22. März 2011 · Quelle: Teilnehmer

Mahnwachen gegen Atompolitik in ganz Brandenburg

Landesweit waren rund 20 Aktionen angekündigt / Bilder und Bericht aus Brandenburg/Havel

Anti-Atomkraft-Kundgebung

Nach dem schw­eren Unfall im japanis­chen Kernkraftwerk Fukushi­ma vor mehreren Tagen hat­ten Anti-Atom-Ini­tia­tiv­en und die Partei „Die Grü­nen“ auch am gestri­gen Mon­tag zu bun­desweit­en Mah­nwachen bzw. Gedenkkundge­bun­gen aufgerufen.

Anti-Atomkraft-Kundgebung

Auch im Land Bran­den­burg waren dies­bezüglich Ver­anstal­tun­gen in über 20 Gemein­den geplant.

Anti-Atomkraft-Kundgebung

In Bran­den­burg an der Hav­el kamen so, anknüpfend an die Mah­nwache vom ver­gan­genen Mon­tag, wieder unge­fähr 30 Men­schen zusam­men, um den Opfern der Naturkatas­tro­phe sowie des Reak­torun­falls zu gedenken. Gle­ichzeit­ig sollte aber auch ein Zeichen des Protestes gegen die derzeit­ige Atom­poli­tik der Bun­desregierung geset­zt wer­den, wie eine Vertreterin der Grü­nen betonte. Konkret auf Bran­den­burg an der Hav­el bezo­gen, will sich zudem ein Vertreter der Piraten­partei dafür ein­set­zen, dass die Stadtwerke kün­ftig in ihrem Energiemix auf die Zufuhr von Kernen­ergie verzicht­en.

Anti-Atomkraft-Kundgebung

Die Linksju­gend SOLID nahm eben­falls an der Mah­nwache teil und verdeut­lichte auf darstel­lerisch­er Weise, mit Schutzanzü­gen und einem Imi­tat eines klas­sis­chen „Atom­müll-Fass“, die Gesund­heits­ge­fahr durch radioak­tive Stoffe sowie des leicht­fer­ti­gen Umgangs mit ihnen.

Anti-Atomkraft-Kundgebung

Ein­mal mehr hat­te näm­lich die, offen­bar selb­st im tech­nol­o­gisch hochen­twick­el­ten Japan große Krise­nan­fäl­ligkeit von Kernkraftwerken, bewiesen, wie sen­si­bel und vor allem lebens­ge­fährlich der­ar­tige tech­nis­che Anla­gen eigentlich sind. Ander­er­seits ist diese Tat­sache spätestens seit dem katas­trophalen Unfall am 26. April 1986 im damals noch sow­jetis­chen Kernkraftwerk Tsch­er­nobyl bekan­nt. Sowohl in Japan als auch hier. Nicht ohne Grund wurde deshalb beispiel­sweise das Kernkraftwerk Rheins­berg (Bran­den­burg) am 1. Juni 1990 still­gelegt und im 50 km von Bran­den­burg an der Hav­el ent­fer­n­ten Arneb­urg (Sach­sen-Anhalt) der Bau des größten Atom­meil­ers der Bun­desre­pub­lik am 1. März 1991 endgültig gestoppt. Viele andere Kraftwerke blieben jedoch trotz der bekan­nten Gefahren und unzure­ichen­der Sicher­heit­stech­nik weit­er­hin am Netz. Dieser Weit­er­be­trieb von Kernen­ergiean­la­gen seit Tsch­er­nobyl hat sich im Zuge des Unfalls von Fukushi­ma ein­mal mehr nicht nur als unvernün­ftig erwiesen, son­dern auch als extrem ver­ant­wor­tungs­los gegenüber Men­sch und Umwelt. Die Mah­nwache in Bran­den­burg an der Hav­el sowie auch die anderen Ver­anstal­tun­gen in Land und Bund sind so auch ein Beken­nt­nis gegen die geplante Laufzeitver­längerung der noch aktiv­en Kraftwerke sowie eine deut­liche Forderung für den sofor­ti­gen Ausstieg aus der Kernen­ergie.

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