20. Februar 2006 · Quelle: Antifaschistische Gruppen im Westhavelland

Kampagne gegen Nazitreffpunkte gestartet

Im Raum Rathenow – Prem­nitz startete gestern die Kam­pagne „Schön­er Wohnen ohne Naz­i­zo­nen“.

Mit vielfälti­gen Aktio­nen soll in den näch­sten Wochen auf die kon­tinuier­lichen Aktiv­itäten der regionalen Neon­aziszene, die in der Region trotz den Ver­boten der bei­den Kam­er­ad­schaft „Hauptvolk“ und „Sturm 27“ im let­zten Jahr nicht abebbten, aufmerk­sam gemacht wer­den.

Schw­er­punk­t­mäßig richtet sich die Kam­pagne gegen die vom Ver­bot nicht betrof­fe­nen Basis – und Koor­dinierungspunk­te der Havel­ländis­chen Kam­er­ad­schaften.
Beispiel­sweise wur­den so wed­er der Tre­ff­punkt des „Sturm 27“ in ein­er Gartensparte in Rathenow – Nord, noch der Kampf­s­portraum hin­ter dem Rathenow­er Rathaus enteignet bzw. das Mietver­hält­nis gelöst.

Sog­ar eine neue äußerst beden­kliche Räum­lichkeit in der Schlachthausstraße im nördlichen Rathenow kon­nte ein­gerichtet wer­den, ohne dass sich jemand daran störte. Hier probt seit ger­aumer Zeit eine vom örtlichen NPD Stadtver­band geförderte Naz­imusik­gruppe, die früher in einem ehe­ma­li­gen Brauereigelände auf­spielte. Bemerkenswert ist vor allem, dass es sich im Fall Schlachthausstraße um eine riesige Lager­halle han­delt, die auch für die Aus­rich­tung von Konz­erten geeignet ist.

Die Reor­gan­i­sa­tion bzw. Expan­sion der Neon­aziszener­ie im Raum Rathenow — Prem­nitz schre­it­et so, von deren Tre­ff­punk­ten aus­ge­hend, weit­er fort.
Das Ziel der Kam­pagne „Schön­er Wohnen ohne Naz­i­zo­nen“ kann deshalb nur die Schließung aller Naz­itr­e­ff­punk­te im Raum Rathenow – Prem­nitz sein.

Naz­itr­e­ff­punk­te dicht­machen!

Schön­er Wohnen ohne Naz­i­zo­nen!

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