9. Juni 2009 · Quelle: Antifa Bad Freienwalde

Massive Gewaltandrohungen vor Demonstration

In Bad Freien­walde steigern sich die Gewalt- und Bedro­hungsszenar­ien gegenüber ver­meintlichen Linken und Per­so­n­en mit Migra­tionsh­in­ter­grund auf ein neues Höch­st­maß. Dabei richt­en sich Bedro­hun­gen immer geziel­ter und geplanter gegen Men­schen, die, ange­blich, die Freien­walder alter­na­tive und antifaschis­tis­che Sub­kul­tur aus­machen, und somit den Neon­azis zum Opfer werden.

Bere­its die Ankündi­gung der Demon­stra­tion hat zu gesteigerten Aktiv­itäten der recht­en Szene geführt mit dem Ziel, schon im Vor­feld ein Kli­ma der Angst in der Stadt zu schaf­fen. Im Zuge dessen wur­den Wer­be­plakate für die antifaschis­tis­che Demon­stra­tion abgeris­sen und mit ver­fas­sungswidri­gen Kennze­ichen beschmiert. Außer­dem kam es zu direkt ver­sucht­en Angrif­f­en auf ver­meintlich linke Jugendliche. So machte eine Gruppe von Neon­azis in der Nacht vom 24. zum 25. 05.2009 Jagd auf zwei Per­so­n­en. Dabei wur­den diese eine Stunde durch die Stadt gehet­zt und immer wieder mit Dro­hun­gen eingeschüchtert, wie “Wir kriegen euch ihr scheiß Zeck­en!” und “Jet­zt kriegt ihr auf die Fresse!”. Die Ver­fol­gten schafften es aber glück­licher­weise zu fliehen.

Des Weit­eren sprechen die Nazis auch ver­meintliche Antifas auf offen­er Straße an und dro­hen mit ein­er “Über­raschung” bei der Demon­stra­tion bis hin zu deren “Ver­hin­derung” am 13. Juni. Auch schreck­en sie nicht mehr vor Tele­fonter­ror zurück. So erhielt die Antifa Infor­ma­tio­nen darüber, dass der stadt­bekan­nte Neon­azikad­er und Ini­tia­tor der so genan­nten “Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im” (KMOB), Robert Geb­hardt, einem, sein­er Mei­n­ung nach linken, Jugendlichen mehrere Nachricht­en per Handy zukom­men ließ, sowie Anrufe, in denen er mas­sive Gewal­tan­dro­hun­gen laut wer­den ließ, unter dem Vor­wand, diese Per­son hätte seine “Frau beleidigt”.

Im Genauen soll die benan­nte “Über­raschung” der Neon­azis fol­gen­des bein­hal­ten: es sollen ange­blich Aktivis­ten der KMOB anreisen zusam­men mit Unter­stützern des Bik­er­clubs aus Eber­swalde, in dem auch Gor­don Rein­holz (Grün­der der ehe­ma­li­gen bran­den­bur­gis­chen Neon­azikam­er­ad­schaft “Märkisch­er Heimatschutz”) verkehrt. Es wurde zudem angekündigt, dass ein Gege­nauf­marsch angemeldet wer­den würde. Somit wollen sie ver­hin­dern, dass die Demon­stra­tion über­haupt erst begin­nen kann.

Die Neon­azis der Umge­bung haben ihre Rech­nung aber ohne uns gemacht. Zwar kommt es erstens anders aber zweites als sie denken! Wir wer­den uns von ihren dreis­ten Ein­schüchterungsver­suchen nicht bee­in­flussen lassen, son­dern trotz­dem Demon­stri­eren, denn der Weg ist unser Ziel!” so Lena Serath, Press­esprecherin der Antifa Bad Freienwalde.

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