geschichts­bildes und der Über­mit­tlung der wirk­lichen deutschen Ver­hält­nisse in den let­zten 75 Jahren für die kün­fti­gen Gen­er­a­tio­nen“.

Anlässlich der Wieder­wahl des recht­sex­tremen Ver­legers Walde­mar Schütz aus Rosen­heim zum Vor­sitzen­den des Vere­ins „Kul­tur und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e. V.” ist in der Zeitschrift „Nation und Europa” zu lesen:

Ziel des Vere­ins ist die ‚Sicherung der his­torischen Wahrheit’, die nach 1945 sys­tem­a­tisch ver­fälscht wor­den sei.

Getreu diesem Mot­to hat der Vere­in Doku­men­ta­tions­bände her­aus­ge­bracht, z. B. eine ‘Chronolo­gie Deutsche Geschichte’ (…) oder das ‘Lexikon Deutsche Geschichte’ (…) und auch eine Heftrei­he mit dem Titel ‘Deutsche Geschichte im 20. Jahrhun­dert’ veröf­fentlicht” (Nation und Europa 11–12/1994). Zu den Autoren der Veröf­fentlichun­gen des recht­sex­trem­istis­chen und geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Vere­ins gehören Niko­laus von Pre­radovich, Emil Schlee, Adolf von Thad­den und Georg Franz-Will­ing.

1.2. Grün­der Walde­mar Schütz

Karl Walde­mar Schütz (SS-Leib­stan­darte Adolf Hitler, Mit­glied der NSDAP, der Waf­fen-SS, der DRP und der NPD, sowie der Deutschen Nachricht­en, des Parteiblatts der NPD.)

Grün­der und Ini­tia­tor der Aktion Wider­stand gegen die Ost-Poli­tik Willy Brandts. Vor­standsmit­glied der Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GFP). Er grün­dete mit weit­eren ehe­ma­li­gen Nazis den Vere­in Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e. V. am 2. Okto­ber 1985 als „Insti­tut“ in Rosen­heim – er wurde dann auch dessen erster Vor­sitzen­der.

Karl Walde­mar Schütz – Bildquelle Antifa Infoblatt

Schütz war ein­er der ein­flussre­ich­sten Alt-Nazis in der BRD. Sein Net­zw­erk umfasste sowohl allererste Struk­turen seit den 50er Jahren (auch zum FDP Nau­mann-Kreis), als auch im späteren Ver­lauf Kon­tak­te zu Neon­azis, bis hin zu Jür­gen Rieger.
Flug­blatt gegen die Ost­poli­tik der Regierung Brandt/Scheel. Ohne Datum (1970?). Ver­ant­wortlich: Alfred E. Manke – Quelle Bild Apabiz

Am 29. Novem­ber 1964 grün­dete Schütz die Deutsche Ver­lags­ge­sellschaft Rosen­heim (DVG) (mit heutigem Sitz in Preußisch Old­en­dorf), deren Geschäfte er bis kurz vor seinem Tod führte. Die Ver­lagsaus­liefer­ung der DVG wird über die seit 1947 beste­hende „Kölle-Druck“ des ehe­ma­li­gen NPD-Funk­tionärs Erwin Höke abgewick­elt, deren Mit­in­hab­er Walde­mar Schütz war.

Quelle die tageszeitung (taz), 17.12.1994: Bei Kölle werde “unter einem ser­iösen Deck­män­telchen faschis­tis­che Lit­er­atur gedruckt und ver­trieben”, heißt es in dem Demo-Aufruf von Antifa, SPD und DGB. Einen Erfolg haben die Ini­tia­toren bere­its erzielt. Um die Fir­ma nicht in “Mis­skred­it” zu brin­gen, wollen Erwin und Rain­er Höke in Zukun­ft auf den Druck der “Bauern­schaft” verzicht­en.

1993 und 1994 kam es in der Druck­erei zu Durch­suchun­gen, in deren Ver­lauf rund 3.000 Exem­plare der Zeitschrift „Die Bauern­schaft“ des Holo­caust-Leugn­ers Thies Christo­phersen beschlagnahmt wur­den.

Auch Christo­phersens „Die Auschwitz-Lüge“ wurde hier gedruckt. Wolf­gang Höcke, der Vater des thüringis­chen Recht­sex­trem­is­ten Björn Höcke, stand auf der Abon­nen­ten­liste der anti­semi­tis­chen Zeitschrift “Die Bauern­schaft”.

Rain­er Höke, der Sohn von Erwin Höke, war Teil­haber der Kölle-Druck­erei und Geschäfts­führer der von Schütz geleit­eten Deutschen Ver­lags­ge­sellschaft (DVG). Im Vere­in Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V. war Rain­er Höke ab 2014 im Vor­stand der Schatzmeis­ter.

1.3. Klaus-Christoph Mar­loh

Klaus Christoph Mar­loh – (ehe­ma­liger SS-Offizier und Gesellschafter des “Nation Europa Ver­lages”)

Wer sich mit den einzel­nen recht­sex­tremen “Bezü­gen” des Andreas Kalb­itz näher beschäftigt, stößt auf den Namen eines Alt-Nazis und Holo­caust-Leugn­ers: Klaus Christoph Mar­loh. Wie tief ver­strickt die Neuen Recht­en in dem braunen Sumpf der Alt-Nazis sind, und wie weit der Ein­fluss dieser Alt-Nazis reicht, lässt sich an dem Umfeld und Ein­fluss von Klaus Christoph Mar­loh able­sen.

Klaus Christoph Mar­loh wurde am 28.07.1923 in Ham­burg geboren und lebte, aus der Kriegs­ge­fan­gen­schaft zurück­gekehrt, in Seeve­tal. In Seeve­tal grün­dete Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck-Wet­zel 1992 den Vere­in „Gedächt­nis­stätte e. V.“, der am 02.08.2014 die „Gedächt­nis­stätte für die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkrieges“ in Guth­mannshausen eröffnete.

Mar­loh war Marine Ober­leut­nant und U‑Boot-Offizier der deutschen Kriegs­ma­rine auf der U‑123 und der U‑2506.
Alt-Nazi Klaus-Christoph Mar­loh /Bildquelle Video Sol­dat­en erzählen

Nach der Kapit­u­la­tion wurde die U‑2506 vor Irland versenkt und Mar­loh kam in britis­che Kriegs­ge­fan­gen­schaft, wo er die Kriegs­flagge der U‑2506 in sein­er Feld­flasche vor den Alli­ierten ver­steck­te. Klaus Christoph Mar­loh war gern gese­hen­er Gast auf Neon­azi- und Kam­er­ad­schaftsver­anstal­tun­gen.
Alt-Nazi Klaus-Christoph Mar­loh /Bildquelle Video Sol­dat­en erzählen

Er wurde mit den Worten ange­priesen:

Er „ist ein­er der weni­gen die über­lebt haben und uns Bericht erstat­ten kann!“ Seine „Berichte“ erzählen eine glo­ri­fizierende Sicht auf die deutsche Wehrma­cht und seine Sicht der „Wahrheit“, wer den Krieg aus welchen Grün­den ange­fan­gen hat.

Seine Sicht der „Wahrheit“, die er vor Kam­er­ad­schaften und Neon­azis aus­bre­it­ete, lassen ihn als einen unverbesser­lichen einge­fleis­cht­en Nation­al­sozial­is­ten erscheinen: in einem Inter­view erzählte er, er könne seine „Gesin­nung nicht wech­seln wie die Unter­wäsche“ und habe das Bild Hitlers „fest im Herzen“.

1962, also zwei Jahre vor der Grün­dung der NPD, grün­dete Alt-Nazi Klaus Christoph Mar­loh mit weit­eren Nation­al­sozial­is­ten den ältesten recht­sex­tremen Vere­in Deutsch­lands in Ham­burg. Ursprünglich hiess der Vere­in bis zu sein­er Umbe­nen­nung in 1999 „Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V.“ und stand in direk­ter per­son­eller und ide­ol­o­gis­ch­er Tra­di­tion des Nation­al­sozial­is­mus. Das Zielpub­likum war die soge­nan­nte „Erleb­nis­gen­er­a­tion“ des Zweit­en Weltkrieges (und des Drit­ten Reich­es).

Quelle Nord­deutsch­er Kul­turkreis: Der NK wurde im Jahre 1962 unter Beteili­gung von ehe­ma­li­gen Nation­al­sozial­is­ten unter dem Namen Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V. (FKFK) gegrün­det.

Also die Gen­er­a­tion, die nicht nur das Dritte Reich und den Zweit­en Weltkrieg miter­lebt hat­te, son­dern ihre nation­al­sozial­is­tis­che Gesin­nung nie abgelegt hat­te.
Verbindun­gen des Nord­deutschen Kul­turkreis­es zu Jür­gen Rieger

Der Vere­in zeigte über mehrere Jahrzehnte hin­weg indizierte Filme der Nation­al­sozial­is­ten und mietete dafür Kinos an. Weit­ere Mit­glieder sind Jür­gen Rieger (NPD), seine eng­ste Mitar­bei­t­erin, die Holo­caust-Leugner­in Gertrude Herr, der ehe­ma­lige Wehrma­chtssol­dat und spanis­che Immo­bilienbe­sitzer Rolf Han­no (der die NPD mit sechsstel­li­gen Euro-Beträ­gen in Wahlkämpfen unter­stützte), sowie weit­ere Mit­glieder aus der Deutschen Reichspartei (DRP) und dem ver­bote­nen Bund Nationaler Stu­den­ten (BNS).

Nach­dem das Tagungs- und Schu­lungszen­trum Het­endorf 13 von den Behör­den 1998 geschlossen wurde, nan­nte sich der „Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V.“ ein Jahr später in „Nord­deutsch­er Kul­turkreis e.V.“ um.

Quelle Anti­ra: So war 1967 Klaus-Christoph Mar­loh der erste Vor­sitzende des Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V.. 1971 wurde er von Adolf Fröh­lich, der eben­falls im Ham­burg­er Hei­de-Heim aktiv ist, abgelöst. Zum sel­ben Zeit­punkt wurde Chris­tel Pom­mer Schrift­führerin im Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V. und in der Vere­in­szeitung „Die Warte“ vom Jan­u­ar 1995 wurde ihr für die 25-jährige Geschäfts­führung des Vere­ins gedankt. Auch Gertrud Herr über­nahm hier Funk­tio­nen, so war sie 1975 zweite stel­lvertre­tende Vor­sitzende und 1986 Kassen­prüferin. Auf der Ver­samm­lung am 29.05.1990 wurde der jet­zige Vor­stand gewählt. Als Wahlleit­er betätigte sich Har­ro Horn. Gewählt bzw. bestätigt wurde Ger­hard Hen­nig als 1. Vor­sitzen­der. Weit­er kamen in den Vor­stand Adolf Fröh­lich, Klaus Franke, Joachim Goerth und Ilse Kosin. Dieser Vor­stand wurde am 07.06.1994 ins­ge­samt bestätigt. Neben Hen­nig, Fröh­lich und Franke ist auch Goerth im Hei­de-Heim aktiv und wurde 1990 als Rech­nung­sprüfer gewählt. Also sind vier von fünf Vor­standsmit­glieder des Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V. auch jet­zt noch im Hei­de-Heim aktiv.

Klaus Christoph Mar­loh war Grün­dungsmit­glied geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Vere­ins “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.” und maßge­blich am Auf­bau des Archivs beteiligt.

Eige­nen Angaben zufolge habe er 10 Stun­den Arbeit täglich investiert. Das Archiv bein­hal­tete in 300 Aktenord­nern Infor­ma­tio­nen zu Konzen­tra­tionslagern, wie There­sien­stadt.

Das KZ There­sien­stadt sieht Mar­loh, nach eige­nen Worten in dem Inter­view für das Insti­tut für Geschichte und Biogra­phie der Fer­nuni­ver­sität Hagen, als:

Erhol­ungslager für jüdis­che Leute, die nicht aus­ge­wan­dert sind und nicht mehr arbeit­en kon­nten“.

Klaus Christoph Mar­loh war als Geschäfts­führer bei dem recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen „Nation Europa Ver­lag“ tätig, gegrün­det 1951.

Die monatliche Zeitschrift hieß „Nation und Europa“. Auch dieser Ver­lag wurde von ehe­ma­li­gen SS- und SA-Leuten gegrün­det: SS-Sturm­ban­n­führer Arthur Ehrhardt und SA-Ober­sturm­führer Her­bert Böhme.

NPD-Grün­der Adolf von Thad­den wurde 1992 Mither­aus­ge­ber, Karl Richter (NPD) aus München war eben­falls Redak­teur. Neon­azi, NSU-Unter­stützer und V‑Mann Tino Brandt vom Heimatschutz Thürin­gen war Angestell­ter des Ver­lages.

1.4. Wolf­gang Huber

Wolf­gang Huber (ehe­ma­liger bay­erisch­er Ver­fas­sungsrichter und Leit­er der NPD-Rechtsabteilung)

Neben Schütz grün­de­ten noch weit­ere Recht­sex­trem­is­ten den vor allem im Hin­ter­grund aktiv­en Vere­in. So waren der Alt­nazi Klaus-Christoph Mar­loh, der recht­sex­treme His­torik­er Georg Franz-Will­ing und das NPD-Bun­desvor­standsmit­glied und Partei­jurist Wolf­gang Huber in der Organ­i­sa­tion aktiv. Huber for­mulierte im Novem­ber 1967 die NPD-Satzung und arbeit­ete damals auch am Partei-Pro­gramm mit. Huber war aber auch in Bay­ern Ver­fas­sungsrichter.

1.5. Hans-Ulrich Kopp

Wer sich mit den einzel­nen recht­sex­tremen “Bezü­gen” des Andreas Kalb­itz näher beschäftigt, stößt immer wieder auf einen Namen: Hans-Ulrich Kopp. Sude­tendeutsch­er Abstam­mung, Jahrgang 1962, geboren in Stuttgart.

Recht­sex­tremer Pub­lizist und heute Bau­un­ternehmer. Mit seinem Namensvet­ter Jochen Kopp vom KOPP-Ver­lag scheint er nicht ver­wandt zu sein. Ein Mann im Hin­ter­grund – aber mit “Bezü­gen” zu den alten Recht­en.

Wer also schon immer wis­sen wollte, warum ein Andreas Edwin Kalb­itz im Witikobund Mit­glied ist, für den Fritz der JLO geschrieben hat, warum er 1994 nach­weis­lich auf dem neo­faschis­tis­chen Lange­mark Tre­f­fen gewe­sen ist, der muss sich nur die Ver­gan­gen­heit und die Net­zw­erke des recht­sex­tremen Hans-Ulrich Kopp genauer anschauen.

Die Verbindun­gen zwis­chen Hans-Ulrich Kopp und Andreas Edwin Kalb­itz im Überblick:

Im Jahre 1999 wurde der Pub­lizist Hans-Ulrich Kopp, der eben­falls dem recht­sex­tremen Spek­trum zugerech­net wird, Vor­sitzen­der der Vere­ini­gung Archiv der Zeit. Min­destens seit 2007 ist Kalb­itz Mit­glied des anti­semi­tis­chen und Holo­caust-leug­nen­den Kul­turvere­ins “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit”gewesen. Dieser wurde “von Nazis, SS-Offizieren und NPD-Funk­tionären” 1985 gegrün­det. Er über­nahm 2014 den Vor­sitz in diesem Vere­in.
Sowohl Kalb­itz als auch Hans-Ulrich Kopp haben 1994 an ein­er neo­faschis­tis­chen Ver­anstal­tung in Diksmuide teilgenom­men.
Hans-Ulrich Kopp war Ref­er­ent bei der bayrischen JLO (Junge Lands­man­nschaft Ost­preußen). Kalb­itz schrieb schrieb 2003 für das Vere­in­sor­gan Fritz der JLO.
Hans-Ulrich Kopp war ab 1992 Schriftleit­er der soge­nan­nten „Witiko­briefe“. Kalb­itz schrieb min­destens ab 2001 die Witiko­briefe.
Hans-Ulrich Kopp war parteipoli­tisch zunächst Mit­glied der CDU und Lan­desvor­standsmit­glied der Union der Ver­triebe­nen in Baden-Würt­tem­berg. Später engagierte er sich dann bei den Repub­likan­ern, er kan­di­dierte etwa am 18. März 1990 zu den Kom­mu­nal­wahlen in München. Kalb­itz wech­selte anno 1993 zu den Repub­likan­ern.

1.6. Andreas Kalb­itz wird 1. Vor­sitzen­der

Bis 2015 war er Vor­standsmit­glied des recht­sex­tremen Vere­ins Kul­tur- und Zeit­geschichte, Archiv der Zeit e.V., gegrün­det von dem ehe­ma­li­gen SS-Haupt­sturm­führer und NPD-Vor­standsmit­glied Walde­mar Schütz. Erst als sein Engage­ment in diesem Vere­in auf­flog, trat Kalb­itz aus. Da die Gruppe nicht auf der offiziellen Unvere­in­barkeit­sliste ste­ht, blieb die Vor­stand­stätigkeit für den AfD-Poli­tik­er bish­er ohne Kon­se­quen­zen.

Das kön­nte sich aber dur­chaus ändern, schaut man sich die Grün­der und Ver­net­zun­gen des klar recht­sex­tremen Vere­ins Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V. genauer an.

Seit 2016 hat dieser Vere­in den sel­ben Vor­stand, wie die vom Ver­fas­sungss­chutz zurecht als recht­sex­trem benan­nte Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik. Und dieser Vere­in ste­ht auf der Unvere­in­barkeit­slist der AfD.
Unvere­in­barkeit­sliste der AfD Stand 2018

Tat­säch­lich war der Vere­in im Umfeld der recht­sex­tremen „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“ aktiv. Diese gilt als „größte recht­sex­trem­istis­che Kul­turvere­ini­gung“ in Deutsch­land. Die 1969 von früheren SS-Mit­gliedern gegrün­dete NPD-nahe Gesellschaft hat nur ein Ziel: Die Zeit des Drit­ten Reich­es reinzuwaschen.

Auf Anfrage von „Klar­text“ (schon 2015) teilte der Bay­erische Ver­fas­sungss­chutz mit, dass der Behörde „eine Dis­tanzierung des Vere­ins von ein­er recht­sex­trem­istisch ori­en­tierten Geschichts­be­tra­ch­tung“ nicht bekan­nt sei.

Die neon­azis­tis­che Biogra­phie des Andreas Edwin Kalb­itz in der Über­sicht:

Die Mit­glied­schaft in der Pen­nalen Schüler­burschen­schaft Sax­o­nia-Czer­nowitz.
Der Ver­fas­sungss­chutz prüfte, ob von ihr Bestre­bun­gen gegen die frei­heitlich-demokratis­che Grun­dord­nung aus­ge­hen.
Seine Mit­glied­schaft im recht­sex­tremen Witikobund und das aktive Ver­fassen von Artikeln für den Witikobund.
Seine Kon­tak­te zur (in Ver­fas­sungss­chutzbericht­en erwäh­n­ten) Münch­n­er Burschen­schaft Danu­bia, die zeitweise an der­sel­ben Adresse resi­dierte wie die Pen­nale Burschen­schaft Sax­o­nia-Czer­nowitz. Ende 2000 und Anfang 2001 soll Kalb­itz zwei Ver­anstal­tun­gen für die JLO mitor­gan­isiert haben. Dabei dürfte es sich um die Ver­anstal­tun­gen mit dem Holo­caustleugn­er Horst Mahler han­deln, über die schon das AntifaInfoblatt 2000/2001 berichtet hat­ten.
Kalb­itz’ Besuch des Pfin­gst­lagers der Neon­azi-Organ­i­sa­tion Die heimat­treue Jugend 1993 in Thürin­gen oder 2007 bei deren später ver­bote­nen Nach­fol­ge­or­gan­i­sa­tion Heimat­treue Deutsche Jugend (HDJ) auf einem Bauern­hof in Eschede (RBB-Video).
Kalb­itz’ Reise 2007 nach Athen, wo eine von dem NPD-Funk­tionär Jens Pühse geführte Gruppe von 14 deutschen Neon­azis an einem Fack­elzug für im Ägäis-Kon­flikt 1996 umgekommene griechis­che Offiziere teil­nahm. Nachts habe die Gruppe eine Fahne von einem Balkon ihres Hotels gehängt – mit Hak­enkreuz, heißt es in einem Polizeiver­merk, aus dem der Spiegel zitierte.
Von 2014 bis 2015 war Kalb­itz Vor­standsmit­glied des recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen Vere­ins Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V., gegrün­det von dem ehe­ma­li­gen SS-Haupt­sturm­führer und NPD-Vor­standsmit­glied Walde­mar Schütz.
Der Spiegel berichtete unter Beru­fung auf interne Doku­mente der Bun­deswehr, dass Kalb­itz während sein­er Bun­deswehrzeit gegenüber dem Mil­itärge­heim­di­enst MAD auch eine Mit­glied­schaft in der Jun­gen Lands­man­nschaft Ost­preußen zugegeben habe.
Bestätigt ist auch, dass Kalb­itz 1994 an ein­er neo­faschis­tis­chen Ver­anstal­tung in Diksmuide teilgenom­men hat.
Min­destens seit 2007 ist Kalb­itz Mit­glied des anti­semi­tis­chen und Holo­caust-leug­nen­den Kul­turvere­ins “Vere­in der Zeit”gewesen. Dieser wurde “von Nazis, SS-Offizieren und NPD-Funk­tionären” 1985 gegrün­det.
Der AfD-Poli­tik­er Kalb­itz hat laut Kon­traste-Recherchen in den 1990er-Jahren (1993) offen­bar an einem Camp der Vere­ini­gung “Die Heimat­treue Jugend” teilgenom­men.
Min­destens 14 Jahre soll Andreas Edwin Kalb­itz Mit­glied der neon­azis­tis­chen Heimat­treuen Jugend HDJ gewe­sen sein, Ver­bot 2009.
Wie der Blick nach Rechts schon 2015 berichtete: “Wie eine Anwe­sen­heit­sliste der Mit­gliederver­samm­lung aus dem ver­gan­genen Jahr (gemeint ist 2014) zeigt, war auch der NPD-Barde Frank Ren­nicke als Gast bei der von Kalb­itz geleit­eten Ver­anstal­tung im thüringis­chen Arn­stadt zuge­gen”. Dabei dürfte es sich um die Ver­anstal­tung des von Kalb­itz als Vor­stand geleit­eten anti­semi­tis­chen und recht­sex­tremen Vere­ins der Zeit e.V. han­deln.
Kalb­itz war min­destens ab 2008 Mit­glied im recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen Vere­in Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V. “Mit dem NPD-Mann Man­fred Aen­gen­voort aus Ober­hausen saß Kalb­itz ab 2010 sog­ar gemein­sam im Vor­stand.”.
Weit­ere NPD Mit­glieder im recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen Vere­in Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V. u.a. “Eben­falls im braunen „Kul­turvere­in“ sind Hans-Jochen Voß, Vor­sitzen­der des NPD-Kreisver­bands Unna/Hamm, Hart­mut Höschen und der recht­sex­treme Münch­n­er Stad­trat Karl Richter von der „Bürg­erini­tia­tive Aus­län­der­stopp“. Seit langem Aktiv­posten in der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Vere­ini­gung ist der recht­sex­treme Pub­lizist und Mul­ti­funk­tionär Rolf Kosiek.”
Weit­ere NPD Mit­glieder im recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen Vere­in Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V. u.a. “Neben Kalb­itz und H. sitzt Rain­er Höke (Jg. 1955) aus dem nor­drhein-west­fälis­chen Preußisch Old­en­dorf (Kreis Min­den-Lübbecke) als Schatzmeis­ter im Vor­stand der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Vere­ini­gung. Höke ist Geschäfts­führer der „Deutschen Ver­lags­ge­sellschaft“ (DVG), einem recht­sex­tremen Ver­lagshaus, das 1963 von Walde­mar Schütz gegrün­det wor­den war.”
Kalb­itz’ Vere­in pflegt Kon­tak­te zu ein­er anderen recht­sex­tremen Organ­i­sa­tion: “Sein Archiv will der „Kul­turvere­in“ in den Räu­men der „Gedächt­nis­stätte“ im thüringis­chen Guth­mannshausen unter­brin­gen. Der „Gedächt­nis­stätte“ bescheinigt der thüringis­che Ver­fas­sungss­chutz: „Unter dem Deck­man­tel des Gedenkens an die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkriegs agi­tiert der recht­sex­trem­istis­che Vere­in gegen den demokratis­chen Ver­fas­sungsstaat.“

Auch der AfD Bun­desvor­stand will nun, nach­dem der Ver­fas­sungss­chutz Andreas Edwin Kalb­itz als Recht­sex­trem­ist ein­stuft, wis­sen, welche „extremen“ Kon­tak­te er in sein­er aktiv­en und inak­tiv­en Ver­gan­gen­heit hat­te. (Quelle Anonym)

AfD Bun­desvor­stand will wis­sen, welche extremen Kon­tak­te Kalb­itz pflegt(e) – da kön­nte selb­st manch NPDler nei­disch wer­den 😉

1.6. Karl Richter

ist ein Poli­tik­er, Pub­lizist und Autor aus dem recht­sex­tremen Spek­trum und in der NPD (bis Grün­don­ner­stag 2020) sowie bei der Bürg­erini­tia­tive Aus­län­der­stopp München (BIA) tätig, für die er von 2008 bis zum 30. April 2020 im Münch­n­er Stad­trat ein Man­dat innehat.

Von 1989 bis 1994 war Richter Ref­er­ent für den Abge­ord­neten der Partei Die Repub­likan­er (REP) im Europäis­chen Par­la­ment und ehe­ma­li­gen NPD-Funk­tionär (1969–1972, 1975–1980) Har­ald Neubauer. Als Neubauer Vor­sitzen­der des bay­erischen REP-Lan­desver­ban­des wurde, fol­gte Richter diesem als Press­esprech­er.

Neubauer war von 1969 bis 1972 und wieder von 1975 bis 1981 Mit­glied der NPD. Zwis­chen­zeitlich war er kurzzeit­ig für die Aktion Neue Rechte aktiv. 1973 wurde er von Ger­hard Frey als Lan­des­beauf­tragter für Ham­burg der damals noch als Vere­in organ­isierten DVU engagiert und war dann für die Druckschriften- und Zeitungsver­lags GmbH des Ver­legers Frey tätig. Von 1975 bis 1983 war er dort Redak­teur des Deutschen Anzeigers. In der NPD wurde er stel­lvertre­tender Bezirksvor­sitzen­der der NPD Ober­bay­ern. 1983 trat er den neu gegrün­de­ten Repub­likan­ern bei und wurde 1984 Presseref­er­ent des Parteigrün­ders Franz Hand­los. In einem inner­parteilichen Machtkampf wech­selte er aber an die Seite Franz Schön­hu­bers. 1985 wurde er Gen­er­alsekretär der Repub­likan­er, im Mai 1988 auch Lan­desvor­sitzen­der in Bay­ern, im Juli 1988 schließlich auch Bun­de­spress­esprech­er der Partei. Er galt als poten­tieller Nach­fol­ger Schön­hu­bers.

Nach­dem Neubauer im Juli 1990 nach inner­parteilichen Rich­tungskämpfen mit dem dama­li­gen Vor­sitzen­den der Repub­likan­er Franz Schön­hu­ber bei den Repub­likan­ern aus­geschlossen wurde, ver­ließ auch Richter die REP und nahm auf Anfrage des dama­li­gen Hauptschriftleit­ers und nach­ma­li­gen Her­aus­ge­bers der Zeitschrift Nation und Europa (NE; 2009 eingestellt), Peter Dehoust, den Posten des Chefredak­teurs der NE an.

Im Okto­ber 1991 grün­de­ten Neubauer, Richter und andere die Deutsche Liga für Volk und Heimat (DLVH).

Quelle Apabiz: Die Grün­der der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) waren meist ent­täuschte Mit­glieder der Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands (NPD) und der Repub­likan­er (REP), die aus der partei­in­ter­nen Oppo­si­tion um Har­ald Neubauer kamen. 1990 geben sie die Deutsche Rund­schau her­aus und rufen zur Grün­dung ein­er neuen Samm­lungs­be­we­gung auf. Anfang 1991 kon­sti­tu­iert sich die Deutsche Allianz – Vere­inigte Rechte (DA-VR) in München, Sprech­er wer­den Jür­gen Schützinger, Har­ald Neubauer und Johannes Pauli. Nach ein­er Klage der Allianz-Ver­sicherung nen­nt sie sich DLVH. Am 3. Okto­ber 1991 find­et der offizielle Grün­dungsparteitag statt, Schützinger, Neubauer und Rudolf Kendzia wer­den zu Vor­sitzen­den gewählt. In der Fol­gezeit wird die Parteistruk­tur im gesamten Bun­des­ge­bi­et aus­ge­baut. Die regionalen Schw­er­punk­te liegen in Baden-Würt­tem­berg und Köln. Als Vor­fel­dor­gan­i­sa­tion grün­den Franz Glasauer und Peter Dehoust den Fördervere­in Vere­inigte Rechte, der sich für eine über­greifende Zusam­me­nar­beit ein­set­zt und Schu­lungsar­beit betreibt. Im Früh­jahr 1996 beschließt der Bun­desvor­stand, auf dem näch­sten Bun­desparteitag die DLVH in einen einge­tra­ge­nen Vere­in umzuwan­deln und somit nicht mehr als Partei zu Wahlen anzutreten.

Karl Richter wurde noch im gle­ichen Jahr Chefredak­teur des neuen Parteior­gans „Deutsche Rund­schau“, das sich 1994 mit der bere­its seit 1990 mit den Deutschen Monat­sheften zusam­mengeschlosse­nen Zeitschrift „Nation und Europa“ vere­inigte.

Quelle Apabiz: Die DLVH hat allen Abgren­zungs­beschlüssen zum Trotz offen auftre­tende, mil­i­tante Neo­faschis­ten nie aus­ge­gren­zt. Region­al arbeit­en Mit­glieder mit Aktivis­ten der ver­bote­nen Wik­ing Jugend, der Frei­heitlichen Deutschen Arbeit­er­partei, der Nation­al­is­tis­chen Front u.a. in Bünd­nis­struk­turen wie dem Franken­rat und dem Deutschen Fre­un­deskreis Nord­harz zusam­men. Durch die Fusion der offiziell unab­hängi­gen, jedoch völ­lig auf die DLVH aus­gerichteten Deutschen Rund­schau 1994 mit Nation und Europa üben Funk­tionäre der DLVH nun auch Ein­fluß auf eine der wichtig­sten Zeitschriften des deutschen Recht­sex­trem­is­mus aus. Ein­fluß auf das recht­sex­trem­istis­che Spek­trum nimmt auch die von Man­fred Rouhs her­aus­gegebene Zeitschrift Europa vorn.

Außer­dem war Richter von 1998 bis zu dessen Ein­stel­lung 2002 auch Chefredak­teur des recht­sex­tremen Mag­a­zins Oppo­si­tion. Seit­dem ist er im Redak­tions­beirat der von Gert Sud­holt (Gesellschaft für Freie Pub­lizis­tik) geleit­eten und von der Ver­lags­ge­sellschaft Berg her­aus­gegebe­nen Zeitschrift Deutsche Geschichte. Europa und die Welt tätig.

Quelle Bun­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung: Von den Orga­nen des Ablegers der franzö­sis­chen “Nou­velle droite”, des “Thule Sem­i­nars” unter der Ägide von Pierre Krebs, “Ele­mente” und “Metapo – Metapoli­tik im Angriff zur Neuge­burt Europas”, erschienen jew­eils nur wenige Num­mern mit beständig wiederkehren­den (schwül­sti­gen) Inhal­ten. Das von Karl Richter 1998 gegrün­dete Mag­a­zin “Oppo­si­tion” (Ver­lags­ge­sellschaft Berg) ging wenige Jahre später wieder ein.

Des Weit­eren veröf­fentlichte Richter in der Jun­gen Frei­heit und in der der FPÖ nah­este­hen­den Zeitschrift Die Aula.

Die Aula (Unter­ti­tel: Das frei­heitliche Mag­a­zin) war ein 1951 gegrün­detes recht­sex­tremes öster­re­ichis­ches Monats­magazin, welch­es 2018 eingestellt wurde. Das Mag­a­zin sah sich als Sprachrohr der „nation­al-frei­heitlichen“ Stu­den­ten­verbindun­gen Öster­re­ichs. Medi­en­in­hab­er war die der FPÖ nah­este­hende Arbeits­ge­mein­schaft Frei­heitlich­er Akademik­erver­bände Öster­re­ichs (FAV). Eigen­tümer, Her­aus­ge­ber und Ver­leger war der Aula-Ver­lag in Graz.

Ab dem Einzug der NPD in den säch­sis­chen Land­tag 2004 war er wis­senschaftlich­er Berater der Land­tags­frak­tion. Von 2004 bis 2020 war er Mit­glied der NPD. Er ver­ließ die NPD: “dort, wo die AfD antritt, gibt es für die 1964 gegrün­dete mit­tler­weile Kle­in­st­partei NPD nichts mehr zu holen. Wed­er Man­date, noch Gelder und an vie­len Orten nicht mal mehr ein Prozent der abgegebe­nen Stim­men.” (Quelle) Die Umset­zung des NPD-Urteils vom Bun­desver­fas­sungs­gericht aus dem Jahr 2017 machte es möglich, der NPD staatliche Gelder zu stre­ichen.

1.7. Man­fred Aen­gen­voort

NPD Bun­desvor­stand – 2010 mit Andreas Edwin Kalb­itz im Vor­stand im Vere­in “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.”

Quelle Blick nach Rechts 19.10.2015: Mit dem NPD-Mann Man­fred Aen­gen­voort aus Ober­hausen saß Kalb­itz ab 2010 sog­ar gemein­sam im Vor­stand. Der ehe­ma­lige Vor­sitzende des NPD-Bun­dess­chieds­gericht­es Aen­gen­voort ist nicht das einzige NPD-Mit­glied im Vere­in.

Noch am 11. Jan­u­ar 2012 wusste die Lot­ta fol­gen­des zum NPD Mann Aen­gen­voort zu bericht­en.

Im Bun­desvor­stand der NPD ist ihr nor­drhein-west­fälis­ch­er Lan­desver­band zwar nicht mehr mit einem stimm­berechtigten Mit­glied vertreten* – ganz ohne Ein­fluss auf der höch­sten Ebene der Partei sind die NPDler aus NRW jedoch nicht: Man­fred Aen­gen­voort aus Ober­hausen gehört erneut dem Bun­dess­chieds­gericht der Partei an.

1.8. Hart­mut Höschen

Vor­sitzen­der des NPD-Kreisver­bands Unna / Hamm.

Quelle: Eben­falls im braunen “Kul­turvere­in” sind Hans-Jochen Voß, Vor­sitzen­der des NPD-Kreisver­bands Unna / Hamm, Hart­mut Höschen und der recht­sex­treme Münch­n­er Stad­trat Karl Richter von der “Bürg­erini­tia­tive Aus­län­der­stopp”. Seit langem Aktiv­posten in der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Vere­ini­gung ist der recht­sex­treme Pub­lizist und Mul­ti­funk­tionär Rolf Kosiek.

Es ist der gle­iche NPD-Kreisver­band, dem auch Hans Jochen Voß ange­hört.

1.9. Hans Jochen Voß

ist ein Poli­tik­er der NPD des Kreisver­ban­des Unna/Hamm, sowie finanzieller Unter­stützer „Freier Kräfte“.

Die Lot­ta berichtete am 16. Sep­tem­ber 2009:

Jen­er NPD-Kreisver­band, dessen Vor­sitzen­der Voß in der jüng­sten Ver­gan­gen­heit seine Geld­börse für „Autonome Nation­al­is­ten“ weit geöffnet hat­te (/nr­wrex/2009/07/­do-3000-euro-f-rs-autonome-nicht­stun-teil‑2 ), sieht das ähn­lich: „Über alle Unter­schiede hin­weg eint uns ein gemein­sames Ziel. Das Ziel ist das Reich.“ (ts)

2012 wurde bei Voß eine Waffe beschlagnahmt, die er nicht mehr zurück erhielt. Das Ver­wal­tungs­gericht Gelsenkirchen urteilte let­ztes Jahr (2019), “dass wer in der NPD eine Führungs­funk­tion innehat wegen Unzu­ver­läs­sigkeit keine Waf­fen besitzen darf”. Das Ver­wal­tungs­gericht bezog sich auf das NPD-Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gericht­es von 2017. Der 71-Jährige hat­te gegen die Beschlagnah­mung und den Entzug der Besitzkarte geklagt.

Die Waffe wurde im Rah­men ein­er Haus­durch­suchung beschlagnahmt, weil Voß enge Verbindun­gen zu den Kam­er­ad­schaften Hamm, Aach­en­er Land und zum Nationalen Wider­stand Dort­mund hat­te. Diese Kam­er­ad­schaften wur­den 2012 ver­boten.

1.10. Rolf Kosiek

ist ein deutsch­er Pub­lizist, Poli­tik­er der Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands (NPD) und neon­azis­tis­ch­er Mul­ti­funk­tionär. Eines sein­er Pseu­do­nyme ist „Rudolf Künast“.

Rolf Kosiek gehört dem Führungskreis der im Jahr 2000 von bekan­nten Recht­sex­trem­is­ten gegrün­de­ten „Deutschen Stu­di­enge­mein­schaft“ (DSG) an.Vorsitzender der mit der DSG eng ver­net­zten Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP), die nach Ein­schätzung des Bun­de­samtes für Ver­fas­sungss­chutz „die mit­glieder­stärk­ste recht­sex­trem­istis­che Kul­turvere­ini­gung in Deutsch­land“ ist, war er von 1991 bis 2005. Seit 2005 ist er stel­lvertre­tender GfP-Vor­sitzen­der.

Quelle Staatsmin­is­teri­um Druck­sache 13 /1171: Bei der „Deutschen Stu­di­enge­mein­schaft“ (DSG) wer­den derzeit tat­säch-liche Anhalt­spunk­te für recht­sex­trem­istis­che Bestre­bun­gen geprüft. Die DSG wurde eige­nen Angaben zufolge im August 2000 von bekan­nten­Recht­sex­trem­is­ten ins Leben gerufen. Die DSG beze­ich­net sich selb­st als„eine über­parteiliche Ini­tia­tive von unab­hängi­gen Per­sön­lichkeit­en“, die„sich aus frei­willi­gen Spenden finanziert und die Unter­stützung all jen­erKräfte sucht, die sich für unser Volk und unseren Staat ver­ant­wortlich füh-len“. Über ihre Inter­net-Home­page www.dsg-studiengemeinschaft.de könnenu.a. zu den ver­schieden­sten The­men Veröf­fentlichun­gen und Lit­er­aturhin-weise abgerufen wer­den. Daneben wur­den an Aktiv­itäten der DSG bis­langnur Flug­blät­ter bekan­nt, die bei Ver­anstal­tun­gen der recht­sex­trem­istis­chen Szene verteilt wur­den.

Im Grabert Ver­lag ist er als Lek­tor und im Ver­trieb tätig. Er set­zte sich 2006–2008 für die recht­sex­treme NPD-Denk­fab­rik Dres­d­ner Schule ein, die sich in Abgren­zung zur Frank­furter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno ver­stand und „den Mul­ti­kul­tur­al­is­ten und Umvolk­ern den poli­tis­chen Kampf ansagt“.

Quelle Ver­fas­sungss­chutz: Grabert Ver­lag/Ho­hen­rain-Ver­lag: Der 1985 gegrün­dete „Hohen­rain-Ver­lag“ in Tübin­gen hat seit 2013 fak­tisch die Nach­folge des „Grabert Ver­lags“ ange­treten. Dieser war offen­bar schon seit 2013 nicht mehr öffentlich in Erschei­n­ung getreten. Das Unternehmen, 1953 in Tübin­gen von Her­bert GRABERT (1901–1978) als „Ver­lag der deutschen Hochschullehrerzeitung“ gegrün­det, hat­te seit 1974 unter diesem Namen fir­miert. Es zählte nicht nur zu den ältesten, son­dern auch zu den bedeu­tend­sten organ­i­sa­tion­sun­ab­hängi­gen recht­sex­trem­istis­chen Ver­la­gen in Deutsch­land. Zulet­zt ver­fügte der „Grabert Ver­lag“ über mehrere Tochterun­ternehmen, darunter der „Hohen­rain-Ver­lag“.

Im Jahr 2013 wur­den die Inter­ne­tauftritte von „Grabert Ver­lag“ und „Hohen­rain-Ver­lag“ zusam­men­gelegt. Das daraus her­vorge­gan­gene Por­tal „Buch­di­enst Hohen­rain“ führt im Logo nur noch den „Hohen­rain-Ver­lag“. Auch erscheint die Pub­lika­tion „Euro-Kuri­er – Aktuelle Buch- und Ver­lags-Nachricht­en“, deren Beiträge zu einem erhe­blichen Teil auch der Wer­bung für Pub­lika­tio­nen aus den Ver­la­gen Grabert und Hohen­rain dien(t)en, seit Som­mer 2013 nicht mehr im „Grabert Ver­lag“, son­dern im „Hohen­rain-Ver­lag“. Der „Euro-Kuri­er“, bis ein­schließlich Jan­u­ar 2014 in der Regel monatlich veröf­fentlicht, wurde mit der Feb­ru­a­raus­gabe 2014 auf eine zwei­monatliche Erschei­n­ungsweise umgestellt.

Er ist Vor­standsmit­glied des von Wal­ter Staffa geführten „Deutschen Sem­i­nars“ und seit 2001 Vor­sitzen­der des „Deutschen Kreis­es von 1972“, der in der Druckschrift „Recht­sex­trem­is­mus“ des baden-würt­tem­ber­gis­chen Lan­desamts für Ver­fas­sungss­chutz als Vere­ini­gung recht­sex­trem­istis­ch­er Bestre­bun­gen aufge­führt ist.

Quelle Druck­sache 13/895 “Deutsch­er Kreis 1972 e. V.” ist ein Ableger des “Deutschen Sem­i­nars” rund um den Alt-Nazi Wal­ter Staffa, selb­st Nürtinger.

Bei­de Vere­ini­gun­gen haben ihren Sitz in Nürtin­gen. Er ist im Beirat der ras­sis­tis­chen, ehe­mals von Jür­gen Rieger geführten Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung (GbfAEV), ist Mit­glied des „Witikobun­des“, des „Aktion­skreis­es des Witikobun­des“ (Sitz: Nürtin­gen), ist aktiv tätig im revi­sion­is­tis­chen Vere­in Kul­tur und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit.

Quelle Druck­sache 13/895: Vor­sitzen­der des »Deutschen Sem­i­nars« ist Wal­ter Staffa. Er schreibt in einem der Ein­ladung ange­hefteten Begleitschreiben, das mit »Gedanken zur Lage« über­schrieben ist: »50 Jahre nach dem Ende des Zweit­en Weltkrieges haben alle Europäer, vor allem wir Deutschen, die Erfahrun­gen dieses Jahrhun­derts gründlich zu über­denken.« Staffa fährt dann mit den typ­is­chen recht­sex­tremen Ide­olo­ge­men fort: »Wahrheitswidrig wurde unser Volk durch die Lügen­pro­pa­gan­da der ‚Sieger‘ ein­seit­ig mit der Schuld schon am Ersten Weltkrieg belastet. Durch uner­meßliche Repa­ra­tionsaufla­gen, Raub des Volksver­mö­gens, Annex­ion ural­ter recht­mäßiger deutsch­er Sied­lungs­ge­bi­ete und durch viele weit­ere Unrecht­shand­lun­gen wurde die geopoli­tisch für ganz Europa so wichtige Mitte geschwächt, das Recht­sempfind­en schw­er­stens geschädigt, das Selb­st­bes­tim­mungsrecht schändlich ver­rat­en. Trotz viel­er war­nen­der Stim­men haben die meis­ten ver­ant­wortlichen Poli­tik­er aus dieser europäis­chen Tragödie immer noch nicht die notwendi­gen Lehren gezo­gen. Im Gegen­teil: Im Zweit­en Weltkrieg und nach­her kam es zu noch grausameren Ver­brechen, zu unfaßbaren Unmen­schlichkeit­en! 18 Mio. Men­schen, davon fast 16 Mio. Deutsche, wur­den aus ihrer Heimat ver­trieben, dabei über 3 Mio. zum Teil bes­tialisch ermordet. Die in kein­er Weise ver­ant­wortlichen Ziele des sow­jetis­chen Impe­ri­al­is­mus, des chau­vin­is­tis­chen Nation­al­is­mus der Polen und Tschechen wur­den von den demokratis­chen West­al­li­ierten nicht nur hin­genom­men, son­dern sog­ar aktiv unter­stützt, gegen Atlantik-Char­ta und Haager Land­krieg­sor­d­nung. Alles unver­jährbare Ver­brechen gegen Men­schen- und Völk­er­recht.

Kosiek war von 1968 bis 1972 Land­tagsab­ge­ord­neter der NPD in Baden-Würt­tem­berg, ab 1968 bis 1973 für die NPD Mit­glied des Gemein­der­ats von Hei­del­berg, von 1973 an im NPD-Bun­desvor­stand und 1977 stel­lvertre­tender NPD-Vor­sitzen­der in Baden-Würt­tem­berg. Kosiek galt als ein­er der Chefide­olo­gen der Partei.

Seit Ende der 1970er Jahre hat­te er enge Verbindun­gen zum Deutschen Kul­tur­w­erk Europäis­chen Geistes (DKEG), bei dem er mehrfach als Ref­er­ent auf­trat.

Quelle Apabiz: Das Deutsche Kul­tur­w­erk europäis­chen Geistes (DKEG) wurde von ca. 30 Per­so­n­en unter Fed­er­führung von Her­bert Böhme gegrün­det. In der Fol­gezeit vere­ini­gen sich im DKEG über­wiegend »kul­turschaf­fende« Per­so­n­en, die sich der »Pflege volkhaft-kon­ser­v­a­tiv­er Literatur«[1] ver­schrieben haben. Verse­hen mit 100.000 DM Starthil­fe durch den Stifter­ver­band der deutschen Indus­trie schafft das DKEG bun­desweit soge­nan­nte »Pflegstät­ten« als kul­turelle Zen­tren, von denen sechs Jahre später bere­its 68 und Anfang der 60er Jahren schon über 100 (bei etwa 2.000 Mit­gliedern) existieren. 1970 grün­den Mit­glieder des DKEG die Deutsche Akademie für Bil­dung und Kul­tur und die Deutsche Kun­st­s­tiftung der Wirtschaft. 1979 spal­tet sich die Deutsche Kul­turge­mein­schaft (DKG) unter der Regie von Alfred E. Manke und Ger­not Mörig (Bund Heimat­treuer Jugend) ab. Das DKEG-Öster­re­ich schließt sich unter Beibehal­tung seines Namens der DKG an.

Als Ref­er­ent trat Kosiek für den Vere­in Dichter­stein Offen­hausen, die Deutsche Liga für Volk und Heimat und beim Schutzbund für das deutsche Volk auf. Kosiek arbeit­ete eng mit Wal­ter Staffa und anderen Repräsen­tan­ten der DSG sowie mit den anderen Vor­standsmit­gliedern der GfP zusam­men und hat immer noch große Bedeu­tung als Stratege und Ide­ologe der NPD und ähn­lich­er Grup­pierun­gen.

Der Recht­sex­trem­is­mu­s­ex­perte und Pub­lizist Hans-Hen­ning Scharsach nan­nte Kosiek im Zusam­men­hang mit der Ter­ro­ror­gan­i­sa­tion Nation­al­sozial­is­tis­ch­er Unter­grund: „Der radikale Anti­semit und Rassen­the­o­retik­er zählt zu den führen­den Ide­olo­gen des braunen Milieus, in dem jenes neon­azis­tis­che Mörder­trio unter­tauchen kon­nte, das unter dem zynis­chen Begriff ‚Kebab-Mörder‘ im Herb­st 2011 auch in Öster­re­ich Schlagzeilen machte“.

2. Der Vere­in Gedächt­nis­stätte e.V. und die Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen

Der konkrete Anlaß zur Grün­dung des Vere­ines Gedächt­nis­stätte [1992 in Seeve­tal durch Ursu­la Haver­beck-Wet­zel, Col­legium Humanum] ist laut […] Eigen­darstel­lung die Tat­sache gewe­sen, daß es Jahrzehnte nach dem his­torischen Geschehen – auch nach dem Fall der Berlin­er Mauer und der Vere­ini­gung von West- und Mit­teldeutsch­land – von offizieller Seite immer noch keinen zen­tralen Gedenko­rt für die Opfer von Flucht, Vertrei­bung, Bombenkrieg und Kriegs­ge­fan­gen­schaft gebe. Daher sei ins­beson­dere von einem kleineren Kreis von Ver­triebe­nen der Ver­such unter­nom­men wor­den, mit Hil­fe ein­er solchen Ini­tia­tive doch noch zu Lebzeit­en der let­zten Zeitzeu­gen die Errich­tung ein­er aus rein pri­vat­en Mit­teln finanzierten Gedächt­nis­stätte zu ermöglichen, zum anderen aber auch die Diskus­sion um eine offiziellen Gedenko­rt zu befördern.” (Quelle)

Der Name des Ortes Guth­mannshausen geht auf den ger­man­is­chen Gott Wotan zurück: Wodaneshusun

Für den 2. und 3. August 2014 kündigte der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che und extrem rechte Vere­in „Gedächt­nis­stätte e.V.“ die Eröff­nung eines „Denkmals“ auf seinem Gelände in Guth­mannshausen (Kreis Söm­mer­da) an. Es wird auss­chließlich an die „deutschen“ Opfer der Umsied­lun­gen am Ende des zweit­en Weltkrieges aus „Pom­mern“, „Ost­bran­den­burg“ und „den Sied­lungs­ge­bi­eten im Osten Europas“ erin­nert.
Im Jahr 2011 erwarb der “Gedächt­nis­stätte e.V.” im thüringis­chen Guth­mannshausen ein Rit­tergut. In dem Beitrag “Braunes Net­zw­erk im Thüringer Beck­en” auf ZEIT ONLINE wird von dem Ruf des “Gedächt­nis­stätte e. V.”, ein Teil eines bun­desweit­en Net­zw­erks von Holo­caustleugner­in­nen und Holo­caustleugn­ern sowie Geschicht­sre­vi­sion­istin­nen und Geschicht­sre­vi­sion­is­ten zu sein, geschrieben.

Quelle Druck­sache 5/3612: Frau Bet­ti­na Maria Wild-Bin­stein­er hat mit notariellem Ver­trag im Mai 2011 die Immo­bilie erwor­ben. Das Thüringer Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz hat erst im Nach­hinein Ken­nt­nis über den Kauf erhal­ten.

Im August 2014 wurde beim Vere­in “Gedächt­nis­stätte” ein Denkmal eingewei­ht, woran sich extreme Rechte beteiligten.

Quelle Druck­sache 6/4034: Dem Vor­stand des Vere­ins “Gedächt­nis­stätte e. V.” (Sitz in Vlotho/Nor­drhein-West­falen) gehören drei Per­so­n­en aus Nieder­sach­sen, Baden-Würt­tem­berg und Thürin­gen mit zahlre­ichen Kon­tak­ten in die recht­sex­trem­istis­che Szene an. Bei einem Vor­standsmit­glied han­delt es sich um einen recht­sex­trem­istis­chen Pub­lizis­ten. Er war zudem Vor­standsmit­glied der “Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik” (GfP).In den let­zten fünf Jahren ist es in Thürin­gen zu kein­er Verurteilung der Mit­glieder des Vor­stands der “Gedächt­nis­stätte e.V.” gekommen.Im Übri­gen wird unter Hin­weis auf § 51 Bun­deszen­tral­reg­is­terge­setz und Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der
Ver­fas­sung des Freis­taats Thürin­gen und § 477 Abs. 2 Satz 1 der Straf­prozes­sor­d­nung ins­beson­dere aus Daten­schutz­grün­den (Grun­drecht der infor­ma­tionellen Selb­st­bes­tim­mung nach Artikel 2 Abs. 1 in Verbindung mit Artikel 1 Abs. 1 Grundge­setz, Artikel 6 Abs. 2 der Ver­fas­sung des Freis­taats Thürin­gen) und vor­dem Hin­ter­grund der im Strafver­fahren zu beach­t­en­den Unschuldsver­mu­tung (Artikel 6 Abs. 2 der Kon­ven­tion zum Schutze der Men­schen­rechte und Grund­frei­heit­en) von weit­eren Angaben abge­se­hen (ver­gle­iche auch Beschluss des Thüringer Oberver­wal­tungs­gerichts vom 5. März 2014, Az.: 2 EO 386/13).

Quelle Druck­sache 6/4034: Der Vere­in “Gedächt­nis­stätte e. V.” führte am Woch­enende vom 2. bis zum 3. August 2014 in der Kul­tur- und Tagungsstätte in Guth­mannshausen eine zweitägige Ver­anstal­tung durch. Anlässlich seines 22-jähri­gen Beste­hens wei­hte der Vere­in ein soge­nan­ntes Denkmal für die zivilen deutschen Opfer des Zweit­en Weltkriegs ein. Bei dem Denkmal­bere­ich han­delt es sich um zwölf Gran­it­steine, die um einen Zen­tral­stein (Obelisk) ange­ord­net sind.

Die Eröff­nung dieses „Denkmals“ wurde unter anderem in der Aus­gabe (Nr. 3–2014) der offen anti­semi­tis­chen Zeitschrift „Stimme des Reich­es“ bewor­ben. (Liegt Thürin­gen Recht­saußen vor).

Ein Kurio­sum ist das sowohl Videos als auch Bilder zur Ein­wei­hungs­feier in Guth­mannshausen aus dem Netz ver­schwun­den sind. Einige wer­den sich jet­zt fra­gen „Waren da etwa AfD Mit­glieder oder andere wichtige Per­so­n­en der AfD vor Ort?“.
Zumin­d­est 2016 wusste Thürin­gen Recht­saußen zur AfD und Guth­mannshausen fol­gen­des zu bericht­en:

Quelle Thürin­gen Recht­saußen: Am 23. Juli 2016 fand in der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Gedenkstätte Guth­mannshausen im Land­kreis Söm­mer­da erneut ein Neon­azi-Tre­f­fen um den NPD-Europaab­ge­ord­neten Udo Voigt statt, wir hat­ten im Vor­feld darüber berichtet. Laut der Neon­azi-Gruppe „Wir lieben Sach­sen / Thügi­da“ nah­men daran u.a. „Mit­glieder der NPD, der Partei DIE RECHTE, der AfD (Patri­o­tis­cheP­lat­tform), der DSU und Bürg­erini­tia­tiv­en“ teil. Auch die Holo­caustleugner­in Ursu­la Haver­beck hielt eine Rede. Das Tre­f­fen der extremen Recht­en mit Beteili­gung aus mehreren europäis­chen Län­dern wurde als „Zeichen der Einigkeit, gegen den schon krankhaften Dis­tanzierungswahn“ beze­ich­net. Auf einem Foto im Zen­trum der Gedenkstätte posiert eine Frau im schwarzen Jack­et gemein­sam mit den NPD-Aktivis­ten Karl Richter und Udo Voigt. Bei der Frau han­delt es sich um Uta Nürn­berg­er, die für die AfD bei der Leipziger Stad­tratswahl 2014 kan­di­dierte und an der Ausar­beitung des AfD-Land­tagswahl­pro­gramms beteiligt war.

Europäis­ches Neon­azi-Tre­f­fen in Guth­mannshausen am 23. Juli 2016: links Karl Richter (NPD), rechts: Udo Voigt (NPD), mitte: Uta Nürn­berg­er, 2014 AfD-Stad­tratskan­di­datin, am AfD-Land­tagswahl­pro­gramm in Sach­sen beteiligt, Schrift­führerin bei Grün­dung der „Patri­o­tis­chen Plat­tform“ – Bildquelle Thürin­gen Recht­saußen

Auf dem Bild zwis­chen den bei­den NPD-Spitzen Karl Richter und Udo Voigt ste­ht (laut Richter: “Schul­ter­schluß unter Patri­oten. Mit Uta Nürn­berg­er (AfD) und Udo Voigt, MdEP.”) Uta Nürn­berg­er. Die NPD ist begeis­tert von diesem „Zusam­men­schluss der Patri­oten“.
Im Vor­feld zu Guth­mannshausen gab es weit­ere Tre­f­fen – Quelle Gegen die AfD

Nürn­berg­er kan­di­dierte bei der Leipziger Stad­tratswahl 2014 im Wahlkreis 9 für die AfD und war an der Ausar­beitung des Land­tagswahl­pro­gramms beteiligt (AG Fam­i­lie, Bil­dung, Hochschule, Wis­senschaft).

Nürn­berg­er hat­te sich bere­its an einem stammtis­char­ti­gen Zusam­men­schluss von Pegi­da, Legi­da, Magi­da, NPD, die Rechte und „3. Weg“ namens „Weißer Rabe“ beteiligt.

Quelle Jungewelt: Magi­da ist mit der NPD, der Partei Die Rechte und der »Alter­na­tive für Deutsch­land« (AfD) sowie der Leipziger Organ­i­sa­tion »Offen­sive für Deutsch­land« (OFD) bestens ver­net­zt. OFD-Grün­der Sil­vio Rösler, Ex-Legi­da-Chef, ist Mitor­gan­isator »über­parteilich­er« Tre­f­fen, soge­nan­nter Stammtis­che. Diese fir­mieren unter dem Label »Weißer Rabe« und find­en regelmäßig in Leipzig, Dres­den und ab dieser Woche auch in Magde­burg statt. Im bran­den­bur­gis­chen Rathenow sind eben­falls solche Tre­f­fen geplant, wie die Gruppe selb­st auf ihrer Face­book-Seite informiert. Neben Pegida‑, Legi­da- und Magi­da-Funk­tionären tum­meln sich beim »Weißen Raben« nach jW-Infor­ma­tio­nen Kad­er von AfD, NPD, Die Rechte und »Der III. Weg«. Gesichtet wur­den dort unter anderem Hol­ger Wei­d­ner (NPD, Magi­da), der sach­sen-anhaltische Vor­sitzende und Bun­desvize der Partei Die Rechte, Roman Gleißn­er, die säch­sis­che AfD-Funk­tionärin Uta Nürn­berg­er, Ex-Pegi­da-Sprecherin Kathrin Oer­tel sowie Alexan­der Kurth, ehe­mals NPD, heute Die Rechte Sach­sen. Im Inter­net brüsten sich die Pro­tag­o­nis­ten auch mit Kon­tak­ten zur Gruppe »Wir sind Deutsch­land« (WSD), die zuerst in Plauen mit »Son­ntags­demos« auf­trat, inzwis­chen aber auch ander­weit­ig in Sach­sen aktiv ist. Mit­tler­weile tritt WSD, angelehnt an GSD, mit dem Namen­szusatz »Nur gemein­sam sind wir stark« auf.

Auch die recht­sradikale Sam­mel­be­we­gung Wir lieben Sachsen/Thügida, um Ex-Legi­da-Anführer Sil­vio Rösler, Ex-Ini­tia­tive Heimatschutz Meißen-Mit­glied Anne Zim­mer­mann und NPD-Kad­er David Köck­ert, brüstete sich mit der Teil­nahme eines Mit­glieds der AfD, genauer der Patri­o­tis­chen Plat­tform.

Uta Nürn­berg­er war an der Erar­beitung des AfD-Land­tagswahl­pro­gramm in Sach­sen beteiligt und trat 2014 im Wahlkreis 9 zur Leipziger Kom­mu­nal­wahl an. Außer­dem war sie gemein­sam mit Felix Koschkar, Roland Ulbrich und Hans-Thomas Tillschnei­der in der Patri­o­tis­chen Plat­tform Sach­sen aktiv.

Als sich im gle­ichen Jahr als AfD-internes Sam­mel­beck­en für kon­ser­v­a­tive Parteim­it­glieder die „Patri­o­tis­che Plat­tform“ grün­dete, wurde Nürn­berg­er zur Schrift­führerin der Plat­tform bes­timmt und Hans Thomas-Tillschnei­der als Vor­sitzen­der. Es war nicht die erste Ver­anstal­tung der Thüringer Neon­azi-Szene mit Unter­stützung aus AfD-Kreisen. Bei den „Sügida“-Aufmärschen, die seit Jan­u­ar 2015 in Suhl durchge­führt wur­den, waren mehrfach Mit­glieder der AfD beteiligt. Die Aufmärsche wur­den maßge­blich durch die in Südthürin­gen aktiv­en Neon­azis Tom­my Frenck, Yvonne Wieland und Patrick Schröder organ­isiert.

Bezüglich Heiko Bernady und Höcke und gab es schein­bar auch hier ein Tre­f­fen, im Bezug zu Sügi­da. Dies wird vom früheren thüringis­chen AfD-Chefs Matthias Wohlfahrt ange­führt.

Wohlfahrt berichtet in ein­er dem Parteiauss­chlus­santrag beige­fügten Erk­lärung unter anderem über ein “geheimes Tre­f­fen” des früheren Südthüringer AfD-Kreis­chefs Heiko Bernardy mit Höcke.

Quelle Thuerin­gen Recht­saußen: Ein promi­nentes AfD-Mit­glied, Heiko Bernady, trat sog­ar als Red­ner auf. Er war Vor­sitzen­der des AfD-Kreisver­ban­des Südthürin­gen und Mitar­beit­er der AfD-Abge­ord­neten Corin­na Herold, die sich nach dem öffentlichen Druck von ihm tren­nte. Bernady trat eben­falls bei ein­er Sügi­da-Saalver­anstal­tung in der Immo­bilie des Neon­azis Tom­my Frenck in Kloster Veßra auf, die regelmäßig für Neon­azi-Konz­erte genutzt wird. Einige Thüringer AfD-Abge­ord­nete sind weit­er­hin mit Bernady befre­un­det. Auch Thomas Rudy scheinen die Aktiv­itäten von Bernardy egal zu sein, über ihre pri­vat­en Face­book-Pro­file sind bei­der weit­er­hin ver­bun­den. Bis zum Feb­ru­ar 2014 war auch David Köck­ert Mit­glied der AfD in Thürin­gen, in den Monat­en zuvor organ­isierte er ras­sis­tis­che Aufmärsche in Greiz. Nach dem er zeitweise das promi­nen­teste Gesicht der Thüringer NPD war, ist er inzwis­chen der Motor des neon­azis­tis­chen Net­zw­erkes „Thügi­da“.

2.1. Ursu­la Haver­beck-Wet­zel

Ursu­la Haver­beck-Wet­zel lebte nach eige­nen Angaben vier Jahre in Schwe­den, studierte danach Päd­a­gogik, Philoso­phie und Sprach­wis­senschaften, unter anderem zwei Jahre in Schot­t­land.
Bildquelle AntifaInfoblatt / Apabiz / Antifa Biele­feld West um 2006/2008

1970 heiratete sie Wern­er Georg Haver­beck, der von 1929 bis 1932 in der Reich­sleitung des Nation­al­sozial­is­tis­chen Deutschen Stu­den­ten­bun­des (NSD­StB) und von 1933 bis 1934 in der Reich­sleitung der NSDAP mit­gear­beit­et hat­te.

Welt­bund zum Schutz des Lebens

Ursu­la Haver­beck war von 1983 bis 1989 Präsi­dentin des Welt­bun­des zum Schutz des Lebens, Sek­tion Deutsch­land, und offen­barte in diesem Amt ihre ablehnende Hal­tung gegenüber dem west­lichen Sys­tem in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land.

Der Welt­bund zum Schutze des Lebens BRD e.V. (WSL‑D) ist bis 1985 die BRD-Sek­tion des Welt­bun­des zum Schutze des Lebens Inter­na­tion­al (WSL‑I). Seit­dem ist diese ein eigen­ständi­ger Ver­band, der zwar in Lan­desver­bände unter­gliedert ist, jedoch zen­tral von Vlotho aus geleit­et wird. Bis 1974 arbeit­et die Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung als Arbeit­skreis Human­genetik (Jür­gen Rieger!, Dr. Sieg­ward Knof (Zweit­er Vor­sitzen­der), Dr. Wielant Hopfn­er ) im WSL‑D mit. Wichtige Mit­glieder sind Bal­dur Spring­mann und Dieter Vollmer.

1958 grün­det Gün­ther Schwab den in Öster­re­ich ansäs­si­gen WSL‑I. 1960 fol­gt die Grün­dung des WSL‑D durch den Euthanasiearzt Wal­ter Gmelin.

In den 70er Jahren ste­ht der WSL‑D im Zen­trum der entste­hen­den Ökolo­giebe­we­gung. Im (ide­ol­o­gis­chen) Umfeld des WSL‑D und räum­lich im Col­legium Humanum (CH) find­en die Vor­feldge­spräche zur Grün­dung sowohl der Grü­nen als auch der Unab­hängi­gen Ökolo­gen Deutsch­lands statt. 1980 veröf­fentlicht der WSL‑D in sein­er Pub­lika­tion Lebenss­chutz­in­for­ma­tio­nen das Mem­o­ran­dum Gas­tar­beit­er als Ökol­o­gis­ches Prob­lem, welch­es später auch in Nation und Europa abge­druckt wird.

Die Unter­schrift des WSL‑D find­et sich auch unter dem Krefelder Appell. 1981–1982 kommt es durch die offen anti­semi­tis­chen und recht­sex­trem­istis­chen Aktiv­itäten des dama­li­gen Präsi­den­ten Cohrs zu ein­er innerver­ban­dlichen Krise, infolge der­er viele Per­so­n­en und ganze Lan­desver­bände aus­treten.

Dadurch kommt es zu ein­er Stärkung der recht­sex­tremen Gesamt­ten­denz. 1985 wird der WSL‑D vom WSL‑I aus­geschlossen und arbeit­et seit­dem eigen­ständig. Bis heute ist der WSL‑D im ökol­o­gis­chen Bere­ich aktiv und ver­sucht die dor­ti­gen recht­en Entwick­lun­gen zu begleit­en und zu fördern.

Seit 1969 erscheinen als Organ des WSL‑D die Lebenss­chutz­in­for­ma­tio­nen – Stimme des Gewis­sens ( L S I ) mit ein­er monatlichen Auflage von mehreren tausend Exem­plaren.

Die LSI wird vom WSL‑D und CH gemein­sam her­aus­gegeben. Haup­tau­toren sind Ursu­la Haver­beck-Wet­zel, Ernst Otto Cohrs und Wern­er Georg Haver­beck.

Neben Beiträ­gen zu Umweltschutz, AKW-Tech­nik und Gen­tech­nik find­en sich in der Zeitung auch »geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che« Artikel zur Bom­bardierung Dres­dens, wie z.B. Plä­doy­ers für einen neuen Patri­o­tismus mit einem Artikel von Alfred Mechter­sheimer.

Der WSL‑D ist mit dem Col­legium Humanum ver­flocht­en: Das CH stellt seine Räum­lichkeit­en für Sem­i­nare und Tre­f­fen zur Ver­fü­gung, die neben dem WSL‑D auch von anderen Grup­pen genutzt wer­den. Zu nen­nen sind der Bund Heimat­treuer Jugend, der Bund der Goden, das Komi­tee zur Vor­bere­itung der Feier­lichkeit­en zum 100. Geburt­stag Adolf Hitlers, der Witikobund und der Vere­in Gedächt­nis­stätte. Enge Verbindun­gen bestanden zur Freisozialen Union. Durch Haver­beck bestanden Kon­tak­te zur Gus­tav Heine­mann Ini­tia­tive und zum Deutschen Rat für Umweltschutz.

Vere­in Col­legium Humanum

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1999 über­nahm sie zahlre­iche sein­er Funk­tio­nen, so auch den Vor­sitz des mit ihm 1963 als „Heimvolk­shochschule für Umwelt und Lebenss­chutz“ gegrün­de­ten und seit Mai 2008 ver­bote­nen Col­legium Humanum in Vlotho. Die „Heimvolk­shochschule“ wurde ein für viere­in­halb Jahrzehnte viel besuchter Tagung­sort.

Bun­desin­nen­min­is­ter Wolf­gang Schäu­ble hat das CH am 7. Mai 2008 ver­boten. Das Ver­bot bet­rifft den Vere­in „Col­legium Humanum“ ein­schließlich sein­er Teilor­gan­i­sa­tion „Bauern­hil­fe e.V.“ sowie den „Vere­in zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­caust Ver­fol­gten“.

Quelle Bell­tow­er News: Das Ver­bot erfol­gt gemäß § 3 des Vere­ins­ge­set­zes. Bei­de Vere­ine richt­en sich gegen die ver­fas­sungsmäßige Ord­nung der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land und ver­stoßen durch ihre fort­ge­set­zte Leug­nung des Holo­caust gegen gel­tendes Recht“, so die Begrün­dung des Min­is­teri­ums.

Das Haus „Col­legium Humanum“ in hat­te rund 50 Bet­ten und Räume für etwa 150 Per­so­n­en. Die Vor­sitzende Ursu­la Haver­beck-Wet­zel ist eine verurteilte Holo­caustleugner­in und zugle­ich stel­lvertre­tende Lei­t­erin des „Vere­ins zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­caust Ver­fol­gten“ (VRBHV). Sowohl der VRBHV als auch die recht­sex­treme Reichs­bürg­er­be­we­gung und neon­azis­tis­che Kam­er­ad­schaften nutzten das CH regelmäßig als Tagungsstätte. Auch Auftritte recht­sex­tremer Bands fan­den dort statt. Mehrfach wurde der Recht­sex­trem­ist Horst Mahler für Vorträge ein­ge­laden.

Die vom CH her­aus­gegebene Zeitschrift Stimme des Gewis­sens mit rund 3000 Exem­plaren enthält laut Ver­fas­sungss­chutz zahlre­iche revi­sion­is­tis­che Auf­sätze. 2003 wur­den zwei Aus­gaben wegen Holo­caustleug­nung beschlagnahmt.

Vere­in zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­caust Ver­fol­gten (VRBHV)

Bere­its vor der Wende 1989 pflegte sie Verbindun­gen zu poli­tisch recht­en Grup­pierun­gen wie der NPD mit dem Ziel ein­er großen nationalen Samm­lungs­be­we­gung in Deutsch­land. Diese Aus­rich­tung ver­stärk­te sich in den Fol­ge­jahren. So wurde sie als stel­lvertre­tende Lei­t­erin in dem Vere­in zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­caust Ver­fol­gten (VRBHV) aktiv, der am 9. Novem­ber 2003, dem Jahrestag der Reich­s­pogrom­nacht, in Vlotho gegrün­det wurde. Vor­sitzen­der ist der Schweiz­er Holo­caustleugn­er Bern­hard Schaub. Daneben haben fast alle bekan­nten Leugn­er des Holo­caust, darunter Ernst Zün­del (Kana­da), Robert Fau­ris­son (Neon­azi aus Frankre­ich), Ger­mar Rudolf, Jür­gen Graf, der öster­re­ichis­che Neon­azi Gerd Hon­sik, Wil­helm Stäglich, Fredrick Toben (Aus­tralien), Andres Stud­er, Hans-Diet­rich Sander, der Recht­ster­ror­ist Man­fred Roed­er, Frank Ren­nicke und Anneliese Remer an der Grün­dung mit­gewirkt.
Gedächt­nis­stätte e. V.

1992 grün­dete Haver­beck den recht­sex­tremen Gedächt­nis­stätte e. V. in Seeve­tal. 2014 eröffnete der Vere­in eine „Gedächt­nis­stätte für die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkriegs“ in Guth­mannshausen. Der Vere­in wird vom Ver­fas­sungss­chutz Nieder­sach­sen beobachtet.

Der Ver­fas­sungss­chutz Nieder­sach­sen schreibt 2011 (Link)

Ein weit­eres Beispiel für revi­sion­is­tis­che Organ­i­sa­tio­nen ist der 1992 gegrün­dete Vere­in Gedächt­nis­stätte e. V. Vor­sitzende war zunächst die Recht­sex­trem­istin Ursu­la HAVERBECKWETZEL, 2003 fol­gte Wol­fram SCHIEDEWITZ aus Seeve­tal (Land­kreis Har­burg). Gemäß Satzung will der Vere­in eine würdi­ge Gedächt­nis­stätte für die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkrieges durch Bomben, Ver­schlep­pung, Vertrei­bung und in Gefan­genen­lagern erricht­en. Der Vere­in arbeit­et eng mit ver­schiede­nen recht­sex­trem­istis­chen Ver­bän­den und Vere­inen ähn­lich­er Zielset­zung, u. a. der Schle­sis­chen Jugend, zusam­men.
[…]
Von 2007 bis 2009 unter­hielt der Vere­in Räum­lichkeit­en im säch­sis­chen Bor­na, die er ver­schiede­nen recht­sex­trem­istis­chen Grup­pierun­gen zur Ver­fü­gung stellte. Im Sep­tem­ber wurde bekan­nt, dass der Vere­in im thüringis­chen Guth­mannshausen Räum­lichkeit­en über ein Vere­ins­mit­glied erwor­ben hat. Als Ref­er­entin der ersten Ver­anstal­tung sprach die Holo­caustleugner­in HAVERBECK-WETZEL.“

Ursu­la Haverbeck/ Vere­in Gedächt­nis­stätte e.V und die AfD

In welchem Umfang Ursu­la Haver­beck direkt Kon­tak­te in die oder im Umfeld der AfD hat, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Promi­nente AfD-Funk­tionäre (wenn man von Doris von Sayn-Wittgen­stein mal absieht), wer­den es ver­mei­den, die Gedächt­nis­stätte in Guth­mannshausen als Red­ner zu besuchen. Auf­schlußre­ich dürfte allerd­ings eine Rede von Björn Höcke auf ein­er Kundge­bung sein, in der er Ursu­la Haver­beck vertei­digte:

Bei ein­er Kundge­bung empört sich der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke über die Gefäng­nis­strafe der Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck. Es spricht von “Mei­n­ungs­de­likt”. Höcke ver­harm­lost also das Leug­nen der Massen­ver­nich­tung der Juden im Drit­ten Reich als „Mei­n­ungs­de­likt“. Das Deutsche Strafrecht ken­nt natür­lich keine “Mei­n­ungs­de­lik­te”, son­dern “Äußerungs­de­lik­te”, die gegen die Men­schen­würde oder die frei­heitlich demokratis­che Grun­dord­nung gerichtet sind. Auch hier gilt wieder: Ras­sis­mus ist keine Mei­n­ung, son­dern ein Ver­brechen.

Björn Höcke provoziert gerne. Der Thüringer AfD-Frak­tionsvor­sitzende gehört in der Partei zum völkisch-nationalen Flügel und weiß, wie man auf der Klaviatur des Nation­al­is­mus spielt, ohne mit dem Gesetz in Kon­flikt zu ger­at­en.

Quelle Panora­ma: Am 28.10.2016 hat Höcke auf ein­er Kundge­bung in Gera die Holo­caust-Leugner­in vertei­digt, die wegen eines “Mei­n­ungs­de­lik­tes” für mehrere Jahre ins Gefäng­nis gehe, während Verge­waltiger mit dem “richti­gen” Hin­ter­grund auf Bewährung frei kämen.

Bei dieser Kundge­bung in Gera beklagte sich Höcke, dass eine fast 90-jährige (die heute 91 Jährige war zu diesem Zeit­punkt 88 Jahre alt) Senior­in von einem Gericht zu elf Monat­en Gefäng­nis ohne Bewährung verurteilt wor­den ist.

Sie habe öffentlich einen „his­torischen Sachver­halt“ geleugnet. Was Höcke in sein­er Rede ver­harm­losend als „soge­nan­nte Mei­n­ungs­de­lik­te“ beze­ich­nete, ist die Leug­nung des Holo­causts. Die Frau, die er vertei­digt, ist die notorische Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck. Die Frau ist inzwis­chen acht Mal wegen Volksver­het­zung verurteilt wor­den.

Im Umfeld der AfD agiert die Volk­sliedertafel Dres­den, die direk­ten Kon­takt nach Guth­mannshausen vor­weisen kann, besagte Volk­sliedertafel, trat auch bei Ver­anstal­tun­gen der Jun­gen Alter­na­tive auf, und im Vor­pro­gramm der Dres­d­ner Rede im Ball­haus Watzke von Höcke in 2018.

Quelle Fuch­sen­rot: Allerd­ings tritt die Gruppe nicht nur bei Pegi­da auf. 2016 wurde auf der Son­nen­wend­feier des Chem­nitzer Vere­ins „Heimat­treue Ein­siedel e.V.“ musiziert, 2017 als Rah­men­pro­gramm zu Björn Höck­es bekan­nter Dres­d­ner Rede im Ball­haus Watzke und 2018 bei Ver­anstal­tun­gen von „Zukun­ft Heimat“ in Cot­tbus und Sagritz. Auch für interne Ver­anstal­tun­gen der Jun­gen Alter­na­tive Sach­sen (August 2018) sowie des Dres­d­ner AfD-Ver­bands (Dezem­ber 2017) lassen sich Auftritte nach­weisen.

Der im nord­vogtländis­chen Reichen­bach gegrün­dete Fre­un­deskreis hat zum Ziel, den ehe­ma­li­gen NPD-Bun­desvor­sitzen­den Udo Voigt wieder an die Spitze der recht­sex­tremen Szene zu brin­gen. Laut dem säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutz haben die Mit­glieder des Fre­un­deskreis­es eine Verbindung zur Kam­er­ad­schaft „Rev­o­lu­tionäre Nationale Jugend“. (Quelle End­sta­tion Rechts)

Quelle Fuch­sen­rot: Im Jahr zuvor – am 9. Dezem­ber 2017 – gab die Volk­sliedertafel Dres­den gemein­sam mit dem Nazi-Lie­der­ma­ch­er Frank Ren­nicke das Rah­men­pro­gramm ein­er Lesung des NPD-Europaab­ge­ord­neten Udo Voigt in Guth­mannshausen. An einem anschließen­den Gedenkritu­al mit Fack­eln und Fah­nen nahm min­destens ein Volk­sliedertafel-Musik­er teil.

2.2. Wol­fram Schiede­witz

Der Land­schaft­sar­chitekt Wol­fram Schiede­witz mit Büros in Seeve­tal-Ramel­sloh und Schw­erin ist Vor­sitzen­der vom Vere­in “Gedächt­nis­stätte“, der vom Ver­fas­sungss­chutz als recht­sex­trem­istisch eingestuft und seit Jahren beobachtet wird.

Der Vere­in resi­diert auf dem ehe­ma­li­gen Rit­tergut Gut­mannshausen (Thürin­gen). Auf ein­er ersten Ver­anstal­tung vom Vere­in sprach dort die verurteilte Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck.

Die Tele­fon- und Fax-Num­mer des recht­sex­trem­istis­chen Vere­ins “Gedächt­nis­stätte” sind iden­tisch mit den Büroan­schlüssen vom Land­schaft­sar­chitek­ten Schiede­witz in Seevetal-Ramelsloh.(Stand 2012 Druck­sache 16/4649)

Quelle Drucksache16/4649: Wol­fram Schiede­witz, der Vere­in „Gedächt­nis­stätte“ und seine Aktiv­itäten im Land Nieder­sach­sen Wol­fram Schiede­witz ist Vor­sitzen­der des Vere­ins „Gedächt­nis­stätte“, der von den Sicher­heits­be­hör­den als recht­sex­trem­istisch eingestuft und seit Jahren beobachtet wird. Schiede­witz und sein Vere­in gehören einem bun­desweit­en Net­zw­erk von Holo­caustleugn­ern und Geschicht­sre­vi­sion­is­ten an. In ein­er Antwort auf eine Anfrage mit dem Titel „Geschäfts­beziehun­gen des Land­schaft­sar­chitek­ten Wol­fram Schiede­witz mit dem Land Nieder­sach­sen“ räumte die Lan­desregierung ein, dass das Land Nieder­sach­sen mit Schiede­witz in den 1980er- und 1990er-Jahren Geschäfts­beziehun­gen pflegte.

Schiede­witz gehört nach Angaben der Sprecherin des nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes zu einem bun­desweit­en Net­zw­erk aus Holo­caust-Leugn­ern und Geschicht­sre­vi­sion­is­ten. Der Land­schaft­sar­chitekt gibt auf sein­er Inter­net­seite unter Ref­eren­zen eine Vielzahl von öffentlichen Auf­tragge­bern an, darunter auch die Gemeinde Rosen­garten (Stand 2012 Druck­sache 16/4649).

Quelle Druck­sache 16/4477: Der Land­schaft­sar­chitekt Schiede­witz ist Ende der 1980er- bis in die 1990er-Jahre mehrmals von den früheren Staat­shochbauämtern, die später im Staatlichen Bau­man­age­ment Lüneb­urg­er Hei­de aufge­gan­gen sind, beauf­tragt wor­den. Bei den ermit­tel­ten Aufträ­gen des Büros han­delt es sich über­wiegend um Leis­tun­gen in Liegen­schaften, die bere­its vor län­ger­er Zeit abgegeben wur­den und vom Staatlichen Bau­man­age­ment nicht mehr betreut werden.Die Ver­trag­sun­ter­la­gen liegen nicht mehr vor, da die Auf­be­wahrungs-fris­ten für die Verträge bere­its abge­laufen sind. Den Erin­nerun­gen älter­er bzw. ehe­ma­liger Mitar­beit­er des Staatlichen Bau­man­age­ment zufolge hat das Büro fol­gende Aufträge bear­beit­et. Da es sich um Gedächt­nisangaben han­delt, kann für die Voll­ständigkeit der Aufzäh­lung keine Gewähr über­nom­men wer­den

Desweit­eren tauchte Schiede­witz im Umfeld der Ham­burg Har­burg­er Gelb­west­en auf. Die Linke stellte

Quelle Antrag der Linke Ham­burg: Seit Ende 2018 wurde eine von der soge­nan­nten Gruppe „Gelb-West­en Sek­tion Ham­burg“ organ­isierte Kundge­bung regelmäßig sonnabends um 14 Uhr auf dem Har­burg­er Rathaus­platz abge­hal­ten. Maßge­blich beteiligt an dieser Gruppe ist nach Aus­sage der Gruppe „Har­burg­er Bünd­nis Einig gegen Rechts“ auf ihrer Face­book-Seite der als recht­sradikal bekan­nte Klaus-Wol­fram Schiede­witz, der Vor­sitzen­der des recht­sex­tremen Vere­ins „Gedächt­nis­stätte e. v.“ im thüringis­chen Guth­mannshausen ist. Schiede­witz gehört laut Aus­sage der Ver­fas­sungss­chutz-Sprecherin Maren Bran­den­burg­er in einem Artikel der „Mor­gen­post“ von 2012 zu einem „Net­zw­erk von Holo­caustleugn­ern und Geschicht­sre­vi­sion­is­ten, die das nation­al­sozial­is­tis­che Deutsch­land von Schuld rein­waschen“ wollen. Die Gruppe um Schiede­witz hängt sich an die Protes­tak­tio­nen der franzö­sis­chen „Gelb­west­en“ an, um in Har­burg öffentlich recht­sradikale Parolen zu ver­bre­it­en, In ihrem Flug­blatt fordern sie u. a. die „Abschaf­fung des Volksver­het­zungspara­graphen“, ein „Europa der Vater­län­der“ und die „Beendi­gung der Beset­zung unseres Lan­des“, was die Gruppe auch in die Nähe der soge­nan­nten „Reichs­bürg­er“ rückt. Zwar haben sich die „Gelb­west­en“ nach antifaschis­tis­chen Protesten am 9. Feb­ru­ar momen­tan vom Har­burg­er Rathaus­platz zurück­ge­zo­gen, sie sind aber nach wie vor aktiv, so trat­en sie mit­tler­weile auch vor dem Kaufhaus „Sat­urn“ in der Ham­burg­er Innen­stadt in Erschei­n­ung. Es ist deshalb wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder öffentlich im Bezirk Har­burg auftreten.

2.3. Paul Latussek

Paul Latussek war von 1992 bis 2001 Vizepräsi­dent des Bun­des der Ver­triebe­nen (BdV) und 1990 bis 2001 dessen Lan­desvor­sitzen­der in Thürin­gen. Er war bis 2001 auch Lan­desvor­sitzen­der der Lands­man­nschaft Schle­sien. Außer­dem war er 1990 Abge­ord­neter der Volk­skam­mer der DDR sowie Lan­desvor­sitzen­der der Deutschen Sozialen Union (DSU) und wollte als AfD.Mitglied 2013 den AfD-Kreisver­band Ilm ohne Man­dat der AfD grün­den. Latussek ist ein verurteil­ter Volksver­het­zer. Und er ist aktuell Schatzmeis­ter des Vere­ins Gedächt­nis­stätte e.V., der in Guth­mannshausen die Gedächt­nis­stätte betreibt.

Latussek pub­lizierte in zahlre­ichen recht­skon­ser­v­a­tiv­en oder recht­sex­tremen Zeitschriften wie Nation und Europa, Deutsche Wochen­zeitung und Junge Frei­heit. 1995 erschien ein Beitrag Latusseks in einem Buch des Hohen­rain-Ver­lags, ein­er Tochter des als recht­sex­trem eingestuften Grabert-Ver­lags. Bei ein­er Ver­anstal­tung der recht­sex­tremen Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP) trat er 1997 als Ref­er­ent auf. 1998 soll Latussek die Finanzierung ein­er Wer­betafel im Ilm-TV, einem regionalen Fernsehsender, über­nom­men haben, mit der zur Teil­nahme an ein­er Demon­stra­tion der NPD und mil­i­tan­ter Freier Kam­er­ad­schaften am 1. Mai in Leipzig aufgerufen wurde.

Für das Per­son­al der neu gegrün­de­ten Alter­na­tive für Deutsch­land (AfD) wäre das gewiss noch eine milde Beze­ich­nung. In Thürin­gen beispiel­sweise taucht mit dem 77-jähri­gen Paul Latussek ein Mann bei dieser Partei auf, der seit den neun­ziger Jahren eine ziem­lich bräun­liche Spur hin­ter­ließ. In Ilme­nau ini­ti­ierte er jet­zt die Grün­dung eines Ilmkreis-Ver­ban­des der AfD.

Im Thüringer Land­tag verteilte Latussek am 16. Mai 2000 ein Flug­blatt mit dem Titel „Was jed­er Deutsche wis­sen sollte“.

Hier­bei beklagte er unter anderem eine „willkür­liche Ver­schiebung der deutschen Ost­gren­ze an die Oder und Neiße“, weil dies einen „Gebi­etsver­lust des Gebi­etes des Deutschen Reich­es“ bedeutet habe.

Außer­dem warf er Polen und Tschechien eine „Mis­shand­lung von Kindern und Jugendlichen bei der Zwangspolonisierung und Zwangstschechisierung“ vor und schrieb vom „Völk­er­mord an den ost­deutschen Stäm­men“.

Von dem Flug­blatt, das nach dem Empfind­en der aller­meis­ten Abge­ord­neten einen „deutschtümel­nden und geschichtsver­fälschen­den“ Inhalt hat­te, wollte sich Latussek nicht dis­tanzieren. Der zunehmende öffentliche Druck führte unter anderem dazu, dass er am 7. Novem­ber 2001 als Red­ner beim „Tag der Heimat“ des BdV in Düren wieder aus­ge­laden wurde.

Für Ende Mai 2004 wurde Latussek, der sich trotz Nichtwieder­wahl weit­er­hin als Lan­desvor­sitzen­der der Lands­man­nschaft Schle­sien beze­ich­nete, als Ref­er­ent beim „2. Frei­heitlichen Kon­greß“ des „Deutsche Stimme-Ver­lags“ der NPD angekündigt. Er ist außer­dem Unterze­ich­n­er eines Aufrufes des „Insti­tuts für Staat­spoli­tik“ unter dem Titel „8. Mai 1945 – Gegen das Vergessen – 8. Mai 2005“.
Verurteilung wegen Volksver­het­zung

Zu einem weit­eren Eklat kam es nach sein­er Rede auf ein­er nicht öffentlichen Ver­band­sta­gung des Thüringer BdV in Arn­stadt am 9. Novem­ber 2001, dem Jahrestag der Novem­ber­pogrome 1938. Im Zusam­men­hang mit der Opfer­zahl im Konzen­tra­tionslager Auschwitz-Birke­nau sprach Latussek dabei von Lügen und ver­harm­loste damit die Tötung von Juden in Auschwitz.

Anders als in der schriftlichen Ver­sion seines Rechen­schafts­bericht­es, die auch in mehreren Pressemap­pen veröf­fentlicht wurde, führte Latussek in sein­er mündlichen Rede vor den Delegierten und einem Pres­sev­ertreter der Thüringer All­ge­meinen, der dies in einem kri­tis­chen Artikel veröf­fentlichte, aus:

Noch ver­hin­dern die Wolken ein­er bewusst betriebe­nen ein­seit­i­gen Kollek­tivschuldzuweisung gegenüber unserem Volke den klaren Blick zur Beurteilung der Ver­brechen in der jün­geren europäis­chen Geschichte und über die Kriegss­chuld in den Kriegen des ver­gan­genen Jahrhun­derts. Dies wird sich bald verän­dern, da die Lügen über Katyn, Jed­wab­ne und die Aus­sagen über die Opfer in Auschwitz und anderes nicht mehr länger zu hal­ten sind. In Auschwitz gab es offen­sichtlich keine 6 Mil­lio­nen Opfer, son­dern, wie ich in Polen erfahren habe, sind 930.000 nachgewiesen. Dabei geht es nicht um die Rel­a­tivierung des Ver­brechens, son­dern um die geschichtliche Wahrheit. Sie ken­nen meine Ein­stel­lung, dass jedes Opfer eines Ver­brechens zu viel ist.“

Am 12. Novem­ber nahm die Staat­san­waltschaft Ermit­tlun­gen gegen Latussek wegen Ver­harm­lo­sung von NS-Ver­brechen auf. Ein Sprech­er der Staat­san­waltschaft begrün­dete die Ein­leitung des Ver­fahrens mit dem Ver­dacht auf Volksver­het­zung und ver­wies darauf, dass für das Leug­nen, Bil­li­gen oder Ver­harm­losen von Völk­er­mord des Nazi-Regimes das Strafrecht Geld­strafen oder bis zu fünf Jahre Haft vorse­he.

Am 19. Novem­ber musste Latussek seinen Rück­tritt aus dem Ver­triebe­nen­beirat beim Bun­desin­nen­min­is­teri­um erk­lären. Zehn Tage später entsch­ied eine außeror­dentliche Bun­desver­samm­lung des Bund der Ver­triebe­nen in Berlin, ihn ab sofort auch seines Amtes als Vizepräsi­dent zu entheben. Die BdV-Präsi­dentin Eri­ka Stein­bach warf Latussek ver­bandss­chädi­gen­des Ver­hal­ten vor: „Sie haben mit Ihren Aus­sagen und den nach­fol­gen­den Erk­lärun­gen dem Bund der Ver­triebe­nen und seinen Mit­gliedsver­bän­den erhe­blichen Schaden zuge­fügt, und das nicht zum ersten Mal“. Mit zunehmen­dem öffentlichen Druck ließ Latussek seit dem 8. Dezem­ber sein Amt als Thüringer Lan­deschef des BdV zunächst ruhen, ohne jedoch offiziell zurück­zutreten. Erst nach­dem am 11. Dezem­ber die Gelder für den BdV einge­froren wor­den waren, trat er auch als Lan­desvor­sitzer zurück.

Das Landgericht Erfurt sprach Latussek im April 2004 vom Vor­wurf der Volksver­het­zung frei, weil es bei der Verteilung der Presseerk­lärung an zwei Pres­sev­ertreter nicht um ein „Ver­bre­it­en“ im rechtlichen Sinne han­deln würde. Die Staat­san­waltschaft ging daraufhin in Revi­sion. Der Freis­pruch wurde im Dezem­ber 2004 vom Bun­des­gericht­shof im Dezem­ber wieder aufgehoben.Am 3. Juni 2005 wurde Latussek vom Landgericht Erfurt wegen Volksver­het­zung zu ein­er Geld­strafe von 3.600 Euro verurteilt.

Mit 24. Jan­u­ar 2006 wurde die Verurteilung wegen Volksver­het­zung (Ver­harm­lo­sung der Ermor­dung der Juden in Auschwitz) vom Bun­des­gericht­shof bestätigt, wie das Erfurter Landgericht mit­teilte.
2.4. Rigolf Hen­nig

Rigolf Hen­nig ist ein deutsch­er Medi­zin­er, recht­sex­tremer Pub­lizist, Holo­caustleugn­er, Poli­tik­er der NPD (zuvor der CSU, Die Repub­likan­er, Deutschen Liga für Volk und Heimat) sowie führende Per­son des europaweit­en Holo­caustleugn­er-Zusam­men­schlusses Europäis­che Aktion.

Seine poli­tis­che Tätigkeit begann Hen­nig in den 1980er Jahren als Vor­standsmit­glied des wehrpoli­tis­chen Arbeit­skreis­es der CSU. Nach seinem Umzug nach Eschwege [gehört zum Land­kreis Wer­ra-Meiss­ner, in dem Höcke 2006 als Lehrer in Bad Sood­en-Allen­dorf anf­ing] und Ver­den, trat er zunächst poli­tisch nicht in Erschei­n­ung. 1989 und 1990 war er Kreisvor­sitzen­der der Partei Die Repub­likan­er in Ver­den und Presseref­er­ent des Lan­desvor­standes Nieder­sach­sen. 1990 trat er als Kan­di­dat für die Land­tagswahl in Nieder­sach­sen und in Sach­sen-Anhalt zur Bun­destagswahl an.

1991 ver­ließ er die Repub­likan­er und wurde in der recht­sex­tremen Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) aktiv. Zunächst unter­stützte er Nor­bert Mar­graf aus Han­nover beim Auf­bau des Lan­desver­ban­des Nieder­sach­sen Deutsche Allianz – Vere­inigte Rechte, ein­er Vor­läufer­or­gan­i­sa­tion der DLVH.

Quelle Apabiz: Die Grün­der der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) waren meist ent­täuschte Mit­glieder der Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands (NPD) und der Repub­likan­er (REP), die aus der partei­in­ter­nen Oppo­si­tion um Har­ald Neubauer kamen. 1990 geben sie die Deutsche Rund­schau her­aus und rufen zur Grün­dung ein­er neuen Samm­lungs­be­we­gung auf. Anfang 1991 kon­sti­tu­iert sich die Deutsche Allianz – Vere­inigte Rechte (DA-VR) in München, Sprech­er wer­den Jür­gen Schützinger, Har­ald Neubauer und Johannes Pauli. Nach ein­er Klage der Allianz-Ver­sicherung nen­nt sie sich DLVH. Am 3. Okto­ber 1991 find­et der offizielle Grün­dungsparteitag statt, Schützinger, Neubauer und Rudolf Kendzia wer­den zu Vor­sitzen­den gewählt. In der Fol­gezeit wird die Parteistruk­tur im gesamten Bun­des­ge­bi­et aus­ge­baut. Die regionalen Schw­er­punk­te liegen in Baden-Würt­tem­berg und Köln. Als Vor­fel­dor­gan­i­sa­tion grün­den Franz Glasauer und Peter Dehoust den Fördervere­in Vere­inigte Rechte, der sich für eine über­greifende Zusam­me­nar­beit ein­set­zt und Schu­lungsar­beit betreibt. Im Früh­jahr 1996 beschließt der Bun­desvor­stand, auf dem näch­sten Bun­desparteitag die DLVH in einen einge­tra­ge­nen Vere­in umzuwan­deln und somit nicht mehr als Partei zu Wahlen anzutreten.

Am 3. Okto­ber 1991 grün­dete Hen­nig die DLVH in Villin­gen-Schwen­nin­gen mit und wurde als Beisitzer in den Bun­desvor­stand gewählt. Zudem bek­lei­dete er ab 1992 den Posten des zweit­en Vor­sitzen­den des Lan­des Nieder­sach­sen der DLVH. Deren Parteior­gan war die Deutsche Rund­schau (DR), bei der er seit der Grün­dung auch als Redak­tion­s­mit­glied fungierte. Nach Aus­sage der Antifaschis­tis­chen Nachricht­en unter­stützte Hen­nig seit 1993 den mil­i­tan­ten Neon­azi und früheren FAP-Vor­sitzen­den Nieder­sach­sens Thorsten Heise beim Auf­bau von Anti-Antifa-Struk­turen für Nieder­sach­sen.

Mitte der 1990er Jahre nahm Hen­nig an Tagun­gen der recht­sex­tremen Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP) teil und war zusam­men mit Diet­mar Munier für die Aktion Deutsches Königs­berg in der Region Kalin­ingrad (früheres nördlich­es Ost­preussen) aktiv. 1997 trat Hen­nig aus der DLVH aus und in den Witikobund ein.

Quelle Blick nach Rechts: Die Aktion Deutsches Königs­berg (ADK) ist ein laut schleswig-hol­steinis­chem Ver­fas­sungss­chutzamt „recht­sex­tremer“, revan­chis­tis­ch­er Vere­in, der 1991 von dem Ver­leger Diet­mar Munier gegrün­det wurde und die deutsche Wiederbe­siedelung des ehe­mals deutschen Ost­preußens fordert.Bekannt gewor­den ist die Organ­i­sa­tion durch die umstrit­te­nen Vorträge Man­fred Roed­ers an der Führungsakademie der Bun­deswehr in Ham­burg. Die Bun­deswehr hat­te die Liefer­ung von aus­ge­musterten Mil­itär­fahrzeu­gen für die ADK zugesagt.Der ver­stor­bene Hell­mut Diwald war Schirmherr der ADK und wird von ihr auch heute noch als solch­er genan­nt.

Rigolf Hen­nig ist Mit­glied der Burschen­schaft Rugia Greif­swald, der Pen­nalen Burschen­schaft Chat­tia Fried­berg zu Ham­burg, im Befreiungsauss­chuss Südtirol und in der Kam­er­ad­schaft der Südtirol­er Frei­heit­skämpfer.

Burschen­schaften und Burschen­schafter bleiben weit­er­hin im Fokus staatlich­er Sicher­heits­be­hör­den: In dem von Innense­n­a­tor Michael Neu­mann vorgestell­ten Ham­burg­er Ver­fas­sungss­chutzbericht 2012 lassen sich ein­deutige Verbindun­gen zur recht­en Szene wiederfinden.Im aktuellen Bericht beschäftigt sich des Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz ab Seite 166 unter Punkt Num­mer neun “Son­stige recht­sex­treme Organ­i­sa­tio­nen und Bestre­bun­gen” mit den Spuren rechter Verbindun­gen. Dort heißt es, der Ham­burg­er Ver­fas­sungss­chutz habe die Allianzen zwis­chen Burschen­schaften und recht­sex­tremer Szene “weit­er­hin aufmerk­sam im Blick”.

Bei den Kom­mu­nal­wahlen 2006 und 2011 zog er als NPD-Kan­di­dat in den Ver­den­er Stad­trat und den Kreistag des Land­kreis­es Ver­den ein. Anfang 2012 verzichtete er auf bei­de Man­date zugun­sten ein­er Ersatzper­son.

Bei der „Greif­swalder Burschen­schaft Rugia“ hiel­ten der par­la­men­tarische Geschäfts­führer der AfD-Frak­tion im Land­tag von Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Ralph Weber, und der Bun­destagsab­ge­ord­nete Enri­co Komn­ing Vorträge.[Komning ist seit 1991 Mit­glied. Nach Recherchen der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt es bei der Burschen­schaft erhe­bliche Über­schnei­dun­gen zur NPD und zur „Jun­gen Lands­man­nschaft Ostdeutschland“.Auch das ehe­ma­lige Führungsmit­glied der neon­azis­tis­chen „Europäis­chen Aktion“ Rigolf Hen­nig ist Ange­höriger der Burschen­schaft.
Thorsten Heise präsen­tiert den „wahren Ladig“: den Reichs­bürg­er Rigolf Hen­nig

Bis­lang hat­te Heise immer abgestrit­ten, dass Höcke der Nazi-Ver­her­rlich­er Ladig sei. 2016 erschien in „Volk in Bewe­gung“ sog­ar ein viert­er Text eines „Lan­dolf Ladig“.

Der passt allerd­ings stilis­tisch nicht zu den vor­ange­gan­genen drei Tex­ten, die 2011/2012 erschienen. Vielmehr scheint es sich um eine Finte zu han­deln. Denn eines der vie­len Indizien für die Iden­tität von Höcke mit Ladig bestand darin, dass just in dem Moment, in dem Höcke anf­ing, öffentlich Poli­tik zu machen, also mit dem Ein­tritt in die AfD 2013, von Lan­dolf Ladig nichts mehr zu hören war.

Mit dem Pub­lizieren dieses vierten Ladig-Artikels würde dann – voraus­ge­set­zt Höcke ist Ladig – eine Über­nahme dieses Avatars passieren und Heise hätte Höcke noch mehr in der Hand.

Für den heuti­gen Tag hat­te Thorsten Heise ver­sprochen, den „wahren Lan­dolf Ladig“ in einem Livestream auf der NPD Thürin­gen Face­book­seite vorzustellen.” Er wollte noch keine genauen Angaben machen, nur so viel sei sich­er: Höcke sei dies nicht.

Das heißt, Heise, der bis­lang zur Causa Ladig immer nur wortkarg behauptete, Höcke sei nicht Ladig, geht nun in die Offen­sive. Sollte Höcke Ladig sein, wovon nach der Indizien­lage aus­ge­gan­gen wer­den muss, wäre das für Höcke nicht unbe­d­ingt erfreulich, weil Höcke dadurch in eine immer größere Abhängigkeit zu Heise gerät.

Dies ist nicht nur hin­sichtlich ein­er möglichen Erpres­sung für Höcke prob­lema­tisch, son­dern auch dadurch, dass Heise sich ver­plap­pern kön­nte und immer mehr ver­strickt und dadurch unfrei­willig die Iden­tität von Höcke und Ladig offen­bart (immer voraus­ge­set­zt, sie sind iden­tisch). Tat­säch­lich hat Heise sich im ersten NPD-Livestream, in dem er sich zu Ladig äußerte, bere­its ver­plap­pert. In ein­er ger­adezu klas­sis­chen Freud­schen Fehlleis­tung brachte er Höcke und Ladig durcheinan­der.

Als der „wahre Ladig“ wurde von Thorsten Heise der „Reichs­bürg­er“ und NPDler Rigolf Hen­nig präsen­tiert. Rigolf Hen­nig klingt vom Namen etwas wie Lan­dolf Ladig, schreibt in der Volk in Bewe­gung und ist recht­sex­trem.

Das wären dann aber auch schon die Über­schnei­dun­gen mit den Tex­ten von Lan­dolf Ladig. Ladig schreibt über Post­wach­s­tum­sökonomie, Peak Oil, über The­men, die bei Hen­nig nicht vorkom­men, entsprechend schreibt Ladig nicht reichs­bürg­er­lich.

Es wer­den auch kein­er­lei Indizien aufgek­lärt. Warum basiert der erste Ladig-Text auf einen Leser­brief von Höcke? Warum han­delt der dritte Ladig-Text aus­gerech­net vom 300-See­len-Dorf von Höcke?

Warum find­en sich nach den Ladig-Tex­ten Über­nah­men aus den Tex­ten von Ladig bei Höcke und nicht beim ViB-Autoren Hen­nig?

Es müsste doch umgekehrt sein. Die Geschichte ist extrem faden­scheinig. Hen­nig ist über achtzig Jahre alt, wurde im April 2017 zu ein­er mehrmonati­gen Frei­heitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. „Jawohl, Deutsch­land ruft, ich bin jet­zt gefragt“ so kennze­ich­net Thorsten Heise seinen Kam­er­aden Rigolf Hen­ning. Dies­mal scheint Deutsch­land in Erschei­n­ung von Heise gerufen zu haben und Hen­nig hat “geant­wortet” und sich zur Ver­fü­gung gestellt.

(Text Über­nahme mit fre­undlich­er Genehmi­gung von Andreas Kem­per: https://andreaskemper.org/2017/06/10/erpresst-die-npd-die-afd/)

Andreas Edwin Kalb­itz und Rigolf Hen­ning beim HDJ Tre­f­fen 2007

Andreas Edwin Kalb­itz sagt gerne das er „nur mal so bei der HDJ“, reingeschaut hat, dass er aber auch hier mit einem recht­sex­tremen und Holo­caust Leugn­er wie Rigolf Hen­ning direk­ten Kon­takt hat­te (auch zu sehen im Video) , dürfte selb­st für einige Pres­sev­ertreter etwas neues sein. Auch wenn diese Infor­ma­tion schon vor 2,5 Jahren bekan­nt gewe­sen ist.

Quelle Blick nach Rechts: Tat­säch­lich wirk­te der dreifache Vater dann 2007 im Esched­er Lager­leben der „Heimat­treuen Deutschen Jugend“ keines­falls außen­ste­hend. Auf Fotos und Film­ma­te­r­i­al ist zu sehen, wie Andreas Kalb­itz zwis­chen den Zel­ten herum­läuft und mit der Ehe­frau des NPD-Bauern plaud­ert, der sein Anwe­sen seit Jahren für recht­sex­treme Ver­anstal­tung zur Ver­fü­gung stellt. Mal geht er lachend an einem Thüringer Neon­azi vorüber, dann eilt er zum Küchen­zelt, in dessen Nähe sich bekan­nte NPD-Aktivis­ten unter­hal­ten. Rigolf Hen­nig, verurteil­ter Holo­caust-Leugn­er, schlen­dert für eine Stip­pvis­ite über den Platz.

2.5. Red­ner auf Tagun­gen und Ver­anstal­tun­gen

Guth­mannshausen hat sich zum “Sam­mel­beck­en organ­isiert­er Holo­caust-Leugn­er” und Geschicht­sre­vi­sion­is­ten entwick­elt. Ungestört kön­nen hier europaweite Tre­f­fen und Sem­i­nare abge­hal­ten wer­den, auch Holo­caust-Leugn­er treten immer wieder auf. Wir wollen nur einige der Red­ner hier näher­brin­gen:
2.5.1. Pierre Krebs

Pierre Krebs ist ein franzö­sis­ch­er Recht­sex­trem­ist, der in Deutsch­land (nahe Kas­sel) lebt und als The­o­retik­er der Neuen Recht­en vor Götz Kubitschek gilt. Er grün­dete zusam­men mit dem Witiko­nen Wig­bert Grabert (Grabert-Ver­lag und GfP) 1980 die recht­sex­treme Denk­fab­rik das “Thule-Sem­i­nar“.

Das Bun­de­samt für Ver­fas­sungss­chutz beze­ich­net das Thule-Sem­i­nar als „recht­sex­trem­istis­che Ideen­schmiede in Hes­sen“. Das Thule-Sem­i­nar ver­ste­ht sich als „geistig-geschichtliche Ideen­schmiede für eine kün­ftige europäis­che Neuord­nung aller europäis­chen Völk­er unter beson­der­er Berück­sich­ti­gung ihres biokul­turellen und hei­d­nisch-religiösen Erbes“. Der Ver­fas­sungss­chutz wirft Krebs auf­grund dieser Selb­st­darstel­lung „die Unterord­nung des Poli­tis­chen unter das Rasseprinzip“ vor.” (Quelle)

Kalb­itz wurde lobend im Thu­lenetz erwäh­nt, einem Mail­box-Sys­tem, mit dem sich Recht­sex­trem­is­ten Mitte der 90er Jahre ver­ständigten. Bei einem “Grillfest nach buendis­ch­er Art”, schrieb dort jemand, habe er den “jun­gen Kam­er­aden” ken­nen­gel­ernt. Der sei “sportlich, intel­li­gent, gebildet und sehr engagiert”, gehöre sich­er nicht zu den “Weicheiern”.” (Quelle) “Laut Diet­wald Claus, der sich bere­its 1995 im recht­sex­tremen Thule-Netz über Kalb­itz’ Aktiv­itäten im HJ-Som­mer­camp äußerte, soll dieser „ein­er der härtesten“ gewe­sen sein.”

Pierre Krebs und das Thule-Sem­i­nar sind neben den recht­sex­trem­istis­chen Inhal­ten an das eso­ter­ische Neuhei­den­tum ori­en­tiert, ein­schließlich dem Sym­bol der Schwarzen Sonne (12 im Kreis ange­ord­nete Siegrunen). Nach­haltige Bedeu­tung hat­ten Krebs und Grabert nicht, ihr Ein­fluss auf die Neuen Recht­en war hin­sichtlich des Neuhei­den­tums begren­zt, nicht jedoch, was die The­o­rien des Ethno­plu­ral­is­mus (der mod­er­nen Form der alten Blut- und Boden-Ide­olo­gie) betraf. Pierre Krebs und Wig­bert Grabert macht­en Alain de Benoist in Deutsch­land erst bekan­nt. Die The­o­rien Benoists zum Ethno­plu­ral­is­mus wur­den von Vor­denkern wie Götz Kubitschek und den in seinem Antaois-Ver­lag angeschlosse­nen Autoren in der Sezes­sion aufge­grif­f­en und weit­er entwick­elt.

2.5.2. Udo Voigt

Voigt trat 1968 der NPD bei und war zunächst von 1970 bis 1972 im Kreisvor­stand Viersen (NRW) und von 1978 bis 1992 Kreisvor­sitzen­der in Freis­ing.

Seit 1982 Mit­glied des bay­erischen Lan­desver­ban­des der NPD, wurde er dort 1984 Mit­glied des Prä­sid­i­ums der Lan­despartei.

Von 1986 bis 1993 leit­ete er das „Nation­aldemokratis­che Bil­dungszen­trum“ in Iseo in Ober­i­tal­ien.

Eben­falls 1986 wurde er in den Bun­desparteivor­stand der NPD und 1992 zum Lan­desvor­sitzen­den der NPD in Bay­ern gewählt. Vier Jahre später kan­di­dierte Voigt erfol­gre­ich für den Posten des Bun­desvor­sitzen­den sein­er Partei. Beim NPD-Bun­desparteitag, der im März 1996 in Bad Dürkheim stat­tfand, kon­nte er sich knapp mit 88 zu 83 Stim­men als Nach­fol­ger des bish­eri­gen NPD-Bun­desvor­sitzen­den Gün­ter Deck­ert durch­set­zen.

Let­zter­er war bere­its im Herb­st 1995 abge­set­zt wor­den und ver­büßte zum Zeit­punkt der Wahl eine Gefäng­nis­strafe wegen Volksver­het­zung.

Nach­dem Deck­ert im Okto­ber 2000 seine Haft­strafe ver­büßt hat­te, ver­suchte er den an Voigt ver­lore­nen Parteivor­sitz wieder zurück­zuer­lan­gen. Bei einem unter Auss­chluss der Öffentlichkeit tagen­den Parteitag der NPD im März 2002 in Königslut­ter musste sich Deck­ert jedoch Voigt mit 42 zu 155 Stim­men geschla­gen geben.

Im Okto­ber 2004 wurde Voigt beim Bun­desparteitag der NPD im thüringis­chen Leine­felde mit über 87,8 Prozent der Stim­men (158 von 180) im Amt bestätigt.
Udo Voigt und Guth­mannshausen

Quelle Thürin­gen Recht­saußen: Am 23. Juli 2016 fand in der geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chen Gedenkstätte Guth­mannshausen im Land­kreis Söm­mer­da erneut ein Neon­azi-Tre­f­fen um den NPD-Europaab­ge­ord­neten Udo Voigt statt, wir hat­ten im Vor­feld darüber berichtet. Laut der Neon­azi-Gruppe „Wir lieben Sach­sen / Thügi­da“ nah­men daran u.a. „Mit­glieder der NPD, der Partei DIE RECHTE, der AfD (Patri­o­tis­cheP­lat­tform), der DSU und Bürg­erini­tia­tiv­en“ teil. Auch die Holo­caustleugner­in Ursu­la Haver­beck hielt eine Rede. Das Tre­f­fen der extremen Recht­en mit Beteili­gung aus mehreren europäis­chen Län­dern wurde als „Zeichen der Einigkeit, gegen den schon krankhaften Dis­tanzierungswahn“ beze­ich­net. Auf einem Foto im Zen­trum der Gedenkstätte posiert eine Frau im schwarzen Jack­et gemein­sam mit den NPD-Aktivis­ten Karl Richter und Udo Voigt. Bei der Frau han­delt es sich um Uta Nürn­berg­er, die für die AfD bei der Leipziger Stad­tratswahl 2014 kan­di­dierte und an der Ausar­beitung des AfD-Land­tagswahl­pro­gramms beteiligt war.

2.5.3. Horst Mahler

Mahler hat nicht nur direk­te Kon­tak­te zu Andreas Kalb­itz über die recht­sex­treme Burschen­schaft Danu­bia, son­dern auch Kon­tak­te nach Guth­mannshausen. Hier muss ein­deutig hin­ter­fragt wer­den, warum ein Andreas Edwin Kalb­itz 1999 und auch 2000 Refer­ate von Mahler für die recht­sex­treme Danu­bia abge­hal­ten hat.
Mahler bei der Danu­bia

Kalb­itz erhielt am 10. August 2008 eine E‑Mail von Horst Mahler. Dem Tagesspiegel liegt diese Email vor. Mahler hat nicht nur direk­te Kon­tak­te zu Kalb­itz son­dern auch zur GfP, natür­lich auch zu Ursu­la Haver­beck mit der er den Vere­in zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­causts Ver­fol­gten« führt.

Hin­ter dem Vere­in ste­ht etwa Ursu­la Haver­beck-Wet­zel, die gemein­sam mit dem Anwalt Horst Mahler einen »Vere­in zur Reha­bil­i­tierung der wegen Bestre­it­ens des Holo­causts Ver­fol­gten« führt.

Kalb­itz nahm an Ver­anstal­tung von Frank Ren­nicke und dem Holo­caustleugn­er Mahler teil, noch 2003 ist dies belegt.

In sein­er Zeit als Fallschir­mjäger bezog Kalb­itz Infor­ma­tio­nen der Jun­gen Lands­man­nschaft Ost­preußen (JLO), zu deren Ver­anstal­tung­spro­gramm in jenen Jahren etwa ein Abend mit dem recht­sex­trem­istis­chen Lie­der­ma­ch­er Frank Ren­nicke oder ein Vor­trag des Neon­azis Horst Mahler zählten. ZEIT ONLINE liegen E‑Mails aus dem Früh­jahr 2003 vor, die zeigen, dass Kalb­itz damals mit der JLO in Kon­takt stand und sich per E‑Mail über Szen­ev­er­anstal­tun­gen informieren ließ – etwa zu ein­er Kranznieder­legung zu Ehren der getöteten Deutschen beim Angriff auf Dres­den im Zweit­en Weltkrieg.

2.5.4. Niko­lai Ner­ling

Ner­ling grün­dete am 22. Sep­tem­ber 2017 den YouTube-Kanal Der Volk­slehrer, auf dem er Videos mit anti­semi­tis­chen und ver­schwörungside­ol­o­gis­chen Posi­tio­nen veröffentlichte.Neben eige­nen Beiträ­gen veröf­fentlichte er unter anderem auch Inter­views mit beken­nen­den Holo­caustleugn­ern wie beispiel­sweise Ursu­la Haver­beck und Ger­hard Ittner sowie Per­so­n­en der Reichs­bürg­er­be­we­gung.

Auch berichtete er über seine Teil­nahme an recht­sex­tremen Ver­anstal­tun­gen und Demon­stra­tio­nen, auf denen er mit eige­nen Flug­blät­tern und Plakat­en über eine ange­bliche „zion­is­tisch-jüdis­che Weltver­schwörung“ aufzuk­lären ver­suchte.

Der Kanal wurde im April 2019 von YouTube ges­per­rt, doch kurz darauf waren einige sein­er Videos auf einem neuen Kanal erreichbar.Vor der Sper­rung seines ersten Kanals hat­te Ner­ling über 60.000 Abon­nen­ten. Einzelne Videos wur­den über 100.000 Mal abgerufen.Nerling betreibt eine eigene Inter­net­seite sowie Kanäle auf dem Mes­sag­ing-Dienst Telegram und dem Video­por­tal BitChute. Im März 2020 war der ursprüngliche Kanal wieder auf YouTube erre­ich­bar.

Nach Ein­leitung staatlich­er Maß­nah­men zur Eindäm­mung der COVID-19-Pan­demie in Deutsch­land veröf­fentlichte Ner­ling Mitte März 2020 ein Video mit dem Titel „Coro­na Con­to Holo­caust“, in dem er das deutsche Infek­tion­ss­chutzge­setz als „Werkzeug der Bun­desregierung“ darstellte, „sich unlieb­samer Bürg­er zu entledi­gen“. Es sei zudem nicht sich­er, ob das neuar­tige Coro­n­avirus SARS-CoV­‑2 über­haupt existiere.

Ref­er­ent in Guth­mannshausen

Wie alle Pro­tag­o­nis­ten ste­ht auch der „Volk­slehrer“ im besten Kon­takt zu den Holo­caust-Leugn­ern in Guth­mannshausen.

Inhaltsverze­ich­nis

2.5.5. Dr. Björn Clemens

Der Düs­sel­dor­fer Anwalt, der auch Recht­sex­tr­mis­ten vertei­digt (aktuell Markus H. im Mord­fall Lübcke), ist Burschen­schafter und im Vor­stand der Gesellschaft für Freie Pub­lizisi­tik. Da ver­wun­dert es nicht, dass er auch Reden in Guth­mannshausen hält, wie für dieses Jahr 2020 geplant, aber wegen Coro­na abge­sagt. Er war Bun­desvize der der vom Ver­fas­sungss­chutz beobachteten Repub­likan­er.

Zusam­men mit Wol­fram Narath wollte er dieses Jahr im März einen “sin­ni­gen Abend” mit deutsch­er Dich­tung und klas­sis­ch­er Musik gestal­ten.
2.5.6. Wol­fram Narath

Das NPD-Mit­glied Wol­fram Narath war bis zum Ver­bot der Wik­ing-Jugend 1994 deren Vor­sitzen­der und danach für die Heimat­treue Deutsche Jugend tätig. Der Jugend­bund, in den Kalb­itz nach eige­nen Angaben als “Gast” gewe­sen sein will. Vieles spricht aber dafür, dass der ehe­ma­lige Bun­deswehraus­bilder Kalb­itz auch Aus­bilder bei der Heimat­treuen Deutschen Jugend war, deren Führungskad­er sich aus der ver­bote­nen Wik­ing-Jugend rekru­tierten.

2009 hielt Narath die Trauerrede auf der Beerdi­gung von Jür­gen Rieger. Als Recht­san­walt vertei­digte er auch Recht­sex­trem­is­ten und Holo­caustleugn­er, wie Ralf Wohlleben oder Sil­via Stolze.
2.6. Ein­schätzung des Ver­fas­sungss­chutzes

VS-Bericht Thürin­gen 2011

Der Ver­fas­sungss­chutzbericht Thürin­gen schreibt 2011 (Link)

Immo­biliener­werb in Guth­mannshausen Eine als Pri­vat­per­son auftre­tende Käuferin erwarb im Mai 2011 eine zuvor in Lan­des­be­sitz befind­liche Immo­bilie in Guthmannshausen/Landkreis Söm­mer­da (ehe­ma­liges Rit­tergut). Seit August 2011 ist sie als Eigen­tümerin des Are­als im Grund­buch einge­tra­gen. Hin­weise auf Verbindun­gen der Käuferin zum recht­sex­trem­istis­chen Spek­trum lagen zum Zeit­punkt des Verkaufs nicht vor. Im Nach­hinein wurde bekan­nt, dass sie seit 2010 dem recht­sex­trem­istis­chen Vere­in „Gedächt­nis­stätte e. V.“ als Mit­glied ange­hören soll. Der Vere­in wurde im Mai 1992 in Vlotho (Nor­drhein-West­falen) gegrün­det. Gemäß Satzung ver­fol­gt er das Anliegen, eine „würdi­ge Gedächt­nis­stätte für die Opfer des Zweit­en Weltkrieges durch Bomben, Ver­schlep­pung, Vertrei­bung und in Gefan­genen­lagern“ zu betreiben. Von Beginn an engagierten sich bekan­nte Recht­sex­trem­is­ten und Holo­caustleugn­er wie Ursu­la HAVERBECK-WETZEL59 (Nor­drhein-West­falen) in dem Vere­in. Sie stand ihm bis Feb­ru­ar 2003 vor. Danach über­nahm Klaus-Wol­fram SCHIEDEWITZ (Nieder­sach­sen) diese Funk­tion. Von 2007 bis 2009 lag der Wirkungss­chw­er­punkt des Vere­ins in Bor­na (Sach­sen). Als das dort genutzte Objekt von der Eigen­tümerin Ende 2009 jedoch veräußert wurde, zog man sich aus der Region zurück. Der Vere­in „Gedächt­nis­stätte e. V.“ führte im Sep­tem­ber 2011 erst­mals eine Ver­anstal­tung im Objekt in Guth­mannshausen durch. Dabei soll Ursu­la HAVERBECK-WETZEL zur The­matik „Die Ver­trags­brüche der Bun­desregierung“ referiert haben. Ähn­lich wie in Bor­na scheint eine gele­gentliche Nutzungsüber­las­sung der Immo­bilie an andere recht­sex­trem­istis­che Per­so­nen­zusam­men­schlüsse nicht aus­geschlossen. So wurde bere­its im Zusam­men­hang mit der Bekan­nt­gabe, dass man im „Her­ren­sitz auf dem ehe­ma­li­gen Rit­tergut Guth­mannshausen“ eine „neue Heim­statt gefun­den“ habe, angekündigt, diese auch der SJ[Fußnote 60] zur Ver­fü­gung stellen zu wollen. Der Freis­taat Thürin­gen hat den Kaufver­trag mit Schreiben vom 21. Dezem­ber auf­grund arglistiger Täuschung ange­focht­en. Zeit­gle­ich wurde beim Landgericht Erfurt Klage zur Grund­buch­berich­ti­gung und Her­aus­gabe des Grund­stücks ein­gere­icht.“

In der genan­nten Fußnote zur SJ (Schle­sis­chen Jugend) wird auf Kapi­tel 4.4.4 des­sel­ben Berichts ver­wiesen. Dort heißt es über die SJ:

„Schle­sis­che Jugend – Lan­des­gruppe Thürin­gen“ (SJ-Thürin­gen) Die SJ-Thürin­gen ist eigen­em Bekun­den nach eine „Jugen­dor­gan­i­sa­tion, in der sich inter­essierte Jugendliche mit der schle­sis­chen Kul­tur, den dor­ti­gen Sit­ten und Gebräuchen, der Mundart, der Geschichte, dem Schick­sal der aus ihrer Heimat ver­triebe­nen Men­schen und allem, was noch über Schle­sien zu wis­sen ist, beschäfti­gen und auseinan­der­set­zen.“ Unter dem Deck­man­tel eines Ver­triebe­nen­ver­bands wird die SJ-Thürin­gen allerd­ings inzwis­chen von aktiv­en Recht­sex­trem­is­ten für Bestre­bun­gen miss­braucht, die gegen die frei­heitliche demokratis­che Grun­dord­nung und den Gedanken der Völk­erver­ständi­gung, ins­beson­dere gegen das friedliche Zusam­men­leben der Völk­er, gerichtet sind. Führungs­funk­tionäre der SJThürin­gen waren vor­mals in dem mit­tler­weile ver­bote­nen Vere­in „Heimat­treue Deutsche Jugend e. V.“ (HDJ) aktiv. Zahlre­iche andere Mit­glieder stam­men aus dem son­sti­gen recht­sex­trem­istis­chen Spek­trum und üben dort zum Teil auch Führungs­funk­tio­nen aus. Der Vor­stand der SJ-Thürin­gen ist zudem in ähn­lich­er Funk­tion auch im Vor­stand der „Bun­des­gruppe der Schle­sis­chen Jugend“ (SJ-Bund) aktiv. So fungiert der Vor­sitzende der SJ-Thürin­gen, Fabi­an RIMBACH, zugle­ich als Vor­sitzen­der der SJ-Bund. Die inhaltliche Aus­rich­tung der SJ-Thürin­gen ist vor allem durch gebi­et­sre­vi­sion­is­tis­che und revan­chis­tis­che Bestre­bun­gen geprägt. In ihren Veröf­fentlichun­gen find­en sich Äußerun­gen wie: „[…] die Wichtigkeit unser­er Arbeit und die Erhal­tung des Deutsch­tums jen­seits von Oder und Neiße, als ein unaus­löschlich­er Teil Deutsch­lands […]“. Schle­sien wird als „pol­nisch beset­ztes Gebi­et des alten deutschen Kul­tur­lan­des“ beze­ich­net. Eigen­em Bekun­den nach führt die SJ-Thürin­gen regelmäßig Ver­anstal­tun­gen mit vorge­blich tra­di­tioneller Aus­rich­tung (Erntedank­feste, Tan­zlehrgänge), gemein­same Wan­derun­gen und Fahrten zur Erkun­dung der Heimat und der Natur durch.“

VS-Bericht Nieder­sach­sen 2013

Der Ver­fas­sungss­chutzbericht Nieder­sach­sen schreibt 2013 (Link)

Seit 2011 nutzt der Vere­in für seine Ver­anstal­tun­gen die Räum­lichkeit­en auf einem Rit­tergut im thüringis­chen Guth­mannshausen. Regelmäßig führt der Vere­in dort Vor­tragsver­anstal­tun­gen mit Zeitzeu­gen und His­torik­ern durch, darunter auch beken­nende Revi­sion­is­ten und Holo­caustleugn­er wie HAVERBECK-WETZEL. Darüber hin­aus beste­hen Kon­tak­te zu diversen recht­sex­trem­istis­chen Organ­i­sa­tio­nen, u. a. Schle­sis­che Jugend e. V. (SJ), Fre­und­schafts- und Hil­f­swerk Ost e. V. (FHwO) und Junge Lands­man­nschaft Ost­deutsch­land (JLO) sowie NPD und neon­azis­tis­che Freie Kräfte. Diese Kon­tak­te zeigen die Bemühun­gen des Vere­ins, ein organ­i­sa­tion­süber­greifend­es Net­zw­erk aufzubauen.“

Der recht­sex­trem­istisch eingestufte Vere­in “Gedächt­nis­stätte e.V.” agi­tiert gegen den demokratis­chen Ver­fas­sungsstaat und ver­sucht, geschicht­sre­vi­sion­is­tis­ches Gedankengut zu ver­bre­it­en.

Seit dem Kauf des ehe­ma­li­gen Rit­tergutes in Guth­mannshausen im Mai 2011 durch ein Vere­ins­mit­glied fan­den dort zahlre­iche Ver­anstal­tun­gen und Aktio­nen statt, bei denen über­re­gion­al bekan­nte Geschicht­sre­vi­sion­is­ten und Holo­caustleugner­in­nen und ‑leugn­er bei Vor­tragsver­anstal­tun­gen auf­trat­en.

Quelle End­sta­tion Rechts: Die Polizei stand auch vor den Türen des Alten Rit­terguts in Guth­mannshausen (Land­kreis Söm­mer­da), wo der neon­azis­tis­che und geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che Vere­in Gedächt­nis­stätte e.V. eine Tagungsstätte betreibt. Der Vor­sitzende Wol­fram Schiede­witz beklagte sich, das Haus sei von der Polizei „über­fall­en“ wor­den. Dabei habe die Razz­ia nicht dem Vere­in, son­dern dem Haus­meis­ter gegolten – der sei laut Schiede­witz Mit­glied der EA. Seine Beschw­erde erschien an passen­dem Ort, in der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ (Nr. 9/2017).

Eben­so zeich­net sich die “Europäis­che Aktion” (EA), welche in Thürin­gen mit mehreren “Stützpunk­ten” aktiv ist, durch eine beson­ders aus­geprägte anti­semi­tis­che und revi­sion­is­tis­che Agi­ta­tion aus.

In die Führungsstruk­tur der EA sind eben­falls über­re­gion­al bekan­nte Recht­sex­trem­is­ten einge­bun­den, die über weit-reichende Verbindun­gen in alle Spek­tren des Recht­sex­trem­is­mus ver­fü­gen. Dabei dienen Objek­te wie das “Hufhaus” in Ilfeld und die ehe­ma­lige “Erleb­niss­che­une” in Kirch­heim als Örtlichkeit­en, um Vor­tragsver­anstal­tun­gen und Tre­f­fen stat­tfind­en zu lassen.

Bei der 1960 von ehe­ma­li­gen Funk­tionären der NSDAP und Offizieren der SS gegrün­de­ten “Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik” (GfP) han­delt es sich um eine weit­ere Organ­i­sa­tion, die regelmäßig in Thürin­gen ihre Jahreskon­gresse abhält und durch eine Art “Aufk­lärungsar­beit” ver­sucht, eine ange­blich verz­er­rte Dars­tel-lung der Zeit­geschichte (NS-Dik­tatur) zu kor­rigieren.

Darüber hin­aus trat­en in Thürin­gen wieder­holt auch recht­sex­trem­istis­che Einzelper­so­n­en, welche den Holo­caust leug­nen, bei Szen­ev­er­anstal­tun­gen als Red­ner in Erschei­n­ung.
VS-Bericht Nieder­sach­sen 2014

Der Ver­fas­sungss­chutzbericht Nieder­sach­sen schreibt 2014 (Link)

Der Vere­in Gedächt­nis­stätte e. V. wurde 1992 gegrün­det. Erste Vor­sitzende war die Holo­caustleugner­in Ursu­la HAVERBECK-WETZEL. Seit 2003 leit­et Wol­fram SCHIEDEWITZ aus Seeve­tal (Land­kreis Har­burg) den Vere­in mit dem Ziel, eine würdi­ge Gedächt­nis­stätte zu erricht­en. Gle­ichzeit­ig wer­den jedoch in geschicht­sre­vi­sion­is­tis­ch­er Manier deutsche Kriegsver­brechen rel­a­tiviert und die Schuld des NS-Regimes am Krieg geleugnet.Am 02. und 03.08.2014 beg­ing der Vere­in im thüringis­chen Guth­mannshausen die Feier­lichkeit­en zum 22jährigen Beste­hen und zur Ein­wei­hung des Denkmals für „12.000.000 deutsche Opfer durch Bomben des Weltkrieges II, Ver­schlep­pung, Vertrei­bung und in Gefan­genen­lagern“. Den bei­den Ver­anstal­tungsta­gen wohn­ten 150 bis 200 Per­so­n­en bei, darunter HAVERBECK-WETZEL und der Deutsch­landleit­er der Europäis­chen Aktion (EA), Dr. Rigolf HENNIG sowie weit­ere nationale und inter­na­tionale Gäste. In sein­er Rede kri­tisierte der Vor­sitzende SCHIEDEWITZ eine ange­bliche Ein­seit­igkeit deutsch­er Geschichts­be­tra­ch­tung wie auch im Gedenken an die Opfer:„Wir fra­gen zu Recht, wieso stößt man bei der Geschichts­forschung über die Zeit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhun­derts auf so viel Wider­stand, warum wer­den von der verord­neten Sichtweise abwe­ichende Forschungsergeb­nisse teil­weise sog­ar juris­tisch verfolgt?Wieso find­en viele von den Siegermächt­en des 2. Weltkrieges geäußerte Kriegssprüche keinen Ein­gang in unsere Geschichts­büch­er? Warum ist man bemüht, die Opfer­zahlen der Unter­lege­nen des 2. Weltkrieges herun­terzustufen, während man ander­er­seits die Opfer­zahlen der Sieger nicht hoch genug anset­zen kann.“ SCHIEDEWITZ sieht dabei sich selb­st und seinen Vere­in im Kampf gegen eine ange­bliche Mei­n­ungs­dik­tatur zur Unter­drück­ung der geschichtlichen Wahrheit:„Lüge und Ver­leum­dung haben trotz Ver­boten und Para­graphen keinen dauer­haften Bestand … Zur Über­win­dung der großen geschichtlichen Lügen, die uns durch unsere ehe­ma­li­gen Geg­n­er und die von ihnen herrschen­den Massen­me­di­en auch heute noch – fast täglich – aufgetis­cht wer­den, braucht es Mut, Wis­sen und einen aufrecht­en Charakter.“In weit­er­er revi­sion­is­tis­ch­er Dik­tion stellte der Mit­be­grün­der Paul LATUSSEK in sein­er Fes­trede die Ver­ant­wor­tung Deutsch­lands für den Aus­bruch des Ersten und des Zweit­en Weltkriegs in Frage. Die deutsche Geschichte werde andauernd falsch wiedergegeben und auf die „12 Jahre“ reduziert.Seit 2011 nutzt der Vere­in für seine Ver­anstal­tun­gen die Räum­lichkeit­en auf einem Rit­tergut in Guth­mannshausen. Regelmäßig führt der Vere­in dort Vor­tragsver­anstal­tun­gen mit Zeitzeu­gen und His­torik­ern durch, darunter auch beken­nende Revi­sion­is­ten und Holo­caustleugn­er wie HAVERBECK-WETZEL. Darüber hin­aus beste­hen Kon­tak­te zu diversen recht­sex­trem­istis­chen Organ­i­sa­tio­nen, u. a. Schle­sis­che Jugend e. V. (SJ), Fre­und­schafts- und Hil­f­swerk Ost e. V. (FHwO) und Junge Lands­man­nschaft Ost­deutsch­land (JLO) sowie zur NPD und zu neon­azis­tis­chen Freien Kräften, aber auch zur EA. Diese Kon­tak­te zeigen die Bemühun­gen des Vere­ins, ein organ­i­sa­tion­süber­greifend­es Net­zw­erk aufzubauen.“

2.7. Die Unvere­in­barkeit­sliste der AfD

Die Unvere­in­barkeit­sliste der AfD enthält all die Organ­i­sa­tio­nen und Vere­ini­gun­gen, die schon bei den Ver­fas­sungss­chutzämtern auf dem Index standen und ste­hen. Dem­nach dürfe nie­mand Mit­glied der AfD sein bzw. wer­den, der zuvor in ein­er der genan­nten Organ­i­sa­tio­nen und Vere­ini­gun­gen Mit­glied war. Dass diese Liste Maku­latur ist, zeigt der Umgang des Bun­desvor­standes mit seinen Recht­sex­trem­is­ten, wie jet­zt aktuell bei Andreas Kalb­itz. (ver­gle­iche dazu auch Punkt 1.6. dieser Recherche.)

Böse Zun­gen lassen hin­ter vorge­hal­tener Hand auch schon mal fall­en, dass Bewer­ber für Partei­funk­tio­nen gute Chan­cen hät­ten, wenn sie in ein­er der genan­nten Organ­i­sa­tio­nen tätig waren.

Auf der Unvere­in­barkeit­sliste der AfD find­et sich dem­nach auch der Vere­in “Gedächt­nis­stätte e.V.”. Allzu offen­sichtliche Kon­tak­te zu Holo­caust-Leugn­ern, wie bei Paul Latussek oder Doris von Sayn-Wittgen­stein schaden dem Anse­hen der Partei und lassen eine Beobach­tung der gesamten AfD durch den Ver­fas­sungss­chutz immer näher rück­en.

Die nahe Zukun­ft wird zeigen, wieviel wert dieses Liste ist und das Papi­er, auf der sie gedruckt ist. Denn ein Mit­glied des Bun­desvor­standes bewegte sich in der Ver­gan­gen­heit in einem aus­gewiese­nen Umfeld von NPD und Holo­caust-Leugn­ern. Wird dem Bun­desvor­stand der AfD gelin­gen, sich von seinen recht­sex­trem­istis­chen Vor­standsmit­gliedern zu tren­nen? Die viel beschworene Ein­heit der Partei schützt aber nicht die Partei vor der Beobach­tung durch den Ver­fas­sungss­chutz, son­dern diese viel beschworene Ein­heit schützt die Recht­sex­trem­is­ten vor dem Rauswurf aus der Partei und vor jeglich­er inter­nen und exter­nen Kri­tik.

2.8. Parteiauss­chluss von Doris von Sayn-Wittgen­stein

Doris von Sayn-Wittgen­stein wurde vom Bun­dess­chieds­gericht im August 2019 aus der AfD aus­geschlossen. Sie hat mehrfach angekündigt, dage­gen vor ordentlichen Gericht­en vorge­hen zu wollen – was daraus wird, ist derzeit noch offen. Haupt­grund ihres Auss­chlusses war ihre Wer­bung für die Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen.

Sayn-Wittgen­stein war Land­tagsab­ge­ord­nete in Schleswig-Hol­stein. Seit Juli 2017 war sie Lan­desvor­sitzende der Nord-AfD. Im Dezem­ber 2017 fehlten ihr nur wenige Stim­men, um sog­ar Bun­desvor­sitzende zu wer­den. Wegen ihres Auss­chlussver­fahrens trat sie kurzzeit­ig als Lan­desvor­sitzende zurück, wurde auf einem Parteitag im Juni 2019 allerd­ings erneut in dieses Amt gewählt. Im Dezem­ber 2018 war Sayn-Wittgen­stein bere­its aus der AfD-Land­tags­frak­tion Schleswig-Hol­stein aus­geschlossen wor­den.

Am 18. Dezem­ber 2014 bewarb Sayn-Wittgen­stein in einem Inter­net-Blog namens „Stand­punkt“ den von der Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck gegrün­de­ten Vere­in in Guth­mannshausen. Der Vere­in mache Ver­anstal­tun­gen, „die den Hor­i­zont erweit­ern, statt den Geist zu manip­ulieren“. Man solle sich nicht „dem Dik­tat deutschfeindlich­er Inter­es­sen­grup­pierun­gen“ beu­gen. „Für unser ganzes Volk ist die Zeit gekom­men, grund­sät­zlich umzu­denken. Fast 70 Jahre Krieg und Ent­mündi­gung sind genug.“

Sayn-Wittgen­stein, bestre­it­et zwar bis heute, in diesem Vere­in Mit­glied gewe­sen zu sein. Die Hin­ter­gründe des Vere­ins seien ihr nicht bekan­nt. Allerd­ings wusste sie „Com­pact“ einiges von dessen Entste­hungs­geschichte zu bericht­en.

3. Arn­stadt Die Stadt Arn­stadt

Die Stadt Arn­stadt und der Ilm-Kreis gehören im Rah­men ein­er Gesamt­be­tra­ch­tung der recht­sex­trem­istis­chen Szene Thürin­gens nicht zu den regionalen Schw­er­punk­ten.” So lautete die Antwort zu ein­er kleinen Anfrage im Thüringer Land­tag im Feb­ru­ar des let­zten Jahres 2019.

Allerd­ings wer­den dann einige recht­sex­treme Straftat­en und Aktio­nen und Begeg­nungsstät­ten genan­nt, von der aus Aktio­nen im “Umal­nd” stat­tfan­den. Klingt ja dann nach Kul­mi­na­tions- und Aus­gangspunkt…

Das (poli­tis­che) Kli­ma in Arn­stadt begün­stigt aber nun mal die Ansamm­lung von Recht­sex­trem­is­ten. Sie fühlen sich dort wohl und kön­nen sich aus­bre­it­en. So wie der Recht­sex­trem­is­mus sich immer da aus­bre­it­en kann, wo ihm kein Wider­stand ent­ge­gen­schlägt.

So fand dann auch der 8. Thürin­gen­tag der NPD unter Dul­dung Köllmers am 13.09.2009 im Stadt­park in Arn­stadt statt. War der NPD wegen des Wahl­jahres die Ver­anstal­tung zu bren­zlig? Als Anmelder sind der stadt­bekan­nte Neon­azi Patrick Wiedorn, der im seit 2000 ver­bote­nen Blood & Hon­our-Net­zw­erk organ­isiert war, und NSU-Unter­stützer Ralf Wohlleben einge­sprun­gen. Der CDU-Poli­tik­er und Waf­fen­narr Köllmer provozierte von großen Protesten begleit­et mit dem Vor­wurf kon­fron­tiert, ein „klein­er Nazi“ zu sein, und antwortete: „Im Nazi ist mir zu viel Sozial­is­mus drin”.

Auf seine Tätigkeit­en ange­sprochen, stellte Köllmer im März 2010 in einem Zeitungsin­ter­view die Frage „Wird heute wieder aus­ge­gren­zt, wie im Drit­ten Reich die Juden?“, die sich auf rechte Grup­pen bezog. Die SPD Arn­stadt reagierte mit einem offe­nen Brief.

Arn­stadt ist neben vie­len NPD-Aktiv­itäten aber auch der Aus­tra­gung­sort der Lan­desparteitage der AfD Thürin­gen und die Geburtsstadt des recht­sex­tremen Flügels der AfD, ange­führt von Björn Höcke und Andreas Kalb­itz mit der Ver­ab­schiedung der “Erfurter Res­o­lu­tion“.

Gle­ich­wohl ste­hen im Ilm-Kreis mit dem “Ver­anstal­tungszen­trum Erfurter Kreuz” in Kirch­heim und dem “Landgasthof Marl­ishausen” zwei recht­sex-trem­istisch genutzte Immo­bilien zur Ver­fü­gung.

Der Landgasthof in Wipfratal, Ort­steil Marl­ishausen, wurde im Jahr 2011 von dem Vor­sitzen­den der “Schle­sis­chen Jugend – Bun­des­gruppe e.V.” (SJ-Bund), der in Per­son­alu­nion der “Schle­sis­chen Jugend – Lan­des­gruppe Thürin­gen e.V.” vorste­ht, erwor­ben.

In der ehe­ma­li­gen Bahn­hof­s­gast­stätte befind­et sich weit­er­hin ein gas­tronomis­ch­er Betrieb mit Über­nach­tungsmöglichkeit­en. Diese Immo­bilie wurde in den ver­gan­genen drei Jahren von der SJ, aber auch von der “Iden­titären Bewe­gung” (IB) als Ver­anstal­tung­sort für Vor­tragsver­anstal­tun­gen, sowie interne Tre­f­fen genutzt.

Die in der Region verorteten Recht­sex­trem­is­ten zeigten zwar eigene Aktiv­itäten, beteiligten sich aber häu­figer an Aktio­nen im Umland beziehungsweise an den von über­re­gion­al aktiv­en Recht­sex­trem­is­ten organ­isierten Ver­anstal­tun­gen in Kirch­heim.

So hat sich ins­beson­dere das Objekt in Kirch­heim im Laufe der let­zten Jahre als ein­schlägiger Ver­anstal­tung­sort für recht­sex­trem­istis­che Musik- und Saalver­anstal­tun­gen etabliert. Hierzu wird auf die Beant­wor­tung der Kleinen Anfrage 3056 “‘Ver­anstal­tungszen­trum Erfurter Kreuz’ (ehe­mals ‘Roman­tis­ch­er Fach­w­erk­hof’ in Kirch­heim) als Neon­azi-Dom­izil – nachge­fragt” (Druck­sache 6/6056) ver­wiesen.

Markus Klimpel

Markus Klimpel ist erster Mann der AfD-Stad­trats­frak­tion in Arn­stadt und Vize-Frak­tion­schef sein­er Partei im Ilm-Kreistag. Auch außer­halb der Par­la­mente war und ist er ein aktiv­er Mann. Klimpel sym­pa­tisiert beispiel­sweise mit ein­er Holo­caust-Leugner­in und pflegt Kon­tak­te zu Islam­fein­den und Recht­sex­trem­is­ten. Es gibt Verbindun­gen, die selb­st für die AfD prob­lema­tisch sind. Denn die betr­e­f­fend­en Grup­pen ste­hen auf der offiziellen “Unvere­in­barkeit­sliste” der Partei.

Quelle MDR: AfD-Mann Markus Klimpel scheint zudem enge Kon­tak­te zu ein­er Führungs­fig­ur der radikalen Organ­i­sa­tion “Schle­sis­che Jugend” zu unter­hal­ten, die eben­falls auf der AfD-“Unvereinbarkeitsliste” gelis­tet ist. Der Thüringer Ver­fas­sungss­chutz stuft die Vere­ini­gung als recht­sex­trem ein und teilt mit, die Organ­i­sa­tion werde “von aktiv­en Recht­sex­trem­is­ten für Bestre­bun­gen miss­braucht, die gegen die frei­heitliche demokratis­che Grun­dord­nung und den Gedanken der Völk­erver­ständi­gung, ins­beson­dere gegen das friedliche Zusam­men­leben der Völk­er, gerichtet sind.”

3.1. Kul­mi­na­tion­spunkt der extremen Recht­en in Thürin­gen Schle­sis­che Jugend – Lan­des­gruppe Thürin­gen e.V

Die “Schle­sis­che Jugend – Lan­des­gruppe Thürin­gen e.V.” (SJ-Thürin­gen), gegrün­det am 10. Juni 2012, ist eigen­em Bekun­den nach eine “Jugen­dor­gan­i­sa­tion, in der sich inter­essierte Jugendliche mit der schle­sis­chen Kul­tur, den dor­ti­gen Sit­ten und Gebräuchen, der Mundart, der Geschichte, dem Schick­sal der aus ihrer Heimat ver­triebe­nen Men­schen und allem, was noch über Schle­sien zu wis­sen ist, beschäfti­gen und auseinan­der­set­zen.

” Unter dem Deck­man­tel eines Ver­triebe­nen­ver­bands wird die “Schle­sis­che Jugend – Lan­des­gruppe Thürin­gen e.V.” allerd­ings von aktiv­en Recht­sex­trem­is­ten für Bestre­bun­gen miss­braucht, die gegen die frei­heitliche demokratis­che Grun­dord­nung und den Gedanken der Völk­erver­ständi­gung, ins-beson­dere gegen das friedliche Zusam­men­leben der Völk­er, gerichtet sind.

Die SJ-Bund wird vom BfV als recht­sex­trem­istis­che Organ­i­sa­tion eingestuft. Diese Bew­er­tung stützt sich darauf, dass Per­so­n­en mit recht­sex­trem­istis­chem Vor­lauf – u. a. in der ver­bote­nen HDJ – bes­tim­menden Ein­fluss auf die SJ-Bund erlangt haben.

Führende Funk­tionäre der SJ-Bund betäti­gen sich in einem rechts-extrem­istis­chen Umfeld, unter­hal­ten Kon­tak­te zu recht­sex­trem­istis­chen Grup­pierun­gen und beteili­gen sich an Ver­anstal­tun­gen von Recht­sex­trem­is­ten.

Gute Kon­tak­te bestanden ins­beson­dere zum recht­sex­trem­istis­chen „Vere­in Gedächt­nis­stätte“.

Die SJ-Bund führt – für Ver­triebe­nenor­gan­i­sa­tio­nen untyp­is­che – Son­nen- und Win­ter­wend­feiern­durch und nutzt Liedgut, das eine Nähe zum Nation­al­so-zial­is­mus aufweist.

Das Lied „Wenn alle untreu wer­den“, das ehe­mals von der SS als „Treuelied“ genutzt wurde, wird von der SJ-Bund als „das große Lied der Treue“ beze­ich­net.

Die SJ-Bund vertreibt zudem die CD „Der Fröh­lichkeit die Türen auf“, die auch weit­ere Lieder enthält, die zur Zeit des Nation­al­sozial­is­mus beson­dere Bedeu­tung hat­ten.

Zu dem Grün­dungsvor­stand gehörte u.a. der recht­sex­treme Lie­der­ma­ch­er und dama­lige Ange­hörige des Lan­desvor­stands der NPD Thürin­gen Mar­tin Rock­täschel (vgl. Antwort der Lan­desregierung auf die Kleine Anfrage in der 3. Wahlpe­ri­ode – Druck­sache 3/433 -).

Unter den aktiv­en Mit­gliedern befind­en sich weit­ere bekan­nte Recht­sex­trem­is­ten, darunter auch ein NPD-Kreisvor­sitzen­der.

In der Win­ter­aus­gabe 2008 des Infoblatts Junges Schle­sien ist als Teil­nehmerin ein­er Ver­anstal­tung der Lan­des­gruppe Thürin­gen auch eine HDJ-Aktivistin zu sehen; die HDJ wurde im Ver­fas­sungss­chutzbericht Thürin­gen 2008 dem recht­sex­tremen Spek­trum zuge­ord­net und im Jahr 2009 ver­boten.

Entsprechende Indizien hin­sichtlich der Beteili­gungs­form und per­son­elle Ver­flech­tun­gen deuten darauf hin, dass die Schle­sis­che Jugend Thürin­gen sich im Sinne der Fort­set­zung der Tätigkeit dieser ver­bote­nen Organ­i­sa­tion entwick­eln kön­nte (vgl. taz vom 04.12.2009; Der Rechte Rand, Nr. 84, Sept./Okt. 2003, S. 24).
Frank Ren­nicke

Frank Ren­nicke ist ein deutsch­er recht­sex­tremer Lie­der­ma­ch­er und eine der Schlüs­selfig­uren der recht­sex­tremen Szene. Ren­nicke war Jugend­führer bei der recht­sex­tremen Wik­ing-Jugend.

Frank Ren­nicke pflegt genau­so Kon­takt zur Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik eben­so auch zum Vere­in Gedächt­nis­stätte e.V. , zur NPD und in andere recht­sex­treme und mil­i­tante Grup­pierun­gen. Es ist also nicht ver­wun­der­lich das besagter Ren­nicke eben auch auf der Ver­anstal­tung des „Archiv der Zeit“ zuge­gen gewe­sen ist.

Quelle Zeit: In sein­er Zeit als Fallschir­mjäger bezog Kalb­itz Infor­ma­tio­nen der Jun­gen Lands­man­nschaft Ost­preußen (JLO), zu deren Ver­anstal­tung­spro­gramm in jenen Jahren etwa ein Abend mit dem recht­sex­trem­istis­chen Lie­der­ma­ch­er Frank Ren­nicke oder ein Vor­trag des Neon­azis Horst Mahler zählten. ZEIT ONLINE liegen E‑Mails aus dem Früh­jahr 2003 vor, die zeigen, dass Kalb­itz damals mit der JLO in Kon­takt stand und sich per E‑Mail über Szen­ev­er­anstal­tun­gen informieren ließ – etwa zu ein­er Kranznieder­legung zu Ehren der getöteten Deutschen beim Angriff auf Dres­den im Zweit­en Weltkrieg. In der JLO-Ver­band­szeitung Fritz erschienen in dieser Zeit auch Artikel unter seinem Namen.

Zeit Artikel – Hei­di und die Brand­s­tifter

Als diese 1994 ver­boten wurde, wurde er Mit­glied bei der NPD. Er engagierte sich auch bei der Deutschen Liga für Volk und Heimat. In den Jahren 2009 und 2010 wurde er jew­eils von der NPD als Kan­di­dat zur Wahl des deutschen Bun­de­spräsi­den­ten vorgeschla­gen.

Quelle Apabiz: Die DLVH hat allen Abgren­zungs­beschlüssen zum Trotz offen auftre­tende, mil­i­tante Neo­faschis­ten nie aus­ge­gren­zt. Region­al arbeit­en Mit­glieder mit Aktivis­ten der ver­bote­nen Wik­ing Jugend, der Frei­heitlichen Deutschen Arbeit­er­partei, der Nation­al­is­tis­chen Front u.a. in Bünd­nis­struk­turen wie dem Franken­rat und dem Deutschen Fre­un­deskreis Nord­harz zusam­men. Durch die Fusion der offiziell unab­hängi­gen, jedoch völ­lig auf die DLVH aus­gerichteten Deutschen Rund­schau 1994 mit Nation und Europa üben Funk­tionäre der DLVH nun auch Ein­fluß auf eine der wichtig­sten Zeitschriften des deutschen Recht­sex­trem­is­mus aus. Ein­fluß auf das recht­sex­trem­istis­che Spek­trum nimmt auch die von Man­fred Rouhs her­aus­gegebene Zeitschrift Europa vorn.

Frank Ren­nicke und die AfD

Die Nähe des NPD Kaders Ren­nicke zur AfD ist auch in ander­er Weise belegt, erst am 14.02.2020 hat der Blick nach rechts von diesem Vor­fall berichtet:

Quelle Blick nach rechts: In der „Volk­sliedertafel Dres­den“ spielt ein AfD-Poli­tik­er neben einem NPD-Anhänger Volksmusik. Wed­er das, noch den Auftritt in NPD-Kreisen scheint er für unvere­in­bar zu hal­ten.

Frank Ren­nicke und die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik

Ren­nicke trat desöfteren bei Ver­anstal­tun­gen der Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik auf. Es liegt also sehr nah, dass Renicke der in den let­zten Jahrzehn­ten auf vie­len Ver­anstal­tun­gen der GfP zuge­gen gewe­sen ist, auch 2014 “die alten Kam­er­aden” der GfP und des Archiv der Zeit mit sein­er Klampfe unter­hal­ten hat.

Blick nach Rechts vom 04.06.2010: Ende Mai berichtete Ren­nicke auf dem 50. Kongress der recht­sex­tremen „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“ (GFP) über sein Erleb­nis bei der Bun­desver­samm­lung im Mai ver­gan­genen Jahres. So im Ple­narsaal Char­lotte Knobloch ohne Begleitschutz an ihm vor­beige­gan­gen sein. Ren­nicke prahlte nun: „Ich muss sagen, das wäre die Gele­gen­heit meines Lebens gewe­sen. Ich hätte es auf die Bildzeitung erste Seite geschafft. Heute sage ich mir: Wieso habe ich es nicht gemacht! Ich hätte ja viele Möglichkeit­en dort gehabt!“

FPÖ-nahe Pub­lizist Wal­ter Mari­novic und Frank Ren­nicke bei der GfP 2001

Quelle DoW: Die recht­sex­treme deutsche Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP) hielt Ende April ihren diesjähri­gen Jahreskongress ab. Laut einem Bericht des NPD-Blattes Deutsche Stimme (6/2001) hat sich der FPÖ-nahe Pub­lizist Wal­ter Mari­novic unter den Ref­er­enten befun­den und mit “der poli­tis­chen Lage in Öster­re­ich nach der blau-schwarzen Regierungs­bil­dung” auseinan­der geset­zt. Das kul­turelle Rah­men­pro­gramm wurde vom Neon­azi-Sänger Frank Ren­nicke bestrit­ten. Auch die Ausze­ich­nung von Udo Wal­endy belegt den ein­schlägi­gen Charak­ter der GfP und des Tre­f­fens: Der geehrte Poli­tologe gilt als ein­er der führen­den Holo­caust-Leugn­er in der deutschen Szene. Als solch­er wurde er zulet­zt 1997 zu ein­er 14-monati­gen Haft­strafe verurteilt.

Frank Ren­nicke und Guthmannshausen/Gedächtnisstätte

Lieder­abend” mit Frank Ren­nicke in Guth­mannshausen

Quelle Blick nach Rechts: Nach einem “Train­ings-Sem­i­nar Kom­mu­nika­tion” von Wolf­gang R. Grun­wald im Juli soll dann am ersten August­woch­enende ein Som­mer­fest in Guth­mannshausen stat­tfind­en, zu dem ein “Lieder­abend” mit NPD-Barde Frank Ren­nicke und ein Vor­trag zur “Lage in Deutsch­land” von “Gedächtnisstätte”-Vorstand Paul Latussek gehören. Par­al­lel zu einem Refer­at von EA-Mann Schlimper sollen “Spiele für die Kleinen” und “Wet­tkämpfe für die Jugendlichen” ange­boten wer­den.

Der Ver­fas­sungss­chutz in Thürin­gen attestiert dem Vere­in, “geschicht­sre­vi­sion­is­tis­ches Gedankengut in demokratis­che Bevölkerungskreise zu trans­portieren” und warnt: “Unter dem Deck­man­tel des Gedenkens an die deutschen Opfer des Zweit­en Weltkriegs agi­tiert der recht­sex­trem­istis­che Vere­in gegen den demokratis­chen Ver­fas­sungsstaat.” Die Vere­ini­gung ist jedoch noch immer vom Finan­zamt im nor­drhein-west­fälis­chen Her­ford als gemein­nützig anerkan­nt, wird somit indi­rekt vom Staat mit­fi­nanziert.

Frank Ren­nicke und Het­endorf 13 / Hei­de­heim e.V.

Ren­nicke war ein gern gese­hen­er Gast in Het­endorf, bei FAP, NPD und anderen recht­sex­tremen im Umfeld kann man sich dies The­ma natür­lich denken.
“Lieder­abend” in Het­endorf 13 – eventuell 90er Jahre… Quelle Spiegel TV – Vor 20 Jahren: Schu­lung­sheim für Recht­sradikale

Hier ein Beispiel von der 5. Het­endor­fer Tagungswoche 1995
Ren­nicke bei der 5. Het­endor­fer Tagungswoche
3.2. Thürin­gen­t­age der Nationalen Jugend

Die Nationale Jugend ist die Jugen­dor­gan­i­sa­tion der NPD. Sie ver­anstal­tet jedes Jahr einen soge­nan­nten “Thürin­gen­tag”, der gle­ich­lautet wie die Thürin­gen­t­age, die die Lan­desregierung seit 2007 alle zwei Jahre als mehrtägiges Volks­fest ver­anstal­tet.

Der 8. Thürin­gen­tag fand am 13. Juni 2009 in Arn­stadt statt. Ver­anstal­ter waren „Freie Kräfte“ um Ralf Wohlleben und Patrick Wiedorn, da die NPD kurz vor der Land­tagswahl in Thürin­gen 2009 schlechte Presse ver­mei­den wollte.

Ins­beson­dere aus den Rei­hen der Autonomen Nation­al­is­ten waren Red­ner vertreten. Rede­beiträge gab es unter anderem von Tony Gentsch, Matthias Fis­ch­er (ex-„Fränkische Aktions­front“), Den­nis Bührig („Kam­er­ad­schaft Celle 73“) und Isabell Pohl („Feen­wald-Pro­jekt“, ex-„Aktive Frauen Frak­tion“).

Für das musikalis­che Begleit­pro­gramm sorgten die bei­den Lie­der­ma­ch­er Max­i­m­il­ian und Tobia sowie die Recht­srock-Bands Fight Tonight, Lib­ertin und Frontalkraft.

Mehrere Hun­dert Besuch­er nah­men an der Ver­anstal­tung teil, ohne durch Gegen­demon­stra­tio­nen gestört zu wer­den. Hans-Chris­t­ian Köllmer, der Bürg­er­meis­ter von Arn­stadt, soll im Vor­feld Plakate mit der Auf­schrift „Bunte Vielfalt statt brauner Ein­falt“ ent­fer­nen lassen haben. Zudem stellte er sich zusam­men mit der Freien Wäh­lerge­mein­schaft Pro Arn­stadt gegen die Proteste. Auch die Genehmi­gung soll prob­lem­los erfol­gt sein.
3.3. Die Lan­desparteitage der AfD Thürin­gen

Die Wahl von Björn Höcke zum Spitzenkan­di­dat der Land­tagswahlen 2015 in Thürin­gen fand am 1. Feb­ru­ar 2014 in Arn­stadt statt. Noch im sel­ben Jahr wird Björn Höcke zum Lan­desvor­sitzen­den gewählt. Danach soll­ten die Lan­desparteitage der AfD (von 2 Unter­brechun­gen abge­se­hen) in Arn­stadt stat­tfind­en. Es war auch der Lan­desparteitag der AfD Thürin­gen, der die soge­nan­nte “Erfurter Res­o­lu­tion” ver­ab­schiedete, die Geburtsstunde des recht­sex­trem­istis­chen Flügels der AfD.
3.4. Die Wiege der “Erfurter Res­o­lu­tion” und des recht­sex­tremen Flügels der AfD

Die Erfurter Res­o­lu­tion und Grün­dung des Flügels kann und darf nicht los­gelöst von der Per­son Götz Kubitscheks gese­hen wer­den. Der Ein­flüster­er Höck­es bewarb sich mit sein­er Frau Ellen Kositza Anfang 2015 um eine Mit­glied­schaft in der AfD. Bernd Lucke ver­hin­derte dies.

Ellen Kositza reagierte am 15. März 2015 in ihrem Blog belei­digt „Bei der AfD bin ich strate­gisch uner­wün­scht – oder nicht ich. Son­dern über­haupt“. Und für Kubitschek sprang Björn Höcke wohl in die Bresche: „Die Partei habe Mit­glieder ver­prellt und ver­stoßen, deren Pro­fil unverzicht­bar ist“.

Dieser Satz find­et sich dann in der „Erfurter Res­o­lu­tion“ wieder, die Björn Höcke am 13. März 2015 veröf­fentlichte. Und im ersten Satz spricht Höcke von dem „Pro­jekt Alter­na­tive für Deutsch­land“, das in Gefahr sei – vom Pro­jekt AfD spricht auch Kubitschek, der neben dem Pro­jekt AfD auch die „Pro­jek­te“ wie Pegi­da, Iden­titäre Bewe­gung oder Ein­prozent als Vor­denker, Weg­bere­it­er und Betreuer begleit­et.

Für Höcke soll die AfD eine fun­da­men­tal-oppo­si­tionelle “Bewe­gungspartei” sein und bleiben. Auch die NSDAP wurde sein­erzeit als “Bewe­gung” unter den Anhängern propagiert, dessen Ziel das Ende des demokratis­chen Par­la­men­taris­mus stand. So will dann auch Björn Höcke den “Parteiengeist über­winden”.

Unternehmens­ber­atun­gen sind irgend­wann mal dazu überge­gan­gen, strate­gis­che Fir­men­zusam­men­schlüsse mit fik­tiv­en Pro­jek­t­na­men zu verse­hen, denn es sollte nicht gle­ich aus dem Pro­jek­t­na­men ersichtlich sein, um was es geht.

Wenn aber nun die neue Partei auch nichts anderes als ein Pro­jekt ist, dessen Arbeit­sti­tel „Alter­na­tive für Deutsch­land“ lautet, dann fragt man sich, was denn am Ende des Pro­jek­tes her­auskom­men soll, wenn immer wieder anklingt, die Ver­fas­sung müsse neu geschrieben wer­den.

Es hat sich mit­tler­weile her­aus­geschält, dass die AfD völkisch-nation­al­is­tisch ist, die neolib­erale und kon­ser­v­a­tive Ele­mente verbinden will, um gegen einen „links-rot-grün ver­sifften“ Sozial­is­mus zu kämpfen. Nur ist die Sozialdemokratie in Deutsch­land kein Sozial­is­mus; offen­bar nur für die ewig Gestri­gen. Und für sie hat der Kon­ser­vatismus seine Wurzeln weit vor dem Nation­al­sozial­is­mus und der Kon­ser­v­a­tiv­en Rev­o­lu­tion, sei aber schon vor dem Nation­al­sozial­is­mus „falsch abge­bo­gen“.
Bernd Lucke wurde aus­man­övri­ert
Falsch abge­bo­gen dürfte für Höcke auch Bernd Lucke sein, als er der Parteiauf­nahme von Kubitschek und Kositza wider­sprach, mit der Begrün­dung, dass bei­de recht­sex­treme Posi­tio­nen vertreten wür­den.
Kon­fron­tiert mit den Vor­wür­fen ein­er recht­sex­tremen Ver­gan­gen­heit eines Björn Höcke, forderte Bernd Lucke Höcke zu ein­er Abgabe ein­er eidesstat­tlichen Erk­lärung auf, aus der her­vorge­hen soll, dass Björn Höcke nicht unter dem Pseu­do­nym Lan­dolf Ladig Texte für die Eichs­felder NPD von Thorsten Heise (in deren Gebi­et Höcke ein altes Pfar­rhaus im Eichs­felder Born­hagen gekauft hat­te) geschrieben habe.
Und dann forderte Lucke Höcke auf, aus der Partei AfD auszutreten. Es endete damit, dass Höcke wed­er diese eidesstat­tliche Erk­lärung abgab noch aus der Partei aus­trat, dafür aber wurde Lucke als Parteivor­sitzen­der abgewählt und ver­ließ mit weit­eren Mit­gliedern die AfD, die nun mehr und mehr nach rechts abdriftete.
Und noch eines läßt aufhorchen: Für den 18.03.2015 wurde die Veröf­fentlichung der Liste der 1.000 Unterze­ich­n­er (die mit­tler­weile angewach­sen sein dürften) der Erfurter Res­o­lu­tion angekündigt.
Aber mehr als die 20 Erstun­terze­ich­n­er, sowie die öffentliche Erwäh­nung, dass Gauland eben­falls unterze­ich­net hätte, war nicht in Erfahrung zu brin­gen. Wer noch alles diesen „Faustis­chen Pakt“ eines recht­sex­tremen Weges unterze­ich­net hat, bleibt nach wie vor im Dunkeln – würde doch offen­bar wer­den, wer alles hin­ter Björn Höcke ste­ht und an strate­gis­chen Posi­tio­nen in Partei, Lan­desver­bän­den, Kreisver­bän­den, Schieds­gericht­en usw. in Stel­lung gebracht wurde.
Der Ver­fas­sungss­chutz sprach 2020 von “7.000 Mit­gliedern” des Flügels und legte eine von der AfD kom­mu­nizierte Zahl von 30% zugrunde. Ziel der Erfurter Res­o­lu­tion und des Flügels sei es, die Man­dat­sträger davon abzuhal­ten, sich mit dem “Geg­n­er” zu ver­brüdern und sich in Koali­tio­nen als “Junior-Part­ner” zwän­gen zu lassen.
Höcke träumte in sein­er berüchtigten Dres­d­ner Rede von einem “voll­ständi­gen Sieg” für die AfD. Da scheint das Thüringer Beck­en um Arn­stadt das geeignete Refugium für Höcke zu sein, dessen Auf­fang­stel­lung eine Aus­fall­stel­lung wer­den kön­nte und die “Rücker­oberung Deutsch­lands” ihren Aus­gang nähme.
4. Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GFP)

… Die Tinte der Umerziehungs­dekrete, … war noch nicht trock­en, da macht­en sie sich schon daran, die Geschichte der neueren und neuesten Zeit … umzuschreiben und die Ereignisse so darzustellen, dass sie in das Raster der Umerziehung passten. Die His­torik­er mutierten von Geschichtss­chreibern zu Geschichtsverbesser­ern und Geschichtsver­wässer­ern.” (Kon­gresspro­tokoll 1999, S. 139)

Die Pro­tag­o­nis­ten die auch im von Kalb­itz geleit­eten Vere­in, Archiv der Zeit, tätig waren sind auch in der Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik tätig. Entwed­er als direk­te Mit­glied­schaft im Vere­in, oder eben als deren Ref­er­enten. Die GfP ist ein­er der zen­tralen Organ­i­sa­tio­nen des Neon­azis­mus der 80er Jahre. v.a., weil er von allen Strö­mungen anerkan­nt wurde.

Quelle Blick nach Rechts: Am 16. April 2016 wählten die Mit­glieder auf ein­er Mit­gliederver­samm­lung in Ful­da einen neuen Vor­stand: 1. Vor­sitzen­der ist Mar­tin Pfeif­fer (Graz), der auch die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik e. V. anführt. Zweite Vor­sitzende ist Elke Sander (Fürsten­walde) und der Schatzmeis­ter ist Rain­er Höke (Preußisch Old­en­dorf), der Geschäfts­führer der Deutschen Ver­lags­ge­sellschaft (DVG).

Die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP) ist nach Ein­schätzung des Bun­de­samtes für Ver­fas­sungss­chutz ( die größte recht­sex­treme Kul­turvere­ini­gung in Deutsch­land und stand zumin­d­est im Jahr 2005, laut Ver­fas­sungss­chutzbericht aus dem Jahre 2006, der NPD nahe.

Mar­tin Pfeif­fer ist ein in Öster­re­ich tätiger deutsch­er Jour­nal­ist. Er ist Mit­glied mehrerer recht­sex­tremer Vere­ini­gun­gen und war von 2004 bis zu ihrer Ein­stel­lung 2018 Chefredak­teur der recht­sex­tremen Zeitschrift Die Aula. Laut Andreas Speit und Mar­tin Lange­bach ist Pfeif­fer ein­er „der wichtig­sten Pro­tag­o­nis­ten im Spek­trum der radikalen Recht­en“ in Öster­re­ich.

Die GfP wurde 1960 von ehe­ma­li­gen Ange­höri­gen der NSDAP und der SS gegrün­det.

Eine beson­dere Rolle kam dabei dem ehe­ma­li­gen stel­lvertre­tenden Reich­s­pressechef der NSDAP, Hel­mut Sün­der­mann, zu.
Aus “Rechte Net­zw­erke – eine Gefahr”

Mit­grün­der waren außer­dem Kurt Ziesel (rechts­gerichteter Pub­lizist und Mit­be­grün­der der GfP), Erich Kern (eigentlich Erich Knud Kern­mayr; öster­re­ichis­ch­er nation­al­sozial­is­tis­ch­er Funk­tionär und recht­sex­tremer Pub­lizist) , Her­bert Böhme (Her­bert Böhme war ein deutsch­er nation­al­sozial­is­tis­ch­er Kul­tur­funk­tionär, Lyrik­er, Schrift­steller und Pub­lizist) und Peter Kleist (recht­sex­tremer Jour­nal­ist und Buchau­tor zu The­men rund um die deutsche Ost­poli­tik) , der ein­stige per­sön­liche Ref­er­ent des NS-Außen­min­is­ters Joachim von Ribben­trop.
Spiegel Artikel Feb­ru­ar 1951 zu Her­bert Böhme

Die GfP schrieb hierzu: „Zu Pfin­g­sten 1960 trafen sich in Neustadt an der Wein­straße Ver­leger, Redak­teure, Schrift­steller, Buch­händler und Fre­unde ein­er freien Pub­lizis­tik, um sich gegen eine unheil­volle Entwick­lung zu verbinden.“ „Anläßlich der Frank­furter Buchmesse 1960“ sei die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik als einge­tra­gen­er Vere­in gegrün­det wor­den. Die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik e. V. ist beim Amts­gericht München im Vere­in­sreg­is­ter unter Num­mer VR 1008 einge­tra­gen.

Funk­tionäre der Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik bis 1995. Quelle Apabiz 1995

1960 wird die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik unter der Führung des ehe­ma­li­gen stel­lvertre­tenden Reich­s­pressechef der NSDAP, Hel­mut Sün­der­mann, gegrün­det.
Het­zerisch­er Leitar­tikel Sün­der­manns von 1942 im Völkischen Beobachter

Hel­mut Sün­der­mann war ein nation­al­sozial­is­tis­ch­er Jour­nal­ist. Er war ein­er der wichtig­sten Medi­en-Pro­pa­gan­dis­ten des nation­al­sozial­is­tis­chen Staates. Er bek­lei­dete den Rang eines SS-Ober­sturm­ban­n­führers und gehörte als stel­lvertre­tender Reich­s­pressechef der NSDAP und der Reich­sregierung zum engen Umfeld von Adolf Hitler. Nach Kriegsende betätigte er sich als Pub­lizist in recht­sex­tremen Kreisen, grün­dete 1952 den recht­sex­tremen Druf­fel-Ver­lag und blieb bis zu seinem Lebensende Holo­caust-Leugn­er.

1970 wird Gert Sud­holt zum 2. Vor­sitzen­den gewählt und führt die GFP von 1973 bis 1983 als 1. Vor­sitzen­der. 1983 wird er abgelöst durch Holle Grimm, übern­immt das Amt 1985 wieder und amtiert bis 1991. Dann übern­immt Rolf Kosiek, zugle­ich Mitar­beit­er beim Grabert-Ver­lag und lange Zeit Ide­ologe der Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands (NPD), den Vor­sitz.

Gert Sud­holt ist ein deutsch­er Ver­leger und Pub­lizist. Er war zweit­er Vor­sitzen­der der u. a. vom Ver­fas­sungss­chutz als recht­sex­trem eingestuften Gesellschaft für Freie Pub­lizis­tik e.V. und ist Holo­caustleugn­er und Eigen­tümer der Ver­lags­ge­sellschaft Berg, die unter ihrem Dach drei Ver­lage vere­int, Türmer-Ver­lag, Vow­inck­el-Ver­lag und Druf­fel-Ver­lag.

Im Zen­trum des GFP-Wirkens ste­hen die jährlichen Kon­gresse, auf denen »Wis­senschaftler, Schrift­steller und Poli­tik­er zu aktuellen geistig-poli­tis­chen Fra­gen Stel­lung« nehmen.
Zu den Vor­tra­gen­den, die vielfach auch Mit­glieder der Gesellschaft sind, gehören u. a.:

die Pro­fes­soren Austin App, Wjatsches­law Das­chitschew, Richard W. Eich­ler, Felix Erma­co­ra, Hel­mut Gütlich, Wern­er Georg Haver­beck, Robert Hepp, Bolko Frhr. von Richthofen, Alfred Keck, Hrov­je Lorkovic, Fritz Münch, Emil Schlee, Bern­hard Willms sowie Wis­senschaftler, Poli­tik­er und Pub­lizis­ten wie Rudolf Aschenauer, Felix Buck, Gün­ter Deck­ert, Peter Dehoust, Georg Franz-Will­ing, Wolf­gang Hausen, David Irv­ing, Markus Josef Klein, Dankwart Kluge, Hans-Ulrich Kopp, Wern­er Kuh­nt, Franz Kurows­ki, Hel­mut von Licht­en­feld, Andreas Mölz­er, Andreas Molau, Har­ald Neubauer, Mar­tin Pab­st, Niko­laus von Pre­radovich, Wern­er Obst, Wil­fred von Oven, Richard Pem­sel, Karl Richter, Hans-Diet­rich Sander, Her­bert Schaller, Josef Schüßl­burn­er, Her­bert Schweiger, Otto Scrinzi, Gus­tav Sichelschmidt, Robert Steuck­ers, Wolf­gang Strauss, Hans Georg von Studnitz, Adolf von Thad­den, Horst Rudolf Übelack­er, Rein­hard Uhle-Wet­tler, Thor von Wald­stein, Udo Wal­endy, Hein­rich Zil­lich.

Seit 1963 ver­lei­ht die GFP jährlich die Hut­ten-Medaille für Ver­di­en­ste in Sachen deutsch­er (völkisch­er) Lit­er­atur.

Preisträger waren u.a. David L. Hog­gan, Arthur Ehrhardt, Peter Kleist, Annelies von Ribben­trop, Hans Grimm, Hel­mut Sün­der­mann, Hein­rich Här­tle, Hans W. Hagen, Fritz Münch, Rein­hard Pozorny, Erich Kern­mayr, Walde­mar Schütz, Arno Brek­er, Georg Franz-Will­ing, Gus­tav Sichelschmidt, Adolf von Thad­den, Rolf Kosiek, Wern­er Kuh­nt und Berthold Rubin.

Die GfP in den 90er Jahren

1983 gab Sud­holt das Amt des Vor­sitzen­den an Holle Grimm ab, um sich seinen inzwis­chen vielfälti­gen pub­lizis­tis­chen Aktiv­itäten wid­men zu kön­nen.

Quelle HNA Artikel: Holle Grimm war die Tochter des deutschen Pub­lizis­ten Hans Grimm. Dieser wurde durch seine Schrift Volk ohne Raum bekan­nt, deren Titel das Mot­to der nation­al­sozial­is­tis­chen Expan­sion­spoli­tik wurde.

Doch zwei Jahre später kehrte Sud­holt zurück, um bis 1991 zu amtieren. Zu diesem Zeit­punkt war Sud­holt bere­its wegen eines in seinen Deutschen Monat­sheften veröf­fentlicht­en Artikels verurteilt wor­den. Anlaß war ein Auschwitz leug­nen­der Artikel von Robert Fau­ris­son.
Mit­gliederver­samm­lung am Fre­itag, dem 30. August 2019 u.a. mit ex AfD Poggen­burg und Sud­holt

Erst 1993 – nach ein­er Beru­fungsver­hand­lung – ging Sud­holt deshalb in Haft. Sein Nach­fol­ger an der Spitze der GFP wurde der dama­lige Mitar­beit­er beim Grabert-Ver­lag Rolf Kosiek, ihm zur Seite standen Peter Dehoust und Walde­mar Schütz, damals schon 79-jähriger Mit­be­grün­der der Vere­ini­gung.

Ein weit­eres Zen­trum der GFP-Aktiv­itäten ist seit den 1990er-Jahren der Vere­in für Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.

Die Erweiterung des Para­grafen 130 im Jahr 1994, durch die Holo­caust-Leug­nung als Volksver­het­zung straf­bar wurde, forderte den Wider­spruch der GFP her­aus. Auf der Jahresver­samm­lung 1996 wurde eine Erk­lärung zur Presse- und Mei­n­ungs­frei­heit abgegeben, in der die „Son­derge­set­ze und strafrechtliche Ver­fol­gung (…) wegen begrün­de­ter Äußerun­gen zu bes­timmten Fra­gen der Zeit­geschichte“ beklagt wur­den.

Im gle­ichen Jahr berichtete der Vor­sitzende Kosiek von laufend­en bzw. abgeschlosse­nen Ver­fahren „gegen unsere Mit­glieder Dehoust, Grabert, Neubauer, Richter, Dr. Sud­holt, Symanek, Wal­endy“. Durch einen „Wern­er-Hänsler-Fonds“ sollte die Recht­shil­fe für die Mit­glieder bess­er gewährleis­tet wer­den. Ein weit­eres Zen­trum der GFP-Aktiv­itäten ist seit den 1990er-Jahren der Vere­in für Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.

Quelle Dehoust wuchs in Hei­del­berg auf und absolvierte dort sein Abitur. In Hei­del­berg und München studierte er Rechtswis­senschaften und Pub­lizis­tik. Während seines Studi­ums war er 1956 Mit­grün­der und Chefide­ologe des recht­sex­tremen Bun­des Nationaler Stu­den­ten (BNS). Diese zusam­men mit Peter Stöc­kicht und Mar­tin Mußgnug gegrün­dete Gruppe war eine der radikalsten recht­sex­tremen Stu­den­tenor­gan­i­sa­tio­nen Ende der 1950er Jahre und wurde 1961 bun­desweit ver­boten.

Dehoust wurde 1997 von seinem Adepten Karl Richter abgelöst, an der Jahresver­samm­lung, ange­blich „eine der erfol­gre­ich­sten und har­monis­chsten“ in der Geschichte der GFP, nah­men weit über 300 Per­so­n­en teil. Die GFP beteiligte sich in den späten 1990er-Jahren vor allem an der Entwick­lung der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH). Kosiek leit­ete die GFP bis 2005 und blieb danach im Vor­stand. Seine Ablö­sung durch Andreas Molau brachte die junge Gen­er­a­tion ans Rud­er.
Jür­gen Rieger

Auch wenn Jür­gen Rieger nicht im oberen Chart auf­taucht, so ist er auch im Net­zw­erk um Archiv der Zeit, GfP, Ren­nicke, Guth­mannshausen zu find­en. Denn der Mit­grün­der des “Kul­tur- und Zeit­geschichte – Archiv der Zeit e.V.” Klaus Christoph Mar­loh, war auch Grün­der des Nord­deutschen Kul­turvere­ins, an dem auch Jür­gen Rieger und Gertrude Herr beteiligt waren.

1968 schließt sich der Juras­tu­dent Jür­gen Rieger der Aktion Oder-Neiße an.

Spiegel Artikel 1967: Der Akon-Bun­desvor­sitzende Geißler klagt über eine “nation­alpoli­tis­che Deformierung” des Ver­triebe­nen-Bun­des, der “die Ten­den­zen der Verzicht­spoli­tik entschei­dend gefördert” habe, dif­famiert die evan­ge­lis­che Kirche als “poli­tis­chen Par­ti­sa­nen des Bolschewis­mus” und attack­iert Pas­toren, die ein­seit­ig “in beschränk­tem Fanatismus (und) mit hohlem Pathos … immer noch gegen die Konzen­tra­tionslager-Greuel” zu Felde ziehen.

1969 tritt er dem Bund Heimat­treuer Jugend bei und ver­faßt die 1972 indizierte Schrift Rasse – Ein Prob­lem auch für uns.

Quelle Apabiz: Die Heimat­treue Jugend e.V. entste­ht 1990 aus ein­er radikalen Abspal­tung des Bun­des Heimat­treuer Jugend (BHJ) – Der Frei­bund e.V. um den ehe­ma­li­gen Bun­des­führer Michael Will und Hans Solt­ner. Ihr Sym­bol war die Odal­srune. Die Struk­tur hat sie weit­ge­hend vom BHJ über­nom­men, ist jedoch haupt­säch­lich in Nord­deutsch­land tätig. Die Mit­glieder sind zwis­chen sieben und 25 Jahren alt, unter­stützt wird die Gruppe von einem Fre­un­deskreis.
Spätestens 2000 benan­nte sich die Gruppe in -> Heimat­treue Deutsche Jugend (HDJ) um.

1970 betätigt sich Rieger als Press­esprech­er eines CSU-Fre­un­deskreis­es und beteiligt sich im Okto­ber an ein­er gewalt­täti­gen Demon­stra­tion der Aktion Wider­stand in Würzburg. Wegen Kör­per­ver­let­zung wird er 1974 verurteilt.

Rieger ist 1972 Mit­be­grün­der des Nordis­chen Rings und wird Vor­sitzen­der der Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung. 1975 eröffnet er sein Anwalts­büro in Ham­burg.

Im Prozeß gegen den ehe­ma­li­gen SS-Führer Arpad Wigand behauptet Rieger, die Ein­rich­tung des Warschauer Ghet­tos sei eine seuchen­hy­gien­is­che Maß­nahme gewe­sen.

Quelle Ham­burg­er Abend­blatt: Ein gegen ihn 1961 ein­geleit­etes Ermit­tli­ungsver­fahren wurde noch im sel­ben Jahr eingestellt, ein Vor­gang der sich später im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des Ver­nich­tungslagers Tre­blin­ka wieder­holte. In anderen NS-Prozessne wurde er als Zeuge ver­nom­men, so im Zuge des ersten Frank­furter Auschwitzprozesses.Vor dem Landgericht Ham­burg wurde Wigand Ende 1981 wegen Bei­hil­fe zum Mord zu zwölfein­halb Jahren Frei­heitsstrafe verurteilt, der Ver­fahrens­ge­gen­stand bein­hal­tete im Wesentlichen NS-Ver­brechen in Warschau. Sein Vertei­di­ger war der recht­sex­treme Ham­burg­er Recht­san­walt Jür­gen Rieger. Rieger hielt zum Prozessende ein neun­stündi­ges Plä­doy­er, in dem er unter anderem die Ein­rich­tung des Warschauer Ghet­tos als seuchen­poli­tis­che Maß­nahme beze­ich­nete. Diese und weit­ere Äußerun­gen Riegers während des Wigand-Prozess­es führten 1983 zu ein­er Verurteilung Riegers wegen Belei­di­gung der Opfer nation­al­sozial­is­tis­ch­er Gewaltherrschaft und Verunglimp­fung des Andenkens Ver­stor­ben­er. Rieger wurde zu ein­er Geld­strafe verurteilt, das Urteil wurde jedoch nach der Revi­sion 1987 aufge­hoben. Wigand starb Ende Juli 1983.

Ein Ver­fahren wegen Verunglimp­fung des Andenkens Ver­stor­ben­er bringt ihm 1983 eine Geld­strafe ein, die 1987 aufge­hoben wird. 1989 wird er Vor­sitzen­der der Art­ge­mein­schaft und Schriftleit­er der Nordis­chen Zeitung.

1990 wer­den die Vere­ine Hei­de-Heim e.V. Buch­holz und Ham­burg, bei denen Rieger Vor­stands­funk­tio­nen bek­lei­det, Träger des Schu­lungszen­trums Het­endorf 13, wo Wehrsport­lager und Tre­f­fen neo­faschis­tis­ch­er Grup­pen sowie ab 1991 die jährlichen Het­endor­fer Tagungswochen stat­tfind­en, die durch von Rieger geleit­ete Vere­ine bestrit­ten wer­den.

Quelle Anti­ra: Der Hei­de-Heim e.V., Ham­burg, wurde am 18.12.1984 gegrün­det und am 21.2.1985 in das Vere­in­sreg­is­ter beim Ham­burg­er Amts­gericht, Abteilung 69, Geschäft­snum­m­mer 69 VR 10565 einge­tra­gen. Soweit erkennbar ist die einzige derzeit geförderte Liegen­schaft des Hei­de-Heim e.V., Ham­burg, die Anlage in Het­endorf, die der Vere­in mit Wirkung vom 22.06.1992 von den Vor­eigen­tümern Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V., Ham­burg, und Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung e.V., Ham­burg, erwarb. Neben dem Hei­de-Heim e.V., Ham­burg, beste­ht ein weit­er­er Vere­in Hei­de-Heim e.V. mit Sitz in Buch­holz, Land­kreis Har­burg. Dieser Vere­in wurde am 23.08.1990 unter der Num­mer 1342 in das Vere­in­sreg­is­ter des Amts­gericht­es Tost­edt einge­tra­gen. Dieser Vere­in ist bemüht, Mit­glieder, ins­beson­dere Förder­er, zu gewin­nen, um mit den Beiträ­gen und Spenden die Kosten für den Betrieb und den Aus­bau der Anlage in Het­endorf bestre­it­en zu kön­nen. Der Vere­in hat nach Ver­fas­sungss­chutzangaben 25 Mit­glieder.” (Franziska Hundseder, Rechte machen Kasse, 1995, München).

Im April 1991 referiert Rieger bei der Nation­al­is­tis­chen Front (NF) zum The­ma Aus­län­der raus – warum und wie. Im August meldet er die Ersatzver­anstal­tung für den ver­bote­nen Rudolf Heß-Gedenkmarsch in Bayreuth an und ist Haup­tred­ner vor etwa 2.000 Teil­nehmern.
Wegen Ver­wen­dens ver­fas­sungs­feindlich­er Sym­bole wird Rieger 1994 verurteilt. 1995 sucht er »junge deutsche Fam­i­lien«, die mit ihm nach Schwe­den auswan­dern wollen, wo er ein 650 Hek­tar großes Gut gekauft hat, das 3,4 Mil­lio­nen DM gekostet haben soll. Im Feb­ru­ar leit­et die Ham­burg­er
Staat­san­waltschaft ein Ehren­gerichtsver­fahren gegen ihn ein.

Jür­gen Rieger in Het­endorf 13 – Quelle Spiegel TV Beitrag

Die Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung (im fol­gen­den GBA) entste­ht aus der Deutschen Gesellschaft für Erbge­sund­heit­spflege, die Anfang der 60er Jahre gegrün­det wurde. Sie vere­inigt in ihrem wis­senschaftlichen Beirat führende Vertreter des west­deutschen Recht­sex­trem­is­mus wie Rolf Kosiek,Hans Georg Amsel oder Hans‑W. Ham­mer­bach­er, Repräsen­tan­ten des »Lebenss­chutzes« wie Gün­ther Schwab, aus­ländis­che Vertreter des Recht­sex­trem­is­mus wie C. D. Dar­ling­ton, F. J. Irsigler, Alain de Benoist oder Don­ald A. Swan und Vertreter der Anthro­polo­gie wie Arthur R. Jensen (USA).

Quelle Anti­ra: Die DKG ver­fügt über weitre­ichende Kon­tak­te in das gesamte Spek­trum des deutschen und europäis­chen Recht­sex­trem­is­mus und Neo­faschis­mus. Auf ihren Tagun­gen ver­sam­melt sich eine Vielzahl wichtiger Funk­tion­sträger. Eine enge Zusam­me­nar­beit beste­ht mit den neo­faschis­tis­chen Nach­wuch­sor­gan­i­sa­tio­nen der Nation­al­is­tis­chen Front (NF) und der Wik­ing Jugend (WJ). Mit Ulli Boldt und Jan Gal­lasch sitzen ehe­ma­lige NF-Mit­glieder um Meinolf Schön­born im Vor­stand der BKP. Boldt war Betreiber des Nationalen Infotele­fons Berlin und bis Mai 1995 im Vor­stand des Jun­gen Weik­er­sheim des Stu­dien­zen­trums Weik­er­sheim. Enge Zusam­me­nar­beit beste­ht zwis­chen der BKP und den Nationalen sowie dem Hoff­mann von Fall­er­sleben Bil­dungswerk, mit bei­den wer­den gemein­sam Ver­anstal­tun­gen durchge­führt.

Neben der Her­aus­gabe der Zeitschrift Neue Anthro­polo­gie führt die GBA in den 70er Jahren über­wiegend Jahresta­gun­gen durch. 1975 hält Christa Meves bei der Gesellschaft einen Vor­trag zum The­ma »Geburten­schwund aus psy­chol­o­gis­ch­er Sicht«.

Daneben ver­sucht die GBA, durch Rund­schreiben Ein­fluß auf die offizielle Anthro­polo­gie, auf Ärzte und Lehrer zu gewin­nen.

Seit 1991 find­en die Tagun­gen im Rah­men der jährlichen Het­endor­fer Tagungswochen statt, ein­er Gemein­schaftsver­anstal­tung mit anderen von Rieger dominierten Vere­inen wie der Art­ge­mein­schaft, dem Nordis­chen Ring, dem Fam­i­lien­werk e.V., dem Fre­un­deskreis Filmkun­st sowie der Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik.

Bei den Tagungswochen treten u.a. auf: Jür­gen Rieger, Udo Wal­endy, Wolf­gang Juchem, Har­ry Radegeis, Karl Baßler, Her­mann Thiele.
HETENDORF 13

Anteil­seign­er waren zu 2/3 der Nord­deutsche Kul­turkreis e.V. und zu 1/3 der von Jür­gen Rieger gegrün­dete recht­sex­treme Vere­in „Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung e. V.“.
Wik­ing-Jugend

Jür­gen Rieger baute nach 5 Jahren „Wartezeit“ Het­endorf 13 zu einem der wichtig­sten Tagungs- und Schu­lungszen­tren der extremen Recht­en und zum Neon­azi-Zen­trum Nord­deutsch­lands aus. Mit­glieder der ver­bote­nen „Frei­heitlichen Deutschen Arbeit­er­partei“ (FAP) und der „Nationalen Liste“ sorgten immer wieder für gewalt­tätige Auseinan­der­set­zun­gen.
Die Wik­ingju­gend in Het­endorf 13

Mit­glieder der FAP und der eben­falls ver­bote­nen Wik­ing-Jugend trafen sich in Het­endorf zu „Wehrsportübun­gen“. Während ein­er Het­endor­fer Tagungswoche in 1997 wur­den die Per­son­alien ein­er gewis­sen Beate Zschäpe (NSU) aufgenom­men.

Quelle: Die Cellesche Zeitung hat­te am 8. Feb­ru­ar 2012 berichtet, dass Zschäpe im Juni 1997 an der 7. Het­endor­fer Tagungswoche des Nazi-Anwalts Jür­gen Rieger teilgenom­men hat­te. Vertreter der Neben­klage hat­ten daraufhin im Sep­tem­ber 2016 beim Ober­lan­des­gericht München den Antrag gestellt, die Vorgänge in Het­endorf im Ver­fahren zu beleucht­en. Am 10. Jan­u­ar 2017 hat­te ein Beamter der Polizei­in­spek­tion Old­en­burg-Stadt bestätigt, dass Zschäpe bei ein­er Zufahrt­skon­trolle am 21. Juni 1997 reg­istri­ert wor­den war.

Sie nahm an der Tagung teil. 1998 wurde das Tagungszen­trum von den Behör­den geschlossen, ein Jahr später nan­nte sich der Vere­in „Fre­un­deskreis Filmkun­st e.V.“ (FKFK) in „Nord­deutsch­er Kul­turkreis e.V.“ um.
Wik­ingju­gend bei Wehrsportübun­gen in Het­endorf 13 – Quelle TV Video

Beson­ders wider­wär­tig: das Gelände, das Rieger kaufte, gehörte vorher der car­i­ta­tiv­en Ein­rich­tung der Celler Lobe­ta­lar­beit. e.V., die es an das Bun­desver­mö­gen­samt für 1,2 Mio DM verkaufte. Auf dem Gelände befan­den sich eine Wohn­stätte und eine Son­der­schule für behin­derte Men­schen.
Kaufver­trag Het­endorf 13 – Quelle Spiegel TV

Riegers Vere­in „Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung e. V. “ kaufte das Gelände vom Bun­desver­wal­tungsamt für 120.000 DM und war zu 1/3 Anteil­seign­er.

Quelle Druck­sache 5/3612: Frau Bet­ti­na Maria Wild-Bin­stein­er hat mit notariellem Ver­trag im Mai 2011 die Immo­bilie erwor­ben. Das Thüringer Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz hat erst im Nach­hinein Ken­nt­nis über den Kauf erhal­ten.

Als der Nord­deutsche Kul­turkreis e.V. ver­boten wurde, ging das Vere­insver­mö­gen auf die „Gesellschaft für biol­o­gis­che Anthro­polo­gie, Eugenik und Ver­hal­tens­forschung e. V.“ von Jür­gen Rieger über.
HEIDE-HEIM E.V.

Die Hei­de-Heim e.V. wurde 1984 in Ham­burg gegrün­det. Mar­loh über­nahm die ersten 6 Jahre den Vor­sitz, Gertrude Herr wurde stel­lvertre­tende Vor­sitzende.

Quelle Spiegel Artikel: Damals kaufte Rieger das Gelände – “für ”n Appel und ”n Ei”, so seine langjährige Kampfge­fährtin Gertrud Herr, die in der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus Führerin beim “Bund Deutsch­er Mädel” war. Preis laut Kaufver­trag: 120 000 Mark – ein Zehn­tel dessen, was der Bund dem Vor­eigen­tümer bezahlt hat­te.

Dieses Amt über­gab sie ab 1990 dem Anwalt Jür­gen Rieger, dessen eng­ste Mitar­bei­t­erin sie auch war. 1990 über­nahm die Hei­de-Heim e.V. das Anwe­sen Het­endorf 13.

Der Vere­in hat den Zweck, ein Volks­bil­dungs- und Jugend­heim zu unter­hal­ten. In diesem Heim sollen die Erziehung, die Volks­bil­dung, die Jugendpflege und die Völk­erver­ständi­gung sowie der Abbau von Vorurteilen ins­beson­dere mit den skan­di­navis­chen Völk­ern gefördert wer­den. (…)

Dies soll ins­beson­dere geschehen durch den Erfahrungsaus­tausch und die Weit­er­bil­dung von Eltern, Erziehern und Jugendleit­ern, die Wis­sensver­mit­tlung und Anre­gung für eine men­schen­würdi­ge, gesunde, gemein­schaft- und umwel­ter­hal­tende Lebens­führung; Ver­anstal­tun­gen wie Tagun­gen, Lehrgänge, Arbeit­str­e­f­fen, Begeg­nun­gen mit volks­bilden­den Vorträ­gen, Vor­führun­gen, Besich­ti­gun­gen, Übun­gen, Arbeit­en, Wan­derun­gen und anderen sportlichen Betä­ti­gun­gen; Jugend­lager“.

Jür­gen Rieger, der Ini­tia­tor der Rudolf-Heß-Gedenkmärsche in Wun­siedel, stellte der Wik­ing-Jugend das Gelände Het­endorf 13 für ihre Freizeit- und Zelt­lager zur Ver­fü­gung.

Der nahegele­gene Trup­penübungsplatz Mun­ster war für die paramil­itärische Aus­bil­dung der Neon­az­i­ju­gend wie geschaf­fen.

Aus der Wik­ing-Jugend gin­gen Thorsten Heise und Sebas­t­ian Räbiger, der der let­zte Bun­des­führer der Heimat­treuen Deutschen Jugend (HDJ), der Nach­fol­ge­or­gan­i­sa­tion der Wik­ing-Jugend, war, her­vor. 2007 fand ganz in der Nähe in Eschede das Freizeit­lager der HDJ statt, an dem Andreas Kalb­itz (AfD) teil­nahm.
Faz­it

Es gibt im Nachkriegs-Deutsch­land nach wie vor eine recht­sex­treme, nation­al­sozial­is­tisch-gesin­nte anti­semi­tis­che Szene von Geschicht­sre­vi­sion­is­ten und Holo­caust-Leugn­ern, ehe­ma­lige NSDAP- und SS-Mit­glieder. Per­son­elle Über­schnei­dun­gen zu Ver­triebe­nen Ver­bän­den sind nicht zu überse­hen, sowie die Ver­triebe­nen-The­matik.

Sie poli­tisierten eine Gen­er­a­tion, die wiederum die Gen­er­a­tion poli­tisierte, zu der Andreas Kalb­itz heute gehört. Ihr Geld und Ein­fluss ermöglicht­en Tagungs- und Begeg­nungsstät­ten, Aus­bil­dungsstät­ten, Jugend­lager und Denk­fab­riken. Ihre Kon­tak­te in poli­tis­che, gesellschaftliche und pub­lizis­tis­che Kreise wer­den entwed­er nicht wahrgenom­men oder ver­harm­lost.

Es gab eine Zeit in Deutsch­land, in der war es unmöglich, dass Holo­caust-Leugn­er poli­tis­che Ämter und Man­date errin­gen kon­nten. Zu vul­gär war deren Reden und Auftreten in der Öffentlichkeit. Die Neuen Recht­en haben gel­ernt, ihre ide­ol­o­gis­che Sichtweise in mod­erne Nar­ra­tive zu giessen.

Das macht sie nicht weniger harm­los und nicht weniger gefährlich. Es heißt heute zwar “Ethno­plu­ral­is­mus”, der jed­er Nation ihr Recht auf den “his­torisch anges­tammten” Raum und “Iden­tität” zugeste­ht, aber den­noch keine “Ver­mis­chung” erlaubt, und meint doch nichts anderes, als die alte “Blut- und Boden-Ide­olo­gie”, bei der die Worte Blut durch Iden­tität und Boden durch Raum aus­tauschbar gewor­den sind.

In diesem anti­semi­tis­chen und nation­al­sozial­is­tisch gesin­nten Umfeld hat sich Andreas Kalb­itz lange bewegt, auch als Funk­tion­sträger. Ein Umfeld alter Holo­caust-Leugn­er und Ver­triebene. Die neue und junge Gen­er­a­tion der Neuen Recht­en verurteilt zwar öffentlich den Holo­caust und die Ver­brechen der Nazis an der Men­schheit, hin­dert sie aber nicht daran, Kon­takt zu Holo­caust-Leugn­ern zu pfle­gen, und deren Vere­ine weit­erzuführen.

Und wenn zu unap­peti­tliche Kon­tak­te öffentlich wer­den, dann tritt man zurück, oder wird aus der Partei aus­geschlossen. Begeg­nungs- und Tagungsstät­ten wie Het­endorf 13 oder Guth­mannshausen hal­ten die Geschichte für “nachk­om­mende Gen­er­a­tio­nen” lebendig – aber der­maßen ver­fälscht und gek­lit­tert – während die Gen­er­a­tion der Großel­tern nach und nach stirbt und nicht mehr bezeu­gen kann, was bis 1945 geschehen ist.

Unsere Arbeit und Recherchen, aber auch die viel­er weit­er­er Insti­tu­tio­nen und Grup­pen, Gedenk- und Bil­dungsstät­ten sowie die Arbeit viel­er Jour­nal­is­ten, sind ein Beitrag, uns immer wieder vor Augen zu führen, wie zer­brech­lich Gesellschaften und Staatssys­teme wer­den kön­nen, wenn Erin­nerun­gen verblassen und mit der Zeit sog­ar ver­fälscht wer­den.

Artikel­bild: Patrick Pleul/zb/dpa

Hey, möcht­est du mehr Recherchen und Analy­sen zu den Hin­ter­grün­den von poli­tis­chen Mythen und Fake News? Oder auch Kom­mentare zu poli­tis­chen Forderun­gen und aktuellen Ereignis­sen? Dann unter­stütze unsere Arbeit mit ein­er kleinen Spende für einen Kaf­fee, dazu kannst du ein­fach hier ent­langschauen. Oder besuche unseren Shop und unter­stütze uns mit dem Kauf von T‑Shirts, Tassen und Taschen, hier ent­lang.

Quellen

AfD wählt neuen Bun­desvor­stand,” AfD, Dezem­ber 4, 2017, https://www.afd.de/afd-waehlt-neuen-bundesvorstand/.
Maria Fiedler and Alexan­der Fröh­lich, “AfD-Lan­deschef Andreas Kalb­itz Ein Mann, hart an der Gren­ze,” Der Tagesspiegel, Juni 26,2017, https://www.tagesspiegel.de/berlin/afd-landeschef-andreas-kalbitz-ein-mann-hart-an-der-grenze/19978518.html.
“Völkisches vom AfD-Abge­ord­neten Andreas Kalb­itz,” Infori­ot, Okto­ber 14, 2014, https://inforiot.de/voelkisches-vom-afd-abgeordneten-andreas-kalbitz/.
“Recht­slastige Ver­gan­gen­heit,” Blick nach rechts, Octo­ber 16, 2014, https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/rechtslastige-vergangenheit.
Wig­bert Löer, “Rechter als Gauland – dieser Sol­dat kön­nte die AfD übernehmen,” Stern, Juni 17, 2018, https://www.stern.de/politik/deutschland/afd-parteivorsitz–der-rechte-netzwerker-andreas-kalbitz-steht-bereit-8124794.html.
Pen­nale Burschen­schaft Sax­o­nia-Czer­nowitz zu München, https://burschenschaft-saxonia.de/.
Maik Baumgärt­ner, Gior­gos Chris­tides, Matthias Gebauer, Ann-Katrin Müller and Christoph Schult, “Wie Kalb­itz seine Reise zur Nazi-Demo erk­lärt,” Der Spiegel, August 30, 2019, https://www.spiegel.de/plus/wie-afd-spitzenkandidat-andreas-kalbitz-seine-reise-zur-neonazi-demo-erklaert-a-00000000–0002-0001–0000-000165695577.
“Gutacht­en zu tat­säch­lichen Anhalt­spunk­ten für Bestre­bun­gen gegen die frei­heitliche demokratis­che Grun­dord­nung in der „Alter­na­tive für Deutsch­land“ (AfD) und ihren Teilor­gan­i­sa­tio­nen,” Bun­de­samt für Ver­fas­sungss­chutz, Jan­u­ary 15, 2019. Klas­si­fiziert­er BfV-Bericht, her­aus­gegeben von Net­zpoli­tik, https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/#2019–01-15_BfV-AfD-Gutachten_Quelle-959.
Die Junge Lands­man­nschaft Ost­preußen wurde 1991 von der Ver­triebe­nen­vere­ini­gung Lands­man­nschaft Ost­preußen in Würzburg gegrün­det. Sie wurde am 31. Juli 1992 als Vere­in beim Amts­gericht Char­lot­ten­burg einge­tra­gen (VR 12582).Unter dem Druck der Lands­man­nschaft Ost­preußen änderte die Jugen­dor­gan­i­sa­tion 2006 ihren Namen in Junge Lands­man­nschaft Ost­deutsch­land, nach­dem sie sich im Jahr 2000 von der Mut­teror­gan­i­sa­tion getren­nt hat­te.
“Antwort der Bun­desregierung auf die Kleine Anfrage der Abge­ord­neten Ulla Jelp­ke und der Gruppe der PDS – Druck­sache 13/6426 – Die “Junge Lands­man­nschaft Ost­preußen”, die “Wirtschaft­sju­nioren Osteu­ropa”, die “Junge Frei­heit” und der Recht­sex­trem­is­mus,” Deutsch­er Bun­destag, Dezem­ber 27, 1996, https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/066/1306654.asc.
“Dres­den ‑Die Junge Lands­man­nschaft Ost­preußen,” Indy­media, Feb­ru­ar 5, 2009, https://de.indymedia.org/2009/02/241165.shtml.
“Beurteilung des „Witikobun­des“ durch die Bundesregierung,”Antwort der Bun­desregierung auf die Kleine Anfrage der Abge­ord­neten Ulla Jelp­ke, Sevim Dagde­len, Petra Pau und der Frak­tion DIE LINKE, Druck­sache 16/10657, Deutsch­er Bun­destag, Novem­ber 3, 2008, dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610755.pdf.
“Dres­den ‑Die Junge Lands­man­nschaft Ost­preußen,” Indy­media, Feb­ru­ar 5, 2009, https://de.indymedia.org/2009/02/241165.shtml; “Ver­fas­sungss­chutzbericht des Lan­des Nor­drhein-West­falen 2002,” p. 61. (nicht geprüft)
“Neo-Nazis hijack Dres­den cer­e­mo­ny in the biggest far-right demon­stra­tion since Hitler,” Inde­pen­dent, Feb­ru­ary 14, 2015, https://www.independent.co.uk/news/world/europe/neo-nazis-hijack-dresden-ceremony-in-the-biggest-far-right-demonstration-since-hitler-483337.html.
“Riskante Recherche – geheime Auf­nah­men von NPD-Funk­tionären,” ARD Panora­ma März 15, 2007, https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2017/Riskante-Recherche-geheime-Aufnahmen-von-NPD-Funktionaeren,nazis2.html.
“In der Neon­azi-Nis­che: Porträt der »Jun­gen Lands­man­nschaft Ost­deutsch­land«,” Antifa Recherche Team (ART) Dres­den Review Nr. 18, Früh­jahr 2011, https://www.addn.me/uploads/review_2011_1_web.pdf. Erst­mals veröf­fentlicht in der Aus­gabe “Extra Dres­den” von Der Rechte Rand im März 2011.
“Jahres­bericht 2010 des Ver­fas­sungss­chutzes”, Bun­de­samt für Ver­fas­sungss­chutz, S. 5, archiviert am August 9, 2011, https://web.archive.org/web/20110809224935/http://www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsbericht_2010_engl.pdf.
“Witiko­brief,” Witikobund e.V., http://www.witikobund.de/category/witikobrief/.
Hans-Ulrich Kopp (*1962), dessen Eltern aus dem Sude­ten­land stammten, gilt als ein sehr wichtiger Funk­tionär in der recht­sex­tremen Szene und hat nach 1945 in prak­tisch allen rel­e­van­ten recht­sex­tremen Pub­lika­tio­nen in Deutsch­land mit­gewirkt. Kopps Wikipedia-Seite: Staats­briefe, Nation und Europa, Iden­tität, Aula, Schweiz­erzeit, Mut, Burschen­schaftliche Blät­ter, Criti­con, Europa bzw. Zeit­en­wende, Men­sch und Maß, Rus­s­land und wir, Deutsche Geschichte, Frieden 2000, Deutsche Mil­itärzeitschrift etc.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Ulrich_Kopp.
Witikobund e.V., http://www.witikobund.de/.
Bern­hard Clasen and Gabriele Less­er, “The Fire­bugs,” taz, March 15, 2019, https://taz.de/taz-Recherche-auf-Englisch/!5580571/.
“NS-Ver­gan­gen­heit ehe­ma­liger hes­sis­ch­er Land­tagsab­ge­ord­neter,” Doku­men­ta­tion der Fach­ta­gung 14. und 15. März 2013 im Hes­sis­chen Land­tag, 2014, 187–188, https://hessischer-landtag.de/sites/default/files/scald/files/NS-Vergangenheit%20ehem.%20hess.%20Abg.pdf.
Andreas Kossert, Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Ver­triebe­nen nach 1945 (München, 2008), 182 ff. (nicht geprüft)
“Andreas Kalb­itz: Bran­den­burgs AfD-Chef hat­te Verbindung zur recht­sex­tremen HDJ,” Zeit Online, März 6, 2018, https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018–03/andreas-kalbitz-afd-heimattreue-deutsche-jugend-rechtsextremismus.
“Bran­den­burg­er AfD-Chef gibt Teil­nahme an recht­sex­tremem Lager zu,” Süd­deutsche Zeitung, März 6, 2018, https://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremismus-brandenburger-afd-chef-gibt-teilnahme-an-rechtsextremem-lager-zu‑1.3895363.
Der voll­ständi­ge Name lautet “Heimat­treue Deutsche Jugend (HDJ) – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e. V.”
Björn Fal­ter, “Volks­ge­mein­schaft im Kleinen,” Antifaschis­tis­ches Pressearchiv und Bil­dungszen­trum Berlin e.V., März 2003, https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/HDJ.htm.
HDJ Nazi-Schu­lun­gen für Kinder [der] ‘Heimat­treue Deutsche Jugend,’” ARD Panora­ma, März 27, 2008, https://www.youtube.com/watch?v=LGjs99BHdIo.
“Antwort der Bun­desregierung auf die Kleine Anfrage der Abge­ord­neten Ulla Jelp­ke und der weit­eren Abge­ord­neten der PDS (Druck­sache 13/468), Der recht­sex­treme Vere­in „Kul­tur und Zeit­geschichte, Archiv der Zeit e. V.,” Deutsch­er Bun­destag, Druck­sache 13/652, Feb­ru­ar 28, 1995, https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/13/006/1300652.asc.
Uwe Back­es, Patrick More­au, Die extreme Rechte in Deutsch­land. Geschichte – gegen­wär­tige Gefahren – Ursachen – Gegen­maß­nah­men. Akademie-Ver­lag (München, 1993), 126, ISBN 3–929115-30–1. (not checked)
Rain­er Fromm, Bar­bara Kern­bach, “…und mor­gen die ganze Welt?” Recht­sex­treme Pub­lizis­tik in Wes­teu­ropa (Mar­burg: Schüren, 1994), 169, ISBN 3–89472-105–7. (not checked)
Suchergeb­nisse für “Kul­tur- und Zeit­geschichte / Archiv der Zeit” in der World­Cat library, https://www.worldcat.org/search?q=%22Kultur-+und+Zeitgeschichte+%2F+Archiv+der+Zeit%22&fq=&dblist=638&fc=ap:_25&qt=show_more_ap%3A&cookie.
Julian Feld­mann, “AfD-Frak­tionsvize leit­et recht­sex­tremen Vere­in,” Blick nach rechts, Okto­ber 19, 2015, http://hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=10&order=titel&richtung=ASC&z=613&id=45754.
Ulrich Thiessen, “AfD-Vize ver­lässt umstrit­ten­em recht­en Vere­in: Kalb­itz beugt sich Druck,” MOZ, Okto­ber 22, 2015, https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1431098.
Julian Feld­mann, “Welch­es Ver­hält­nis hat die AfD Bran­den­burg zur recht­en Szene?,” rbb, Okto­ber 14, 2015, https://web.archive.org/web/20160506000743/http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/20151014_2215/afd-und-die-rechten.html.
“Kalb­itz, Andreas,” Land­tag Bran­den­burg, https://www.landtag.brandenburg.de/de/666532.
37.a. b. Torsten Gell­ner and Ulrich Wange­mann, “Andreas Kalb­itz wirk­te an umstrit­ten­em Hitler-Film mit,” Märkische All­ge­meine, August 1, 2019, https://www.maz-online.de/Brandenburg/Neue-Vorwuerfe-gegen-Andreas-Kalbitz-AfD-Spitzenkandidat-soll-an-verklaerendem-Hitler-Film-beteiligt-gewesen-sein.
“Kalb­itz weist Vor­würfe wegen Hitler-Fil­men zurück,” rbb24, August 1, 2018, https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/08/afd-landeschef-kalbitz-entstehung-filme-hitler.html.
“AfD-Lan­deschef arbeit­ete an frag­würdi­gen Fil­men über NS-Zeit mit,” Der Spiegel, August 1, 2019, https://www.spiegel.de/politik/deutschland/andreas-kalbitz-afd-arbeitete-an-filmen-ueber-hitler-und-die-wehrmacht-mit-a-1280086.html.
Matthias Kamann and Annelie Nau­mann, “Hitler, die Wehrma­cht – und die Radikalität des Andreas Kalb­itz, WELT, August 1, 2019, https://www.welt.de/politik/deutschland/plus197743573/AfD-Mann-Andreas-Kalbitz-Radikal-erfolgreich-in-Brandenburg.html.
“Andreas Kalb­itz schönt seinen Lebenslauf ‚” Märkische All­ge­meine, Sep­tem­ber 30, 2017, https://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Andreas-Kalbitz-schoent-seinen-Lebenslauf.
Andreas Kalb­itz bleibt AfD-Frak­tion­schef,” Märkische All­ge­meine Zeitung, Sep­tem­ber 23, 2014, https://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Andreas-Kalbitz-bleibt-AfD-Fraktionschef.
“AfD wählt neuen Bun­desvor­stand,” Alter­na­tive für Deutsch­land, Dezem­ber 4, 2017, https://www.afd.de/afd-waehlt-neuen-bundesvorstand/.
Paul Mid­del­hoff, Jana Simon and Annabel Wahb, “Alter­na­tive für Deutsch­land: Die Stunde der Grün­der,” Zeit Mag­a­zin, Juli 19, 2017, https://www.zeit.de/zeit-magazin/2017/30/alternative-fuer-deutschland-gruendung-bernd-lucke.
“Auss­chuss für Wis­senschaft, Forschung und Kul­tur (A6),” Land­tag Bran­den­burg, https://www.landtag.brandenburg.de/de/parlament/ausschuesse_und_gremien/ausschuss_fuer_wissenschaft_forschung_und_kultur_a6/395193?_referer=395948.
“Erfurter Res­o­lu­tion” Der Fluegel, March 2015, https://www.derfluegel.de/erfurter-resolution/.
“Kalb­itz Stel­lvertreter von Gauland: Rig­orose Asylpoli­tik,” Berlin­er Mor­gen­post, Novem­ber 22, 2015, https://www.morgenpost.de/berlin/article206700521/Kalbitz-Stellvertreter-von-Gauland-Rigorose-Asylpolitik.html
“Beirat,” Investi­tions­bank des Lan­des Bran­den­burg, https://www.ilb.de/de/wir-ueber-uns/organe-und-gremien/beirat/index.html.
Jus­tus Ben­der, “Stre­it bei der AfD: „…dann kann es ein Kampf bis aufs Mess­er wer­den“,” Frank­furter All­ge­meine, Juni 28, 2015, https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gauland-und-koelmel-im-streitgespraech-ueber-die-afd-13668346.html.
“Bran­den­burg: Ex-NPD-Mann sitzt im Vor­stand der AfD-Jugend,” Der Tagesspiegel, März 15, 2016, https://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg-ex-npd-mann-sitzt-im-vorstand-der-afd-jugend/13312498.html.
Michael Sauer­bier, “Ex-NPD-Mann arbeit­ete für AfD-Poli­tik­er,” BZ, März 19, 2016, https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/ex-npd-mann-arbeitete-fuer-afd-politiker.
“Ex-NPD-Mann arbeit­ete für AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete,” Pots­damer Neueste Nachricht­en, März 19, 2016, https://www.pnn.de/brandenburg/nach-rechts-extrem-offen-die-afd-in-brandenburg-ex-npd-mann-arbeitete-fuer-afd-landtagsabgeordnete/21442668.html.
Bran­den­burg: Ex-NPD-Mann sitzt im Vor­stand der AfD-Jugend,” Der Tagesspiegel, März 15, 2016, https://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg-ex-npd-mann-sitzt-im-vorstand-der-afd-jugend/13312498.html.
“Eklat im Land­tag Bran­den­burg Strate­gis­che Pro­voka­tion,” Pots­damer Neueste Nachricht­en, Dezem­ber 16, 2016, https://www.pnn.de/brandenburg/eklat-im-landtag-brandenburg-strategische-provokation/21381316.html.
.Jurij Kofn­er, “‘Amer­i­can pow­er here goes to door of Frau Merkel’s bed­room’: RT docu probes US-Ger­man ties,” RT, Juli 16, 2017, https://www.rt.com/news/396492-germany-us-relationship-documentary/.
“Gauland-Nach­fol­ger will Land­tag in Bran­den­burg auflösen,” Nord­kuri­er, Novem­ber 7, 2017, https://www.nordkurier.de/brandenburg/gauland-nachfolger-will-landtag-in-brandenburg-aufloesen-0730332111.html.
“AfD wählt neuen Bun­desvor­stand,” Alter­na­tive für Deutsch­land, Dezem­ber 4, 2017, https://www.afd.de/afd-waehlt-neuen-bundesvorstand/.
“Andreas Kalb­itz – »Die AfD vor der sozialen Frage« (Vor­trag beim Insti­tut für Staat­spoli­tik),” kanal schnell­ro­da auf YouTube, 29. Jan­u­ar, 2018, https://www.youtube.com/watch?v=5oSy-B_U540.
“AfD-Lan­deschef Kalb­itz bei recht­sex­tremem Vere­in zu Besuch,” WELT, März 6, 2018, https://www.welt.de/politik/deutschland/article174269822/Ich-sehe-da-kein-Problem-AfD-Landeschef-Kalbitz-bei-rechtsextremem-Verein-zu-Besuch.html.
A. Fröh­lich S. Krause and H. Pio­ntek, “Bran­den­burg: Friede, Freude, Islamisierungsangst,” Pots­damer Neueste Nachricht­en, Mai 28, 2018, https://www.pnn.de/brandenburg/friede-freude-islamisierungsangst/22610068.html.
Nadine Lind­ner, “AfD-Demo und Gegen­protest Musik und Par­ty gegen rechts,” Deutsch­land­funk, Mai 28, 2018, https://www.deutschlandfunk.de/afd-demo-und-gegenprotest-musik-und-party-gegen-rechts.1773.de.html.
Face­book post des Der Flügel, Okto­ber 29, 2018, https://www.facebook.com/derfluegel/posts/2333362470227446. Archivierte Ver­sion: https://archive.is/GEteE.
AfD-Poli­tik­er: Kalb­itz und der Imia-Marsch in Athen, https://www.youtube.com/watch?v=x5AlYjxog9I
Hans Michael Fiedler und die Danu­bia https://www.nadir.org/nadir/periodika/anarcho_randalia/brosche/fiedler.htm
Heim ins Heim? – Anhal­tender Immo­bilien-Boom bei Neon­azis https://www.antifainfoblatt.de/tags/rolf-hanno
Rolf Han­no – https://www.bnr.de/category/stichworte/rolf-hanno
Rolf Han­no – https://www.lotta-magazin.de/tag/rolf-hanno
Der NK wurde im Jahre 1962 unter Beteili­gung von ehe­ma­li­gen Nation­al­sozial­is­ten unter dem Namen Fre­un­deskreis Filmkun­st eV gegrün­det FKFK – http://www.juramagazin.de/Der-NK-wurde-im-Jahre-1962-unter-Beteiligung-von-ehemaligen-Nationalsozialisten-unter-dem-Namen-Freundeskreis-Filmkunst-eV-FKFK-.html
AfD-Frak­tionsvize leit­et recht­sex­tremen Vere­in (Siehe auch Blick nach Rechts) – http://hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=10&order=titel&richtung=ASC&z=613&id=45754
Braunes Kuck­uck­sei – Der„Freundeskreis Filmkun­st“ – https://taz.de/!1213941/
Neo­faschis­tis­che Kul­tur­or­gan­i­sa­tion bei der Burschen­schaft Ger­ma­nia
Königs­berg – https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/29602/neofaschistische_kulturorganisation_bei_der_burschenschaft_germania_koenigsberg.pdf
Heimat­treue Net­zw­erke im tief­braunen Sumpf – https://www.fr.de/meinung/afd-heimattreue-netzwerke-tiefbraun-rechtsextremen-sumpf-13027630.html
Recht­sex­treme Ten­den­zen in bay­erischen Burschen­schaften – https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0009235.pdf
Wie ein AfD-Poli­tik­er Rechte unterstützt:Die Immo­bilien-Con­nec­tion (AfD und die recht­sex­treme Danu­bia)- https://taz.de/Wie-ein-AfD-Politiker-Rechte-unterstuetzt/!5651302/
Vor­trag von Dr. Dr. Thor von Wald­stein bei der recht­sex­tremen Burschaft Danu­bia – https://www.facebook.com/danubia1848/posts/1937945506267361/
Vor­trag von Dr. Dr. Thor von Wald­stein bei der recht­sex­tremen Burschaft Danu­bia – (Youtube Video ist auf pri­vat gestellt) https://www.youtube.com/watch?v=W_0VqRp8dTQ&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2mNRK4FenAaHBddX2YozC-1lgdMTB8NA0wJPNa11_6SET46haiszp9u5U
Kleine Anfrage der Abg. Wissler und Schaus (DIE LINKE) vom 10.11.2010 betr­e­f­fend “Pro­jekt Gargano 22” – http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/1/03151.pdf
“Über die AfD gehen rechte Burschen­schafter den Marsch durch die Insti­tu­tio­nen an” – https://www.sueddeutsche.de/muenchen/blogger-christian-becker-grosse-szene‑1.2947880
Rechte Burschen­schaft zieht um – https://www.sueddeutsche.de/muenchen/danubia-die-rechten-burschen-ziehen-um‑1.2996866
Artikel zu Manuel Ochsen­re­it­er im Blick nach rechts, nach eige­nen Angaben war er Ressortleit­er Poli­tik
Deutsche Mil­itärzeitung – http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/043/1604306.pdf
Verbindung der NPD zu Ver­triebe­nen­ver­bän­den – http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/061/1406149.pdf
Rede von Andreas Edwin Kalb­itz auf dem Kyffhäuser-Tre­f­fen 2018 – https://www.youtube.com/watch?v=PB2mWTMT2V4
Werde­gang von Hans Ulrich Kopp – http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/12/076/1207612.pdf
Vere­in der Zeit und die NPD Kon­tak­te – https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/rechter-verleger-im-auftrag-der-stadt
Kalb­itz und Frank Ren­nicke – https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/afd-fraktionsvize-leitet-rechtsextremen-verein
Über dem Zen­it: Der Neon­azi Karl Richter – https://www.br.de/nachricht/rechtsaussen/rechtsextremismus-extremismus-kolumne-richter-100.html
Wie ich als Kind jahre­lang in Som­mer­lager von Neon­azis gefahren bin – https://www.vice.com/de/article/ne3zpd/rechtsextremismus-sommerlager-neonazis-heidi-benneckenstein
Der recht­sex­treme Vere­in »Kul­tur und Zeit­geschichte, Archiv der Zeit e. V – Deutsch­er Bun­destag: Druck­sache 13/652 vom 28.02.1995 – https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/13/006/1300652.asc
Was zu ver­ber­gen? – https://www.zeit.de/2018/46/afd-beobachtung-verfassungsschutz-rechtsextremismus/seite‑2
Karl Walde­mar Schütz – Neue und Alte Rechte – Ver­lage auf der Frank­furter Buchmesse 2017 https://www.apabiz.de/2017/neue-und-alte-rechte/
Höck­es Aus­sage zu Ursu­la Haver­beck – https://www.youtube.com/watch?v=3smyKyZxIMY
Panora­ma Beitrag zu Höck­es Aus­sage in Gera (Haver­beck) – https://www.facebook.com/watch/?v=917366991734305
AntifaInfoBlatt – (Bildquelle zu Wern­er Georg Haver­beck) Syn­ergie-Effek­te? Die »Neue Rechte« und die »Syn­er­gies Européenne« https://www.antifainfoblatt.de/tags/werner-georg-haverbeck
Bund Heimat­treuer Jugend (BHJ) – Der Frei­bund – https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/BHJ.htm
Bund der Goden – Arbeits­ge­mein­schaft des Goden­rates der religiösen Vere­ini­gung Die Goden e.V. – https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/BdGoden.htm
Argu­mente für die Schließung des “Col­legium Humanum” / Neue Broschüre informiert über Zen­trum der Holo­caustleugn­er (aus 2006) – http://www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=50&order=quelle&richtung=ASC&z=9&id=9765
Erweiterung des §130 1994 – https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.03.1994&Aktenzeichen=1%20StR%20179%2F93
Der Rechte Rand (DRR) Nr.125 v. Juli/August 2010 – https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/GFP_50%20Jahre.htm
Hel­mut Sün­der­mann stel­lvertre­tender Reich­s­pressechef, Mit­grün­der der GfP – https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑42620858.html
Kurt Ziesel – Mit­grün­der der GfP – https://www.zeit.de/1962/11/der-schriftsteller-und-zeitkritiker-kurt-ziesel/seite‑4
Her­bert Böhme – Mit­grün­der der GfP – https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑29193360.html
Peter Kleist – Mit­grün­der der GfP – https://www.zeit.de/1989/23/zeit-geschichten
GfP Kongress 2019 – http://www.gfp-netz.de/Kongresse/Kongress_2019/body_kongress_2019.html
Holle Grimm – GfP Mit­grün­derin / Vor­stand GfP – https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/unruehmliche-tradition-2491287.html
Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz Baden-Würt­tem­berg ‑Recht­sex­trem­is­mus | Ver­lage und Vere­ini­gun­gen ‑Infor­ma­tio­nen zur GfP https://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Verlage+und+Vereinigungen
Ein­wei­hung der Gedächt­nis­stätte Guth­mannshausen – https://thueringenrechtsaussen.wordpress.com/2014/08/01/geschichtsrevisionischtes-denkmal-in-guthmannshausen/
Aktiv­itäten von Holo­caustleugner­in­nen und ‑leugn­ern in Bezug auf den “Gedächt­nis­stätte e. V.” in Guth­mannshausen – Druck­sache 6/4034Thüringer Land­tag – https://kleineanfragen.de/thueringen/6/4034-aktivitaeten-von-holocaustleugnerinnen-und-leugnern-in-bezug-auf-den-gedaechtnisstaette-e-v-in-guthmannshausen.txt
Vor­stand Archiv der Zeit 2016: https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/rechter-verleger-im-auftrag-der-stadt
Sud­hof ‑Vor­stand
Fre­un­deskreis Udo Voidt – https://www.endstation-rechts.de/news/freundeskreis-udo-voigt-im-saechsischen-reichenbach-gegruendet.html
Volk­sliedertafel Dres­den – AfD Mann – https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/dammbruch-ins-radikale-lager
Frank Ren­nicke und die GfP – https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/439/neue-rechte-6145.html
Frank Ren­nicke auf dem GfP Kongress 2017 – https://www.youtube.com/watch?v=2fOO8X1kV6E
Der„Freundeskreis Filmkun­st“ ‑Braunes Kuck­uck­sei– https://taz.de/!1213941/
Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz BW – https://web.archive.org/web/20070526193626/http://www.verfassungsschutz-bw.de/rechts/rechts_sonst.html
AfD – Die Aufrecht­en und die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik – https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/aufrechte-afd-mitglieder
Infor­ma­tio­nen zur DSG / Deutsche Stue­di­enge­mein­schaft – https://web.archive.org/web/20041210204442/http://www.dsg-studiengemeinschaft.de/profil/zum_dt_volk.htm
Deutsche Liga für Volk und Heimat (DLVH) / Karl Richter – https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/DLVH.htm
Har­ald Neubauer – http://www.asta-hannover.de/wp-content/uploads/2012/08/verbindungsunwesen-reader.pdf
Ver­botene recht­sex­trem­istis­che Organ­i­sa­tio­nen (Stand: 3. April 2013) – Bund Nationaler Stu­den­ten
Jür­gen Rieger – Der Zynis­mus eines Strafvertei­di­gers – https://web.archive.org/web/20140728035205/http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1986/xml/19860415xml/habxml860406_2061.xml
Frank Ren­nicke bei den 5/Hetendorfer Tagungswochen / https://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Regionen/Niedersachsen/hetendorf5.html
Tre­f­fen von Holo­caustleugn­ern in Guth­mannshausen – https://www.youtube.com/watch?v=MEpAi-xwuUA&t=6s
„Reich­lich spät“ – Spiegel Artikel – Infor­ma­tio­nen zu Gertrud Herr – https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑7828616.html
Uta Nürn­berg­er in Guth­mannshausen – Quelle NPD – NPD-Seite:
https://www.facebook.com/JagdhornKR/posts/861858957252243?pnref=story (Link von der NPD Seite ver­schwun­den!) – Infor­ma­tio­nen auf https://www.facebook.com/GegenDieAlternativeFuerDeutschland/photos/a.414040782034323.1073741828.358546407583761/888411781263885/?type=3&theater
Uta Nürn­berg­er – Patri­o­tis­che Plat­tform der AfD unbd Karl Richter NPD – https://www.facebook.com/GegenDieAlternativeFuerDeutschland/photos/afd-tritt-mit-npd-auf-afd-patriotische-plattform-tritt-jetzt-auch-mit-npd-auf-ke/940062152765514/
Geheimes Tre­f­fen von Björn Höcke mit Heiko Bernady – https://www.tagesspiegel.de/politik/vorwuerfe-gegen-thueringer-afd-chef-petry-hoecke-hat-unter-pseudonym-die-npd-gelobt/19662990.html
Braunes Net­zw­erk im Thüringer Beck­en ‑Infor­ma­tio­nen zu Guth­mannshausen – https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/07/03/braunes-netzwerk-im-thuringer-becken_8997
Infor­ma­tio­nen zum Nation und Europa Ver­lag – https://www.belltower.news/nation-europa-verlag-gmbh-28638/
Infor­ma­tio­nen zu Wol­fram Schiede­witz – Druck­sache 16/4649 / Druck­sache 16/4477
Infor­ma­tio­nen zu Wol­fram Schiede­witz – Rechte Gelb­west­en in Ham­burg Har­burg – https://sitzungsdienst-harburg.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1006403
Der Vere­in Gedächt­nis­stätte aus Sicht des Ver­fas­sungss­chutzes – Mögliche Wieder­betä­ti­gung des ver­bote­nen Vere­ins Col­legium Humanum- http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/076/1707622.pdf
Zum Kauf von Guth­mannshausen – GfP Mit­glied als Käufer der Immo­bilie Guth­mannshausen – https://www.martinarenner.de/fileadmin/lv/anfrage‑k/2011/dr53612.pdf
Infor­ma­tio­nen zum Nord­deutschen Kul­turkreis / Het­endorf 13 – http://www.antira.de/organisationen/filmkunst.html
Kalb­itz die Recht­saußen Stütze der AfD – https://www.zeit.de/gesellschaft/2019–11/andreas-kalbitz-afd-bundesvorstand-fluegel-jlo-hdj-bjoern-hoecke/seite‑2
Infor­ma­tio­nen zur Aktion Oder-Neiße – https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑46251960.html
Thüri­ga, NPD, Guth­mannshausen, AfD – http://www.gera-nazifrei.com/cms/2015/10/
Horst Mahler und Ursu­la Haver­beck – https://www.der-rechte-rand.de/archive/4004/holocaustleugnung-auf-der-buehne/
Het­endor­fer-Tagungswochen – NSU- https://www.nsu-watch.info/tag/hetendorfer-tagungswoche/
Verbindun­gen Horst Mahler – Kalb­itz – https://www.tagesspiegel.de/berlin/nazi-kontakte-des-afd-politikers-andreas-kalbitz-und-sein-enger-draht-zu-hdj-und-horst-mahler/24934788.html
Horst Mahler und die Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik – https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/horst-mahler-abgetaucht
Horst Mahler Ref­er­enten tätigkeit – https://www.fr.de/rhein-main/npd-org27521/protest-gegen-rechten-redner-10966598.html
Infor­ma­tio­nen zum Bund Heimat­treuer Jugend (BHJ) – Der Frei­bund – https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/BHJ.htm
Qullen zur Verbindung des AfD Manns Klimpel – https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/arnstadt-ilmkreis/afd-landesvorstand-distanzierung-stadtrat-klimpel-100.html
Quellen zur Schle­sis­chen Jugend – http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/076/1807659.pdf
Quelle Ver­anstal­tungszen­trum Erfurter Kreuz – “Ver­anstal­tungszen­trum Erfurter Kreuz” (ehe­mals “Roman­tis­ch­er Fach­w­erk­hof” in Kirch­heim) als Neon­azi-Dom­izil – nachge­fragt – https://kleineanfragen.de/thueringen/6/6056-veranstaltungszentrum-erfurter-kreuz-ehemals-romantischer-fachwerkhof-in-kirchheim-als-neonazi-domizil-nachgefragt
Rigolf Hen­ning : Springer, René: Face­book-Ein­trag vom 07.01.2018; Dres­den­er Burschen­schaft Sala­man­dria: Face­book-Ein­trag vom 15.06.2018.
Rigolf Hen­ning: „Biogra­phie Enri­co Komn­ing MdB“, in: www.bundestag.de, abgerufen am 19.11.2018.
Rigolf Hen­ning: Die Aktion Deutsches Königs­berg – https://www.bnr.de/category/stichworte/aktion-deutsches-koenigsberg
Rigolf Hen­ning: Tre­f­fen mit Andreas Edwin Kalb­itz beim HDJ-Lager 2007 – https://www.facebook.com/reportmainz/videos/1865268196839299
Ellen Kositza zur AfD Mit­glied­schaft – https://sezession.de/48873/bei-der-afd-bin-ich-strategisch-unerwuenscht-oder-nicht-ich-sondern-ueberhaupt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

In der Biografie von Kalb­itz tauchen viele klare recht­sex­treme Sta­tio­nen auf. Schon seit Anfang der 90er Jahre ist er in diversen recht­sex­tremen Vere­inen tätig gewe­sen — und war 12 Jahre bei der Bun­deswehr
Die Lan­des­flüchtlingsräte, PRO ASYL und die See­brück­en-Bewe­gung legten heute am 11. Mai 2020, um 10 Uhr in ein­er Pressekon­ferenz dar, dass es ger­ade jet­zt gilt, nie­man­den zurück­zu­lassen und Lager zu schließen — ob in Moria oder Hal­ber­stadt.
In ein­er Pressemit­teilung erk­lärt der Land­kreis Pots­dam-Mit­tel­mark, dass sie erst­mals einen Geflüchteten im Aus­reisege­wahrsam am Flughafen Schöne­feld unter Zwangsquar­an­täne gestellt haben.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot