5. Dezember 2001 · Quelle: Ruppiner Anzeiger

Kerzenmarsch gegen Rechts” in Wittstock am Samstag

WITTSTOCK Am Sonnabend um 16 Uhr wird in Wittstock,
begin­nend mit einem Friedens­ge­bet in der St.
Marien-Kirche, „ Für ein tol­er­antes Witt­stock- gegen
Intol­er­anz und Gewalt“ demon­stri­ert. (RA berichtete)
An das Gebet wird sich ein Schweige­gang mit Kerzen
anschließen.

 

Um 17 Uhr begin­nt eine Kundge­bung auf der
Freilicht­bühne. Ihre Teil­nahme haben der Bischof der
evan­ge­lis­chen Kirche Berlin-Bran­den­burg DR. Wolfgang
Huber und Bran­den­burgs Min­is­ter­präsi­dent Manfred
Stolpe (SPD) zuge­sagt. Anlass sind die häu­fi­gen Aufmärsche von organ­isierten Recht­sradikalen in Witt­stock, denen die Ini­tia­toren ein klares Beken­nt­nis ent­ge­genset­zen wollen, dass Intol­er­anz und Gewalt in der Region nicht geduldet werden.

Wie der Press­esprech­er des Polizeipräsidiums
Oranien­burg Rudi Son­ntag auf Anfrage des RA mitteilte,
haben rechte Kreise in der Doss­es­tadt für diesen
Sonnabend wiederum eine Demon­stra­tion angemeldet,
ursprünglich für die Zeit ab 15.30 Uhr. Ein­re­ich­er sei Mario Schulz, Kreisvor­sitzen­der Prig­nitz-Rup­pin der NPD. „Er meldete für eine Aktion­s­ge­mein­schaft der Anständi­gen an“, so Son­ntag. Diese Kundge­bung werde jedoch nicht für die beantragte Zeit genehmigt, son­dern nur für den Vormittag.

 

NPD-Kreis­chef will sich Stolpe entgegenstellen

Polizei ver­legt Demo der recht­en am 8. Dezem­ber auf
den Vormittag

 

WITTSTOCK Auf Witt­stock werde am Sonnabend ganz
Bran­den­burg guck­en, weil Stolpe und Huber da sind,
begrün­dete Mario Schulz, NPD-Kreisvorsitzender
Prig­nitz-Rup­pin seine Anmel­dung ein­er Demonstration
aus­gerech­net für den 8. Dezem­ber. Damit spielt er für diesen Sonnabend in Witt­stock schon länger
angekündigte Demon­stra­tion „ Für ein tolerantes
Witt­stock- gegen Intol­er­anz und Gewalt“ ab16 Uhr an,
zu der auch Bischof Wolf­gang Huber und Min­is­ter­präsi­dent Man­fred Stolpe (SPD) erwartet
wer­den. Damit wollen die demokratis­chen Kräfte
Witt­stocks gegen die Häu­fung recht­sradikaler Vor­fälle in ihrer Stadt reagieren. Laut Rudi Sonntag
(Polizeiprä­sid­i­um Oranien­burg) hat Schulz seine Demo,
die zeit­gle­ich stat­tfind­en sollte für eine
„Aktion­s­ge­mein­schaft der Anständi­gen“ angemeldet.
Son­ntag informierte, dass die Polizei Schulz davon in
Ken­nt­nis set­zte, dass die von ihm angemeldete
Demon­stra­tion für den Nach­mit­tag nicht genehmigt
werde, son­dern nur vor­mit­tags. Für ein generelles
Ver­bot der recht­en Demo sah das Polizeiprä­sid­i­um in
Oranien­burg keine Hand­habe. Son­ntag geht aber davon aus, dass bei­de Ver­anstal­tun­gen zeitlich so weit auseinan­der liegen, dass sich die Demon­stran­ten nicht begeg­nen würden.

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