8. November 2002 · Quelle: ostsachseninfos | lausitzer rundschau | sächsische zeitung

Naziaufmarsch in Hoyerswerda abgesagt

nazi­auf­marsch in hoy­er­swer­da abge­sagt

Achtung: es find­et am 09.November kein Nazi­auf­marsch in Hoy­er­swer­da statt,
die Stadt hat den Auf­marsch ver­boten und der Anmelder ENRICO KEHRING aus
Niesky hat den Auf­marsch daraufhin abge­sagt.

Was gibts da für Gründe: Ange­blich wolle man dem gle­ichzeit­ig auch in
Weimar stat­tfind­en­den Nazi­auf­marsch nicht das Wass­er abgraben. Doch vielle­icht
gibt es auch andere Gründe, immer­hin war die Gegen­mo­bil­isierung gelun­gen und
auch die Stadt hat den Anschein gemacht nicht Außen vor zu ste­hen (was sich an
dem Zeitungsar­tikel ganz unten zwar lediglich im ersten Teil bewahrheit­et).

Doch: Nach Naziangaben wird der Auf­marsch in den Dezem­ber 02 ver­legt,
darüber wer­den wir euch rechtzeit­ig informieren um entsprechend
Gegen­zu­mo­bil­isieren. Die angemeldete Gegen­de­mo find­et wahrschein­lich nicht statt.

Falls ihr den­noch am 09. Novem­ber nichts vorhabt, dann beteiligt euch an
ein­er Gedenkdemon­stra­tion in Gör­litz, die um 17h vom Jüdis­chen Fried­hof
(Stadt­teil Bies­nitz, Bies­nitzer Straße) begin­nt und zum Marien­platz führt.

so long

check out

zittau/main.htm

Bräh­mig ruft zur Gegen­de­mo auf

lausitzer rund­schau

Hoy­er­swer­da.
Für den Fall, dass das durch die Stadt aus­ge­sproch­ene Ver­bot der für Sonnabend angekündigten Demon­stra­tion Recht­sex­tremer vor Gericht nicht stand­hält, hat Hoy­er­swer­das Ober­bürg­er­meis­ter Horst-Dieter Bräh­mig aufgerufen, eine eben­falls angemeldete Gegen­de­mo zu unter­stützen. “Die Stadt Hoy­er­swer­da darf sich das nicht gefall­en lassen ” , so Bräh­mig. Anson­sten würde in der Öffentlichkeit der Ein­druck entste­hen, dass man bei den recht­en Aktiv­itäten taten­los zuschaue. Deshalb müssten sich die poli­tis­che Spitze und die Hoy­er­swer­daer Bürg­er an ein­er Gegen­de­mo beteili­gen. Sollte das Ver­bot jedoch Bestand haben, dann mache auch eine Gegen­de­mo wenig Sinn, erk­lärte das Stad­to­ber­haupt während der Sitzung des tech­nis­chen Auss­chuss­es.

Zufall?!

säch­sis­che zeitung v. 05.11.02

Wir haben den 9. Novem­ber als Datum gewählt, um der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Wiedervere­ini­gung Gesamt­deutsch­lands zuvorzukom­men und zu ver­hin­dern, dass die Nazis an diesem Tag durch Hoy­er­swer­da ziehen”, teilte Sepp Hagen von der Lausitzer Arbeit­slos­enini­tia­tive in Grün­dung (LAI i.G.) belei­digt mit. Man bitte um eine Klarstel­lung. Dazu meint das Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz: “Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um einen Aufzug von Recht­sex­trem­is­ten han­delt und dass … (die LAI i.G., der Autor) dazu dient, die richti­gen Ini­tia­toren zu ver­schleiern.” Zurzeit werde die rechte Szene für die Demo mobil­isiert. Zu der gehört auch der Niesky­er Recht­sex­treme Enri­co Kehring, der die Demon­stra­tion per Unter­schrift im Namen der LAI i.G. angemeldet hat. Sepp Hagen (nach TAGEBLATT vor­liegen­den Infor­ma­tio­nen ein Pseu­do­nym) gehört auch dazu: Sein Name taucht im Impres­sum der Mit­teldeutschen Jugendzeitung, ein­er in Hoy­er­swer­da erscheinen­den dunkel­braunen Unter­grund­pos­tille, auf. Und aus­gerech­net auf der Inter­net-Seite dieser Zeitschrift wird für den recht­en Fack­elumzug zum Volk­strauertag (siehe Artikel links) gewor­ben. Genauere Infor­ma­tio­nen gibts — wer hätte das gedacht — unter Sepp Hagens Tele­fon­num­mer. So ein Zufall aber auch!

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