5. September 2019 · Quelle: Asie

Marsch für das Leben“!? – What the fuck!

Eberswalde – Die antisexistische Initiative Eberswalde (Asie) und das What-the-fuck-Bündnis laden zu einer Mobi und Info Veranstaltung am 10. September um 19 Uhr ins Schöpfwerk (Nähe Bahnhof) ein.

Kommt zu unser­er Mobi Ver­anstal­tung mit dem What-the-fuck-Bünd­nis und informiert euch über die Hin­ter­gründe und diesjähri­gen Proteste gegen die jährliche Demo der christlichen Fundamentalist*innen!

Hier der diesjährige Aufruf (https://whatthefuck.noblogs.org/aufruf-2019/):

Marsch für das Leben“?! – What the fuck!

Am 21. Sep­tem­ber 2019 find­et in Berlin der „Marsch für das Leben“ statt, an dem jährlich tausende selb­ster­nan­nte „Lebenss­chützer“ ein generelles Ver­bot von Abtrei­bun­gen fordern.

Unter dem Deck­man­tel des „Lebenss­chutzes“ propagiert der „Marsch für das Leben“ ein christlich-fun­da­men­tal­is­tis­ches Welt­bild, in dem jedoch nicht jedes Leben gle­ich schützenswert ist. Sie vertreten kon­ser­v­a­tive Geschlechter­rollen, eine rigide Sex­ual­moral, sind homo- und trans­feindlich und berufen sich dabei auf Gott und die Bibel. Mit ihren Vorstel­lun­gen sind sie nicht allein, in der gesamten Gesellschaft erleben wir das Erstarken nationaler, kon­ser­v­a­tiv­er und antifem­i­nis­tis­ch­er Posi­tio­nen. Der Antifem­i­nis­mus verbindet reak­tionäre Strö­mungen, von der CDU/CSU, über die AfD bis zu Per­so­n­en der extremen Recht­en. Es kommt ver­mehrt zu Het­ze gegen

Frauen, queere Menschen/LGBTIQ* und Geflüchtete. Wir stellen uns gegen men­schen­feindliche Posi­tio­nen und fordern repro­duk­tive Rechte für alle. Dazu gehört auch das Recht auf Abtrei­bung. Denn nur wenn es einen legalen Zugang zu Schwanger­schaftsab­brüchen gibt, wer­den Schwan­gere vor den tödlichen Fol­gen unsicher­er Abtrei­bun­gen geschützt. In Län­dern, in denen es keinen sicheren Zugang zu Schwanger­schaftsab­brüchen gibt, sehen wir, dass die Zahl an unsicheren Abtrei­bun­gen mit Todes­folge beson­ders hoch ist. Ver­bote ver­hin­dern Abtrei­bun­gen nicht, sie führen lediglich dazu, dass Men­schen ster­ben.

Wir wer­den den Marsch sabotieren – für eine befre­ite und emanzi­pa­torische Gesellschaft!

Wenn auch du kein Bock auf diese antifem­i­nis­tis­che und nation­al­is­tis­che Scheiße hast, dann schließ dich unseren Protesten an!

What the fuck! Abtrei­bung legal­isieren, Antifem­i­nis­mus sabotieren.

21. September 2019 | 10 Uhr | Berlin Rosenthaler Platz

Wir kämpfen

  • für das Recht auf Abtrei­bung und einen leicht­en Zugang zu Infor­ma­tio­nen (juris­tisch gesprochen die Stre­ichung der Para­grafen 218 und 219 aus dem Strafge­set­zbuch).
  • dafür, dass Schwanger­schaftsab­brüche Teil der medi­zinis­chen Aus­bil­dung wer­den, und alle Kranken­häuser diese durch­führen.
  • dafür, dass Abtrei­bun­gen als medi­zinis­che Leis­tung von der Krankenkasse bezahlt und anerkan­nt wer­den. Und auch für Geflüchtete über­nom­men wer­den.
  • für eine Schwanger­schafts­be­gleitung, die sich am Wohl der Schwan­geren ori­en­tiert und nicht am „gesun­den Volk­skör­p­er“.
  • für eine Gesellschaft, in der jed­er Men­sch – ob mit oder ohne Behin­derung – die Unter­stützung bekommt, die er braucht.
  • für eine Gesellschaft, in der alle Geschlechter und sex­uelles Begehren ohne Angst gelebt wer­den kön­nen – denn wir lieben, wen und wie wir wollen.

Wenn du dich diesen Forderun­gen anschließen kannst, dann komm mit uns am Sam­stag auf die Straße, um für Fem­i­nis­mus und gegen den „Marsch für das Leben“ zu demon­stri­eren!

https://whatthefuck.noblogs.org/

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