22. März 2002 · Quelle: berliner morgenpost | berliner zeitung

Kreuze zum Gedenken an Rassismusopfer

berlin­er mor­gen­post:

Kreuze zum Gedenken an Ras­sis­mu­sopfer

dpa Pots­dam — Anlässlich des Inter­na­tionalen Anti-Ras­sis­mus-Tages hat der Bran­den­burg­er Flüchtlingsrat gestern zehn Kreuze vom Pots­damer Haupt­bahn­hof zur Niko­laikirche getra­gen. Damit sollte sym­bol­isch an die rund 100 Opfer rechter Gewalt in Deutsch­land seit 1990 erin­nert wer­den, sagte Geschäfts­führerin Judith Gleitze. Zahlre­iche Pots­damer begleit­eten die Aktion des Flüchtlingsrates und des Lübben­er Forums.

Auf den Trep­pen der Niko­laikirche lagen 97 Holzkreuze mit Namen. Sie standen für die Opfer rechter Gewalt, die von der Bun­desregierung offiziell anerkan­nt wur­den, sagte die Sprecherin des Lübben­er Forums, Ilka Gel­haar-Hei­der. Ihrer Ansicht nach zählen jedoch min­destens 51 weit­ere Men­schen zu den Todes­opfern von Recht­sex­tremen in Deutsch­land. Für sie wur­den stel­lvertre­tend einige unbeschriftete Kreuze niedergelegt.

Nach Angaben des Flüchtlingsrates star­ben 20 der 97 anerkan­nten Opfer bei recht­sex­tremen Über­grif­f­en in Bran­den­burg. Dabei richtete sich die Gewalt nicht auss­chließlich gegen Aus­län­der.

berlin­er zeitung:

Kreuze erin­nern an Gewal­topfer

Aktion des Flüchtlingsrates

dpa

POTSDAM. Anlässlich des Inter­na­tionalen Anti-Ras­sis­mus-Tages hat der Bran­den­burg­er Flüchtlingsrat am Don­ner­stag zehn Kreuze vom Pots­damer Haupt­bahn­hof zur Niko­laikirche getra­gen. Damit sollte sym­bol­isch an die rund 100 Opfer rechter Gewalt in Deutsch­land seit 1990 erin­nert wer­den, sagte Geschäfts­führerin Judith Gleitze. Zahlre­iche Pots­damer begleit­eten die Aktion des Flüchtlin­grates und des von engierten Bürg­ern gegrün­de­ten Lübben­er Forums.
Auf den Trep­pen der Niko­laikirche lagen 97 Holzkreuze, die mit Namen verse­hen waren. Sie standen für die Opfer rechter Gewalt, die als solche von der Bun­desregierung offiziell anerkan­nt wur­den, sagte die Sprecherin des Lübben­er Forums, Ilka Gel­haar-Hei­der. Aus ihrer Sicht nach zählen jedoch min­destens 51 weit­ere Men­schen zu den Todes­opfern von Recht­sex­tremen in Deutsch­land. Angaben des Flüchtlin­grates zufolge star­ben 20 der offiziell 97 Opfer bei recht­sex­tremen Über­grif­f­en in Bran­den­burg. Dabei richtete sich die Gewalt nicht nur gegen Aus­län­der.

Joachim K. Bek­ou aus Togo, Pas­tor der Pen­te­costal Move­ment Church in Babels­berg, warnte auf der Gedenkver­anstal­tung vor wach­sender Gewalt gegen Aus­län­der in den Pots­damer Wohnge­bi­eten Am Stern und Am Schlaatz.

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