21. Februar 2016 · Quelle: Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt(Oder)"

Mehr als 250 Menschen protestierten gegen erneuten flüchtlingsfeindlichen Aufmarsch in Frankfurt (Oder)

Rund 200 Men­schen fol­gten dem Aufruf des Bünd­niss­es sich auf dem Rathaus­platz mit Geflüchteten zu sol­i­darisieren. Zahlre­iche Vertreter*innen von Stadt und Zivilge­sellschaft riefen in Rede­beiträ­gen die Frank­furter Bevölkerung dazu auf, sich stark gegen Ras­sis­mus zu machen.
Direkt nebe­nan trafen sich ab 15:00 Uhr knapp 120 Rassist*innen, um erneut ihren Men­schen­hass auf die Straße zu tra­gen. Es war der erste Auf­marsch der Grup­pierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“ im Jahr 2016. Neben alt­bekan­nten Neon­azis aus Frank­furt (Oder), Anhänger*innen der Partei „Der III. Weg“ und erst­mals pol­nis­chen Neon­azis beteiligten sich, wie schon im ver­gan­genen Jahr, zahlre­iche Jugendliche an der recht­en Ver­samm­lung. Durch ihr
gewalt­bere­ites und offen­sichtlich neon­azis­tis­ches Auftreten wollen sie sich ihre ersten Lor­beeren in der bran­den­bur­gis­chen Neon­aziszene ver­di­enen. Stadt und Zivilge­sellschaft ste­hen in der Pflicht beste­hende anti­ras­sis­tis­che Bil­dungs-, Präven­tiv- und Jugend­sozialar­beit zu stärken.
Nach­dem sich der flüchtlings­feindliche Aufzug vom Mark­t­platz über den Brun­nen­platz auf der Karl-Marx Straße bewegte, ver­sucht­en etwa 70 Antifaschist*innen die Route zu block­ieren. Diese kamen jedoch nicht an den aggres­siv­en Polizeikräften vor­bei. Trotz der her­metis­chen Abriegelung der Frank­furter Innen­stadt und dem teil­weisen Ein­satz von Hun­den gelang es Gegendemonstrant*innen an mehreren Stellen den recht­en Auf­marsch in Sichtweite laut­stark zu begleit­en. Den zahlre­ichen Antifaschist*innen allen Alters ist es zu ver­danken, dass die ras­sis­tis­che Het­ze am heuti­gen Tage nicht unbeant­wortet blieb. Wir blick­en jedoch auch mit Sorge in die Zukun­ft: bun­desweit bewegt sich ras­sis­tis­che Gewalt, sowohl qual­i­ta­tiv als auch quan­ti­ta­tiv, auf einem trau­ri­gen Höhep­unkt. Nahezu täglich wer­den in der Bun­desre­pub­lik Geflüchtete und deren Unterkün­fte ange­grif­f­en und find­en flüchtlings­feindliche Aufmärsche
statt, welche in vie­len Fällen mit Polizeige­walt durchge­set­zt wer­den.
„Der heutige antifaschis­tis­che Protest in Frank­furt (Oder) hat gezeigt: wir sind nicht müde und wer­den auch in Zukun­ft mit allen engagierten Frankfurter*innen der­ar­tige ras­sis­tisch motivierte Aufmärsche zu ver­hin­dern ver­suchen.“ so Jan Augusty­ni­ak für das Bünd­nis „Kein Ort für Nazis in Frank­furt (Oder)“ An dieser Stelle weisen wir auf die kom­menden anti­ras­sis­tis­chen Proteste in Bran­den­burg hin: am 24. Feb­ru­ar in Pots­dam, am 26. Feb­ru­ar in Oranien­burg, am 03. März in Elster­w­er­da und am 12. März in Neu­rup­pin.

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Im Rah­men der Kam­pagne „See­brücke“ ver­anstal­tete das Bünd­nis „Kein Ort für Nazis Frank­furt (Oder)“ am heuti­gen Son­ntag eine Kundge­bung unter dem Mot­to „Wir sind die See­brücke“ – für sichere Fluchtwege und ein offenes Europa.
Im Rah­men der Kam­pagne „See­brücke“ ver­anstal­tete das Bünd­nis „Kein Ort für Nazis Frank­furt (Oder)“ am heuti­gen Son­ntag eine Kundge­bung unter dem Mot­to „Wir sind die See­brücke“ – für sichere Fluchtwege und ein offenes Europa.

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