20. Juni 2013 · Quelle: Spartacus Potsdam e.V.

Kundgebung “Ich liebe, wen ich will — Gegen Homo- und Transphobie!” am 21.Juni ab 18 Uhr am Brandenburger Tor (Potsdam)

“homophobia - the worst disease - you can’t love who you want to love in times like these”

Diese trau­ri­gen Zeilen, ver­fasst von der Band Chum­bawam­ba Mitte der 90er, um auf die mörderischen Ten­den­zen mod­ern­er Homo­pho­bie aufmerk­sam zu machen, zeigen lei­der noch immer erschreck­ende Aktu­al­ität in weit­en Teilen dieser Welt.

Während in eini­gen Län­dern über die Homo-Ehe und eine steuer­liche Gle­ich­stel­lung debat­tiert wird, beschließt das rus­sis­che Par­la­ment mit großer Mehrheit, das Sprechen über Homo­sex­u­al­ität vor Kindern und Jugendlichen unter Strafe zu stellen. Mit diesem Beschluss  tritt die Duma grundle­gende Men­schen­rechte mit Füßen und gibt homo- und trans­pho­ben Mörder_innen Rück­endeck­ung. Gewalt­tätige Angriffe auf nicht-het­ero­sex­uelle Men­schen wer­den von ein­er ohne­hin schon gedulde­ten in eine staatlich legit­imierte Posi­tion gehoben und das in ein­er Sit­u­a­tion in der erst Anfang Juni 2013 in Rus­s­land unab­hängig von einan­der zwei Morde an Men­schen verübt wur­den, weil sie schwul waren.

Im Jahr 2011 stellt die gle­ichgeschlechtliche Liebe in 75 Län­dern ein Ver­brechen dar. 8 Län­der davon sehen für Homo­sex­u­al­ität die Todesstrafe vor (Iran, Mau­re­tanien, Sau­di Ara­bi­en, Sudan, Jemen, Teile von Nige­ria, Gam­bia und Soma­lia). Auch dort, wo Homo­pho­bie keine staatliche Legit­i­ma­tion erfährt, wer­den Men­schen, deren Lebensweise nicht in die herrschende Nor­ma­tiv­ität passt, diskri­m­iniert, ver­fol­gt und ermordet.

Wir wer­den solche Zustände nicht hin­nehmen. Wir wollen, das jede_r lieben kann, wen er_sie möchte. Wir schließen uns zusam­men, um gemein­sam unsere Sol­i­dar­ität mit den Betrof­fe­nen auszu­drück­en und  gegen Homo- und Trans­pho­bie zu kämpfen, vor unser­er Haustür und inter­na­tion­al.

Darum rufen wir alle, die Feindlichkeit gegen nicht-het­ero­sex­uelle Men­schen genau so scheiße und unmen­schlich find­en wie wir, dazu auf, dies am 21.Juni ab 18 Uhr Bran­den­burg­er Tor (Pots­damer Innen­stadt) laut auszus­prechen, sich zu ver­net­zen und gemein­sam an ein­er besseren Welt zu arbeit­en.

Stay togeth­er, fight togeth­er, smash homo­pho­bia!

Spar­ta­cus Pots­dam e.V.

Queer Riot Club Berlin

Kat­te e.V. (Pots­dam)

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