8. Februar 2008 · Quelle: Landesverband VVN-BdA

Landesverband der VVN-BdA gegründet

Liebe AntifaschistIn­nen und Unter­stützerIn­nen,

Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit sind die alltägliche Real­ität im Land Bran­den­burg. Jede Woche kommt es zu recht­sex­tremen Gewalt­tat­en und Pro­voka­tio­nen.
Die DVU sitzt nun schon zum zweit­en Mal im Bran­den­burg­er Land­tag und die NPD erhöht zur Kom­mu­nal­wahl in diesem Jahr ihre Aktiv­itäten. So wer­den Infos­tände in Kle­in­städten durchge­führt, recht­sex­tremes Info­ma­te­r­i­al vor Schulen verteilt und die Kon­tak­te zu recht­en Jugend­cliquen und zur unor­gan­isierten recht­sex­tremen Szene weit­er aus­ge­baut. Zunehmend find­et eine Ver­net­zung in die anderen Bun­deslän­der statt.
Ger­ade in den ländlichen Regio­nen Bran­den­burgs, aber auch im soge­nan­nten „Speck­gür­tel“ Berlins, ist eine Akzep­tanz von recht­sex­tremen Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tensweisen erkennbar, auch wenn noch nicht von ein­er kul­turellen Hege­monie die Rede sein kann.
Das Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit aber kein gesellschaftlich­es Rand­phänomen ist, bele­gen die Stu­di­en zu den Ein­stel­lun­gen und Ori­en­tierun­gen von Bran­den­burg­erIn­nen.
Demzu­folge lassen sich immer wieder erfol­gre­iche Ver­suche von sozialer und kom­mu­naler Ver­ankerung fest­stellen. Ob nun im Freizeit­fußball­team, bei der ehre­namtlichen Arbeit im Fam­i­lien­zen­trum und bei der frei­willi­gen Feuer­wehr oder durch Präsenz im öffentlichen Raum, Recht­sex­treme ver­suchen ver­stärkt Fuß zu fassen und Rück­halt zu gewin­nen. Durch The­men, wie z.B. Glob­al­isierungskri­tik und Hartz IV-Protest, wer­den Men­schen in ihren wichti­gen Empfind­un­gen ange­sprochen, gle­ichzeit­ig wird aber gegen Migran­tInnen und Ander­s­denk­ende gehet­zt. In Bezug auf die Kom­mu­nal­wahl im Sep­tem­ber kann hier keine Ent­war­nung gegeben wer­den.

Aus diesem Grund, und weil das Land Bran­den­burg bish­er das einzige Bun­des­land ohne Lan­desstruk­tur war, haben engagierte junge und ältere AntifaschistIn­nen im let­zten Jahr einen Lan­desver­band der Vere­ini­gung der Ver­fol­gten des Naziregimes – Bund der Antifaschistin­nen und Antifaschis­ten (VVN-BdA) gegrün­det. Mit der Grün­dung des Lan­desver­band VVN-BdA soll ein über­parteilich­er Zusam­men­schluss von Ver­fol­gten des Naziregimes, Wider­stand­skämpferIn­nen und AntifaschistIn­nen geschaf­fen wer­den. Ziel ist es, antifaschis­tis­che Arbeit im Land Bran­den­burg zu organ­isieren und zu koor­dinieren.

Der Lan­desver­band ist offen für alle, die jede Form von Faschis­mus, Ras­sis­mus, Anti­semitismus und Mil­i­taris­mus ablehnen und für friedliche, demokratis­che und humane Ver­hält­nisse, also für eine men­schen­würdi­ge Zukun­ft, ein­treten. Wir wollen mit Diskus­sio­nen, Erfahrungsaus­tausch, über­re­gionaler Zusam­me­nar­beit und Sol­i­dar­ität antifaschis­tis­ch­er Poli­tik im Land Bran­den­burg eine unüber­hör­bare Stimme geben.

Inter­essierte Grup­pen und Per­so­n­en sind für eine aktive Mitar­beit gerne gese­hen. Eine Home­page mit weit­eren Infor­ma­tio­nen fol­gt dem­nächst.

Kon­takt: VVN-BdA Lan­desver­band Bran­den­burg, Lin­den­str. 47, 14467 Pots­dam

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