2. Januar 2005 · Quelle: indymedia

Nazi-Übergriff in Lübben

(von Autor) Lübben ist eine kleine Stadt im Herzen des Spree­waldes. Viele Berlin­er nutzen dieses Stück Natur zur Erhol­ung und Entspan­nung. Die touris­tis­che Attrak­tiv­ität stieg in den let­zten Jahren deut­lich. Neue Hafe­nan­la­gen, Restau­rierung der Innen­stadt nach his­torischem Mod­ell und nicht zulet­zt wurde der neugestal­tete Bahn­hof zum schön­sten Kle­in­stadt­bahn­hof Deutsch­lands gekürt. 

Doch dun­kle Schat­ten liegen über dieser idyl­lis­chen Kle­in­stadt. Am Rande der Stadt befind­et sich ein Tre­ff­punkt für Neon­azis! In Lübben keimt schon lange ein organ­isiert­er brauner Mob auf. Die weni­gen alter­na­tiv­en Leute sind sehr ängstlich und an Direk­tak­tio­nen denkt dort auch Nie­mand, weil sich die Nazis auf bru­tal­ste Art und Weise rächen würden! 

Als ich während der Wei­h­nacht­szeit mal wieder selb­st in Lübben war und meine Lieblingskneipe besuchte, wurde mir von einem Vor­fall berichtet der mich fast umhaute. Im fol­gen­dem werde ich das wiedergeben was mir von zweit­en und drit­ten erzählt wurde mit der Bitte dies zu veröffentlichen. 

–Inhaltliche Fehler, die jemand ent­deckt der davon bescheid weiß, bitte ich in Ergänzun­gen einzufügen.– 

Der Tre­ff­punkt der Faschos, soge­nan­nter “Bunker 88”, befind­et sich in der alten Brauerei in Gleis­nähe in einem Eigen­heimge­bi­et, dass eigentlich sehr ruhig gele­gen ist. Eines Nachts (Mitte Dezem­ber von Fre­itag auf Sonnabend), die Glatzen feierten wohl mal wieder sehr aus­ge­lassen und laut, passierte es. Auf dem unbeleuchteten Hof des Haus­es gegenüber hielt sich ein dort wohnen­der 21jähriger allein auf. Sein Ausse­hen soll wohl nicht mal an links erin­nert haben, nur seine Haare waren wohl etwas länger. Plöt­zlich sprang ihm ein Fascho in den Rück­en. Diese waren natür­lich auch gle­ich wieder zu dritt oder viert und prügel­ten den schon am Boden liegen­den, wehrlosen Jun­gen bewusst­los. Doch damit nicht genug. Sie holten eine Scheer­mas­chine raus und rasierten ihm den Kopf bis auf ein kleines Büschel, das sie ste­hen ließen weil sie es wohl lustig fan­den. Als sie damit fer­tig waren schleppten sie ihn zu den Gleisen und ließen ihn auf diesen liegen! Er hat­te wohl einen Schutzen­gel der ihn wieder aufwachen ließ und dadurch nicht von einem Zug über­rollt wurde! Er ver­lor 8 Zähne und lan­dete im Kranken­haus. Nun ist es so, dass sich seine Eltern und er selb­st nicht trauen eine Anzeige zu machen. Was irgend­wie auch ver­ständlich ist, sie bleiben dort wohnen und was passieren würde, wenn die Täter gefasst wür­den, will ich mir gar nicht aus­malen. Dieser ver­suchte Mord sollte als Selb­st­mord durchge­hen und wäre das wahrschein­lich auch. Denn wie hiesige Polizeiar­beit in punk­to Recht­sradikalis­mus aussieht, brauch ich wohl nicht näher erläutern. Selb­stver­ständlich wurde das nicht ein­fach so hin­genom­men und eine bekan­nte Naz­ifresse, die sich im “Bunker 88” aufhält, wurde auf diesen Vor­fall ange­sprochen. Dieser demen­tierte das natür­lich und meinte sie hät­ten wohl keine Scheer­mas­chine die nur mit Akku betrieben wird. Zu diesem Zeit­punkt des Gesprächs wurde diese Tat­sache noch nicht ein­mal ange­sprochen. Sehr verdächtigt, dass er darauf von allein zu sprechen kam um sich und seine Kam­er­aden ver­meintlich zu entlasten. 

Dies ist nur ein weit­eres, aber bish­er das erschreck­end­ste Beispiel, welch­es darauf hin­weist das in Lübben etwas passieren muss! Die Ein­heimis­chen bit­ten regel­recht um Hil­fe, wollen aber aus Angst nicht selb­st aktiv wer­den. Da liegt ein sehr großes Prob­lem! Solange wie sich die ansäs­sige Linke nicht organ­isiert und eher auf Diskus­sio­nen mit den Faschos set­zt, wird sich nichts ändern! Da kann jeden Monat ein Gren­zen­los­fes­ti­val stattfinden… 

Deshalb werte Lübbener­In­nen organ­isiert euch! Klärt die Leute auf, führt antifaschis­tis­che Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen durch! Bildet Kampf­grup­pen! Nur gemein­sam seid ihr stark! Antifa heißt Angriff! 

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