19. April 2004 · Quelle: DJB

Neonazis heute: Der Märkische Heimatschutz

Das „Demokratis­che Jugend­fo­rum Bran­den­burg e.V.“ und der Jugendtr­e­ff Dos­to laden ein zur Infover­anstal­tung zum The­ma „Märkisch­er Heimatschutz“ am 21.04. um 19 Uhr in Bernau.

Ras­sis­mus und Recht­sex­trem­is­mus sind nach wie vor aktuelle Prob­leme in Bran­den­burg.
Um dage­gen aktiv zu wer­den, ist Wis­sen über Struk­turen und Auf­bau der recht­sex­tremen Szene notwendig.

Der “Märkische Heimatschutz” ist derzeit ein­er der aktivsten und gefährlich­sten Neon­azi-Zusam­men­schlüsse im Land Bran­den­burg. Nach Außen präsen­tiert sich die Kam­er­ad­schaft als biedere Inter­essen­vertre­tung “nation­al gesin­nter Jugendlich­er”; bei genauer Betra­ch­tung tut sich ein Sumpf aus Gewalt, Anti­semitismus und Ras­sis­mus auf.

Diese Infover­anstal­tung stieß schon in anderen Städten auf großes Inter­esse bei zivilge­sellschaftlichen Kräften. Organ­isiert wird die Ver­anstal­tung in Bernau vom Demokratis­chen Jugend­fo­rum Bran­den­burg e.V. (DJB), welch­es hier in Bran­den­burg nicht zulet­zt durch Aktion Notein­gang und Aktion Analyse bekan­nt gewor­den ist.

Diese Ver­anstal­tungsrei­he erläutert aus antifaschis­tis­ch­er Sicht Organ­i­sa­tion, Aktiv­itäten und Ide­olo­gie der Kam­er­ad­schaft M.H.S., welche exem­plar­isch für Kam­er­ad­schaften in der Bun­desre­pub­lik ist und zeigt auf, wie sich diese Arbeitsweise auf die lokale Ebene, auch in Bernau run­ter­brechen lässt. Nicht erst seit dem gescheit­erten Ver­botsver­fahren gegen die NPD spielt die Organ­i­sa­tion rechter Struk­turen in „Freien Kam­er­ad­schaften“ eine große Rolle. Eine solche Ver­net­zungsstruk­tur bildet einen juris­tisch nicht angreif­baren Rah­men, indem sie unab­hängig von Anzeigen und Ver­fahren unan­greif­bar­er agieren kön­nen und so die Möglichkeit haben die (Straßen-)Politik zu machen, für die rechte Parteien nicht im Stande sind.

Mit­glieder und Sym­pa­thisan­ten des Märkischen Heimatschutz und ander­er recht­sex­tremer Organ­i­sa­tio­nen sind auf dieser Ver­anstal­tung keine gelade­nen Gäste und darüber hin­aus auch uner­wün­scht. Daher wird ihnen der Zutritt ver­weigert.

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