26. Juni 2007 · Quelle: Internetwache Brandenburg

Nazi-Schmierereien und -Pöbeleien

Am Mor­gen des 23.06.07 wurde fest­gestellt, dass unbekan­nte Täter auf den Gedenkstein für die “Opfer von Krieg und Gewalt”, am Frieden­splatz in Eisen­hüt­ten­stadt, mit schwarz­er Farbe das Wort “LÜGE” geschmiert haben.
Im Innen­raum der Bushal­testelle “Oder­berge” ist mit gle­ich­er Farbe der Schriftzug “Nationaler Wider­stand” aufge­sprüht wor­den.

Mon­tag früh wurde angezeigt, dass ver­mut­lich in der Nacht zum Sam­stag an einem Dön­er­stand eines deutschen Betreibers in der Guben­er Straße u.a. ein durchgestrich­en­er Halb­mond und „Deutsche Kul­tur bewahren” geschmiertn waren.
Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt und bit­tet um Hin­weise zu den/dem Täter (03364–425-0).

Auf dem Wäschep­latz der Rosen­straße 33 fand ein Bürg­er am Mor­gen des 22.06.07 ein aufge­hängtes Hak­enkreuz, welch­es aus Lat­ten zusam­mengeschraubt war. Auch in diesem Fall ermit­telt die Polizei.

Am 23.06.07, gegen 02:30 Uhr, zog eine Gruppe von acht jun­gen Män­nern im Evan­ge­lis­chen Jugend­camp Berlin-Bran­den­burg in Hirschluch/Storkow lär­mend und grölend über das Gelände, nach­dem sie von Ord­nungskräften ein­ge­lassen wor­den waren. Auf­forderun­gen zur Ruhe ignori­erten sie. Eine Gulaschkanone wurde uner­laubt geöffnet und Essen ent­nom­men. Nach­dem alle acht Per­so­n­en durch den Ord­nungs­di­enst zum Ver­lassen des Gelän­des aufge­fordert wur­den, reagierten sie mit grölen von anti­semi­tis­chen Parolen und stießen Dro­hun­gen gegen einen Aussteiger der recht­en Szene aus, der sich im Camp befand. Danach wurde die Gruppe vom Ord­nungs­di­enst zum Aus­gang begleit­et und ent­fer­nte sich mit drei Pkws. Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt und bit­tet um Hin­weise zur Iden­ti­fizierung der Per­so­n­en (03361–568-0).

Eine Anruferin aus Molken­berg informierte die Polizei am 23.06.07, gegen 22:20 Uhr, dass aus ein­er Gruppe von ca. 15–20 Per­so­n­en beim Dorffest mehrfach “Heil Hitler” gerufen und auch der “Hit­ler­gruß” skandiert wird. Die einge­set­zten Polizeibeamten stell­ten ins­ge­samt zehn augen­schein­lich poli­tisch rechts ori­en­tierte Jugendliche fest. Sie waren zum Teil erhe­blich alko­holisiert und, bis auf zwei, der Polizei alle wegen der­ar­tiger Delik­te bzw. Kör­per­ver­let­zun­gen bekan­nt. Sie wur­den zur Polizei­wache nach Fürsten­walde gebracht, wo sie am Son­ntag zur Straftat gehört wur­den.

Nach Beendi­gung ein­er Ver­anstal­tung des Hangels­berg­ers Sportvere­ins san­gen am 24.06.07 mehre Jugendliche beim Ver­lassen des Ver­anstal­tung­sortes in der Bahn­hof­s­traße Lieder mit volksver­het­zen­dem Charak­ter und zeigten den Hit­ler­gruß. Die Polizei in Fürsten­walde hat Ermit­tlun­gen aufgenom­men und bit­tet Zeu­gen der Straftat sich bei ihr zu melden (03361–568-0).

Ein betrunk­en­er Rad­fahrer (1,71 Prom.) war am Son­ntag­mor­gen in Beeskow, Kurz­er Weg, aufge­fall­en. Bei dem 21-jähri­gen Beeskow­er fand die Polizei nicht nur zuviel Alko­hol im Blut, son­dern auch ein auf dem Index ste­hen­den Ton­träger mit Nazi-Musik, die er kurz vor der Kotrolle laut abge­spielt hat­te. Der Mann wurde in Gewahrsam genom­men und gegen ihn wur­den entsprechende Anzeigen gefer­tigt.

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