2. Mai 2008 · Quelle: Indymedia

Mahnwache und Demo

Antif­schis­tis­che Aktion” auf Indy­media - Am 26.April fand eine NPD-Mah­nwache und eine Antifa-Demo in Lübben statt. 20 NPD´ler und 30 Antifas. Nur wenige “freie Kam­er­aden” im Umfeld. Nazis zogen unter Schmährufen ab und die Antifas feierten ihren Sieg aufm Rück­weg zum Bahn­hof.

Schon um 8:30 Uhr am Bahn­hofsvor­platz, als ger­ade mal einige Antifaschist_Innen auf den Start warteten, hin­gen die NPDler eben­falls am Bahn­hof in der Waisen­straße mit 2 Autos rum. Kurz vor um 9 Uhr fuhren sie dann zum Mark­t­platz.

Bis 10 Uhr trafen wohl ins­ge­samt 20 Antifas ein und gin­gen mit “Polizeibegleitung” zum Mark­t­platz. Dort Parolen­rufend angekom­men sah men­sch ein Häu­flein von 15 bis 20 Nazis mit Trans­par­enten.

Die Antifaschist_Innen waren aufm Mark­t­platz bei den Bänken an der Haupt­straße während die Nazis ent­lang der Post­straße postiert waren. Bei­de Seit­en jew­eils drei Trans­par­ente.

Da die Antifa eine Demo mit Kundge­bung machte, hat­te sie ein Lau­ti dabei. Die Nazis macht­en eine Mah­nwache und blieben deshalb still.

Die Stadtverord­nete Moni­ka Din­ter von der CDU kam zu den Antifas und beschw­erte sich über die “Laute Musik”, ein Antifa rief ihr zu: “Was Ras­sis­ten und Leute die die Nazis tolerieren sagen ist uns SCHEISSEGAL!”, sie ging.

Die NPD und ihre Anhängsel kamen aus bran­den­bur­gis­chen Orten wie Tel­tow-Fläming, Cot­tbus, Fürstenwalde/an der Spree (Oder­land), Königs Wuster­hausen, Berlin und andere kleinere Orte. Was auf ihren Trans­par­enten ste­ht ist eigentlich irrel­e­vant.

Fürsten­walde hat­te kein Bock mehr und ver­pis­ste sich vorzeit­ig zusam­men mit Manuela Kokott. Die NPD hat es nicht mehr hingekriegt Luck­au einen Stand zu machen.

Der Mark­t­platz war wie leerge­fegt. Mit­tler­weile 30 Antifas standen ca 15 Nazis gegenüber. Nix dazwis­chen am Rand die Polizei. Die Antifa spielte Anti-Nazi-Lieder und eine Anti-NPD-Rede.

Inter­es­sant war nur als die “Freien Kräfte” ihr “Wer Wind sät wird Sturm ern­ten” Trans­par­ent rausholten, wur­den sie durch laute Schmährufe von anwe­senden Antifas verun­sichert.

Sie liefen damit ganz langsam in Rich­tung Antifa, die sich vor Lachen krümmte, und wur­den auf der Hälfte von der Polizei ange­hal­ten und zurück­geschickt. Irgend­wann war das der Polizei und der NPD zuviel und die Nazis pack­ten ein. Die Antifas ver­ab­schiede­ten sich laut­stark von Heiko Lehmann der erst kür­zlich wegen des Frageze­ichenüber­falls in Cot­tbus zu ein­er Haft­strafe verurteilt wurde. Der war auch 2 Wochen vorher beim Nazi-Auf­marsch in Lübben mit dabei.

Der “Jugend­of­fen­sive Lausitz” Antreiber Manuel Hochratz lief zusam­men mit Nicole Lehmann am Rand lang um sich das alles anzukuck­en. Auch einige örtliche Nazis fuhren mal mit dem Auto vor­bei.

Heiko Lehmann, der schon zwei Wochen zuvor auf dem Kam­er­ad­schafts-Auf­marsch rumge­sprun­gen ist, war auch wieder da. Mike Turau, mit Regen­schirm und Kam­era bewaffnet, schäumte vor Wut als den Nazis zugerufen wurde sie soll­ten mal “Deutsch” ler­nen.

Unter Rufen wie “Ihr seid alle beim Ver­fas­sungschutz” zogen sie ab, nicht ohne nochmal zu zeigen wie sie “wirk­lich” drauf sind. Mit “Triskele” und “Blood und Hon­our Zeichen”.

Kurz nach 12 Uhr war der Nazi-Spuk vor­bei und die Antifa zog ne halbe Stunde später zum Bahn­hof, unter­wegs Antifa-Parolen, wo sie um 13 Uhr die Demo been­dete.

Am Sonnabend den 19. April gab es einen Mas­siv­en Über­fall von über 20 Nazis aufm lübben­er Mark­t­platz. Was eine gezielte Aktion war. Eine Woche später am 26.April, also in der Nacht vor dieser Demo gab es wieder einen Über­fall von 12 Nazis auf ver­meintliche “Linke”.

Bilder zum Bericht:
http://de.indymedia.org/2008/04/214932.shtml

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