9. Mai 2002 · Quelle: MAZ Wittstock

Nazidemo am 8.Mai in Wittstock

Für jeden Marschier­er ein Polizist

Rechte marschierten im Fack­elschein auf dem Witt­stock­er Marktplatz

WITTSTOCK Am Tag der Befreiung und der Nieder­lage des Faschis­mus in Deutsch­land vor 56 Jahren fand in Witt­stock eine Abend-Demon­stra­tion der soge­nan­nten Aktion­s­ge­mein­schaft “Rechts hat Vor­fahrt” statt. 56 Teil­nehmer hat­ten sich dazu auf dem Bahn­hofsvor­platz ver­sam­melt und sind unter Polizeis­chutz in die Innen­stadt marschiert.
 
Auf dem Bahn­hofsvor­platz, am Ehren­fried­hof für die “gefal­l­enen Sow­jet­sol­dat­en”, hat­te kurz vorher eine “stille” Kranznieder­legung stattge­fun­den. Diese Ver­anstal­tung war von dem Witt­stock­er PDS-Gebi­etsvor­stand organ­isiert. Dazu waren auch andere Witt­stock­er ein­ge­laden. Doch von denen inter­essierte sich wohl nie­mand für die Ein­ladung zur Grup­pen­ver­anstal­tung. So ver­har­rte eine Hand­voll PDS-Mit­glieder alleine im schweigen­den Gedenken auf dem Ehren­fried­hof am Witt­stock­er Bahn­hof.
 
Drei Stun­den später ver­sam­melten sich dort die Teil­nehmer der angemelde­ten Recht­en-Demo. Sie kamen nicht mit der Abor­d­nung vom Witt­stock­er PDS-Gebi­etsvor­stand in Berührung.
 
Zwis­chen­zeitlich hat­te sich nur die Polizei- und Bun­des­gren­zschutz-Präsenz am Bahn­hof ver­stärkt. Kurz nach 20 Uhr fan­den sich die ersten Demon­stran­ten der Aktion­s­ge­mein­schaft “Rechts hat Vor­fahrt” auf dem Bahn­hofsvor­platz ein. Grüp­pchen­weise hat­ten sich einige schon vorher hin­ter der Witt­stock­er Bischofs­burg verabre­det.
 
Ihr Marsch in die Witt­stock­er Innen­stadt und die eben­falls angemeldete Kundge­bung unter dem Mot­to “Schluss mit der Befreiungslüge” auf dem Witt­stock­er Mark­t­platz waren beim Polizeiprä­sid­i­um Oranien­burg angemeldet.
 
Gegen 21 Uhr marschierte die Gruppe vom Bahn­hof los. 56 Teil­nehmer hat­te die Polizei gezählt. Par­al­lel waren 56 Beamte zur Sicherung einge­set­zt, die den Fack­el­marsch, die Kundge­bung und den Rück­weg der Gruppe sicherte.
 
Auf dem Mark­t­platz wurde eine zehn­minütige Kundge­bung abge­hal­ten. Witt­stock­er ließen sich auch vom Fack­elschein nicht blenden und reagierten nicht auf die rechte Ansamm­lung.
 
Der Aufzug wurde nach Polizeiangaben von den Witt­stock­ern ignori­ert und sei störungs­frei ver­laufen. “Straftat­en und Ord­nungswidrigkeit­en wur­den nicht fest­gestellt”, so die Polizei. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Neu­rup­pin — In der Nacht von Mon­tag auf Dien­stag wur­den in der Innen­stadt Trans­par­ente aus Sol­i­dar­ität mit den Opfern des türkischen Faschis­mus aufgehängt. 
Neu­rup­pin — In Neu­rup­pin haben sich Internationalist*innen der „Inter­na­tionalen Woche der Sol­i­dar­ität und des Wider­standes“ angeschlossen und Parteibüros und Banken besucht, um gegen die deutsche Kriegs­beteili­gung zu protestieren. 
Das JWP-Mit­ten­Drin verurteilt den Bran­dan­schlag auf den Dienst­wa­gen des Neu­rup­pin­er Bürg­er­meis­ters Jens-Peter Golde, sowie aus­ge­sproch­ene Mord­dro­hun­gen gegen ihn.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot