10. Dezember 2002 · Quelle: Progress - Antifascist Youth

Nazidemo in Potsdam verhindern — Ein Aufruf

Antifade­mo: 21. Dezem­ber, 10 Uhr, Alter Markt, Pots­dam

Strike back :Antifade­mo

Nazi­auf­marsch ver­hin­dern!

talk­ing is over, action is on



Für den 21. Dezem­ber 02 hat der Ham­burg­er Nazikad­er Chris­t­ian Worch einen Auf­marsch in Pots­dam angemeldet.
Das wäre die mit­tler­weile dritte Naziver­anstal­tung inner­halb von gut drei Monat­en in der bran­den­bur­gis­chen Lan­deshaupt­stadt. Diesen gilt es mit allen zu Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln zu ver­hin­dern!

Kurz vor Jahreswech­sel wollen es die Nazis schein­bar noch mal wis­sen: Unter dem Mot­to “Schickt Schön­bohm in die Wüste” wollen soge­nan­nte “autonome Kam­er­ad­schaften” in Pots­dam auf­marschieren. Sie wollen damit gegen ein Demon­stra­tionsver­bot eines “Trauer­marsches” unter dem
Mot­to “Ruhm und Ehre dem deutschen Frontsol­dat­en” am 17.
Novem­ber 02 in Halbe bei Berlin protestieren. Der Anmelder Chris­t­ian Worch ist kein unbeschriebenes Blatt: nach einem
höch­strichter­lichen Urteil im August 2000, nach dem ein Ver­anstal­tungsver­bot nur zuläs­sig ist wenn es konkrete Anhalt­spunk­te gibt, dass die geplanten Ver­anstal­tung von Straftat­en begleit­et wer­den wird, meldet er im gesamten
Bun­des­ge­bi­et Aufmärsche an. Dass seine Wahl dies­mal auf Pots­dam fiel, ist nicht zufäl­lig.

Zum einen ist Pots­dam die Haupt­stadt Bran­den­burgs und besitzt damit natür­lich einen höheren Sym­bol­ge­halt als irgen­dein Kaff. Zum anderen gilt es für Worch die örtliche Naziszene zu stärken und die Schande” den genau als das
kön­nte man die vor­ange­gan­genen bei­den NPD-Ver­anstal­tun­gen beze­ich­nen” zu mildern.

Doch die Nazis belassen es nicht nur bei ihren parteipoli­tis­chen Ver­anstal­tun­gen: in let­zter Zeit lässt sich in Pots­dam eine mas­sive Zunahme faschis­tis­ch­er Über­griffe beobacht­en. Ins­beson­dere in Nacht­bah­nen- und Bussen kommt es seit eini­gen Monat­en häu­fig zu bru­tal­en Nazian­grif­f­en, bevorzugtes Ziel sind hier vor allem Flüchtlinge. Sollte der Auf­marsch ein Erfolg für die Nazis
wer­den ist davon auszuge­hen das diese Entwick­lung einen enor­men Auf­schwung bekommt und die Über­griffe wie auch andere faschis­tis­che Aktiv­itäten weit­er
zunehmen.

Auf­grund der The­matik und der Organ­isatoren ist damit zu rech­nen das dieser Auf­marsch wesentlich größer wird als die bei­den vorherge­gan­genen. Sor­gen wir gemein­sam dafür das diese Demo ein mit­tel­großes Unglück für die Nazis wird — ein Unglück, von dem sie sich hof­fentlich nie wieder erholen
wer­den.

Also: action speaks loud­er than words, beteiligt euch an der Gegen­de­mo zum Nazi­auf­marsch und werdet aktiv. Wartet nicht bis ihr selb­st Opfer faschis­tis­ch­er Gewalt werdet son­dern wehrt euch gegen den wach­senden Naziter­ror in
Pots­dam!

Antifa heisst Angriff!

Organ­isiert den antifaschis­tis­chen Selb­stschutz!

progress [antifas­cist youth]

progress.pdm@gmx.net

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