2. Juni 2010 · Quelle: AK Antifaschismus/ Antirassismus der HNE Eberswalde

Kein Vergeben, Kein Vergessen – Naziaufmarsch in Eberswalde verhindern

Am 5. Juni wollen Nazis in Eberswalde gegen „linke Gewalt“ demonstrieren

Am ver­gan­genen Mon­tag jährte sich der Todestag von Falko Lüd­ke zum 10. Mal. Falko, ein link­er Punk, starb am 31. Mai 2000 nach dem ihn der Nazi Mike Bärther bru­tal vor ein fahren­des Auto stieß. In Eber­swalde ist Falko der zweite Men­sch, der von Nazis ermordet wurde. Im Novem­ber 1990 starb Amadeu Anto­nio Kiowa nach einem Angriff von mehreren Nazis. Das erste Opfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung. 

Aus­gerech­net dort, wo Nazis zwei Todes­opfer zu ver­ant­worten haben, und in unmit­tel­bare Nähe zum Todestag von Falko, will die Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im (KMOB) am 5. Juni einen Auf­marsch gegen „Linke Gewalt“ in Eber­swalde durchführen. 

 

Wir lassen diese wider­wär­tige Fälschung der Ereignisse nicht zu! 

 

Die recht­en Morde in Eber­swalde rei­hen sich ein in eine lange Liste von Mor­den und Gewalt­tat­en, die seit der Wiedervere­ini­gung von Nazis in Deutsch­land verübt wur­den. 149 Tote durch rechte Gewalt sind seit­dem bekannt. 


Eber­swalde ist kein Ort für rechte Propaganda! 

 

In Bernau haben am ver­gan­genen Sam­stag ca. 90 Nazis ver­sucht, durch Bernau zu marschieren und ihre men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gien in die Öffentlichkeit zu tra­gen. 500 Men­schen stell­ten sich ihnen in Form ein­er friedlichen, bun­ten, gut gelaun­ten Block­ade ent­ge­gen. Mit Erfolg! Die Polizei sah keinen Grund zur Räu­mung und die „Kamerad_innen“ haben nach nur zwei Stun­den ihre Nieder­lage einge­se­hen und sind wieder abgereist. Robert Geb­hardt, der Anführer der Kam­er­ad­schaft, kom­men­tierte den Tag aus sein­er Sicht tre­f­fend im Inter­net mit: “Alles Scheiße!“

Diesen Erfolg wollen wir auch in Eber­swalde wieder­holen. Der Aus­gangspunkt bietet dabei der Bahn­hof der Stadt. Der Weg in die Innen­stadt ist durch das Eber­swalder Stadt­fest „FinE“ block­iert sowie durch das „Fette Reifen Ren­nen“ – ein Fahrra­dren­nen, bei dem auch „nor­male“ Räder teil­nehmen kön­nen. Der einzige Weg, der den Nazis bleibt, ist der Rich­tung Wes­t­end. Schon jet­zt ein Erfolg! 

Unser Ziel ist es, wie in Bernau, die Nazis keinen einzi­gen Schritt weit kom­men zu lassen. Unser Ziel ist, dass ihre absur­den Proteste „Gegen Linke Gewalt“ einzig von den Spatzen auf den Bahn­hofs­däch­ern gehört wer­den. Unser Ziel ist eine bunte, laute, friedliche Block­ade des Naziaufmarsches!

Das Bünd­nis „Bran­den­burg Naz­ifrei“ hat am Bus­park­platz am Bahn­hof eine Kundge­bung angemeldet. Außer­dem wird es in Koop­er­a­tion mit der Hochschule für nach­haltige Entwick­lung Eber­swalde (HNEE) am Bahn­hofsvor­platz ein Willkom­mens­stand mit Bühne und vielfältigem Kul­tur­pro­gramm geben. Mit diesem will die Hochschule ihre Gäste zum Tag der Offe­nen Tür begrüßen und zeigen, dass Ras­sis­mus in Eber­swalde keinen Platz hat, wie auch nir­gend­wo son­st. Wie wer­den uns am Bahn­hofsvor­platz sam­meln und von dort aus unsere Men­schen­block­ade starten. 

 

Ob in Bernau, Eber­swalde, Bad Freien­walde, Straus­berg oder Man­schnow — Nazis block­ieren ist unser Recht — überall!

 

5. Juni – 10.00 Uhr — Bahn­hof Eberswalde

 

Zeigen wir den Nazis, dass wir keinen Platz haben für ihre men­schen­ver­ach­t­ende und geschichtsver­drehende Propaganda!


 

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