19. September 2010 · Quelle: Linkes KW

Naziaufmarsch blockieren! Bundeswehr auflösen! Kapitalismus abschaffen!

Aufruf zur Antifaschistisch-Antimilitaristischen Demonstration am 9. Oktober in Königs Wusterhausen!

Es ist wieder soweit….Auch für den 9. Okto­ber 2010 ist ein Auf­marsch neo­faschis­tis­ch­er Grup­pen in Königs Wuster­hausen angemeldet wor­den. In den let­zten Jahren kon­nte der Auf­marsch von so genan­nten freien Kam­er­ad­schaften und/oder NPD immer wieder durchge­führt wer­den. Dieses Mal jedoch nicht!

Deutsch­land ist führend im Export von Rüs­tungs­gütern aller Art und ste­ht bere­its an drit­ter Stelle der größten Rüs­tung­sex­por­teure. Mit diesen Waf­fen wird über­all in der Welt getötet und zer­stört. Ob Waf­fen für den Folter­staat Türkei, der diese gegen die kur­dis­che Befreiungs­be­we­gung und gegen die kur­dis­che Bevölkerung ein­set­zt oder Waf­fen­sys­teme für andere ver­bün­dete kap­i­tal­is­tis­che Staat­en – Deutsch­land pro­duziert Leid und Elend in der Welt deut­lich mit. Und Rüs­tungskonz­erne prof­i­tieren davon.

Deutsch­land führt aber auch sel­ber Krieg – schon seit Jahren. Ex-Bun­de­spräsi­dent Köh­ler sagte dies vor seinem Rück­tritt erstaunlich ehrlich und deut­lich: Es geht um wirtschaftliche Inter­essen, Han­del­swege und Absatzmärk­te. Seien es nun die wichti­gen Coltan-Vorkom­men im Kon­gob­eck­en, Erdölpi­plines vom Kaspis­chen Meer durch Afghanistan – Deutsch­land ist über­all mil­itärisch präsent. Damit greift der deutsche Staat mit sein­er Bun­deswehr auch direkt ein – unter­drückt, tötet und zer­stört. Dass das in der deutschen Geschichte schon oft so war bezeugt nicht zulet­zt der Zweite Weltkrieg.

Nazis ver­suchen sich des Öfteren als Friedenss­tifter zu etablieren. Dabei ist klar, dass Faschis­mus – ger­ade auch in Deutsch­land – nie ohne Kriege existieren hätte kön­nen. Und auch damals war die Pro­pa­gan­da der Nazis lange Zeit deut­lich gegen Kriege geprägt. Natür­lich in deut­lichem Gegen­satz zu den reellen Kriegsvor­bre­itun­gen und Kriegs­geschehnis­sen.


Kap­i­tal­is­tis­che Krise und die Nazis

Die let­zte bekan­nte Krise in der kap­i­tal­is­tis­chen Ökonomie wird nun durch eine hor­rende Neu­ver­schul­dung des Staates, stärkere Rüs­tung­sex­porte, die Senkung von Löh­nen, den mas­siv­en Aus­bau von Lei­har­beit, durch kom­mende Sparpakete und Kürzun­gen bei Sozialleis­tun­gen sowie Steuer­erhöhun­gen bis zum näch­sten größeren Ein­bruch ver­schleppt – Die Herrschen­den nen­nen das „Auf­schwung“. Die Kosten dafür Zahlen wie immer die Gle­ichen: Die Masse der ein­fachen Lohn­ab­hängi­gen und alle Unter­drück­ten dieser Welt.

Es ist allzu deut­lich, dass FaschistIn­nen gezwun­gener Maßen auch aktuell mit dem The­ma Krise oder der sozialen Frage all­ge­mein Poli­tik machen wollen – Und dass, obwohl sie kein­er­lei Lösung für das Prob­lem Kap­i­tal­is­mus haben. Ihre nation­al­is­tis­che, ras­sis­tis­che und anti­semi­tis­che Het­ze hil­ft immer nur den Herrschen­den, spal­tet die Klasse der ein­fachen Lohn­ab­hängi­gen und macht sie schwach. Ihre „Argu­mente“ set­zen auf Klassenkom­pro­misse, Unterord­nung unter den Chef, die Herrschen­den oder „die Nation“ und haben damit nichts Soziales oder gar Rev­o­lu­tionäres an sich. Im Gegen­teil: Ihre Argu­mente repro­duzieren einen noch aggres­siv­eren, nation­al­is­tis­chen Kap­i­tal­is­mus.


Unsere Posi­tio­nen, unser Kampf, unsere Stadt!

Dort wo linke antikap­i­tal­is­tis­che und anti­mil­i­taris­tis­che Posi­tio­nen nicht deut­lich wahrnehm­bar sind, haben es FaschistIn­nen oft­mals ein­fach­er Fuß zu fassen. Dies gilt auch für Königs Wuster­hausen. Genau deshalb wer­den wir uns nicht damit beg­nü­gen, „Gegen Rechts“ zu sein – gemein­sam mit den Sozialkürz­ern, Ämter­funk­tionären und Schützern der bun­desre­pub­likanis­chen, bürg­er­lich-kap­i­tal­is­tis­chen Gesellschaft.

Wir wollen am 9. Okto­ber unsere Posi­tio­nen als kon­se­quente, rev­o­lu­tionäre und radikale Linke deut­lich zeigen ohne die Block­ierung des Nazi­auf­marsches zu vergessen!

Beim let­zten Auf­marsch faschis­tis­ch­er Kräfte vor einem Jahr woll­ten Ini­tia­toren eines gewis­sen „Bünd­nis gegen Rechts“ ihren „Wider­stand gegen Rechts“ nur als rhetorisch ver­standen wis­sen, keine Block­ade dulden und forderten engagierte AktivistIn­nen so immer wieder auf die Straßen zu räu­men bis sie voll­ständig die Über­sicht ver­loren. In diesem Jahr fühlen sich diese Kräfte des so genan­nten Bünd­niss­es dazu bewegt, deut­lich­er zu bes­tim­men, dass sie Dres­den 2010 inspiri­erte und Block­ieren richtig sei – Nun, wir wer­den sehen, was aus ihren Ver­sprechun­gen wird!

Wir, der Vor­bere­itungskreis „Nazi­auf­marsch am 9. Okto­ber ver­hin­dern“, rufen dazu auf gegen Kap­i­tal­is­mus und impe­ri­al­is­tis­che Kriege zu demon­stri­eren und den Nazi­auf­marsch kon­se­quent mit Massen­block­aden zu been­den.

Alle anderen Wider­stands­for­men, die dem Ziel der Ver­hin­derung des Auf­marsches oder der Unter­stützung unser­er antikap­i­tal­is­tis­chen und anti­mil­i­taris­tis­chen Posi­tio­nen dienen, sind natür­lich legit­im und richtig.

Kommt zur Antifaschis­tisch-Anti­mil­i­taris­tis­chen Demon­stra­tion und block­iert im Anschluss daran den Nazi­auf­marsch!

9. Okto­ber 2010 | 10 Uhr | Brun­nen­platz | Königs Wuster­hausen

Vor­bere­itungskreis „Nazi­auf­marsch am 9. Okto­ber ver­hin­dern“


Zugtr­e­ff­punkt für Berlin:
09.15 Uhr am S-Bhf. Neukölln
Abfahrt 09.22 Uhr auf Gleis 2

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