30. August 2005 · Quelle: MOZ

Mehr als 10 000 DNA-Analysen in Brandenburg

Pots­dam (dpa) In Bran­den­burg sind bere­its mehr als 10 000 DNA-Analy­sen für
die beim Bun­deskrim­i­nalamt (BKA) als Ver­bund­datei des Bun­des und der Län­der
geführte DNA-Analyse-Datei erstellt wor­den. Dabei han­dele es sich um die
DNA-Iden­ti­fizierungsmuster von 7500 Men­schen und 2500 Spuren, erk­lärte der
Lan­desvor­sitzende des Bun­des Deutsch­er Krim­i­nal­beamter, Wolf­gang Bauch, am
Mon­tag in Cot­tbus. Die vor einem Jahr einge­führte so genan­nte
Frei­willigkeit­sregelung trage damit zu ein­er effizien­teren
Ver­brechens­bekämp­fung bei.

Prob­lema­tisch ist aus Sicht von Bauch das DNA-Labor des Lan­deskrim­i­nalamtes
in Berlin-Johan­nisthal. Dieses unter­suche nicht nur Proben für die BKA-Datei
mit ihren jet­zt 400 000 Daten­sätzen, son­dern mit Vor­rang Proben für die
Bewe­is­führung in aktuellen Straf­sachen. Das Labor arbeite deshalb hart an
der Schmerz­gren­ze.

Bauch forderte deshalb von Bran­den­burgs Innen­min­is­ter Jörg Schön­bohm (CDU),
Vor­sorge tre­f­fen, dass “das Labor nicht kol­la­biert”. Es genüge nicht, am
Tatort Spuren zu sich­ern und Spe­ichel­proben zu nehmen, diese müssten auch
zeit­nah aus­gew­ertet wer­den. Nicht unter­suchte Spe­ichel­proben gefährlich­er
Straftäter und nicht unter­suchte Tatort­spuren kön­nten leicht zu “tick­enden
Zeit­bomben” wer­den.

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