9. August 2008 · Quelle: Antifa Westhavelland

Landespokalspiel mit dritter Halbzeit

Während und nach dem Fußball­spiel Chemie Prem­nitz gegen Stahl Bran­den­burg im Lan­despokal ist es am heuti­gen Nach­mit­tag zu mehreren Pro­voka­tio­nen und tätlichen Angrif­f­en durch die (neo)nazistischen Anhänger und Hooli­gans des FC Stahl gekom­men.

Bere­its beim betreten des “Sta­dions der Chemiear­beit­er” in Prem­nitz wur­den so Chemie Fans mit Parolen wie “Has­ta La Vista Antifascista” und ähn­lichem begrüßt.

In der Hal­bzeit­pause bewegten sich dann mehrere Stahlhools in den Prem­nitzer Heim­block um dort — let­z­tendlich erfol­g­los — eine hand­feste Auseinan­der­set­zung mit dem Chemiean­hängern zu suchen. Als Rädels­führer tat sich dabei ins­beson­dere der ein­schlägige Gewalt­täter Mar­co Barsch (Kam­er­ad­schaft Brandenburg/Havel) her­vor, bevor die Truppe um ihn durch die in ihrem Son­nen­bad gestörte Polizei zurückge­drängt wurde.

Spätestens seit diesem Zeit­punkt war klar, dass es heute über­haupt nicht um Fußball ging, son­dern um eine hand­feste Auseinan­der­set­zung mit den “Zeck­en” von Prem­nitz.

Dies­bezüglich waren auch regionale Nazis­chläger aus den ver­bote­nen Kam­er­ad­schaften “Hauptvolk” und “Sturm 27”, wie beispiel­sweise Michél Müller, neben­bei auch Vor­sitzen­der des NPD Kreisver­band Hav­el Nuthe, angereist.

So kam es nach Abp­fiff des Spiels vor dem Sta­dion zu weit­eren Pro­voka­tio­nen der auswär­ti­gen und heimis­chen Nazis­chläger, die schließlich in Schlagab­tauschen mit den anwe­senden Polizis­ten ende­ten.

Durch­bruchsver­suche zu den Chemiean­hängern scheit­erten aber, so dass der Frust der Naz­i­hools über die aus­ge­bliebene Massen­schlägerei let­z­tendlich größer war als die Freude über den Sieg ihrer Mannschaft auf dem Spielfeld.

Bild 1: “Fans” des FC Stahl Bran­den­burg und des “BFC Dynamo” während der ersten Hal­bzeit

Bild 2: Relax­ing in the Sun

Bild 3: im Stahlblock: v.l.n.r.: Michél Müller (Vor­sitzen­der des NPD Kreisver­band Hav­el Nuthe; Mit­glied “Hauptvolk”), Mar­co Barsch (Kam­er­ad­schaft Bran­den­burg), Peter Pos­tol­ka (“Hauptvolk”), Michael Peschke (“Sturm 27”), Matthias Ull­rich (“Sturm 27”)

Bild 4: Mar­co Barsch (2.v.l.) als Rädels­führer der Naz­i­hools, die im Heim­block kurz vor Beginn der zweit­en Hal­bzeit provozierten

Bild 5: Hooli­gans des BFC Dynamo und des FC Stahl provozieren im Prem­nitzer Heim­block

Bild 6: Polizeiein­satz gegen die provozieren­den Bran­den­burg­er Hools

Bild 7: Dritte Hal­bzeit vor dem Sta­dion

Bild 8: Rangelei mit der Polizei

Bild 9: Mar­co Barsch (2.v.r.) wieder in vorder­ster Lin­ie

Bild 10: Beendi­gung der drit­ten Hal­bzeit durch die Unpartei­is­chen

Bild 11: Peter Pos­tol­ka und Michél Müller (v.l.nr.), eben­falls in den vorderen Lin­ien

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