10. Juni 2010 · Quelle: Linker Fläming united

Linker Fläming United veranstaltet antifaschistisches Aktionswochenende in Zossen

Das antifaschis­tis­che Bünd­nis Link­er Fläming Unit­ed ver­anstal­tet am 12. und 13. Juni ein antifaschis­tis­ches Aktionswoch­enende in Zossen (Tel­tow-Fläming) mit Demon­stra­tion, kosten­losem Konzert,Zeltcamp und einem geführten Stadtrundgang.

Seit der Holo­caustleugn­er Rain­er Link im Novem­ber 2008 eine Stolper­stein­ver­legung zum Gedenken an jüdis­che Shoa-Opfer vor seinem Inter­net-Cafe in der Berlin­er Straße hand­grei­flich störte, ver­schwand die Stadt Zossen nicht mehr aus den Schlagzeilen.
Nazis störten in den darauf fol­gen­den Wochen und Monat­en immer wieder antifaschis­tis­che Gedenkkundge­bun­gen, dro­ht­en lokalen Antifaschis­ten mit Mord und verübten im Jan­u­ar 2010 einen Bran­dan­schlag auf das Zossen­er Haus der Demokratie. Hauptzielscheibe der nicht abreißen­den Angriffe und Ein­schüchterungsver­suche sind die Mit­glieder der 2009 gegrün­de­ten Bürg­erini­tia­tive “Zossen zeigt Gesicht”, die sich couragiert gegen die
immer gewalt­bere­it­er auftre­tenden Nazis stellen.

Zossen ist unbe­stre­it­bar zu einem Schw­er­punkt von neo-nation­al­sozial­is­tis­chen Aktiv­itäten und Organ­isierungs­be­stre­bun­gen im Land­kreis Tel­tow-Fläming gewor­den. Das hat auch die NPD erkan­nt, die seit eini­gen Wochen in der Region Zossen ver­stärkt um Mit­glieder wirbt. Diesen untrag­baren Zustän­den wollen wir nicht länger taten­los zuse­hen. Deshalb ver­anstal­ten wir am 12. und 13. Juni unter dem Mot­to “Schon wieder Zossen?! NS-Ver­her­rlichung und ‑Ver­harm­lo­sung den Boden entziehen!” ein antifaschis­tis­ches Aktionswoch­enende in der Zossen­er Innen­stadt.

Zum Auf­takt des Woch­enen­des find­et am Sam­stag um 13 Uhr in der Fis­ch­er­straße 26
(zukün­ftiges Haus der Demokratie und ehe­ma­lige Kfz-Zulas­sungsstelle) eine Info-Ver­anstal­tung mit Dr. Rolf Göss­ner (Vizepräsi­dent der Inter­na­tionalen Liga für Men­schen­rechte) zum The­ma “Staatlich­er Umgang mit Neon­azis­mus und rechter Gewalt (ver­bi­eten, unter­wan­dern, ver­drän­gen) im Kon­flikt mit antifaschis­tis­chen Grund­sätzen und Aktio­nen” statt. Anschließend startet um 15.30 Uhr unter dem Mot­to “NS-Ver­her­rlichung und ‑Ver­harm­lo­sung den Boden entziehen” eine bunte Bünd­nis-Demon­stra­tion vom Bahn­hof Zossen, auf der es auch einen Tech­no-DJ-Laut­sprecher­wa­gen geben wird. Zum Abschluss des ersten Aktion­stages feiern
wir ab 18 Uhr auf dem Gelände Kirch­straße 3 (gegenüber der ehe­ma­li­gen Kreisver­wal­tung) ein kosten­los­es Open-Air-Konz­ert mit dem Tocotron­ic-Sänger Dirk von Lowt­zow, den Flens­burg­er Punkrock­ern Tur­bostaat und der
Antilopen­gang (Hiphop).

Wer danach noch nicht genug hat, kann kosten­los im Zelt­camp über­nacht­en, Iso­mat­te und Schlaf­sack müssen selb­st mit­ge­bracht wer­den. Am Son­ntag­mor­gen früh­stück­en wir gemütlich im Camp und führen ein antifaschis­tis­ches Ver­net­zungstr­e­f­fen durch. Zum Abschluss des Woch­enen­des führt uns der Zossen­er Kurt Liebau dann ab 13 Uhr auf einen Stadtrundgang zur Geschichte des Antifaschis­mus und des jüdis­chen Lebens in Zossen, einem Zeit­en­sprünge-Pro­jekt des Vere­ins Bil­dung und Aufk­lärung Zossen (BAZ e.V.) in Zusam­me­nar­beit mit der Geschwis­ter-Scholl-Gesamtschule Daben­dorf und dem Leo-Jugend­freizeitvere­in.

Nach Dres­den und Berlin, Bernau und Eber­swalde nun auch Zossen naz­ifrei!

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