17. Juli 2002 · Quelle: berliner morgenpost

Morde an KZ-Häftlingen in Jamlitz bleiben ungesühnt

COTTBUS. Die Ermor­dung von 1200 jüdis­chen Gefan­genen im KZ-Außen­lager Lieberose in Jam­litz bleibt ungesüh­nt. Die Staat­san­waltschaft Cot­tbus hat das Ver­fahren gegen den let­zten leben­den Verdächti­gen, einen ehe­ma­li­gen SS-Unter­schar­führer, eingestellt und damit zugle­ich das let­zte in Bran­den­burg anhängige Ver­fahren wegen NS-Gewaltver­brechen. Der 90-Jährige sei wegen Alters­de­menz nicht mehr ver­hand­lungs­fähig. Zudem hät­ten zwei Zeu­gen in Kana­da den Mann auf Fotos nicht ein­deutig wieder­erkan­nt.
Der 90-Jährige, der zur Stam­m­mannschaft des Außen­lagers gehörte, ste­ht im Ver­dacht, im Feb­ru­ar 1945 bei der Evakuierung des Lagers an der Erschießung von 1200 als nicht mehr marschfähig eingestuften jüdis­chen Gefan­genen beteiligt gewe­sen zu sein. 17 weit­ere ehe­ma­lige SS-Leute, die geschossen haben sollen, waren vor Beginn des Ver­fahrens gestor­ben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Cot­tbus — Vor der Stadthalle in Cot­tbus haben sich am Sam­sta­gnach­mit­tag etwa 50 Per­so­n­en syrisch­er, syrisch-kur­dis­ch­er und deutsch­er Herkun­ft ver­sam­melt, um gemein­sam gegen den Ein­marsch der türkischen Armee in Nordsyrien zu demon­stri­eren.
Kundge­bung zum Inter­na­tionalen Tag zur Entkrim­i­nal­isierung von Schwanger­schaftsab­brüchen am Sam­stag 28. Sep­tem­ber 11 Uhr auf dem Heron­platz (am Stadt­brun­nen) in Cot­tbus
Kundge­bung zum Inter­na­tionalen Tag zur Entkrim­i­nal­isierung von Schwanger­schaftsab­brüchen am 28. Sep­tem­ber um 11 Uhr auf dem Heron­platz (am Stadt­brun­nen) in Cot­tbus

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot