19. Januar 2002 · Quelle: Netzwerk für ein tolerantes Eberswalde

Nazis versuchten an Gegen-Rechts-Bündnis teilzunehmen

Eber­swalder Net­zw­erk ist nicht offen für Recht­sex­trem­is­ten und “Nationale”

Pressemit­teilung

Erst­mals ver­sucht­en am 17. 1.2002 zwei organ­isierte Recht­sex­trem­is­ten an einem reg­ulären Tre­f­fen des Net­zw­erkes für ein tol­er­antes Eber­swalde teilzunehmen. Sie wur­den vor Beginn der Sitzung des Raumes ver­wiesen. Pro­fes­sor Dr. Jung, Fach­hochschule (FH), machte damit vom Haus­recht Gebrauch. Er begrün­dete dies damit, daß Recht­sex­trem­is­ten in dieser Organ­i­sa­tion an der FH uner­wün­scht sind. Zudem sei es ein aber­witziger Akt der Dreistigkeit, wenn Recht­sex­trem­is­ten in einem Bürg­er­bünd­nis gegen Recht­sex­trem­is­mus mitwirken wollen. Das wider­spricht dem Selb­stver­ständ­nis und den Zie­len des Net­zw­erks. Dage­gen ist jed­er Bürg­er, der sich für die Ziele des Net­zw­erks engagieren will, in diesem offe­nen Bünd­nis her­zlich willkom­men.

Die Mit­glieder des Net­zw­erkes stellen übere­in­stim­mend klar, dass dieses Bürg­er­bünd­nis für Recht­sex­trem­is­ten nicht offen ist, da deren Hand­lun­gen den Zie­len des Net­zw­erkes ent­ge­gen­ste­hen. Anhand von zahlre­ichen Beispie­len aus der Region kann belegt wer­den, dass die recht­sex­trem­istis­chen Pro­pa­gan­da-Aktiv­itäten in dem­a­gogis­ch­er Weise gegen demokratis­che Grundw­erte gerichtet sind und dass sie dabei bewußt mit Ver­drehun­gen, Halb­wahrheit­en und dreis­ten Lügen arbeit­en. Die organ­isierten Recht­sex­tremen ver­suchen offen­bar, angesichts des dro­hen­den NPD-Ver­botes sich als schein­bar demokratis­che Part­ner anzu­bi­eten.

Anhand eines aktuellen Fall­es beri­eten die Net­zw­erk­er an diesem Abend, wie sich engagierte Bürg­er vor recht­sex­tremen Attack­en wehren kön­nen. So wird emp­fohlen, Klage einzure­ichen, wenn Flug­blät­ter oder Plakate mit recht­sex­tremem Inhalt unter­schrieben sind mit Namen von Mit­gliedern des Net­zw­erkes. Es liegen bere­it eine Rei­he von entsprechen­den Fällen vor. Auf diese Weise wer­den demokratis­che Bürg­er ver­leumdet. Die Net­zw­erk-Mit­glieder fordern alle jew­eils Betrof­fe­nen auf, sich in solchen öffentlich gegen Recht­sex­trem­is­mus und Ras­sis­mus zu beken­nen und zu posi­tion­ieren.

Das näch­ste Tre­f­fen wird am 28.1.2002 um 15,30 Uhr in der Fach­hochschule stat­tfind­en. Eber­swalder Bürg­er, die gegen Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit aktiv wer­den oder sich informieren wollen, sind nach wie vor her­zlich dazu ein­ge­laden.

Dr. Mohamed Ham­dali, Kai Jahns, Prof.Dr.N.Jung, Rein­hard Wienke, Net­zw­erk für ein tol­er­antes Eber­swalde
gegen Gewalt,Rechtsextremismus und Frem­den­feindlichkeit
Mit­glied im Aktions­bünd­nis gegen Gewalt, Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit des Lan­des Bran­den­burg
Träger der Theodor-Heuss-Medaille 1999

Prof.Dr.Norbert Jung

FH Eber­swalde

FB Land­schaft­snutzung und Naturschutz

Pro­fes­sur Umwelt­bil­dung

Ebertstr.28

16225 Eber­swalde

Tel. 03334/ 657311, …308

030/4743934

njung@fh-eberswalde.de

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