15. Dezember 2005 · Quelle: Innenministerium

Katastrophenschutzübung LÜKEX 05 hat begonnen

In Bran­den­burg hat heute vor­mit­tag die Katas­tro­phen­schutzübung LÜKEX 05 (Län­derüber­greifend­es Krisen­man­age­ment Exer­cise 2005) gegonnen. Gemein­sam mit dem Bund und fünf weit­eren Län­der wird dabei das län­der- und bere­ich­süber­greifende Krisen­man­age­ment von Großschadensereignis­sen geprobt. LÜKEX 05 find­et als zweitägige Stab­srah­menübung statt. Ziel ist es, Ver­fahren der Krisen­be­wäl­ti­gung zu erproben. Das Übungsszenario geht dabei von ein­er anges­pan­nten Sicher­heit­slage mit ter­ror­is­tis­ch­er Bedro­hung vor dem Hin­ter­grund ein­er Serie inter­na­tionaler Großver­anstal­tun­gen in Deutsch­land aus.

Die Bewäl­ti­gung der Anschläge zum Beispiel in Lon­don hat gezeigt, dass das schnelle, koor­dinierte Han­deln der Sicher­heit­skräfte für die Aufk­lärung der Vor­fälle und die Min­imierung der Fol­gen für die Bevölkerung entschei­dend ist“, unter­strich Innen­min­is­ter Jörg Schön­bohm die Bedeu­tung der Übung. Zugle­ich betonte er: „Es han­delt es sich um eine fik­tive Übung. Es gibt auch weit­er­hin keine Hin­weise über eine konkrete Anschlags­ge­fahr. Den­noch kann Deutsch­land wie andere Staat­en jed­erzeit mit ein­er solchen Sit­u­a­tion kon­fron­tiert wer­den. Wir müssen für einen solchen Ern­st­fall gewapp­net sein.“

Auf Bun­de­sebene nehmen neben dem Bun­deskan­zler­amt und dem Bun­desin­nen­min­is­teri­um sieben weit­ere Bun­desmin­is­te­rien sowie das Presse- und Infor­ma­tion­samt der Bun­desregierung (BPA) an der Übung teil. Auf Län­derebene beteili­gen sich die Bun­deslän­der Baden-Würt­tem­berg, Bran­den­burg, Hes­sen, Nieder­sach­sen, Nor­drhein-West­falen und Sach­sen. In Bran­den­burg beteili­gen sich neben dem Innen­min­is­teri­um, dem Min­is­teri­um für Arbeit, Soziales, Gesund­heit und Fam­i­lie und dem Min­is­teri­um für Infra­struk­tur und Rau­mord­nung der Land­kreis Dahme-Spree­wald sowie der Flughafen Schöne­feld an dieser Übung.

Während der Übung wer­den die Ein­rich­tun­gen des Bevölkerungss­chutzes (Feuer­wehren, Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen, Tech­nis­ches Hil­f­swerk), der polizeilichen Gefahren­ab­wehr (Polizeien des Bun­des und der Län­der), der Nachrich­t­en­di­en­ste sowie der Bun­deswehr zum Ein­satz gebracht. Das Gemein­same Melde- und Lagezen­trum des Bun­des und der Län­der (GMLZ), das ein Bestandteil des Bun­de­samts für Bevölkerungss­chutz und Katas­tro­phen­hil­fe (BBK) ist, wirkt eben­falls an der Übung mit.

Die Übung soll im I. Quar­tal 2006 aus­gew­ertet wer­den, so dass wesentliche Erfahrun­gen und Erken­nt­nisse im Bere­ich der län­derüber­greifend­en Zusam­me­nar­beit noch für die Fußball­welt­meis­ter­schaft 2006 berück­sichtigt wer­den kön­nen.

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