4. Juli 2005 · Quelle: MOZ

Netzwerk wächst stetig weiter

(Thomas Berg­er, MOZ) Strausberg/Berlin. “Ich spüre ja die Atmo­sphäre. Es ist nicht nur der Staffel­stab, den wir von Bad Freien­walde über­nom­men haben. Ein ganzes Net­zw­erk steckt dahin­ter, jede Menge neue Kon­tak­te, ein tolles Gefühl und pos­i­tive Energie. Und mit jedem Mal wächst dieses Net­zw­erk weit­er.” Straus­bergs Bürg­er­meis­ter Hans Peter Thier­feld sprüht förm­lich vor Begeis­terung. Es sei eine Freude und Ehre, dass Straus­berg am 17. Sep­tem­ber Aus­richter der nun­mehr fün­ften Tour de Tol­er­ance (MOZ berichtete) sein dürfe. Die Vor­bere­itun­gen für das Ereig­nis laufen auf Hoch­touren. Gestern hat­ten die Organ­isatoren nach Berlin zur Pressekon­ferenz geladen. 

Die Ortswahl war kein Zufall. Denn zum Fün­ften hat sich das Team um Ini­tia­torin Petra Bier­wirth (MdB/SPD), Thier­feld und Eber­swaldes Ex-Bürg­er­meis­ter Gün­ter Grützn­er als Mit­be­grün­der im Jahr 2001 beson­dere Schirmher­ren ins Boot geholt — den EHC Eis­bären Berlin. Dass der Club in der näch­sten Sai­son eine eigene Kam­pagne mit dem Titel “Eis­bären sind nicht braun, son­dern bunt — gegen Ras­sis­mus im All­t­ag und im Sta­dion” startet, trifft sich da gut. Engage­ment gegen Intol­er­anz, ras­sis­tis­che Ten­den­zen, Frem­den­feindlichkeit und rechte Gewalt gehörten für Team und viele Fans dazu, die auch bei der antifaschis­tis­chen Demo am 8. Mai Flagge gezeigt hatten. 

Damals, beim Anfang vor vier Jahren, sei man belächelt wor­den. Eher zehn statt der geplanten 1000 Teil­nehmer wur­den den Ini­tia­toren prog­nos­tiziert. Inzwis­chen gibt es nicht nur einen gewach­se­nen Kreis an Helfern, die zum Gelin­gen der Aktion beitra­gen. THW und DRK gehören eben­so dazu wie die Polizeis­chule in Bas­dorf. “Am Gym­na­si­um Wriezen hat­te sich eine Pro­jek­t­gruppe gegrün­det, von der jährlich 30 bis 40 Schüler teil­nehmen”, so Grützn­er. Über­haupt zeige sich schon bei den Radlern die große Band­bre­ite — der Jüng­ste, der im Vor­jahr solcher­art ein Zeichen für Tol­er­ant set­zte, war drei, der Älteste 78 Jahre alt. Auch Behin­derte seien mit dem Roll­stuhl dabei. Strauß trifft Eis­bär, so kann es nun speziell am 17. Sep­tem­ber zum Jubiläum heißen. 

Neu ist in diesem Jahr, dass die Tour nicht durch die Bun­de­shaupt­stadt bis Pots­dam führt, son­dern einen Rund­kurs bildet. Von Straus­berg aus geht es über Werneuchen, Bernau und Berlin wieder zurück zum Start- und Zielpunkt. Dort wie auch an anderen Sta­tio­nen ist ein beglei­t­en­des Kul­tur­pro­gramm geplant, sagte Thier­feld. Die Arbeits­gruppe dazu ste­ht, in ihr ist unter anderem der KSC Straus­berg vertreten. In Werneuchen, ergänzte Petra Bier­wirth, soll es die Eröff­nung ein­er Bilder­ausstel­lung geben. 

Die Eis­bären, so der kanadis­che Chef­coach Pierre Pagé und Co-Train­er Hart­mut Nick­el, sind gern Part­ner. Pagé erin­nerte daran, dass seine Heimat ein klas­sis­ches Ein­wan­der­erland sei: Ohne Tol­er­anz und Zusam­me­nar­beit hät­ten die aus Polen, Ital­ien, Schwe­den oder Eng­land stam­menden Bewohn­er nicht so viel erre­icht. Tol­er­anz, betonte auch Thier­feld, sei ja keine Frage des Augen­blicks, son­dern des alltäglichen Lebens.

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