5. März 2009 · Quelle: Antifa Bad Freienwalde

Kameradschaftler wegen Brandstiftung vor Gericht

Bad Freien­walde — Am Don­ner­stag den 19.03.2009 um 9.00 Uhr muss sich Mar­cel Stechert, Aktivist der so genan­nten “Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im“ (KMOB), vor dem Amts­gericht Bad Freien­walde wegen Brand­s­tiftung ver­ant­worten.

Der ein­schlägig bekan­nte Neon­azi Stechert, der schon in der Ver­gan­gen­heit des Öfteren durch ras­sis­tis­che Gewalt­de­lik­te aufge­fall­en ist, legte in der Nacht vom 12.06.2008 zum 13.06.2008 im Alter­na­tiv­en Jugendzen­trum ”Maquis” einen Brand, sodass dieses voll­ständig zer­stört wurde. Am 30.06.2008 ges­tand er die Tat auf der Bad Freien­walder Polizei­wache, am darauf fol­gen­den Tag wurde er einem Haftrichter vorge­führt und wieder ent­lassen.


Die Brand­s­tiftung wird zwar als fahrläs­sig geah­n­det, was in den Augen der Betrof­fe­nen als ungerecht­fer­tigt emp­fun­den wird, doch ist der mas­sive Schaden, welch­er ent­standen ist, Grund genug ein nicht mildes Urteil zu erwarten. Inzwis­chen wurde das “Maquis“ vol­lkom­men abgeris­sen. Die Zer­störung der Räum­lichkeit­en war für alle alter­na­tiv­en, poli­tisch engagierten Jugendlichen ein schw­er­er Rückschlag, auf dem Weg der Poli­tisierung Gle­ichal­triger und Inter­essiert­er in Bad Freien­walde.

Der gesamte Hin­ter­grund des Vor­falls ist momen­tan noch rel­a­tiv untrans­par­ent. Zwar war der Täter geständig, aber zog die Aus­sage wenig später wieder zurück. Über den wirk­lichen Tather­gang soll die Gerichtsver­hand­lung Klarheit schaf­fen.

Lena Serath, Press­esprecherin der Antifa Bad Freien­walde, betont: “Auch fast 9 Monate nach der Tat, bezog Bürg­er­meis­ter Ralf Lehmann immer noch keine öffentliche Stel­lung zu dieser The­matik. Ange­blich sei der recht­sex­trem­istis­che Hin­ter­grund dieser Straftat noch nicht ersichtlich, doch das kon­se­quente Schweigen ist offen­sichtlich ein Ver­such diesen Vor­fall gewollt zu ver­tuschen, was wir nicht unbeant­wortet lassen wer­den. Seit län­ger­er Zeit ist zu beobacht­en, dass nicht nur eine zunehmende Organ­isierung, son­dern auch eine regel­rechte Gewalt­bere­itschaft gegenüber ver­meintlich poli­tis­chen Geg­n­ern existiert.“

Weit­er­hin erk­lärt sie: “Die örtliche Infor­ma­tion­spoli­tik der Stadt Bad Freien­walde zu diesem Fall ist keineswegs akzept­abel und stellt ein wesentlich­es Prob­lem dar.“

Wir rufen daher dazu auf, an dem öffentlichen Prozess teilzunehmen, um zu verdeut­lichen, dass es nicht egal ist, wenn ein linkes Jugendzen­trum niederge­bran­nt wird und solche Täter in Freien­walde nicht toleriert, geschweige denn akzep­tiert wer­den!

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