31. Januar 2005 · Quelle: MOZ

Neuer Ausländerbeirat gewählt

1925 Frank­furtern ohne deutschen Pass kon­nten am Son­ntag im Rathaus­foy­er den
neuen Aus­län­der­beirat wählen. Auf­gabe des nun bis 2010 amtierenden
neunköp­fi­gen Gremi­ums ist es, die Belange von Aus­län­dern gegenüber der
Stadtver­wal­tung zu vertreten und sich für ihre Inte­gra­tion ins städtische
Leben einzusetzen. 

Inte­gra­tion ist auch ein wichtiges Anliegen von Anto­nio Her­rera. Nicht
zulet­zt deshalb hat der Ex-Kubaner, der seit zehn Jahren in Frank­furt lebt
und inzwis­chen einge­bürg­ert ist, seine aus Peru stam­mende Frau Car­men Carron
ins Rathaus begleit­et. Her­rera, der wie alle Deutschen nicht wahlberechtigt
war, wün­scht sich noch mehr Unter­stützung für Aus­län­der in Frank­furt. Als
wichtig­stes Inte­gra­tionsin­stru­ment dafür sieht er die Sprache an. “Man kann
sich nicht isolieren”, ist er überzeugt und regt darum neue und
erschwinglichere Sprachkur­sange­bote etwa durch arbeit­slose Deutschlehrer an. 

The­men wie diese kön­nten auch den neuen Aus­län­der­beirat beschäftigen.
Wahlvorste­her Michael Schulze und seine elf Mit­stre­it­er hat­ten im Blick,
dass sämtliche For­malien bei der Wahl einge­hal­ten wur­den. Jeder
Wahlberechtigte hat­te drei Stim­men, neun Kan­di­dat­en standen zur Wahl.
Ent­täuscht zeigten sich die Organ­isatoren darüber, dass die
Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen zur Vorstel­lung der Kan­di­dat­en kaum besucht
wor­den waren.

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