14. Juni 2004 · Quelle: Indymedia

Naziaufmarsch in Eisenhüttenstadt

(Zero auf Indy­media) Hier ein Bericht, erst­mal ohne Bilder, vom Nazisauf­marsch am 12.06 in “Hütte”. Es war mal wieder ein son­niger Tag und Men­sch hätte so viele schöne Sachen machen kön­nen aber da die Nazis mal wieder mein­ten das sie auf­marschieren müssen war es vor­bei mit dem schö­nen Tag.

Es ist ca. 10 Uhr und wir erre­ichen die „schöne“ Stadt Eisen­hüt­ten­stadt. Gle­ich am Bahn­hof wur­den wir vom BGS begrüßt da ein paar Leute nicht die DB unter­stützen woll­ten und lieber schwarz fahren wollen aber das hat sich dann auch ganz schnell wieder geregelt. Weit­er ging es dann in die in die Innen­stadt von Hütte um sich sich dort die Route der Nazis anzuse­hen wie auch sich mit andern Leute dort so tre­f­fen! Schon von Anfang der Ankun­ft war die ganze Stadt mit Zivibullen zu so das es auch nicht lange dauerte bis die ersten Six­er uns anhiel­ten um unsere Per­son­alien aufzunehmen wie auch Taschenkon­trollen durch zu führen. Da der Nazisauf­marsch am Bahn­hof begann, der von zwei Brück­en von der Innen­stadt abgeschot­tet ist haben wir erst hin­ter der Brücke die Nazis begrüßt. Als es dann endlich soweit war haben waren wir lei­der nur 50–60 Leute. Da sich die meis­ten Leute aus Hütte zur DGB Kundge­bung auf gemacht haben! Lei­der war es auch an dem Woch­enende zu viele Demo so das es „Ver­stärkung“ aus anderen Städten kaum gab. Was aber dann auch nicht weit­er schlimm war den wo der Auf­marsch der Nazis endlich zu sehen war hat­ten, glaub ich, alle ein lächeln im Gesicht den die groß geplante Kam­pagne des NSAM ent­pup­pte sich zum 2mal also Rein­fall. Den vorne im NPD Block wo sich die Leute aus der Umbe­bung (kaum aus Hütte) ersam­melt sich nur 30 worauf wir schon dacht­en das sei alles aber lei­der kam hin­ter dem Lau­ti noch c.a. 50 Nazis aus dem Hause MHS, BASO, … u.s.w. also auch der net­ter her Schmidtke wie auch einen Fre­und von der Anti-Antifa Pots­dam und auch sein „Azu­bi“ (Namen fol­gen noch mit Bildern) wie auch andere Papp­nasen aus dem Raum Berlin und Umland. Lei­der bliebt der Wider­stand von unser­er Seite nur bei Sprechchören. Nach dem die Nazis an uns vor­bei marschiert sind durften wir erst­mal nicht weit­er den Auf­marsch gegleit­en und mussten durch die Hin­ter­höfen ren­nen um den Auf­marsch weit­er stören zu kön­nen.

Lei­der blieb der Wider­stand eher rege so das es eher alles wie ein Kle­in­stadt Kampf aus­sah. Am Rathaus hiel­ten dann die Nazis die erste Zwis­chenkundge­bung ab vor sie ihre Pro­pa­gan­da ihn For­men von Flugis und Rede­be­trä­gen ver­bre­it­en wollen! Aber glück­lich­er Weise trafen sie kaum auf Zus­tim­mung. Da eh kaum Leute sich das ganze anhörte außer die Nazis aus Hütte die aber sich warschein­lich nicht mal traut­en mit der Demo mitzu­laufen da sie ein­fach nur daneben standen und mit den Leuten aus Hütte mit den wir uns unter­hal­ten haben sagten das ich es nicht ver­standen was die Nazis da sagen oder haben sich gle­ich von Anfang aufgeregt wie scheisse die doch schon damals gewe­sen wahren und haben es nicht ver­standen das die Bullen so was genehmi­gen kön­nen. Dann ging es auch wieder weit­er oder bess­er zurück zum Bahn­hof. Aber dies­mal am Bus­bahn­hof vor­bei wo ca. 200 Leute jung wie alt auf die Nazis warteten um sie mit Tran­spis, Sprechchören und pfif­f­en zu beschallen. Worauf der Ver­anstal­ter des Nazi­auf­marsches eine 20 Minuten lange Kundge­bung direkt vor dem Bus­bahn­hof angemeldet hat und so nett wie die Bullen waren haben sie das auch ges­tat­tet. Dies­mal aber wur­den die Rede­be­träge total von den Leuten beschallt. Dann war es auch schon fast geschafft . Der Auf­marsch ging dann nur noch an unbe­wohntes Gebi­et vor­bei (ca. 800m). Lei­der war für uns an der Brücke schluss da die Bullen erst die Nazis aus der Stadt gebracht haben.

Ich hoffe das ich beim näch­sten mal wenn der NSAM oder anderen Nazi­grup­pen marschieren wollen das sich dann mehr Leute kom­men um ein Zeichen zu set­zen das Nazis über­all uner­wün­scht sind und ich hoffe auch das die Nazis weit­er zu kleine und lächer­liche Aufmärsche machen wenn sie schon welche machen.

Bis zu näch­sten mal wenn es wieder heisst:

NAZIAUFMÄRSCHE STOPPEN EGAL WO EGAL WIE EGAL WANN!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Infori­ot — Zum “Tag der Deutschen Ein­heiT” ruft „Der III. Weg“ zu ein­er großen Demon­stra­tion nach Berlin-Hohen­schön­hausen. Ganz vorne mit dabei wer­den Neon­azis aus Bran­den­burg sein.
Wie Ver­schwörungs­the­o­rien unser Denken bes­tim­men — Ver­anstal­tun­gen am 15. Okto­ber in Cot­tbus und am 22. Okto­ber in Pots­dam.
Mittwoch, 07. Okto­ber 2020 um 19.00 Uhr im T‑Werk, Schiff­bauer­gasse 4e in Pots­dam

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot