17. September 2012 · Quelle: Kein Heimspiel für Nazis

Kein Heimspiel für Nazis

Antifaschistische Demonstration am 06.Oktober in Forst

Seit zwei Jahren betreiben Neon­azis in Forst einen pri­vat­en „Jugendtr­e­ff“, den sie sel­ber „Fir­ma 18“ nen­nen. Die abgeschot­tete Baracke in der Wald­straße dient als Rück­zugsraum und rechter Ver­anstal­tung­sort. Die direk­te Nach­barschaft zum Fußballplatz des SV Lausitz bietet die Möglichkeit sich immer wieder neuen Nach­wuchs her­anzuziehen und unter dem Deck­man­tel der Fankul­tur die Wut über die sozialen Ver­hält­nisse auf Men­schen mit ander­er Nation­al­ität, Haut­farbe, Geschlecht oder Reli­gion zu über­tra­gen. Rechte Pöbeleien und Gewalt­tat­en bei Fußball­spie­len wur­den in der Ver­gan­gen­heit immer wieder herun­terge­spielt und Kri­tik von außen abge­blockt, dadurch ist eine Schutz­zone für Neon­azis ent­standen, die jet­zt ver­suchen ihren Ein­fluss auf die ganze Stadt auszubreiten.

 

Viele in Forst haben sich in der Ver­gan­gen­heit auf dem Ruf aus­geruht, die „linke Hochburg“ in der Region zu sein, doch auch hier existiert ein sat­ter Nährbo­den für neon­azis­tis­che Ide­olo­gie. Im Ver­botsver­fahren gegen das Neon­azi-Net­zw­erk „Spreelichter“ kam es auch bei einem Mit­glied der „Fir­ma 18“ zu ein­er Haus­durch­suchung. Ras­sis­mus, Anti­semitismus, Sozialchau­vin­is­mus etc. sind jedoch nicht nur das Prob­lem einiger ver­meintlich „extremer“ Per­so­n­en am Rand, die Ver­strick­ung der Geheim­di­en­ste mit dem NSU und Sar­razins „The­sen“ zeigen wie tief dieses Gedankengut in der Gesellschaft ver­ankert ist.

 

Lip­pen­beken­nt­nisse eine „bunte Stadt“ zu sein, alte Geschicht­en vom „Roten Forst“ und auch die „alter­na­tive“ Forster Sub­kul­tur ver­hin­dern nicht, dass sich Neon­azis wieder bre­it machen und zunehmend Angsträume für Men­schen entste­hen, die nicht ins rechte Welt­bild passen. Es ist an der Zeit Wider­stand zu leis­ten und dem eige­nen Ruf gerecht zu werden.

 

Ein Zusam­men­schluss ver­schieden­er Grup­pen und Einzelper­so­n­en ruft deshalb am 6. Okto­ber 2012 zu ein­er antifaschis­tis­chen Demon­stra­tion in Forst auf. Die Nazi-Baracke „Fir­ma 18“ muss dicht gemacht wer­den! Kein Heim­spiel für Nazis – in Forst und überall!

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