28. Januar 2003 · Quelle: LR / BM / MOZ

KO-Gas in Gesicht: Nach Mord von Potzlow Zeuge bedroht

Nach Mord von Pot­zlow Zeuge bedroht


(Lausitzer Rund­schau) Im Zusam­men­hang mit dem Mord an dem Schüler Mar­i­nus Schöberl im
uck­er­märkischen Pot­zlow (die RUNDSCHAU berichtete) ist laut
Staat­san­waltschaft ein Zeuge bedro­ht und mit Gas besprüht wor­den. Der
Vor­fall habe sich auf dem Schul­hof im Nach­barort Pas­sow ereignet. Gegen eine
16-Jährige, die Fre­undin des ältesten Beschuldigten, wurde Haftbefehl
erlassen, sagte gestern die Neu­rup­pin­er Ober­staat­san­wältin Lolita
Lodenkäm­per. Das Mäd­chen habe den Schüler als “Ver­räter” beschimpft und
gedro­ht, ihm “könne auch so etwas passieren.”
Die Frau ist laut Lodenkäm­per wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung in
Tatein­heit wegen ver­suchter Nöti­gung in Haft genom­men worden.
Im Feb­ru­ar soll laut Staat­san­waltschaft Anklage erhoben werden.

 

Zeuge im Mord­fall Pot­zlow bedroht

 

(Berlin­er Mor­gen­post) Neu­rup­pin — Im Mord­fall Mar­i­nus Schöberl aus Pot­zlow (Uck­er­mark) gab es
bere­its am ver­gan­genen Don­ner­stag eine weit­ere Fes­t­nahme. Nicole B., 16-jährige Schü­lerin und Fre­undin von Mar­co S., einem der drei
Hauptverdächti­gen, sitzt seit­dem in Unter­suchung­shaft. Sie hat einen der
Haupt­be­las­tungszeu­gen, den 15-jähri­gen Schüler Matthias M. aus Strehlow, als
«Ver­räter» beschimpft und ihm gedro­ht, dass ihm das gle­iche wie Marinus
passieren würde. Dann sprühte sie ihm K.O.-Gas ins Gesicht.
Der Schüler gehört zu den Zeu­gen, die die skelet­tierte Leiche von Marinus
Mitte Novem­ber fan­den, den Mar­co S. gemein­sam mit seinem Brud­er Mar­cel S.
und Sebas­t­ian F. bere­its im Juli auf bes­tialis­che Weise umge­bracht und
anschließend in ein­er Jauchegrube ver­schar­rt haben soll. 

 

Zeuge im Mord­fall Schöberl bedroht

 

(MOZ) Neuruppin/Welsebruch (MOZ) Ein Zeuge im Mord­fall Mar­i­nus Schöberl ist am
Don­ner­stag auf dem Schul­hof in Pas­sow (Uck­er­mark) als Ver­räter beschimpft,
bedro­ht und mit Gas besprüht wor­den. Wie die Staat­san­waltschaft Neuruppin
erst am Mon­tag mit­teilte, soll die Fre­undin eines der drei Mordverdächtigen
dem Schüler gedro­ht haben, ihm könne “auch so etwas passieren” wie Marinus
Schöberl. Der 16-Jährige war im Som­mer 2002 in Pot­zlow bru­tal erschla­gen und
in ein­er alten Jauchegrube ver­graben wor­den. Gegen die 16-Jährige, die den
Zeu­gen angriff, wurde Haft­be­fehl wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung in
Tatein­heit mit ver­suchter Nöti­gung erlassen, gab die Neuruppiner
Ober­staat­san­wältin Loli­ta Lodenkäm­per bekan­nt. Das Mäd­chen sei zusam­men mit
ihrem 23-jähri­gen Fre­und, der im Mord­fall Schöberl als Hauptverdächtiger
gilt, bere­its 2002 in einem anderen Ver­fahren nach einem Angriff auf einen
dunkel­häuti­gen Asyl­be­wer­ber in Pren­zlau wegen gefährlich­er Körperverletzung
verurteilt wor­den. Die gegen sie ver­hängten zehn Monate Jugend­strafe seien
jedoch noch nicht recht­skräftig. Der von dem Mäd­chen bedro­hte Jugendliche
war am ver­gan­genen Don­ner­stag nach der Schule ins Jugend­haus Strehlow
gege­gan­gen und hat­te dort von dem Vor­fall berichtet. “Daraufhin haben die
Betreuer sofort die Polizei alarmiert, die mit der Fes­t­nahme auch sehr
schnell gehan­delt hat”, so Karin Dörre vom Mobilen Beratung­steam (MBT)
Bran­den­burg. Im Feb­ru­ar soll laut Staat­san­waltschaft Anklage im Mordfall
Schöberl erhoben wer­den. Der Prozess find­et vor dem Landgericht in Neuruppin
statt. 

 

Siehe auch die Infori­ot-Son­der­seite zumMord in Potzlow

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