8. April 2004 · Quelle: MAZ

Konflikte an der Diskothek “Flash”

(MAZ, René Gaffron) BELZIG — Rechts- und links­gerichtete Jugendliche haben sich — wie erst jet­zt bekan­nt gewor­den ist — in der Nacht zum Sonnabend an der Diskothek “Flash” kon­trär gegenüber ges­tanden. Die Betreiber haben schließlich die Polizei­wache Belzig alarmiert. Bei Ein­tr­e­f­fen des Streifen­wa­gens war die Sit­u­a­tion bere­its wieder entspan­nt, wie Wachenchef Alfons Ste­fa­ni­ak bestätigt. Seine Kol­le­gen prüfen nun Anzeigen, die von der Jugend-Antifa Belzig erstat­tet wurden. 

Nach deren Darstel­lung hat der Kon­flikt bere­its seinen Ursprung am 26. März. Sein­erzeit sollen vier Jugendliche an gle­ich­er Stelle bepö­belt und tätlich ange­grif­f­en wor­den sein, während Türste­her untätig zuge­se­hen hät­ten. Anzeigen wegen Kör­per­ver­let­zung und Sachbeschädi­gung seien damals erstat­tet worden. 

Am Woch­enende nun hät­ten 20 Alter­na­tive eine Ver­anstal­tung besuchen wollen, seien aber bere­its von 40 Mit­gliedern der neon­azis­tis­chen Szene erwartet wor­den. Nach Beschimp­fun­gen, die ignori­ert wor­den seien, hät­ten die Ord­ner darauf behar­rt, dass sich die Linken ent­fer­nen, berichtet die Jugend-Antifa. “Ihr wollt doch nur Stress machen!” und “Es gibt hier kein links und rechts” sollen sie gesagt haben. Inhab­er Burkhard Moritz aber berichtet, die links­gerichteten Gäste hät­ten klar gesagt, dass sie die Kon­fronta­tion suchen. Fol­gerichtig seien die Ord­nung­shüter gerufen wor­den, die nicht ein­schre­it­en mussten, aber gle­ich die Anzeigen wegen “Heil Hitler”-Rufen, rechtswidri­gen Sym­bol­en auf Klei­dungsstück­en und mehr aufgenom­men hät­ten. Nach Ansicht von Alfons Ste­fa­ni­ak sei die Diskothek “Flash” bis­lang kein Ein­satzschw­er­punkt. Die Entwick­lung werde jedoch unter die Lupe genom­men. Heiko Schmidt, Sprech­er des Polizeis­chutzbere­ich­es Brandenburg/Belzig, kündigt unter anderem den Ein­satz von Kräften der mobilen Son­dere­in­heit Mega an. 

Burkhard Moritz hat indes seine Bemühun­gen um Frieden in der Ein­rich­tung unter­strichen. Mit Ver­weis auf entsprechende Hausver­bote hat er etwaige Sym­pa­thien mit Neon­azis zurück­gewiesen. Vor der Tür und im Umfeld sei der Ein­fluss jedoch begrenzt. 

(Infori­ot) Siehe dazu auch die gestrige Pressemit­teilung der Jugend Antifa Belzig

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