21. September 2009 · Quelle: Antifa Westhavelland

Massive Proteste gegen (Neo)nazis in Potsdam

Wahlkampfabschlusskundgebung der DVU lautstark abfuhr erteilt

Mit ein­er Kundge­bung auf dem Luisen­platz in Pots­dam hat die so genan­nte „Deutsche Volk­sunion“ (DVU) ihre Wahlkamp­fak­tiv­itäten zu den Wahlen zum Bun­destag sowie zum bran­den­bur­gis­chen Land­tag been­det. Einges­per­rt hin­ter dutzen­den Metern Zaun fan­den sich ger­ade ein­mal 40 Anhänger und Sym­pa­thisan­ten der Partei ein um ihr nation­al­is­tis­ches und völkisches  Welt­bild zu propagieren. Ein kleines Häufchen, umzin­gelt von hun­derten von laut­starken Gegendemonstrant_innen, die gegen die aus­län­der­feindliche und NS ver­her­rlichende Poli­tik der DVU protestierten.

Mit „Nazis“ wolle die Partei allerd­ings nichts zu tun haben, so die Red­ner in ihren Ansprachen am Mikrophon immer wieder, während (Neo)nazikader Chris­t­ian Worch, Anmelder viel­er Nazi­aufmärsche im Bun­des­ge­bi­et, das Mis­ch­pult regelte.

Weit­ere Nazikad­er aus Bran­den­burg, darunter ein Mit­glied der so genan­nten „Nationalen Sozial­is­ten Prem­nitz / Freie Kräfte West­havel­land“ und ein (Neo)nazi, der erst am ver­gan­genen Woch­enende einen Auf­marsch „Nationaler Sozial­is­ten“ in Zossen anführte, bilde­ten das Pub­likum der DVU Kundge­bung.

Die Partei sel­ber war mit ihren bran­den­bur­gis­chen Land­tagsab­ge­ord­neten Liane Hes­sel­barth, Markus Non­ninger und Bir­git Fech­n­er, den nieder­säch­sis­chen Lan­desvor­sitzen­den Hans Gerd Wiech­mann, den sach­sen-anhal­tinis­chen Lan­desvor­sitzen­den Ing­mar Knop, dem Pots­damer Stadtverord­neten Mar­cel Guse und dem Bun­desvor­sitzen­den Matthias Faust vor Ort. Ein sichtlich über­hitzter Andreas Molau, der vor kurzem noch bei der (neo)nazistischen NPD Kar­riere machen wollte, ver­suchte Gegendemonstrant_innen u.a. mit­tels Geschicht­srel­a­tivierung für die DVU zu gewin­nen, wurde dann aber doch recht plöt­zlich mit ein­er kalten Wasser­dusche run­tertem­periert.

Der Ver­such den  DVU Red­nern auf dem Podi­um durch Umw­er­fung des Mis­ch­pultes das Wort zu entziehen gelang dage­gen nur kurz, da Worch, im Gegen­satz zum let­zten Jahr, als es Gegen­demon­stran­ten gelang den Gen­er­a­tor zu zer­stören,  offen­bar bessere Tech­nik gestellt hat­te.

Ins­ge­samt hat­ten sich unge­fähr 2500 Men­schen in der Pots­damer Innen­stadt zusam­menge­fun­den um gegen (Neo)nazis zu protestieren, davon min­destens 500 direkt um den Luisen­platz.

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