25. August 2006 · Quelle: Inforiot

Kameradschaftssterben in Südbrandenburg

INFORIOT In unmit­tel­bar­er Folge haben sich in den ver­gan­genen Tagen im Süden Bran­den­burgs gle­ich zwei Neon­azi-Grup­pen aufgelöst. Es han­delt sich um die in Guben ansäs­sige “Lausitzer Front” und um den “Sturm Cottbus”.

Im Falle der “Lausitzer Front” war für diese offen­bar die Angst vor staatlich­er Repres­sion auss­chlaggebend für die Auflö­sung. Die “Ver­fol­gung organ­isiert­er Wider­stands­grup­pen” würde “neue Wider­stands­for­men” nötig machen, heißt es etwas neb­ulös for­muliert in ein­er Erk­lärung der Gruppe.

Der “Sturm Cot­bus” hinge­gen teilt auf sein­er lediglich Home­page mit, dass er ab sofort sämtliche Aktiv­itäten ein­stellen werde. Gründe wer­den nicht genan­nt. “Wer spekulieren will, soll dies machen”, heißt es lapidar.

Bei­de Neon­azikam­er­ad­schaften waren in das Bran­den­burg-Säch­sis­che Kam­er­ad­schafts-Net­zw­erk “Lausitzer Aktions­bünd­nis (LAB)” einge­bun­den. Die Guben­er Gruppe trat zulet­zt mit ein­er Protes­tak­tion gegen das Ver­bot des “Schutzbund Deutsch­land” öffentlich in Erschei­n­ung. Der “Sturm Cot­tbus” war für seine Ein­bindung in die Hooli­gan-Szene und Recht­srock­kreise in Cot­tbus und Umge­bung bekannt.

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