1. Juni 2002 · Quelle: lausitzer rundschau

Neue Schwerpunkte bei regionaler Arbeit für Ausländerfragen

POTSDAM.
Die Regionalen Arbeitsstellen für Aus­län­der­fra­gen (RAA) in Bran­den­burg sehen
in der EU-Oster­weiterung ein Schw­er­punk­t­the­ma ihrer zukün­fti­gen Arbeit.
RAA-Leit­er Alfred Roos sagte gestern zum zehn­jähri­gen Beste­hen der
Insti­tu­tion in Pots­dam, die vorhan­de­nen Äng­ste vor der Erweiterung müssten
ernst genom­men wer­den. In den Land­kreisen Dahme-Spree­wald und Teltow-Fläming
plant die RAA ihre zehnte Nieder­las­sung. Bil­dungsmin­is­ter Stef­fen Reiche
(SPD) beze­ich­nete die RAA als “Herzstück und Kern­stück” der Bemühun­gen um
ein tol­er­antes Bran­den­burg. Dieses Ziel sei zwar noch nicht erreicht,
trotz­dem habe die RAA eine Erfol­gs­geschichte vorzuweisen. Sie sei inzwischen
der wichtig­ste freie Träger für poli­tis­che Bil­dung im Land und ste­he bei der
Aus­bil­dung eines frem­den­fre­undlichen Kli­mas und der Abwehr von
Recht­sex­trem­is­mus an erster Stelle. Die RAA mit ihren rund 60 Mitarbeitern
hat den Schw­er­punkt ihrer Arbeit in Pro­jek­ten mit Schülern und Jugendlichen.

Ihr angegliedert ist auch das “Mobile Beratung­steam”. Roos sagte, die RAA
wolle in Zukun­ft bei der Arbeit vor Ort stärk­er auf Erwach­sene zuge­hen. Dazu
soll­ten sich speziell Schulen zu “Ler­norten für Demokratie” entwick­eln, die
auch die Eltern ansprächen. Ein weit­er­er Schw­er­punkt der kom­menden Jahre
soll sich rund um das The­ma Glob­al­isierung entwick­eln. “Die Frage ist nicht,
was wir erre­icht haben, son­dern wie es im Land aussähe, wenn es uns nicht
gäbe. Das will ich mir gar nicht vorstellen”, sagte Roos im Rück­blick auf
die bish­erige Arbeit. Er hob aus­drück­lich die Bedeu­tung der
Aus­län­der­beauf­tragten des Lan­des, Almuth Berg­er, für die Arbeit der RAA
her­vor. Über­legun­gen, ihr Amt abzuschaf­fen, ent­behrten jed­er vernünftigen
Grund­lage. Berg­er verkör­pere eines der Vor­bilder, die für die Arbeit mit
Jugendlichen unverzicht­bar seien, sagte Roos. Reiche hob vor allem ihre
nationale und inter­na­tionale Rep­u­ta­tion her­vor. Berg­er selb­st wies auf die
neuen Anforderun­gen an die RAA nach in Kraft treten des neuen
Aus­län­derge­set­zes hin: “Wir müssen das Bewusst­sein generationsübergreifend
so bee­in­flussen, dass Ein­wan­der­er und Aus­län­der ein­fach dazu gehören.

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