8. Januar 2002 · Quelle: Unabhängige Antifas

Nazidemo in Frankfurt/Oder verhindern!

Nach dem 15.09.01 wollen Nazis nun zum 2.Mal
inner­halb von weni­gen Monat­en durch Frankfurt/Oder marschieren. Beim let­zten Mal waren es diverse Kam­er­ad­schaften, u.a. die Kam­er­ad­schaft Frankfurt/Oder, sowie der Demo­tourist und Ham­burg­er Neon­az­iführer Chris­t­ian Worch die den Frank­fur­terIn­nen, unter­stützt von
einem starken Polizeiaufge­bot, ihre Anwe­sen­heit
aufzwängten.

Dies­mal will die “Inter­es­sen­ge­mein­schaft für die
Wiedervere­ini­gung Gesamt­deutsch­lands”, kurz IWG, mit ihrem fast 80-jähri­gen Vor­sitzen­den Georg Palet­ta ihren revan­chis­tis­chen Scheiß ver­bre­it­en.

Die IWG beste­ht aus Faschis­ten, welche aus
ver­schieden anderen Nazi­grup­pierun­gen stam­men und hat­te und hat eine Rei­he von Bünd­nis­part­nern: bei Ihrem Auf­marsch in Erfurt beispiel­sweise waren über­raschend ca. 450 Nazis anwe­send, durch die Unter­stützung des Thüringer Heimatschutz, welch­er aus eige­nen Inter­essen dor­thin
mobil­isierte. Zu den Part­nern gehören/gehörten u.a.
NPD, CDU/CSU, andere Revan­chis­tis­che Grup­pen sowie auch mil­i­tante Freie Kam­er­ad­schaften. Einen pein­lichen Auftritt hat­te Palet­ta am 03.10.98 in Berlin, als ein Großauf­marsch mit 100.000 Nazis geplant war und lächer­liche 20 Ham­pelmän­ner erschienen.

 

Den­noch organ­isiert die IWG seit 2 Jahren jeden
Monat einen Auf­marsch in ver­schiede­nen Städten; immer mit dem Mot­to “Recht auf Heimat”. Die Stärke der Aufläufe hängt dabei im wesentlichen immer von den Nazi­part­nern von Palet­ta und Co. ab, weil die IWG an sich keine
Starke Mobil­isierung hinkriegt. Mehr Infos zur IWG

 

Auch in Frankfurt/Oder wollen Sie für das Recht auf
Heimat antreten. Dieses “Recht auf Heimat” bedeutet für sie
Großdeutsch­land wieder entste­hen zu lassen und damit fordert dieses Nazi­pack die ehe­mals von der faschis­tis­chen Wehrma­cht beset­zten Gebi­ete in Ost€pa sowie das Sude­ten­land zurück.

 

Da es in Frank­furt sowohl eine örtliche NPD, sog­ar
mit Sitz im Stadt­par­la­ment, gibt und die IWG früher auch schon mit der NPD zusam­men­marschiert ist, ist anzunehmen, dass zumin­d­est örtliche NPD-Hei­nis an dem Auf­marsch teil­nehmen wer­den. Diese wer­den durch enge per­sön­liche Kon­tak­te auch in der Lage sein zumin­d­est aus
Fürsten­walde und anderen Ost­bran­den­bur­gis­chen
Städten zu mobil­isieren.

 

Weit­er­hin ist eine Teil­nahme von Anhängern der
Kam­er­ad­schaft Frankfurt/Oder zu erwarten, weil es hier per­sön­liche Über­schnei­dun­gen mit NPD-Gesocks
gibt. Ger­ade hier wo Men­schen aus der BRD eng mit
Men­schen aus Polen zusam­men­leben und es einen regen Aus­tausch gibt, wo Stu­den­ten bei­der Län­der in Frank­furt und in Slu­bice gemein­sam studieren, muss gezeigt
wer­den, dass unsere Sol­i­dar­ität untere­inan­der
genau­so gren­zen­los ist, wie die Wut auf Faschis­ten. Auch wenn men­sch in Frank­furt eine Sit­u­a­tion vorfind­et, die für so viele Städte im Osten bekan­nt ist, formiert sich ein bunter und lauter antifaschis­tis­ch­er Wider­stand
gegen die starken Naz­i­hor­den.

 

Wir dür­fen ihnen mit ihren Geschichts- und
Ver­brechen­leug­nen­den Het­zen nicht das Wort über­lassen.
Deshalb rufen wir alle Men­schen auf sich den Nazis
zu wider­set­zen. Egal wie viele Nazis kom­men mögen, ob viele oder wenig, das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass wir sol­i­darisch und geschlossen unseren Weg gehen. Dieser Weg ist der Kampf für ein gerecht­es und freies Leben und diesen wollen die Faschis­ten kreuzen.

 

Neben den alltäglichen ras­sis­tis­chen und faschis­tis­chen Prob­le­men, die jed­eR von uns hat, allen voran Asyl­be­wer­ber,
welche über­all, so auch in Frank­furt von Staat, Nazis und
ras­sis­tis­chen Schweinen, mit Namen “Nor­mal­bürg­er”, gle­ichzeit­ig attack­iert wer­den.

 

Mag es auch abge­droschen klin­gen, doch wir alle
wis­sen, wie wichtig gegen­seit­ige Sol­i­dar­ität ist, wir alle wis­sen, dass es unser gemein­samer Traum ist die Welt zu verän­dern.

 

Dabei ist es nicht ein­mal das Hauptziel diesen Auf­marsch zu ver­hin­dern. Unser Hauptziel sollte noch WEITER gehen.
Es sollte soweit gehen zu zeigen, dass wir stark
sind. Das wir der Teil ein­er gewalti­gen Stimme sind, die
sich gegen DIESE Welt auflehnt. Und dazu gehört nun mal auch die Abwehr von faschis­tis­chem Ter­ror. Auch wenn, der ja schon alltäglich ist, wer­den durch diese Aufläufe immer wieder neue Nazis rekru­tiert, die Ras­sis­ten fühlen sich bestärkt. Wir dür­fen ihnen dieses Gefühl der Stärke nicht
zuteil wer­den lassen.

 

Unsere Wut die aus der Hoff­nung, der Liebe und Freude entste­ht, wenn wir von ein­er anderen Welt träu­men und wieder nur die graue “Real­ität” sehen, wie sie bei fast allen Men­schen hier All­t­ag ist, soll­ten wir ganz offen zeigen. Wir wollen nicht nur diesen Auf­marsch
ver­hin­dern, wir wollen selb­st in die Offen­sive
gehen und diesen All­t­ag ändern. Wenn wir unsere Hoff­nung aufgeben, die Wut ver­lieren und genau­so kalt wer­den wie so viele andere Leute da draußen, dann haben wir ver­loren. Aber dazu wird es nicht kom­men, auch nicht hier
in Frank­furt.

 

Wir hof­fen auf eure Sol­i­dar­ität.
12/01/02-> Frankfurt/Oder Nazi­auf­marsch
ver­hin­dern!…

…und dann selb­st die Stadt übernehmen.

 

Die Nazis wollen 12 Uhr am Bahn­hof Frankfurt/Oder
los­marschieren.

Mehr Infos zu Tre­ff­punk­ten usw. kom­men noch.

 

Kreativ­ität und gute Laune sind gefragt.
Deutsch­land in den Son­der­müll!

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